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        <title>Philosophie und Wissenschaft - OmSpace Foren</title>
        <description></description>
        <link>http://www.omspace.org/forum</link>
        <lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 09:57:40 +0100</lastBuildDate>
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            <title>Wahrheit? Alles Lüge!</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1633</link>
            <description><![CDATA[hallo, ein schöner Film&nbsp; (Doku) gesendet bei arte TV,<br />
kann unter dem Link noch mal angeschaut werden....<br />
<br />
-&gt;&nbsp; <a href="http://plus7.arte.tv/de/detailPage/1697660,CmC=2329260,scheduleId=2309328.html">http://plus7.arte.tv/de/detailPage/1697660,CmC=2329260,scheduleId=2309328.html</a><br />
<br />
<br />
Ist die Welt, wie wir sie sehen, tatsächlich Realität oder nur ein Produkt unseres Gehirns? Was wäre, wenn das, was wir erleben, bloß eine individuelle Illusion ist? International renommierte Wissenschaftler machen anhand anschaulicher Beispiele deutlich, wie leicht unsere Wahrnehmung - und damit unsere individuelle Realität - beeinflussbar ist.<br />
<br />
Gruss<br />
<br />
ATARI]]></description>
            <author>Atari</author>
            <pubDate>Sun, 07 Dec 2008 09:37:05 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1633</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Sind wir wirklich wir selbst?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1617</link>
            <description><![CDATA[Mit folgendem Beitrag möchte ich die werte Leserschaft einmal zu einer Diskussion über eine philosophische Grundsatzfragestellung anregen.<br />
<br />
Der menschliche Körper (ohne die Blutzellen) besteht nach gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus etwa 10 Billionen (10 hoch 13) Zellen. Am und im menschlichen Körper befinden sich gleichzeitig circa 100 Billionen (10 hoch 14) Mikroorganismen, im wesentlichen Bakterien, also zehn Mal so viele wie körpereigene Zellen. <b>Anders formuliert bestehen wir aus 10fach mehr Fremdorganismen als eigenen Körperzellen.</b><br />
Die Mikroorganismen sind unzweifelhaft eine eigene Lebensform mit eigener Lebensenergie, die grundsätzlich keine andere als die allumfassende, alles Leben steuernde Lebensenergie prana sein dürfte. Geht man nun davon aus, dass Bewusstsein auch nur eine spezielle Ausformung der Lebensenergie ist, worauf u. a. die Erkenntnisse der Quantenphysik hindeuten, so ließe sich vermuten, dass Mikroorganismen eine eigene Art von Bewusstsein aufweisen und es stellt sich demzufolge die philosophische Grundsatzfrage <b>"Sind wir wirklich wir selbst?"</b> oder wieviel unseres Seins wird von den Fremdorganismen bestimmt?<br />
<br />
Eine inspirierende Diskussion sowie allen ein friedvolles und gesundes Leben, om shantih, wünscht<br />
<br />
Santoshananda]]></description>
            <author>Santoshananda</author>
            <pubDate>Mon, 03 Nov 2008 16:33:29 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1617</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Frieden und Meditation</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1484</link>
            <description><![CDATA[Hallo, <br />
<br />
zu dem Thema "Frieden" habe ich eine interessante Stelle in einem Buch gefunden: <br />
<br />
Eine These besagt: <br />
<br />
… würde nur <br />
<br />
<b><span style="color:green">ein Prozent </span></b>der Weltbevölkerung <br />
<span style="color:orange"><b>täglich meditieren</b></span> <br />
<br />
können negative Energien <i>(ich hab jetzt statt Energien „Gedanken“ geschrieben - aber Gedanken sind ja auch Energien) </i>auf unserem Planeten günstig beeinflusst oder in positive umgewandelt werden.<br />
<br />
Diese Aussage wurde mit in den USA gewonnenen Versuchsergebnissen untermauert. <br />
So verringerte sich zum Beispiel in einer Region, in der aktiv meditiert wurde, die Anzahl der Verkehrsunfälle signifikant ...<br />
<br />
<br />
Liebe Grüße <br />
Patrice]]></description>
            <author>ID10</author>
            <pubDate>Wed, 31 Oct 2007 13:32:46 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1484</guid>
        </item>
        <item>
            <title>gefunden?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1473</link>
            <description><![CDATA[[quote]<br />
"Giganto-Loch" im Weltall gibt Rätsel auf: Wissenschafter entdecken "riesiges Nichts"<br />
Kosmische Leere: Keine Sterne, keine Galaxien,... <br />
US-Amerikanisches Forscherteam ist in Erklärungsnot <br />
Astronomen haben ein gigantisches Loch im Weltraum entdeckt - und rätseln nun, wie es entstehen konnte. In dem kosmischen Leerraum gibt es buchstäblich nichts: keine Sterne, keine Galaxien, keine schwarzen Löcher, selbst von der mysteriösen dunklen Materie gibt es keine Spur. In einem Bereich von einer Milliarde Lichtjahren ist einfach nichts, wie Forscher der Universität von Minnesota erklärten.<br />
<br />
Bereiche im Weltraum, in denen nichts zu finden ist, sind schon länger bekannt. Das jetzt entdeckte Loch übersteigt aber die Vorstellungskraft der Forscher und bringt sie in Erklärungsnot. "Es ist tausendmal größer als eine typische Leere", erklärt Astronomieprofessor Lawrence Rudnick. Er entdeckte die Leere mit Hilfe der Radioastronomie. Dann verglich er seine Ergebnisse mit Beobachtungen zur kosmischen Hintergrundstrahlung. Diese ...<br />
<br />
Quelle und weiter: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.networld.at%2Findex.html%3F%2Farticles%2F0734%2F35%2F181734.shtml" border="0" title="http://www.networld.at/index.html?/articles/0734/35/181734.shtml">http://www.networld.at/index.html?/articles/0734/35/18173...</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
[/quote]<br />
<br />
Genau so hab ich mir die "letzte instanz" immer visualisiert <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-smile.gif" title=":-)" alt=":-)" align="absmiddle" class="smilie" /><br />
<br />
miriam]]></description>
            <author>miriam</author>
            <pubDate>Tue, 28 Aug 2007 09:02:42 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1473</guid>
        </item>
        <item>
            <title>&quot;Was vor dem Urknall geschah&quot; - oder:</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1459</link>
            <description><![CDATA[<b>Gedanken zum Spiegel-Artikel: "Was vor dem Urknall geschah"</b><br />
<br />
[quote]"Einsteins Relativitätstheorie schließt die Quantenphysik nicht ein, die man braucht, um die extrem hohen Energien zu beschreiben, die das Universum in seinen Anfängen bestimmten"<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,492074,00.html">http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,492074,00.html</a>[/quote]<br />
<br />
Deswegen wurde die Stringtheorie entwickelt, die Relativitätstheorie und Quantenphysikalische Erkenntnisse unter einen Hut bringen sollte. Dummerweise versteht diese Theorie so gut wie niemand <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-wink.gif" title=";)" alt=";)" align="absmiddle" class="smilie" /> <br />
<br />
[quote]"Die Schleifen-Quantengravitation wurde entwickelt, um Quantenphysik und die allgemeine Relativitätstheorie zu vereinigen - sie ist eine wichtige Alternative zur Stringtheorie (mehr...)" (ebenda)[/quote]<br />
<br />
Jetzt entstehen noch weitere Theorien, um diese Lücke zu schliessen... Einsteins Theorien sind also auch ein Puzzlestück, das weiterführt, aber nicht der Weisheit letzter Schluss... <br />
<br />
[quote]"Mindestens ein Parameter, der vor dem Urknall wichtig sei, überlebe "den Trip durch den 'Big Bounce' nicht" - fast so, als sollten wichtige Spuren des früheren Universums vernichtet werden. Eine wahrscheinliche Folge des Parameter-Verschwindens: Das Universum vor dem "Big Bounce" dürfte kaum identisch sein mit dem danach."[/quote]<br />
<br />
Die neueren Erkenntnisse bestätigen die Sichtweise des Hinduismus und der buddhistischen Kosmologie, nach denen Universen enstehen und vergehen wie alles andere auch - und wo beim Tod eines Universums - wie beim Tod eines Menschen - nur bestimmte Vektoren, Bewegungen, Gewohnheiten in das Folgeuniversum übernommen werden, aber nicht alle Parameter wie z.B. angehäuftes Wissen oder Körperbestandteile. <br />
<br />
Es wird die Essenz übernommen, aber nicht die ganze Struktur - somit findet auch im Leben und Sterben von Universen eine Evolution statt, die nur Bewährtes, Kristallisiertes, übernimmt. Das wiederum erklärt auch ohne einen Schöpfergott, warum sich ein Universum von der Geburt an auf intelligentes Leben hin strukturiert: Die reine Energie wird kurz nach der Entstehung des Universums über das mitgenommenen Kristalline vorstrukturiert, so wie ein Same die Informationen über die ganze Pflanze enthält. Das Universum wächst dann aus diesem kristallinen 'Samen' wie ein Baum aus einem Samen wächst. Grundbedingungen sind vorgegeben, aber der Baum wächst weiterhin individuell anhand der Bedingungen. <br />
<br />
(Zu den Kristallinen Bereichen und ihrer Funktion im Allgemeinen siehe auch meine Artikel "Kristalline Energiearbeit" und "Fliessendes Sein im Jetzt" unter <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fomzeitspiegel.de" border="0" title="http://omzeitspiegel.de">http://omzeitspiegel.de</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"> - das Prinzip ist&nbsp; vom Menschen und von der Erde als System auch auf ein ganzes Universum übertragbar.)<br />
<br />
So wie in einem Universum die Details des Wachstums von den Wesen darin mitgeformt werden ('freier Wille', Schöpferkraft), allerdings auf dem Boden der Grundfesten, der kosmischen Gesetze, auf denen dieses Universum beruht. Diese sind kosmisch, nicht universell, also eine Ordnung, die nur auf dieses Universum bezogen ist, aber nicht letztendlich absolut ist - in einem anderen Universum mögen ganz andere Gesetze wirken, die aus dem kristallinen Samen jenes Universums entstanden ist. <br />
<br />
Der 'Raum ohne Definition' ist der Zugang zur 'Singularität' - hier ist der Übergang zwischen Universen und Dimensionen möglich, weil dies der neutrale Boden ist, auf dem alle existierenden Universen beruhen. <br />
<br />
Lieben Gruss!<br />
<br />
Andreas]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Wed, 04 Jul 2007 09:23:52 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1459</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Relativitätstheorie</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1439</link>
            <description><![CDATA[Titelgeschichte der Zeitschrift Profil: <br />
<a href="http://www.networld.at/profil/">http://www.networld.at/profil/</a><br />
<br />
Physik: <br />
Einstein hatte Recht! Seine Thesen konnten nun erstmals bewiesen werden<br />
<br />
Eine NASA-Raumsonde hat jetzt Effekte gemessen, die Albert Einstein und der österreichische Physiker Hans Thirring in der Theorie beschrieben hatten. Ihre Thesen revolutionierten die Physik und unsere Vorstellungswelt – aber haben sie auch einen praktischen Nutzen?]]></description>
            <author>ID10</author>
            <pubDate>Mon, 07 May 2007 12:28:20 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1439</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Paul Watzlawick ist gestorben</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1416</link>
            <description><![CDATA[[quote]<br />
SPIEGEL ONLINE - 02. April 2007, 19:55<br />
URL: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fkultur%2Fgesellschaft%2F0%2C1518%2C475324%2C00.html" border="0" title="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,475324,00.html">http://www.spiegel.de/kultur/gesell.../0,1518,475324,00.html</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
KOMMUNIKATIONSTHEORIE<br />
<b>Philosoph Watzlawick gestorben</b><br />
<br />
Die wichtigsten Theorien zur zwischenmenschlichen Kommunikation stammen von ihm: Der aus Österreich stammende Psychologe und Philosoph Paul Watzlawick, Autor des Bestsellers "Anleitung zum Unglücklichsein", ist im Alter von 85 Jahren gestorben. [...]<br />
<br />
Der aus Österreich stammende Philosoph, Psychologe, Psychoanalytiker, Soziologe und Publizist Watzlawick gehörte zu den einflussreichsten Theoretikern der modernen Kommunikationsforschung. Viele seiner populärwissenschaftlichen Werke, darunter die Ratgeber-Parodie "Anleitung zum Unglücklichsein" (1983) wurden zu Bestsellern. Watzlawicks Ansätze flossen in Psychotherapie und Pädagogik ein.<br />
<br />
Als Hauptwerk Watzlawicks gilt seine auf fünf pragmatischen Axiomen aufbauende Kommunikationstheorie. Berühmtestes Beispiel ist das erste Axiom: "Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren." [...]<br />
<br />
Die Prinzipien der konstruktivistischen Denkschule wandte Watzlawick auch in seiner therapeutischen Arbeit an. Im Gegensatz zur analytischen Tiefenpsychologie verzichtete er auf die Erforschung der Vergangenheit seiner Patienten, sondern beobachtete lediglich, ob die Kommunikation des Betroffenen funktionierte oder gestört war. Für seine Diagnosen genügten ihm "kurztherapeutische Interventionen", die sich aus dem Verständnis der Sprache des Patienten ergaben. [...] [/quote]]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Tue, 03 Apr 2007 07:54:26 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1416</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Braincast 67 - Meditation in der Hirnforschung</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1410</link>
            <description><![CDATA[<b>Braincast 67 - Meditation in der Hirnforschung</b><br />
<br />
"Jahrzehntelang galt sie als esoterischer Mumpitz, aber in den letzten Jahren sorgen zahlreiche Untersuchungen dafür, dass sich die Meditation zum Lieblingsspielzeug vieler Hirnforscher entwickelt. Braincast 67 berichtet von Erkenntnissen und kleinen Wundern..."<br />
<br />
<a href="http://braincast1.blogspot.com/2007/03/braincast-67-meditation-in-der.html">http://braincast1.blogspot.com/2007/03/braincast-67-meditation-in-der.html</a><br />
<br />
<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-arrow.gif" title=":arrow:" alt=":arrow:" align="absmiddle" class="smilie" /> <u> <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.hipcast.com%2Fexport%2FP416846c46f4e116adb03e18cb32aed97Z1p9R1REY2Jw.mp3" border="0" title="http://www.hipcast.com/export/P416846c46f4e116adb03e18cb32aed97Z1p9R1REY2Jw.mp3">Braincast 67 Direkter Link zum MP3</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"> </u><br />
<br />
Anhören lohnt sich <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-biggrin.gif" title=":D" alt=":D" align="absmiddle" class="smilie" /> <br />
<br />
Zum Thema 'Neue Psychologie und Wissenschaft' - Die Brücke zwischen Spiritualität und Wissenschaft schliessen.... <br />
<br />
Lieben Gruss!<br />
<br />
Andreas]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Mar 2007 09:40:06 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1410</guid>
        </item>
        <item>
            <title>[3sat.de/nano] &quot;Illusionen des Gedächtnisses sind durchaus normal&quot;</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1335</link>
            <description><![CDATA[<b>"Illusionen des Gedächtnisses sind durchaus normal"</b><br />
<br />
Studie: Jeder vierte Erwachsene hat falsche "Erinnerungen" der Kindheit erfunden<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Quelle: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.3sat.de%2Fnano%2Fastuecke%2F100751%2Findex.html" border="0" title="http://www.3sat.de/nano/astuecke/100751/index.html">http://www.3sat.de/nano/astuecke/100751/index.html</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0">&nbsp; &nbsp; <br />
<br />
Jeder vierte Erwachsene hat bei einer US-amerikanischen Studie falsche "Erinnerungen" aus seiner Kindheit erfunden. Je schlechter das Gedächtnis ist, desto größer sei auch das Risiko, sich vergangene "Erlebnisse" einzubilden. Ein amerikanisch-australisches Team unter Leitung von Elizabeth Loftus an der Universität Washington in Seattle hatte in der Studie Menschen mit der Vorstellung konfrontiert, sie hätten als Kind mit der Hand eine Fensterscheibe eingedrückt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
24 Prozent der Studienteilnehmer gaben nach den Gesprächen an, dies sei ihnen tatsächlich passiert, wie Loftus berichtete. Beim Abspeichern von simplen Informationen spielt das Gedächtnis sogar jedem zweiten einen Streich. Loftus Kollege Henry L. Roediger fand in Studien mit Studenten heraus, dass "Illusionen des Gedächtnisses durchaus normal sind".<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Jeder zweite hatte behauptet, das Wort "Schlaf" gehört zu haben, nachdem eine Liste mit den Wörtern Bett, Traum, Decke, Dösen und Kissen verlesen worden war. Loftus wurde nach eigenen Angaben aufgrund von Expertenberichten auf das Thema aufmerksam, nach denen sich Erwachsene fälschlicherweise an sexuellen Missbrauch in der Kindheit erinnerten. Für sie sei es nun auch nachvollziehbar, dass sich Erwachsene fälschlich in traumatische "Erinnerungen" aus der Kindheit zurückversetzen können.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Künftig wollen die Forscher testen, ob sich die Einbildungskraft auch positiv nutzen lässt, etwa zur Behandlung magersüchtiger Mädchen, die ihre frühere Figur anerkennen. Zudem dürften sich bekannte, aber wenig befolgte Empfehlungen von Ernährungsexperten in das Gedächtnis "pflanzen" lassen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
"Das autobiografische Gedächtnis erlaubt es dem Menschen, Zeitreisen in die eigene Vergangenheit zu machen", erklärt Prof. Harald Welzer vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. "Es gibt jedem das Gefühl, eine relativ einheitliche und kontinuierliche Persönlichkeit zu sein." Beim Abruf solch persönlicher Erinnerungen werden dabei andere Hirnregionen aktiviert als beim Abruf von Faktenwissen. Das autobiografische Gedächtnis arbeitet je nach Lebensalter verschieden. Kleinkinder erinnern anders als Teenager, Oma und Opa anders als Erwachsene im mittleren Alter.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Die Tests an jungen Erwachsenen im Alter von 20 und 21 Jahren zeigten, wie sich Erinnerungen aus bestimmten Zeitphasen im Gehirn darstellen. Während die Testpersonen im Kernspintomographen lagen, wurden ihnen ihre persönlichen Erlebnisse vom Tonband vorgespielt, die sie in einem Interview erzählt hatten: aus dem Kindergartenalter, der Grundschulzeit, der Pubertät und der jüngsten Vergangenheit.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
"Zum einen fanden sich Indizien dafür, dass das autobiografische Gedächtnis erst nach den ersten drei Lebensjahren entsteht - davor fallen alle Erlebnisse der kindlichen Amnesie zum Opfer", erläutert Harald Welzer. Erinnerungen des bis dato letzten Lebensjahres bilden sich darüber hinaus - im Gegensatz zu frühen Erinnerungen aus dem Lebensalter von drei bis sechs Jahren - neuronal in einer bestimmten Region in der Mitte des Stirnhirns ab; erst nach dem sechsten Lebensjahr findet das autobiografische Gedächtnis offenbar zu einer stabilen Verarbeitungsform.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Dieser Bereich des Kortex wird darüber hinaus beim Abruf von Fakten nicht aktiviert, scheint also spezifisch die eigene Biografie zu verankern. Die Untersuchungen mit 16-Jährigen machten zudem deutlich: In der Pubertät gleichen sich während des Erinnerns die Aktivierungsintensitäten des autobiografischen und des semantischen, für Sachwissen zuständigen Gedächtnisses.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Das ist bemerkenswert, waren doch ichbezogenes und sachliches Wissen bei den jungen Erwachsenen Anfang 20 klar voneinander getrennt. Die Forscher erklären sich dieses Ergebnis dadurch, dass für die Jugendlichen die Wissensaneignung und die Ausbildung der Identität Hand in Hand gehen - der Aktivitätsunterschied zwischen den beiden Gedächtnissystemen verringert sich folglich. Die spezifische Speicherung der Erinnerungen im mittleren Stirnhirn scheint somit erst im jungen Erwachsenenalter voll entwickelt zu sein.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Ein weiteres Phänomen der altersspezifischen Gedächtnisverarbeitung hat mit der unterschiedlichen Erinnerungsdichte je nach Lebensphase zu tun: "Bei über 60-Jährigen zeigt sich, dass die Erlebnisse aus der Zeit des jungen Erwachsenenalters auf Hirnebene am stärksten Netzwerke aktivieren", fasst Neurowissenschaftler Prof. Hans Markowitsch von der Uni Bielefeld zusammen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
"Denkt man an die vergangenen zwei Jahre, so löst dies hingegen kaum Aktivität aus; gleiches gilt für die frühe Jugend und Kindheit." Die Erinnerungen an die wichtige Zeit des Einstiegs ins Erwachsenenalter nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Sie türmen sich zu Erinnerungsbergen, auch Reminiscence Bumps genannt. In diesem Alter tun Menschen vieles zum ersten Mal: Sie verlieben sich, ergreifen einen Beruf, ziehen zu Hause aus, heiraten "Die Gefühle sind dabei als Gedächtnisverstärker aktiv. "Sie filtern, bewerten und heben hervor, was erinnert werden soll."<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Noch eine zweite Tendenz ließ sich beobachten: Je weiter die Erinnerung in der Vergangenheit liegt, desto mehr distanziert man sich von ihr auf der emotionalen Ebene. "Erinnerungen verändern sich mit jedem Abruf", erklärt Markowitsch. Sie werden auf diese Weise auch resistenter gegenüber Veränderungen und Reflexionen. "Der ältere Mensch behandelt sie wie Faktenwissen und nicht mehr so sehr wie ein persönliches Erlebnis", ergänzt Welzer.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
"Neurobiologisch gibt es demnach eine Erklärung dafür, warum Zeitzeugen eine Sicht auf die selbst erlebte Geschichte haben, die den historischen Fakten nicht unbedingt entspricht." Wie wir unsere Lebensgeschichte erzählen und bestimmte Ereignisse bewerten, verändert sich folglich im Laufe des Lebens durch ein Wechselspiel biologischer und sozialer Einflussfaktoren. Auch auf neuronaler Ebene spiegeln sich diese Verschiebungen wider.<br />
<br />
Quelle: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.3sat.de%2Fnano%2Fastuecke%2F100751%2Findex.html" border="0" title="http://www.3sat.de/nano/astuecke/100751/index.html">http://www.3sat.de/nano/astuecke/100751/index.html</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0">]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Wed, 22 Nov 2006 18:01:49 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1335</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Club of Budapest - Wissenschaft und Zukunftsforschung</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1159</link>
            <description><![CDATA[<u><b>Club of Budapest - Wissenschaft und Zukunftsforschung</b></u><br />
<br />
<br />
<b>Webadresse: </b><br />
<br />
<a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.clubofbudapest.org" border="0" title="http://www.clubofbudapest.org">http://www.clubofbudapest.org</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
<br />
<b>Liste der Ehrenmitglieder: </b><br />
<br />
<a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.clubofbudapest.org%2Fd%2FEhrenmitglieder%2FEHRENMITGLIEDER.htm" border="0" title="http://www.clubofbudapest.org/d/Ehrenmitglieder/EHRENMITGLIEDER.htm">http://www.clubofbudapest.org/d/Ehren.../EHRENMITGLIEDER.htm</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
<i>"Ehrenmitglieder des Club of Budapest sind weltbekannte Persönlichkeiten, die für ein planetarisches Bewusstsein stehen."</i><br />
<br />
z.B. Paulo Coelho, Hans Küng, Inayat Khan, Hans Dietrich Genscher<br />
<br />
<br />
<b>Liste der Kreativmitglieder: </b><br />
<br />
<a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.clubofbudapest.org%2Fd%2FKreativmitglieder%2FKREATIVMITGLIEDER.htm" border="0" title="http://www.clubofbudapest.org/d/Kreativmitglieder/KREATIVMITGLIEDER.htm">http://www.clubofbudapest.org/d/Kreat.../KREATIVMITGLIEDE...</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
z.B. Franz Alt, Rüdiger Dahlke<br />
<br />
<br />
<b>World Wisdom Council:</b><br />
<br />
<a href="http://www.clubofbudapest.org/d/World%20Wisdom%20Council/WWC.htm">http://www.clubofbudapest.org/d/World%20Wisdom%20Council/WWC.htm</a><br />
<br />
<img sm:iepng="true" border="0" align="absmiddle" src="http://www.clubofbudapest.org/d/images/wwc-03.jpg" title="http://www.clubofbudapest.org/d/images/wwc-03.jpg" alt="[Not loaded: http://www.clubofbudapest.org/d/images/wwc-03.jpg]" /><br />
<br />
<span style="font-size:10px; line-height:120%"><br />
[Ervin Laszlo (links) und Karan Singh (rechts)]<br />
Bildquelle: <a href="http://www.clubofbudapest.org/d/images/wwc-03.jpg">http://www.clubofbudapest.org/d/images/wwc-03.jpg</a></span><br />
<br />
<i>"Der World Wisdom Council (WWC) wurde gemeinsam vom Club of Budapest&nbsp; und der&nbsp; World Commission on Global Consciousness and Spirituality ins Leben gerufen in der Überzeugung, dass die wichtigste Herausforderung in dieser Zeit der Diskontinuität und des Übergangs ein Wandel in der Wahrnehmung ist: Nur durch eine neue Ebene des Bewusstseins wird es möglich sei, die Welt in eine konstruktive Richtung zu verändern. Durch ein solches globales Bewusstsein kann jede Frau und jeder Mann hierzu ihren Beitrag leisten, gleichgültig wo und in welchen Lebensumständen sie leben."</i><br />
<br />
<b>Gegenwärtig sind folgende Personen Mitglieder des World Wisdom Council:</b> Hafsat Abiola, Nigeria - Akbar Ahmed, Pakistan - Suheil Bushrui, Libanon - <i>Peter Gabriel, England</i> - Ashok Gangadean, Trinidad - Jane Goodall, England - Jonathan Granoff, USA - Prabhu Guptara, Indien/Schweiz - Hazel Henderson, USA - Audrey Kitagawa, Hawaii - <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.omspace.org%2Fforum%2Fforum.php%3Freq%3Dthread%26id%3D1158%235965" border="0" title="http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1158#5965">Ervin Laszlo, Italien/Ungarn</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"> - Angaangaq Lyberth, Grönland - Wangari Maathai, Kenia - Ekaterina Mojaeva-Köstler, Russland - Lady Fiona Montagu, England - Bibi Russell, Bangladesh - Elisabet Sahtouris, Griechenland - Vadim Sagladin, Russland - Masami Saionji, Japan - Karan Singh, Indien - Wei-ming Tu, China - <i>Ernst Ulrich von Weizsäcker, Deutschland </i>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Wed, 22 Feb 2006 13:20:12 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1159</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ein Paradigmenwechsel in der Wissenschaft...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1143</link>
            <description><![CDATA[Der Paradigmenwechsel in der Wissenschaft ist ein Bestandteil des Quantensprungs im Bewusstsein der Menschen... Die Wissenschaft wird feststellen, dass viele Lösungen auf noch offene Fragen bereits in den Überlieferungen der indigenen Kulturen zu finden sind und dass am Ende Wissenschaft und Religion/Spiritualität wieder zusammenrücken, weil der äußere Weg zu den gleichen Ergebnissen kommt, zu denen der innere Weg auch gekommen ist... <br />
<br />
Das wird natürlich zu einem allgemeinen Umdenken führen und viele harte Grenzen werden sich aufweichen... Einer der wichtigsten Aspekte dieses Paradigmenwechsels wird die Entdeckung sein, dass man nicht mehr als Wasser und Licht braucht, um unfassbare Mengen an Energie - Strom / Wärme usw. - zu erzeugen, ohne dabei etwas zu zerstören oder zu verschmutzen... <br />
<br />
Der Überfluss an Energie wird viele Konflikte auf der Welt lösen und die Umwelt kann sich wieder erholen... Doch die Entdeckung ist an die Bedingung gekoppelt, dass das menschliche Kollektivbewußtsein einen gewissen Reifesprung macht, der mit Gemeinschaft, Liebe und der Aufgabe von Egobestrebungen zu tun hat... <br />
<br />
Es ist eine Rückkehr in das göttliche Bewußstsein, das wir vergessen haben... Ohne diesen Bewusstseins-'Quantensprung' besteht die Gefahr, dass diese Energie missbraucht wird - das Zerstörungspotential wäre dabei so gross, dass man mit einem kleinen Fehler die Balance in unserem gesamten Sonnensystem aus dem Gleichgewicht bringen könnte...]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Tue, 31 Jan 2006 10:27:58 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1143</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Holografische Universen und die verhüllte Ordnung</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1052</link>
            <description><![CDATA[Der Physiker David Bohm von der University of London, <br />
ehemaliger Protege Einsteins und einer der angesehensten <br />
Quantenphysiker der Welt über seine Theorie eines <br />
holografischen Universums. <br />
<br />
[quote]<br />
<b>Verhüllte Ordnungen und enthüllte Realitäten</b><br />
<br />
Eine der aufregendsten Thesen Bohms lautet, dass die<br />
greifbare, konkrete Realität unserer alltäglichen Erfahrung in<br />
Wahrheit eine Illusion ist, vergleichbar einem holographischen<br />
Bild. Ihr zugrunde liegt eine tiefere Seinsordnung, eine<br />
unermeßliche und ursprünglichere Wirklichkeitsebene, die alle<br />
Objekte und Erscheinungen unserer physischen Welt auf ganz<br />
ähnliche Weise hervorbringt, wie ein holographischer Film ein<br />
Hologramm erzeugt. Bohm bezeichnet diese tiefere<br />
Wirklichkeitsebene als »implizite« Ordnung (was soviel wie<br />
verhüllte Ordnung bedeutet), und unsere eigene Seinsebene ist<br />
für ihn die »explizite« oder enthüllte Ordnung.<br />
<br />
Bohm verwendet diese Begriffe, weil er alle<br />
Erscheinungsformen im Universum als das Ergebnis<br />
ungezählter Verhüllungen und Enthüllungen innerhalb dieser<br />
Ordnungen auffaßt. Er glaubt beispielsweise, dass ein Elektron<br />
nicht ein »Einzelding« ist, sondern eine Totalität oder eine in<br />
sich geschlossene Gruppe, die sich im gesamten Weltraum<br />
verhüllt. Wenn ein Instrument ein einzelnes Elektron aufspürt,<br />
dann nur deshalb, weil sich ein Aspekt des<br />
Elektronenensembles an diesem bestimmten Ort enthüllt,<br />
ähnlich wie ein Tintentropfen in Glyzerin sichtbar wird. Und<br />
wenn sich ein Elektron zu bewegen scheint, so ist das auf eine<br />
zusammenhängende Folge solcher Enthüllungen und<br />
Verhüllungen zurückzuführen.<br />
<br />
Anders ausgedrückt: Elektronen und alle anderen<br />
Elementarteilchen haben nicht mehr Substanz oder Dauer als<br />
die Erscheinungsform, die ein Geysir annimmt, wenn er<br />
emporschießt. Sie werden in Gang gehalten durch einen<br />
stetigen »Zustrom« aus der impliziten oder verhüllten<br />
Ordnung, und auch wenn ein Teilchen zerstört zu sein scheint,<br />
geht es nicht verloren. Es hat sich lediglich wieder in der<br />
tieferen Ordnung verhüllt, der es entsprungen ist. Ein<br />
holographischer Film und das von ihm erzeugte Bild sind<br />
zugleich ein Modell der impliziten und expliziten Ordnung.<br />
Der Film repräsentiert eine implizite Ordnung, denn das in<br />
seinen Interferenzmustern kodierte Bild ist eine verborgene<br />
Totalität, die sich im Ganzen verhüllt. Das vom Film<br />
projizierte Hologramm stellt eine explizite Ordnung dar, weil<br />
es die enthüllte und wahrnehmbare Version des Bildes ist.<br />
Der konstante, fließende Austausch zwischen den beiden<br />
Ordnungen erklärt, wieso sich Elementarteilchen, etwa das<br />
Elektron im Positroniumatom, von einem Teilchentyp in einen<br />
anderen verwandeln können. Solche Verschiebungen lassen<br />
sich beobachten, sobald sich ein Teilchen, beispielsweise ein<br />
Elektron, wieder in der impliziten Ordnung verhüllt, während<br />
sich ein anderes, ein Photon, enthüllt und seine Stelle<br />
einnimmt. Damit läßt sich auch erklären, warum sich ein Quant<br />
entweder als ein Teilchen oder als eine Welle manifestiert.<br />
<br />
Nach Bohm sind beide Aspekte stets im Ensemble eines<br />
Quants verhüllt, aber die Art und Weise, wie ein Beobachter<br />
mit dem Ensemble interagiert, entscheidet darüber, welcher<br />
Aspekt sich enthüllt und welcher verborgen bleibt. So gesehen,<br />
ist die Rolle, die ein Beobachter bei der Determinierung der<br />
Erscheinungsform eines Quants spielt, möglicherweise nicht<br />
geheimnisvoller als die Tatsache, dass ein Juwelier bei der<br />
Bearbeitung eines Edelsteins darüber entscheidet, welche<br />
Facetten später sichtbar oder unsichtbar sind. Weil sich jedoch<br />
der Begriff Hologramm üblicherweise auf ein Bild bezieht, das<br />
statisch ist, und nicht die Dynamik und unaufhörliche Aktivität<br />
der unberechenbaren Verhüllungs- und Enthüllungsprozesse<br />
vermittelt, die in jedem Augenblick unser Universum neu<br />
ersten, beschreibt Bohm dieses Universum nicht als ein<br />
Hologramm, sondern lieber als eine »Holobewegung«.<br />
<br />
Die Existenz einer tieferen, holographisch angelegten<br />
Ordnung ist auch eine Erklärung dafür, dass die Realität auf<br />
der Ebene unterhalb der Quanten »nicht-örtlich« wird. Wie wir<br />
gesehen haben, bricht der Schein einer Ortsgebundenheit<br />
zusammen, wenn etwas holographisch organisiert ist. Die<br />
Aussage, dass jedes Teilstück eines holographischen Films<br />
sämtliche Informationen enthält, die dem Ganzen eigen sind,<br />
bedeutet doch im Grunde nur, dass die Informationen verteilt,<br />
also nicht an einen Ort gebunden sind. Falls somit das<br />
Universum nach holographischen Prinzipien organisiert ist,<br />
muß man auch davon ausgehen, dass es »nicht-örtliche«<br />
Eigenschaften besitzt.<br />
<br />
Aus: Michael Talbot - Das Holografische Universum<br />
[/quote]]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 27 Nov 2005 23:20:05 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1052</guid>
        </item>
        <item>
            <title>ASTROPHYSIK - Hat der Weltraum vier Dimensionen?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1019</link>
            <description><![CDATA[Der mittlere Abstand der Sonne zur Erde wächst. Wie das Magazin GEO in seiner Dezember-Ausgabe berichtet, vermutet der italienische Physiker Lorenzo Iorio von der Universität Bari in diesem Phänomen einen empirischen Beleg für die so genannte Membran-Theorie. <br />
Danach "versickert" ein Teil der Schwerkraft aus unserem dreidimensionalen Raum und verschwindet in einer vierten Dimension. Dadurch nimmt die Anziehungskraft der Gestirne ab. Der Theorie zufolge müsste sich der Abstand zwischen Erde und Sonne pro Jahrhundert um etwa sechs Meter vergrößern. Messungen von Nasa-Sonden in den letzten 35 Jahren haben einen Zuwachs ergeben, der - auf 100 Jahre hochgerechnet - bei etwa sieben Metern liegen dürfte. Das stimmt mit der Theorie nahezu überein.<br />
<br />
Quelle: Pressemitteilung GEO<br />
<br />
Kommentar dazu von mir:<br />
Die Gravitation ist eine (aus meiner Sicht die deutlichste) sichtbare Form "göttlicher Liebe" hier in der Materie. Ihre Bedeutung ist noch nicht annähernd erfasst...]]></description>
            <author>ID54</author>
            <pubDate>Mon, 21 Nov 2005 13:21:52 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1019</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Naturwissenschaft und Religion</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=987</link>
            <description><![CDATA[[quote]<br />
<b>Naturwissenschaft und Religion</b><br />
<br />
Wenn Du ein Buch über Mythologie aufschlägst, wirst Du mit sehr vielen Engel- und Götterbildern konfrontiert. Als materialistisch aufgeklärten (besser „materiell verbildeten“) Menschen ist Dir natürlich völlig klar, dass es sich bei diesen Engeln und Göttern (so wie sie dort dargestellt werden) nur um „geistige Ausgeburten“ irgend eines „religiösen Glaubens“ handelt – um geistige Konstrukte also – die mit „hundertprozentiger Sicherheit“ noch nie ein Mensch, so wie sie dort abgebildet sind, mit „eigenen Augen“ in seiner Welt zu Gesicht bekommen hat. <br />
<br />
Nun wollen wir aber ein Buch einer anderen Religion aufschlagen, ein Buch der dogmatischsten Religion die zur Zeit in Deiner Welt existiert, ein Buch der derzeitigen Welt-Religion. Dir sollte bei „völlig wachem Geist“ einleuchten, dass es sich letztendlich bei all den Abbildungen in Deinen Physik- und Chemiebüchern im Prinzip um nichts anderes handelt. Es handelt sich bei all diesen Bildern ebenfalls nur um geistige Konstrukte, an die jeder tiefgläubige Materialist glaubt, ohne sie „mit eigenen Augen“ je selbst gesehen zu haben! Angefangen bei den dort abgebildeten Erscheinungen mit Namen Photonen, Protonen, Ionen, Elektronen, Molekülketten bis hin zu dem von Dir felsenfest geglaubten „heliozentrischen Weltbild“. <br />
<br />
Noch nie hat irgend ein Mensch je eine dieser naturwissenschaftlichen Erscheinungen „mit eigenen Augen“ zu Gesicht bekommen – dennoch glaubt jeder „tiefgläubige Materialist“ ohne Widerspruch an die Existenz dieser „Darstellungen“. Auch Du glaubst „unwidersprochen“ dass es diese Dinge wirklich gibt, ohne sie jemals selbst gesehen zu haben. Letztendlich handelt es sich dabei ebenfalls nur um „geistige Konstrukte“ einer „bestimmenden“, den Menschen völlig entmenschlichenden Logik, nämlich der Materialistischen. Es besteht nicht der geringste qualitative Unterschied zwischen dem Glauben an Elektronen und Photonen und dem Glauben an Engel und einen Teufel.<br />
[/quote]<br />
<br />
<a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.holofeeling.com%2Fholofeeling.htm" border="0" title="http://www.holofeeling.com/holofeeling.htm">http://www.holofeeling.com/holofeeling.htm</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0">]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 30 Oct 2005 08:56:08 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/987</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Schwarze Löcher im All - und im Erdkern?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=777</link>
            <description><![CDATA[In den Randbereichen Schwarzer Löcher ist viel Bewegung - wenn es aktiv ist, werden umliegende Massephänomene hineingesaugt und an der Oberfläche zu hochdichter 'Energiemasse' verdichtet. Je nach Theorie wird dann um die Oberfläche herum anhand bestimmter Muster 'Energiemasse' wieder in Jetstreams gebündelt und abgestrahlt - die vorherrschende Theorie, die meiner Meinung nach aber nicht stimmig ist, da die Kraft an der Oberfläche nicht für die hohe Bündelung und Strahlungskraft ausreicht - oder, eine Vorstellung, die ich bevorzuge - wird in der Nähe des Kerns oder im Kern des Schwarzen Loches eine Dichte erreicht, die sich in den Jetstreams entlädt und das Schwarze Loch durch die Art der Ausstrahlung in seiner Lage stabilisiert (Wie bei einem Gyroskop).<br />
<br />
Die Zeitlosigkeit und Aufhebung aller uns bekannten Gesetze von Raum usw. würde ich nur im absoluten Kern des Schwarzen Loches ansiedeln, der natürlich wieder unendlich klein - und damit unendlich an sich ist. An diesem Punkt - vielleicht sowas wie eine spezielle Singularität, die aber um sich herum ein Schwarzes Loch erzeugt - wäre alles vorstellbar. Daher würde ich eine Kommunikationbrücke zwischen Dimensionen, Zeiten und Universen - so sie möglich ist - genau hier ansiedeln. Der Austausch von Masse, Energie und Information aus dem Kern des Schwarzes Loches raus und bis in andere Galaxien hinein würde dann über die Jetstreams stattfinden. Weiterhin gehe ich von einer Art Kommunikation und Austausch der Kerne der verschiedenen Schwarzen Löcher über eine Art 'inneren' Tunnel aus, das könnte man auch als eine Art Wurmloch bezeichnen.<br />
<br />
Für mich habe ich die Frage der Gravitationkraft der Erde so gelöst, dass der Gravitationsmittelpunkt im Kern der Erde sitzt und ebenfalls eine spezielle Art der Singularität / eines Schwarzen Loches mit stabiler Materie-Umhüllung darstellt. Die Erdachse war ehemals die Achse der Jetstreams, aber um Leben und Stabilität zu ermöglichen, tauscht der Erdkern Energie und Masse nur noch auf dem 'inneren Weg' aus. Ebenfalls vorstellbar wäre aber, dass auch hier Erdmasse 'verbrannt' wird - wenn auch sehr langsam - was den heissen Lavakern der Erde erklären würde. Man könnte sich sogar eine langsame Umwälzung der Erdemasse vorstellen, in dem Sinne, dass das, was im Kern vernichtet wird, an der Oberfläche aus dem All (Sonnenenergie, Materie und Wasser aus dem Weltraum) wieder nachgeschoben wird. Das würde zu weitern interessanten Gedankenmustern über die Geschichte der Erde führen, die ich später ausführe....]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 21 Aug 2005 09:03:56 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/777</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Hat das Universum ein Ende?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=771</link>
            <description><![CDATA[<b>Hat das Universum ein Ende?</b><br />
<br />
Ich stelle mir das so vor, dass die Galaxien im Raum 'herumwirbeln' und dass irgendwo tatsächlich immer wieder ein Punkt kommt, wo einfach keine Galaxien mehr sind. Da ist dann aber immer noch unendlicher Raum - es könnten dort unendlich viele weitere Galaxien sein, aber solange es darin keine Objekte gibt, macht es dennoch keinen Sinn, von einer Ausdehnung des Raums zu reden. Solange dort kein Raum ist, ist dort auch keine Zeit (Zeit definiert sich durch die Bewegung von Objekten im Raum). Deswegen ist dort aber nicht Nichts - denn es kann ja etwas da sein, potentiell. Also ist da ein Potential für Raum und dafür, dass sich Objekte in diesem Raum einfinden. Und nach neuerer Forschung ist dieses Potential auch gleichzeitig ein Energiepotential. Für mich persönlich heisst das als Fazit vielleicht: Es gibt ein Ende von Objekten, aber das Universum an sich ist unendlich. Das kann man vielleicht - wie es Einstein gemacht hat - leichter mit dem Bewusstsein erfassen, als durch Berechnungen und Teleskope.<br />
<br />
Was andere Lebensformen angeht, so sind sie in meiner Vorstellungen mehr in anderen Dimensionen zu suchen, als in den Weiten des Alls. Ich denke nämlich, dass es noch mehr Universen gibt, die auf anderen Realitätsebenen existieren, die für uns nicht wahrnehmbar sind. Möglicherweise gibt es Energieaustausch mit einigen dieser Ebenen. Die Knotenpunkte für Energie-Austausch zwischen verschiedenen Dimensionen und Ebenen generell sind aus meiner Sicht die Schwarzen Löcher. Nicht so sehr, weil sie gerne für alles hergenommen werden, was man sonst nicht erklären kann, sondern weil sie paradoxe Phänomene sind, in denen Zeit und Raum keine Rolle mehr spielen und weil sie daher die geeignetsten uns bekannten Phänomene sind, um solche Brückenschläge möglich zu machen.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 18 Aug 2005 20:30:42 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/771</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Urknalltheoriefragen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=770</link>
            <description><![CDATA[<b>Urknalltheoriefragen</b><br />
<br />
Ich finde es in diesem Zusammenhang interessant, davon auszugehen, dass die Urleere vor einem Urknall kein Nichts gewesen ist, sondern dass es in der Dimensionsebene, in der unser Universum existiert, keine Objekte gab. Ohne Objekte gab es keinen Raum und keine Zeit. Aber das Nichts, das 'da war' war ein unendliches Potential. Es gab das Potential, dass in dieser Urleere Objekte entstehen konnten, eine Art Energiepotential. So wie im scheinbar leere Quantenraum 'Teilchen' entstehen können. Doch im Quantenraum entstehen 'Objekte' entweder durch das Zusammenspiel vorhandener Objekte - oder durch das Bewusstsein eines menschlichen Beobachters. 'Objekte' im Quantenraum sind dem Welle-Teilchen-Dualismus unterworfen, als paradoxe Phänomene.<br />
<br />
Schwarze Löcher sind ebenfalls paradoxe Phänomene, die sowohl hohe Dichte und Gravitation haben, als auch mit extremer Intensität Energie abstossen können (Jetstreams).<br />
<br />
Eine Singularität ist irgendwie besonders paradox. Da in einem leeren Raum Ausdehnung irrelevant ist, da es keinen Masstab für die Größe gibt, kann man eigentlich nicht sagen, ob sie nun winzig klein ist, oder gewaltig gross. Man kann offensichtlich nur sagen, dass sie ein gewaltiges Potential an Energie und Masse in sich birgt. Sie ist also sowas wie eine Brücke, ein Zwischending, zwischen der Urleere, dem Urpotential für Energie und Raum, und einem Schwarzen Loch als gewaltiges Massephänomen, das sowohl Energie verdichten/vernichten wie auch ausstossen kann. Egal wie man das alles dreht und wendet, man kommt immer wieder auf Potentiale, Möglichkeiten usw., man kann vielleicht erklären, wie die Dinge abgelaufen sind, aber das Warum?, das erklärt man so nicht so leicht.<br />
<br />
Wenn man die Erfahrungen aus den Quantenraum nimmt, wo es immer schon vorhandene Objekte oder das Bewusstsein eines Beobachters braucht, kommt man schnell dahin, das zu übertragen und zu sagen: Dann muss es für den Anstoss der Verdichtung eines Universums aus dem Urpotential ein Bewusstsein gegeben haben - und das wird dann schnell Gott genannt. Ich persönlich bin damit auch nicht zufrieden. Aber man könnte ja auch sagen, dass wenn diese Urleere unendliches Potential enthält, für Energie und für Raum, dann enthält sie vielleicht einfach auch das Potential für Bewusstsein. Da Zeit im Urraum keine Rolle spielt, war es nur eine Frage des Jetzt, bis sich aus dem Potential ein Bewusstsein erhoben hat, das auf sich selbst geschaut hat, und dann war der Impuls gegeben, dass sich Raum ausdehnt, Objekte entstehen, sich ausbreiten usw. Diese Selbstwahrnehmung des Raums als Bewusstsein suchte nach immer komplexerer Form, sich selbst zu erfahren, so dass es irgendwann Wesen geben musste, die aufeinander reagieren konnten.<br />
<br />
Somit ist das, was aus jedem von uns aus den Augen schaut, der gleiche bewusste Raum, der durch eine Art Fenster nach Aussen schaut. Es gibt im Grunde nur ein Bewusstsein, und wir sind alle Teil davon, die Trennung und Abspaltung als individuelles Ego ist nur eine Illusion. Trotzdem sind wir alles individuelle Selbste mit verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten - aber im Kern, das, was unser innerstes Selbst ausmacht, ist immer noch das eine Bewusstsein, die grundlegende Fähigkeit des Urraumes, sich selbst wahrzunehmen. Wenn man sich mit dieser Ebene in einem selbst verbindet, statt mit dem, was anders ist, als bei anderen, erlebt man die berühmte Erfahrung des All-Eins-Seins, von der alle spirituellen Lehren reden.<br />
<br />
Dies ist schlichtweg meine Auffassung von diesem Universum, so gut wie möglich ausgedrückt. Sie findet aber viel Rückhalt sowohl in der aktuellen Wissenschaft als auch in viele religiösen Texten. Man kann sich mal die Theorien des Physikers David Bohm über die 'Implizite Ordnung' anschauen. Buddhistische Erklärungen über den Raum sind ähnlich. Die alte 'Geheimlehre' der Kabballah mit ihrem Lebensbaum beschreibt die verschiedenen Eigenschaften des Urraums (Urleere = Ain Soph) und die stückweise Entstehung von Eigenschaften, Objekten und Zeitmustern. Ohne auf Glauben oder alte Gottesvorstellungen zurückgreifen zu müssen, lohnt es sich bestimmt, heute die alten Geheimlehren und die neuesten Erkenntnisse zusammenzubringen, um auf ganz neue Impulse zu kommen, wie sich diese Dinge verhalten.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 18 Aug 2005 20:29:36 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/770</guid>
        </item>
        <item>
            <title>DNA - Genforschung - Paläonto-Genetik</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=667</link>
            <description><![CDATA[Ich schaue gerade die ZDFDoku - Sendung<br />
<br />
<b>"Zeitschiff DNA"</b><br />
<br />
<br />
Ein paar Zitate von einem Wissenschaftler: <br />
<br />
<br />
[quote]<br />
"Vor ca. 100.000 - 200.000 Jahren haben sich die <br />
ersten Menschen aus Afrika über die Welt verteilt."<br />
[/quote]<br />
<br />
<br />
[quote]<br />
"Eigentlich - genetisch gesehen - sind wir alle <br />
Afrikaner - teils Zuhause, teils im Exil..."<br />
[/quote]<br />
<br />
<br />
[quote]<br />
"Selbst die verschiedensten Menschen'rassen' <br />
haben mehr genetische Ähnlichkeiten als zwei <br />
verschiedene Schimpansen-Rassen im gleichen <br />
Urwald Afrikas"<br />
[/quote]<br />
<br />
<br />
Menschen sind - ob rosa, braun, schwarz, gelb <br />
rot oder... - genetisch so gut wie identisch!<br />
<br />
Wir haben in jeder Hinsicht - bis auf winzige <br />
Äußerlichkeiten - mehr Gemeinsamkeiten als <br />
Unterschiede.... <br />
<br />
Afrika ist genetisch gesehen die Wiege der<br />
Menschheit... Mama Afrika <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-biggrin.gif" title=":D" alt=":D" align="absmiddle" class="smilie" /> Wir sollten die <br />
'Mama der Menschheit' definitif besser <br />
behandeln und schützen&nbsp; <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-exclaim.gif" title=":exclaim:" alt=":exclaim:" align="absmiddle" class="smilie" /> &nbsp;<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/heart.png" title=":heart:" alt=":heart:" align="absmiddle" class="smilie" />]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 08 Jul 2005 20:47:52 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/667</guid>
        </item>
        <item>
            <title>[Spiegel] ÄLTESTE HOCHKULTUR EUROPAS</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=598</link>
            <description><![CDATA[Quelle und ganzer Text mit Bildern und Links: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwissenschaft%2Ferde%2F0%2C1518%2C360246%2C00.html" border="0" title="http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,360246,00.html">http://www.spiegel.de/wissenschaft/.../0,1518,360246,00.html</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
<br />
<b>"ÄLTESTE HOCHKULTUR EUROPAS"</b><br />
<br />
<i>Wirbel um angebliche Archäologie-Sensation</i><br />
<br />
Die älteste Hochkultur Europas liege mitten in Sachsen begraben, berichtete eine britische Zeitung. Die Entdecker der angeblichen Sensation sind nicht amüsiert: Die Fakten seien seit Jahren bekannt, und erklären könne sich die mysteriösen Rundgräben nach wie vor niemand.<br />
<br />
Der Bericht im "Independent" klang spektakulär: Die älteste Zivilisation Europas sei von Forschern in Deutschland, Österreich und der Slowakei entdeckt worden. Die Archäologen hätten ein europaweites Netz von 150 Tempeln gefunden, die von einem bis dato unbekannten Kulturvolk gebaut worden sein sollen.<br />
<br />
Die Anlagen stammten aus der Zeit von 4800 bis 4600 vor Christus und seien damit 2000 Jahre älter als die Pyramiden. Der Haupttempel befinde sich unter dem heutigen Dresden. "Dresden war Zentrum der ersten europäischen Hochkultur", meldete daraufhin das Berliner Boulevardblatt "B.Z.".<br />
<br />
...<br />
<br />
"Wir kennen rund 150 derartiger Kreisgrabenanlagen in Deutschland, Österreich und der Slowakei", sagte Heiermann, "und zwar schon seit Jahren." Es handle sich um kreisrunde, zwei Meter tiefe Gräben von 20 bis 130 Metern Durchmesser. Dass die knapp 7000 Jahre alten Anlagen einst Tempel waren, wollen die Dresdner Archäologen nicht bestätigen. "Wir können den Strukturen keine Funktion zuweisen", sagte Heiermann im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Er nennt sie vorsichtig "zentrale Orte".<br />
<br />
Was zu jener Zeit über der Erde gelegen habe, sei Gegenstand "reiner Spekulation". Man habe im Grunde nur die Gräben nachgewiesen. Es gebe Pfostenabdrücke innerhalb der Anlage, die aber wahrscheinlich nicht von einer Wehrbefestigung stammten. "Wer weiß, was die Menschen darin getrieben haben. Vielleicht war es ein Markt oder ein Tempel oder beides." Festlegen will sich Heiermann nicht. "Was uns die Hände bindet, ist die Schriftlosigkeit." Es fehle an schriftlichen Aufzeichnungen aus der Jungsteinzeit.<br />
<br />
Werkzeuge, Knochen und Kunstwerke gefunden<br />
<br />
In den neunziger Jahren hatten die sächsischen Archäologen auf Luftbildern bereits ähnliche Rundgräben in zwei Dörfern bei Leipzig aufgespürt. Die Gräben seien oberirdisch nicht sichtbar, weil sie mit Erde gefüllt seien, erklärte Heiermann. Glücklicherweise handelt es sich bei der Füllung jedoch um besonders feine Erde, die die Feuchtigkeit besonders gut hält. Getreide, das über einem solchen Graben wächst, bleibt deshalb länger grün - die Ringgräben zeichnen sich ab.<br />
<br />
Die Ausgrabungen in Dresden förderten Werkzeuge aus Stein, Knochen und Holz sowie Keramikfiguren von Menschen und Tieren zu Tage. "Die Erbauer der Gräben waren Bauern, die Feldfrüchte angebaut haben", sagte Heiermann. "Die Häuser waren zum Teil länger als 30 Meter. Die haben organisiert gewohnt, das waren keine zotteligen Wilden."<br />
<br />
Genauso rätselhaft wie der Zweck der Grabenanlagen erscheint den Archäologen auch ihr schnelles Auftauchen und Verschwinden. "Sie wurden nur in einem schmalen Zeitkorridor von 200 Jahren genutzt." Ähnlich monumentale Anlagen tauchten erst in der Bronzezeit wieder auf - 3000 Jahre später. "Ob die Kultur abgelöst wurde oder durch eine andere Religion ersetzt - wir wissen es nicht."<br />
<br />
Quelle und ganzer Text mit Bildern und Links: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwissenschaft%2Ferde%2F0%2C1518%2C360246%2C00.html" border="0" title="http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,360246,00.html">http://www.spiegel.de/wissenschaft/.../0,1518,360246,00.html</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0">]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 16 Jun 2005 11:40:33 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/598</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gläubige aus allen Religionen...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=562</link>
            <description><![CDATA[<b>"Der Sitz der Götter ist hinter dem linken Ohr"</b><br />
<br />
"<b>Gläubige aus allen Religionen</b> berichten von einem besonderen Bewusstseinszustand: dem Gefühl, eins zu werden mit dem Universum. Tatsächlich kann man auch dieses Phänomen schon auf gescannten Hirnbildern erkennen: Acht tibetische Mönche wurden im Labor des Radiologen Andrew Newberg (University of Pennsylvania) zum Meditieren in "die Röhre" geschickt. Mit Hilfe einer bildgebenden Technik namens SPECT konnte Newberg dann messen, an welchen Orten im Hirn die Nervenzellen besonders aktiv bzw. inaktiv waren. So erkannte der Forscher ein charakteristisches Muster, das in verblüffender Weise jenem glich, das sich unter ähnlichen Umständen bei sieben betenden Franziskanernonnen gezeigt hatte. Das Besondere daran: Nicht etwa auffällige Aktivität war zu sehen, sondern im Gegenteil eine Inaktivität der Nervenzellen im Scheitellappen. Hier laufen alle Informationen über den Körper zusammen. Muskeln, Gelenke, Augen, Gleichgewichtsorgane senden Signale, aus denen der Scheitellappen ein Bild des eigenen Körpers zusammensetzt. Wenn nun durch tiefe Meditation oder durch das Gebet die Aktivität dieses Hirnteils gedämpft wird, verliert der Mensch den Kontakt zu seinem Körper. Scheinbar losgelöst von allem Irdischen, entschwebt er in Regionen, in denen das vom Körper vermittelte Gesetz der Schwerkraft nicht mehr gilt."<br />
<br />
Ausschnitt aus einen Artikel der aktuellen P.M. von Juni 2005 (Seite 18)]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 09 Jun 2005 06:50:15 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/562</guid>
        </item>
        <item>
            <title>STAR WARS</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=535</link>
            <description><![CDATA[Anlässlich des Filmstartes von Episode III, der übrigens noch geiler war als meine erwartungen, will ich meine absolute Begeisterung über die gigantische Star Wars-Mythe hier niederbringen und euch herzlich einladen mitzuschwafeln...<br />
Vor drei Tagen habe ich vier Filme hintereinander gesehen: IV,V,VI und I...<br />
eienen Tag danach habe ich den II. gesehen...einen Tag davor habe ich mir Episode III im Kino reingezogen...und jetzt kann ich an nichts anderes mehr denken als an Jedis,Lords,Macht, dunkel, hell, Druiden, Raumfahrt...usw...also gucken und mitreden.... <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-smile.gif" title=":-)" alt=":-)" align="absmiddle" class="smilie" />]]></description>
            <author>Ben</author>
            <pubDate>Fri, 03 Jun 2005 13:28:15 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/535</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Philosophie des Mittelalters</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=375</link>
            <description><![CDATA[Der Universalienstreit<br />
<br />
Das&nbsp; Universalienproblem&nbsp; gehört zu den Kernproblemen der mittelalterlichen Philosophie. Dabei geht es um die Frage, ob den allgemeinen Begriffen (Universalien) eine eigene Realität zukommt oder nicht. Gebraucht man z. B. die&nbsp; Begriffe&nbsp; "Mensch"&nbsp; oder "Tier"&nbsp; als&nbsp; Gattungsbegriffe (beispielsweise in dem Satz: "Alle Menschen sind sterblich"), dann entspricht ihnen in der Realität kein konkretes einzelnes Individuum, denn sonst würde man von dem Menschen oder diesem oder jenem Tier sprechen. Trotzdem verweisen diese Begriffe auf etwas und haben eine bestimmte Bedeutung. Die Frage ist, ob dieses Allgemeine auch Anteil an der Wirklichkeit hat, d. h. ob in der Realität so etwas wie Menschsein oder Tierheit vorhanden ist,&nbsp; genauso wie es einzelne Menschen und einzelne Tiere gibt, oder anders gesagt, ob es allgemeine Wesenheiten gibt, denen eine eigene Wirklichkeit entspricht, unabhängig von der Existenz der einzelnen Dinge. <br />
<br />
Problemgeschichtlich geht der Universalienstreit auf die Kritik und Umdeutung der Ideenlehre des Platon durch Aristoteles zurück. Für Platon waren die Ideen das Wahrhaft-Wirkliche, während Aristoteles diese Art der Transzendenz als ein überflüssiges Konstrukt ansah. <br />
<br />
Es gibt zwei Lösungsansätze des&nbsp; Universalienproblems, abgesehen von zahlreichen Varianten, die sich zum Teil nicht eindeutig einer der beiden grundlegenden Richtungen zuordnen lassen.<br />
<br />
Der eine Ansatz geht davon aus, dass das Allgemeine nur als Name (als Wort bzw. Zeichen) nach dem Einzelnen steht ("universalia sunt nomina post rem"). Diese Auffassung wird als Nominalismus bezeichnet (lat.&nbsp; "Nomen" = Name). Geht man hingegen davon aus, dass es sich bei den Universalien um reale Dinge bzw. Urbilder handelt, vertritt man eine realistische Auffassung. <br />
<br />
Für die Anhänger des Realismus (oder Begriffsrealismus) gilt das Allgemeine als wahre Wirklichkeit, die vor dem&nbsp; Einzelnen, Individuellen existiert ("universalia sunt realia ante rem").&nbsp; <br />
Der Hauptvertreter des Nominalismus ist Roscelin von Compiegne. Er bezeichnet die Universalien als artikulierte Laute, denen in der Realität nichts entspricht. Damit sind die Universalien bloße Sprachprodukte. <br />
Für die Vertreter des&nbsp; Realismus ist das eine unhaltbare Auffassung. Wilhelm von Champeaux, ein Anhänger des Realismus, geht von einer den Dingen gemeinsamen Wesenheit aus, die unabhängig von der Realität der einzelnen Dinge existiert. Dem Gattungsbegriff entspricht somit eine reale Substanz, die mit diesem Wesen identisch ist.&nbsp; <br />
<br />
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen liegen für Wilhelm in den verschieden zusammengefügten Eigenschaften und Zuständen. Neben der realistischen bzw. nominalistischen Auffassung gibt es noch andere Möglichkeiten der Beantwortung der Universalienfrage.&nbsp; <br />
<br />
Ein&nbsp; interessantes&nbsp; Beispiel&nbsp; dafür&nbsp; ist der Vorschlag von Peter Abälard. Er kennt die divergierenden Lösungsansätze von Roscelin und Wilhelm und unterzieht beide einer kritischen Betrachtung. Roscelin unterschätze, so Abälard, den bedeutungstragenden Aspekt der Universalien, denn ohne Zweifel verweisen diese allgemeinen Begriffe auf etwas, weshalb sie nicht nur willkürlich Lautgebilde sein können. Aber Abälard&nbsp; kritisiert auch Wilhelms&nbsp; Darstellung. <br />
<br />
Das, worauf die Universalien verweisen, könne keine reale Substanz sein, denn ein real existierendes Allgemeines müsste dann verschiedene, einander widersprechende Eigenschaften aufweisen. Würde beispielsweise so etwas wie ein "Lebewesen" real existieren, dann wäre es zugleich&nbsp; vernunftbegabt&nbsp; und&nbsp; nicht-vernunftbegabt, was einen Widerspruch darstellt. Das Allgemeine ist für Abälard kein real existierendes Ding,&nbsp; sondern eine vom Menschen hervorgebrachte Abstraktion. Nur im subjektiven Denken sind die Universalien allgemein. Die abstrakten&nbsp; Begriffe werden jedoch&nbsp; nicht willkürlich gebildet. Es handelt sich um eine Abstraktion aus den Einzeldingen, die der Verstand leistet, indem&nbsp; er, von&nbsp; den&nbsp; einzelnen&nbsp; Dingen&nbsp; ausgehend, deren Ähnlichkeiten bestimmt und diese zusammenfasst.<br />
<br /><div style="border-top:1px solid #808080; margin:4px 0;"></div>hat der Lehrer wohl irgendwo ausm Netz... <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-smile.gif" title=":)" alt=":)" align="absmiddle" class="smilie" />]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Fri, 15 Apr 2005 18:32:20 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/375</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Postmoderne oder die Dekonstruktion der Unsterblichkeit</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=372</link>
            <description><![CDATA[Andreas Giesen 1996<br />
<br />
<b>Postmoderne oder die Dekonstruktion der Unsterblichkeit</b><br />
<br />
1. Von der Vormoderne zur Postmodernen <br />
<br />
Im folgenden soll ein Zeitablauf dargestellt werden, der sich durch den gesamten Text von Zygmunt Bauman zieht. Er berichtet über drei verschiedene Zeitstufen und zwar die Vormoderne, die Moderne und die Postmoderne.<br />
<br />
1.1 Vormoderne<br />
<br />
Zunächst spricht Zygmunt Bauman von der Vormodernen. Ein besonderes Kennzeichen dieser Zeit sind die Begründungsmythen. Dies bedeutet, das alles Bestehende aus dem Gründungsakt erklärt wird. Die Entstehung oder Gründung der Erde war der erste Augenblick der Zeit und seitdem gab es keinen neuen Augenblick mehr. Allerdings läßt sich auch alles aus dem ersten Augenblick erklären beziehungsweise nach der Entstehung gab es nichts mehr zu erklären. Der Autor des Textes beschreibt dies dort folgendermaßen: „Die Fabeln aus früheren Zeiten machten sich anheischig, das Sein durch seine Entstehung zu erklären und zu rechtfertigen. Nach der Entstehung gab es nichts mehr zu erklären“ (Bauman, 246). Dies besagt im übergreifenden Sinne, das sich alles aus der Vergangenheit begreifbar machen läßt. Die Legitimation des Hier und Jetzt liegt also im Gründungsakt, man lebt aus der Vergangenheit heraus.<br />
<br />
1.2 Moderne<br />
<br />
Genau gegenteilig verläuft dies in der Zeit der Moderne. Zygmunt Bauman spricht hier von sogenannten Meta-Erzählungen beziehungsweise Projekten, die in naher Zukunft erreicht werden sollen. Als oberstes Projekt beschreibt er das Ziel der Moderne, die versucht alle Beschränkungen als illegitim zu erklären. Er beschreibt dies als einen Wunsch der Menschheit, die absolute Freiheit zu erlangen. Beschränkungen sind all die Dinge, die uns in irgendeiner Form in unserer Freiheit einschränken. Zum Teil ist uns dies ja auch schon gelungen. Wir haben zum Beispiel sogar einen Teil der Natur unter Kontrolle gebracht, indem die Pille zur Geburtenkontrolle und Verhütung erfunden wurde. Zusätzlich sind auch durch vermehrte technische Mittel viele, früher tödliche Krankheiten, für uns heute kaum noch eine Gefahr. Die Sterblichkeit aller Menschen, als Vor- und Urbild aller Beschränkungen konnte allerdings noch nicht besiegt werden. Dies ist das Einzige, was von der Vernunft noch nicht eingenommen wurde. <br />
<br />
Der Verfasser des Textes glaubt aber, daß die Zeit bald kommen wird und dann wird die Ermächtigung der Vernunft, die Entmündigung der Natur bedeuten. Bis dies aber geschieht bleibt erst noch die Vision des noch zu vollendenden Weges. So erlangt alles nur Wert&nbsp; im Bezug auf das zu erreichende Ziel. Die Legitimation wird in der noch nicht eingetroffenen Zukunft gesucht. So erklärt sich auch, das man in dieser Zeit die Einstellung hat, enthaltsam zu leben um damit die Ressourcen für die Zukunft zum größten Teil zu erhalten. Bauman beschreibt hier die Bewohner der Erde als Dünger für die Zukunft, der verwest damit neues Leben geboren werden kann. „Die Gegenwart hat keinen Wert an sich, sofern ihr überhaupt ein Wert zukommt, muß er sich aus der Zukunft herleiten, aus der großartigen Vision einer unteilbaren Herrschaft der Vernunft, für die die Gegenwart bloß ein Wegabschnitt auf dieses Ziel hin ist“ (Bauman, 246).<br />
<br />
1.3 Postmoderne<br />
<br />
Dies verändert sich erneut bei dem Übergang von der Modernen zur Postmodernen. In der Postmodernen wird versucht das Projekt, der Aufhebung aller Beschränkungen, zu liquidieren, in dem man den Eindruck erweckt man hätte sein Ziel erreicht. Dies geschieht dadurch, daß man den Tag beziehungsweise die Zeit „ in flüchtige Augenblicke “ zerlegt. So wird es unmöglich von Projekten zu sprechen, die die Zeit durchziehen. Alles ist nur für eine kurze Zeit da und nicht über einen längeren Zeitraum faßbar. So wird auch deutlich, daß das Verlangen nach Unsterblichkeit erlischt. Also ist in der Postmodernen alles aus den Gegenwarten, bestehend aus flüchtigen Ausblicken, zu erklären. Der Autor sagt aber allerdings auch, daß wir diese Zeit heute noch nicht erreicht haben. Wir leben noch im Bereich des Weges zu dem Ziel der Unsterblichkeit hin. So weißt er aber ganz klar eine starke Entwicklung auf. Von der vormodernen, der modernen bis zur postmodernen Zeit hat man immer wieder verschiedene Erklärungsmuster für das Sein entwickelt. Man begann mit der Vergangenheit, gelangt zu dem krassen Gegensatz, die Zukunft und wird nach Bauman in der postmodernen Zeit in der Gegenwart angelangen. Also drei verschiedene Möglichkeiten der Erklärung der Daseinsberechtigung alles Seienden. <br />
Im Zusammenhang mit dieser Zeitentwicklung spricht Bauman auch von verschiedenen Zuständen der unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Dabei sagt er, daß die Vormoderne im Stillstand der Zeit existiert. Alles wird aus Vergangenem erklärt und die Zeit scheint so still zu stehen. In der Moderne ist es dann natürlich entgegengesetzt. <br />
<br />
Um die Projekte und das oberste Ziel zu erreichen hat man einen Weg vor sich, den man so schnell wie möglich durch eine Art Beschleunigung der Zeit erreichen will. Es ist also von allem anderen zu sprechen als von einem Stillstand. Man setzt nur alles daran die Vision des zu vollendenden Weges schnell zu erreichen.<br />
<br />
In der Postmodernen trifft dann nichts mehr von den vorherigen Entwicklungsstadien zu. Es ist weder ein Stillstand noch eine Beschleunigung festzustellen. Dies ist ja auch nicht möglich, da überhaupt kein Zeitablauf mehr vorhanden ist. Ein Richtungsweiser der in der Modernen auf das vorhandene Ziel wies, geht in der Postmodernen im Fluß der Zeit verloren. Dies wird deutlich in den flüchtigen Augenblicken, aus der die postmoderne Zeit besteht. Es gibt keinen Zeitablauf mehr und auch weder eine Vergangenheit noch eine Zukunft. Nichts ist mehr von Dauer. Jeder Augenblick ist gleich dem Nächsten und hat keinen Einfluß auf alles Andere.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 14 Apr 2005 17:19:45 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/372</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Sigmund Freud: Totem und Tabu</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=371</link>
            <description><![CDATA[Text: Andreas Giesen 1998<br />
<br />
<br />
<b>Sigmund Freud: Totem und Tabu</b><br />
<br />
<i>Wirklichkeiten und Lesarten</i><br />
<br />
Jedes Buch hat mehrere Wirklichkeiten, die erste ist der Zeitpunkt, zu dem es geschrieben wurde, die weiteren ergeben sich aus den Zeiten und Bedingungen, zu denen es gelesen wird. Zur Beurteilung von Freuds "Totem und Tabu" sind für uns folgende Wirklichkeiten von Bedeutung: <br />
<br />
ERSTE WIRKLICHKEIT (1912/13)<br />
<br />
Evolutionismus<br />
Ethnozentrismus<br />
Tendenz zum Katholizismus<br />
"Entzauberung der Welt"<br />
LESART: Akzeptanz im Allgemeinen<br />
Kritik von klerikaler Seite<br />
Suche nach Aussagen zu den Anfängen der menschl. Gesellschaft<br />
<br />
ZWEITE WIRKLICHKEIT(EN)<br />
<br />
Anfang der 20er:<br />
Nach dem 1. Weltkrieg: Desillusionierung, was Ethnozentrismus anbelangt<br />
LESART: Wissenschaftl.-positivist. Kritik<br />
(Freud habe ungenau argumentiert und recherchiert, das Buch wurde<br />
ethnologisch unmöglich. Hauptkritik von Alfred Kroeber)<br />
<br />
Ende der 20er:<br />
Suche nach neuen Impulsen bei den "Wilden" für den eigenen Kulturbegriff<br />
Verklärung der Urzeit<br />
LESART: "Barbarisch-Romantisch"<br />
<br />
Heute:<br />
Wenn ein Buch heute als brisant gilt, liest man es (nach Mario Erdheims Auffasung) unter drei Aspekten:<br />
<br />
Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und das Verhältnis von Erinnern und Vergessen<br />
<br />
Die Gewalt und ihre Rolle in der Gesellschaft<br />
<br />
Die Art und Weise, wie die Geschichte den Menschen und seine Kultur prägt<br />
<br />
<br />
<i>Wie kann Freuds Buch heute noch zu einer Interpretation des Kulturbegriffes beitragen, wie müssen wir es lesen? </i><br />
<br />
Erdheim stellt die These auf, daß Freud die behandelten Themen nur auf die andere Kultur, die der "Wilden" verschoben habe. Das was ihn selbst beschäftigte (z.B. auch seine eigene Rolle bei der Institutionalisierung der Psychoanalyse als "Urvater") projiziert er auf die primitiven Kulturen. Man kann den Gegenstand also ohne weiteres auf die eigene Gesellschaft beziehen.<br />
<br />
<br />
<i>Das Verhältnis zwischen Natur und Kultur</i><br />
<br />
Anhand der von Claude Levi-Strauss zitierten Aussage "das Inzestverbot geht durch alle Kulturen hindurch, und von der Erklärung dieses allgemeinen Vorkommens hängt es ab, wie man sich das für jede Kulturtheorie entscheidende Verhältnis zwischen Natur und Kultur denkt"&nbsp; (S. 25) greift Freud ein zentrales Thema der Kulturanthropologie auf.<br />
<br />
Es geht im Folgenden um eine "kulturelle Begründung des Inzestverbotes" (S. 26), welches universalistisch ist, weil für Freud feststeht, "daß ein natürlicher Instinkt zum Inzest treibt, und daß deshalb ein kulturelles Gesetz notwendig ist, das diesen Trieb unterdrückt."(S. 26). Dieser ist bei den "Wilden stärker als bei uns" (S. 26). Das "kulturelle Gesetz" ist das Inzestverbot, welches religiöser Natur ist, da es sich vom Totemismus herleitet.<br />
<br />
Das totemistische System jedoch ist sowohl ein "religiöses wie ein soziales System" (S. 155) und hat sich "aus den Bedingungen des Ödipus-Komplexes ergeben" (S. 26), ebenso wie die Tierphobie kleiner Kinder. <br />
<br />
Freud unterscheidet zwischen einem "Zustand der Kultur" und einem "Zustand der Natur" (S. 27). Der Naturzustand beschreibt den Menschen als Triebwesen, da ein natürlicher Instinkt zum Inzest treibt, und hat seinen Ursprung in der Urhorde, in der ein alle beherrschendes Männchen die Horde führt. Auf natürliche Art (d.h. mittels Gewalt) wird der Inzest auf Geschwisterebene dadurch vermieden, daß das&nbsp; Männchen "alle Rivalen, vor allem also seine eigenen männlichen Nachkommen aus seinem Bereich" (S. 26) verjagt. <br />
<br />
Das Inzesttabu ist ein kulturelles Gesetz, denn es ist das "Wesen der Kultur ... die Möglichkeit des Zusammenlebens der Menschen durch Gesetze zu regeln, die durch Übereinstimmung beschlossen worden sind." Das Inzesttabu ist jedoch "nicht das Ergebnis von Einsicht" (S. 26) gewesen, sondern hat sich "als Ergebnis der psychischen Verarbeitung des Vatermordes ergebe." (S. 26), ein "qualitativer Sprung", welcher aufgrund seiner genetischen Speicherung über alle Generationen erhalten bleibt. <br />
<br />
Die Familie ordnet Freud dem Naturzustand zu, da der Inzest die "Ordnung der Familie" ist. Die Familie ist phylogenetisch betrachtet die ältere Form des Zusammenlebens und hat die "Tendenz der Abschließung". Sie will das Individuum nicht freigeben und wehrt sich deshalb gegen den kulturellen Einfluß. Je inniger der Familienzusammenhalt ist, desto mehr grenzen sich die Familienmitglieder von anderen ab und desto schwieriger ist der Eintritt in größere Lebenskreise. <br />
<br />
Das Inzesttabu ist die "Ordnung der Kultur", deren Tendenz es ist, sich zu erweitern, um Menschen zusammenzubringen. Dadurch werden immer größere Einheiten des Zusammenlebens geschaffen (Stämme à Völker à Nationen à Menschheit).&nbsp; Kultur muß wider die Inzesttendenz der Familie erworben werden. Die Ablösung von der Famile wird z.B. in Form von Initiationsriten (Bsp.: Pubertäts- und Aufnahmeriten) unterstützt. <br />
<br />
Die Sexualität dient der Natur zur reinen Fortpflanzung und Arterhaltung. Gleichzeitig steht sie im Dienst der Kultur, damit immer mehr Menschen miteinander leben können. Das Inzestverbot mit der damit verbundenen Exogamie dient als "Transformator" (S. 28), der die Bedingungen dafür schafft. <br />
<br />
Kritisiert und als unhaltbar abgetan wird der Zusammenhang zwischen Vatermord und Entstehung des Inzestverbotes, da&nbsp; <br />
<br />
1. die Biologie die These von der Vererbung erworbener Eigenschaften nicht anerkennt,&nbsp; <br />
<br />
2. es keine ausschließliche Verbindung zwischen Totemismus und Inzestverbot gibt, daher der Vatermord nicht notwendigerweise mit dem Inzestverbot verknüpft werden kann und&nbsp; <br />
<br />
3. Haeckels Biogenetisches Gesetz (Ontogenese wiederholt Phylogenese in der Biologie) kann nicht auf den Bereich der Kultur und Geschichte übertragen werden. <br />
<br />
<br />
<i>Herrschaft, Gewalt und Tabu</i><br />
<br />
Zentrale Themen von Totem und Tabu: Herrschaft und Gewalt - nicht bei den Wilden, sondern bei uns!<br />
<br />
Was ist Herrschaft? <br />
Herrschaft wird ausgeübt, um Macht und Privilegien aufrecht zu erhalten.<br />
Herrschaft ist irrational und anachronistisch <br />
<br />
Rationale Machtausübung:<br />
Teil der gesellschaftsfördernden Arbeitsteilung<br />
Verwaltung von Funktionen und Einrichtungen, die für die Förderung des Ganzen notwendig sind. <br />
<br />
Was geschieht mit der Gewalt? Totem und Tabu könnte man als Antwort auf diese Frage lesen. <br />
<br />
Totem und Tabu ist die Theorie einer Kultur, in der einer widerstrebenden Mehrheit von einer Minderheit Zwänge auferlegt werden. Diese Minderheit hat es verstanden, Macht- und Zwangsmittel erfolgreich für ihre Zwecke einzusetzen. <br />
<br />
Ein solches Macht und Zwangsmittel ist das Tabu (ursprünglich: Ambivalenz von Verbot und Heiligkeit). Ein Objekt wird mit einem Tabu belegt und dadurch unberührbar. Es wird ein Verbot erlassen, dessen Übertretung nicht nur von den Machthabern geahndet werden kann, sondern wo die Übertretung des Verbots per se eine Konsequenz nach sich zieht, sei es durch das Wirken von Dämonen, von einer geheimnisvollen Kraft oder von einem strafenden und richtenden Gott. <br />
<br />
Verbote wären nicht notwendig, wenn zu dem, was verboten wird, nicht eine starke Neigung bestünde. <br />
<br />
[quote]<br />
"Verboten sind &gt;Raufereien [...], Verletzung eines Christen aus Rache, Umgang mit einer Frau, Verleumdungen eines Bruders, Man darf keinen Sklaven entkommen lassen, nicht aufgebracht sagen: 'Ich haue ab zu den Sarazenen!' kein Pferd aus Unachtsamkeit verlieren, keine Tiere verschenken außer Hunden und Katzen, das Siegel des Meisters nicht zerbrechen, nicht bei Nacht das Quartier verlassen, kein Geld des Ordens verleihen, ohne dazu ermächtigt zu sein, nicht wütend die Kleider auf den Boden werfen... &lt; &gt;Verboten kann man entnehmen, was die Leute gewöhnlich tun&lt;, sagte Belbo. &gt;Man kann daraus ein Bild des Alltagslebens gewinnen.&lt; " (Über die Verbote für die Ritter des Templerordens, aus: <br />
Eco, Umberto(1992): Das Foucaultsche Pendel. S. 106)<br />
[/quote]<br />
<br />
Die Neigung verschwindet aber nicht durch das Tabu, sondern wird lediglich ins Unbewußte verdrängt. Zu den Tabuverboten entsteht eine ambivalente Einstellung, man möchte unbewußt nichts lieber tun, als das Tabu zu brechen, aber man fürchtet sich davor, es zu tun. Die Furcht ist stärker als die Lust, und je stärker die Lust ist, um so größer wird die Furcht vor der Lust. Lust und zum Teil auch die Furcht bleiben unbewußt. <br />
<br />
<br />
<i>Beispiel Iran: </i><br />
<br />
(Anhand von Aussagen einiger in Deutschland lebender Iraner zusammengstellt, die zum Teil vor kurzem noch den Iran besucht haben.)<br />
<br />
Durch das Tabu wird das verdrängt, was der herrschenden Klasse gefährlich werden kann. (Mullahs, religöse Machthaber, Verbot von Musik, Drogen, westlichen Filmen, freier Sexualität etc - Lüste, die stark sind und mit ihrer weltlichen Macht von der Religion ablenken und damit die Herrschaft der religiösen Führer bedrohen)<br />
<br />
Die Lüste verschwinden nicht. <br />
<br />
Furcht vor der Gewalt der Herrschaft (Steinigungen, Todesurteile, andere drakonische Strafen und Gottes Zorn) ist stärker als die Lüste. <br />
Im Unbewußten halten sie sich. <br />
<br />
Die Stärke der Kultur ensteht daraus, daß so starke Lüste verdrängt werden müssen. (z.B. richtet sich die unterdrückte Kraft und Wut gegen den Feind westliche Welt, wo man das darf, was einem selbst verboten ist. Der innere Konflikt wird nach außen projiziert und das Volk steht im äußeren Kampf auf der Seite der Verbote - so wird die innere Vormachtstellung des Verbots noch verstärkt.) <br />
<br />
Außerdem müssen Ersatzbefriedigungen angeboten werden, damit die Verdrängung aufrecht erhalten werden kann. (Religion - religiöse Ekstase, statt sexueller Ekstase, religiöser statt musikalischer Gefühlsausdruck, Religion statt Opium à Erhalt der Macht für die Vertreter Gottes als Vermittler der Ersatzbefriedigungen) <br />
<br />
Es ist ein Gesetz der Neurose, daß sich die Ersatzhandlungen immer näher in die Richtung der eigentlichen verdrängten Triebe verlagern, so auch in der Volkspsyche: die Lüste dringen immer mehr an die Oberfläche, es bilden sich zunächst Ersatzhandlungen (z.B. Phantasien über freie Sexualität in Verbindung mit Onanie) dann wird den geringeren Trieben nachgegeben (Alkohol - eigene Herstellung von Alkohol)<br />
Die Tabus, die ihre Funktion der Unterdrückung zunächst erfüllten, nähren dann immer mehr die Triebe, eben weil der Reiz durch die Unterdrückung immer stärker wird. Zum Schluß stellt sich das Tabu in den Dienst des Reizes - gerade daß die freie Sexualität verboten ist, verlieht ihr den besonderen Reiz. (In Teheran, der Metropole, erscheint die Spitze der Eisbergs der unterdrückte Lüste gerade an der Oberfläche - die Bevölkerung betreibt eine wahllose Sexualität, wie man sie in keiner westlichen Gesellschaft findet à Jungfernhäutchen-Näher als lukrativer und illegaler Nebenverdienst für Ärzte) <br />
<br />
Die Kultur nähert sich immer stärker dem an, was sie zuvor verdrängte. Wenn dies nicht langsam auf politischem Wege geschieht (Chatami, Verschiebung weg vom Fundamentalismus), entsteht das Potential für eine Revolution. <br />
<br />
Das Bewußtsein, daß sich von seinen Tabus emanzipiert, verwandelt sich in eine Kraft, daß die Ziele einer vorhergegangenen Revolution in ihr Gegenteil verkehrt. <br />
<br />
(Dies ist ein Versuch der Anwendung von psychoanalytischen Erkenntnissen auf ganze Völker. Das Beispiel dient der Veranschaulichung. Natürlich soll das Beispiel keine umfassende Erklärung der Vorgänge und Entwicklungen eines Volkes sein, kann auf diese Weise die komplexe und vielseitige Psyche eines Volkes nicht annähernd erfaßt werden.)]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 14 Apr 2005 17:16:02 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/371</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Descartes: Körper und Geist - 'Ich denke, also bin ich'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=367</link>
            <description><![CDATA[Andreas Giesen 1996<br />
<br />
<b>Descartes: Körper und Geist - 2. und 6. Meditation</b><br />
<br />
<br />
Hintergrund<br />
<br />
Descartes stellt fest, daß es in der Wissenschaft und Philosophie nicht eine Sache gibt, die nicht umstritten und zweifelhaft ist, die nicht entweder so oder auch ganz anders sein kann.<br />
<br />
Daher faßt er den Entschluß, Wissen nur noch in sich selbst und in der Welt direkt (wohlhabend, viel gereist) zu suchen und das allgemeine wissenschaftliche Studium aufzugeben. <br />
<br />
<br />
Vier Regeln des Vernunftgebrauchs<br />
<br />
Dafür setzt er sich Maßstäbe: <br />
<br />
1. Nichts als wahr anzunehmen, bevor er es nicht 100% als wahr erkennen kann, d.h. alle Vorurteile aufzugeben und es mit endgültigen Urteilen nicht zu übereilen.<br />
<br />
2. Jedes Problem, mit dem er sich befaßt, in soviele Teile zu zerlegen, wie es der Lösung des Problems dienlich sein kann<br />
<br />
3. Seine Gedanken zu ordnen: mit den einfachsten, am leichtesten zu erfassenden Dingen zu beginnen und sich nach und nach an die komplizierteren heranzutasten - bis zu den Kompliziertesten.<br />
<br />
4. Alles so vollständig aufzuzählen und so umfassende Übersichten zu machen, daß er sicher sein kann, nichts zu vergessen.<br />
<br />
<br />
Meta-Physik - die höchste Philosophie:<br />
<br />
Die Meta-Physik, die „prima philosophia“(höchste Philosophie), mit der sich die Meditationen befassen, hat das Übersinnliche zum Gegenstand, das, was mit den Sinnen nicht mehr erfasst werden kann, das, was die Ursache und Grundlage von alllem Sein ist. <br />
<br />
<br />
Der methodische Zweifel:<br />
<br />
Um sich an diese heranzutasten, begründet D. den Weg des Zweifels, ein radikaler, methodischer Zweifel, bei dem zunächst alles bezweifelt wird, um dann Stück für Stück nur die Sachen wieder zuzulassen, die unumstößlich nicht anzuzweifeln sind. <br />
<br />
<br />
2. Meditation:&nbsp; &nbsp;&nbsp; <br />
Über die Natur des menschlichen Geistes, <br />
daß er leichter zu erkennen ist, als der Körper<br />
<br />
Nichts existiert<br />
<br />
So beginnt D. in der 2. Meditation mit der Voraussetzung, daß alles, was wahrnehmbar ist, nur Illusion ist, daß nichts, aber auch gar nichts, existiert.<br />
<br />
Die Natur des ICH besteht im Denken<br />
<br />
Doch da ist immer etwas, das denkt: „Es existiert nichts“, etwas das zweifelt<br />
<br />
So kommt er zu seiner Grundannahme: „Ich denke, also bin ich.“ Er erkennt sich als etwas, dessen ganze Wesenheit oder Natur bloß im Denken besteht. Dieses Denken hat jedoch keine Form, keine Farbe, keine Ausdehnung etc. - diese Dinge werden ja noch alle bezweifelt, sind nicht einleuchtend erkennbar. <br />
<br />
Der Geist ist gewisser als der Körper<br />
<br />
Dieses Bewußtsein, sein Geist, ist ihm logischerweise gewisser als sein eigener Körper: Seinen Körper kann er sich als nicht vorhanden vorstellen, seinen Geist jedoch nicht. Der Geist&nbsp; ist demnach vollständig verschieden von seinem Körper und kann also auch ohne diesen Körper existieren. <br />
<br />
Was sind Körper, die vorher so einleuchtend real waren?<br />
<br />
Hier bedient er sich eines Stückes Wachs: (wie stellt ihr Euch Wachs vor?) zunächst scheint es klar erkennbar, ertast- erriech- und erschmeckbar: rund, deutlich erkennbare Ausdehnung, hart, Honiggeruch- und Geschmack. Nähert man es dem Feuer, dehnt es sich aus, schmilzt, verliert seinen Geruch und verschwindet schließlich ganz aus dem Bereich der sinnlichen Erfahrbarkeit. Dennoch ist der Wachs die ganze Zeit Wachs geblieben und ist es noch. <br />
<br />
Was ist nun die Natur des Wachses? <br />
<br />
Bei der ersten Betrachtung schien es klar zu sein, bei genauerer Betrachtung bleibt nur etwas irgendwie ausgedehntes und veränderliches übrig. Die eigentliche Natur des Wachses läßt sich also nicht duch sehen, tasten etc. erschließen. Auch die Einbildung hilft hier nicht weiter: Die Möglichkeiten der Erscheinung von Wachs sind unbegrenzt, doch erfaßt das Bewußtsein das Wachs nicht in der Form, daß die Einbildung alle möglichen Formen (dreieckig, rund, hart, weich, kalt, warm) durchläuft. Das Wachs kann nur im Denken erfaßt werden. Also erkennt man den Wachs nicht durch sehen*, tasten, riechen oder Einbildung, wie allgemein angenommen, sondern nur durch den Verstand. Ein menschlicher Geist ist notwendig, um einen Körper weitgehend frei von Irrtümern erkennen zu können. (Bsp. Hund)<br />
<br />
*(Es gibt eine Krankheit, bei der der Mensch zwar klar und deutlich sehen kann, aber die gesehenen Bilder können vom Gehirn nicht verstanden werden, was sich genauso auswirkt, als wäre der Mensch blind.) <br />
<br />
Geist erkennt Körper. Geist erkennt Geist!<br />
<br />
Wie hilft nun diese Erkenntnis dem Verständnis des Geistes, dem Einzigen, was D. bisher zu seinem Selbst zählt? Da er ja mit dem Geist die Körper so klar zu erkennen glaubt, müßte er nicht viel klarer und einleuchtender sich selbst erkennen, das einzige, von dessen Existenz er unerschütterlich ausgeht?<br />
<br />
Geist erkennt Körper -&gt; Geist erkennt -&gt; Geist existiert<br />
<br />
Wenn er nun urteilt, daß das Wachs existiert, weil er es denkt, dann folgt daraus in erster Linie, daß er selbst existiert, weil er es denkt. Es wäre zwar möglich, daß das, was er als Wachs zu erkennen glaubt, gar kein Wachs ist. Es ist aber unmöglich, daß er selbst, während er diese Erkenntnis hat, nicht irgend etwas ist. <br />
<br />
Beim Erkennen eines beliebigen Körpers durch einen beliebigen Sinnesvorgang oder die Verknüpfung mit Inhalten des Gedächtnisses ist also immer nur eines sicher: daß der Verstand existiert, der diesen Körper erkennt. <br />
<br />
Da die Dinge nicht durch die Sinne erfaßt werden, sondern nur dadurch, daß man sie denkt, beinhaltet jedes Erfassen eines Dinges die klare Erkenntnis des eigenen Geistes.<br />
<br />
<br />
6. Meditation:&nbsp; &nbsp; <br />
Über das Dasein der materiellen Dinge und <br />
die reale Unterschiedenheit von Seele und Körper.<br />
<br />
Existieren die materiellen Dinge?<br />
<br />
Die Gewißheit, „ich denke, also bin ich“ hat De. jetzt schon einmal. Wie kommt er darüber zu einer Gewißheit, daß auch die materiellen Dinge, die Außenwelt und sein eigener Körper existieren?<br />
<br />
Trotz einiger Überlegungen, die ihn an der Existenz von materiellen Dingen zweifeln lassen (Träume: scheinen real aber sind es nicht, Sinnestäuschungen, Schmerz in amputiertem Körperteil), kommt&nbsp; D. letzten Endes zu dem Schluß, daß sie existieren können. Hierzu bedient er sich neben dem philosphisch-logischen auch des religiösen Denkens. <br />
<br />
Gott als Beweis für die Existenz der Dinge<br />
<br />
Die Ursache für diesen Schluß liegt in der Natur Gottes. Descartes Ausgangspunkt ist, daß er selbst ein unvollkommenes Wesen ist (zeigt sich darin schon, daß man über die Natur der Dinge nicht alles weiß). Daraus folgt für ihn logisch, daß es etwas Vollkommenes geben muß - Gott. Gottes Vollkommenheit beinhaltet, daß er die, die er erschafft, nicht täuscht. Damit muß eine Erkenntnis der Wirklichkeit auch eine wirkliche Erkenntnis sein.<br />
<br />
Wirkliche Erkenntnis der materiellen Dinge <br />
<br />
Wenn man materielle Dinge klar und deutlich durch den Verstand erkennen kann (einfache mathematische klar strukturierte Körper) und sie zum Teil klar über die Sinne erfahren kann, muß es sich also um wirkliche Erkenntnisse handeln und es muß zumindest Gott die Fähigkeit haben, diese Dinge zu bewirken, wenn sie nicht bereits existieren. <br />
(Mit Gott läßt sich auch logisch schließen, daß es voneinander getrennte Dinge geben kann: Dinge können nämlich einzeln, ohne ein anderes, gedacht werden.)<br />
<br />
Die materiellen Dinge existieren, selbst wenn sie mit den den Sinnen nicht immer genau so wahrgenommen werden können, wie sie wirklich sind.<br />
<br />
Zusammenhang Körper Geist <br />
<br />
Schmerzen und Hunger beweisen weitestgehend die Existenz des Körpers. Welchen Zweck haben diese und andere Sinnesempfindungen des Körpers in Bezug auf den Geist? Sie lassen auf einen engen Zusammenhang zwischen Geist und Körper schließen: Schmerz erzeugt ein negatives Gefühl im Geist, Hunger den Drang nach Essen etc.<br />
<br />
Unterschied Geist Körper<br />
<br />
Der Geist ist denkend, ohne Ausdehnung, der Körper hat Ausdehnung, ist aber nicht denkend. Der. U. läßt sich v.a. auch in der Teilbarkeit erkennen: Die Materie ist teilbar, es gibt keinen Körper, von dem man sich nicht wenigstens vorstellen kann, daß er teilbar ist (wenn man ihn auch selbst nicht teilen kann). Der Geist dagegen ist unteilbar. Erkennen, Wollen oder Empfinden sind nicht Teile von ihm, es ist derselbe Geist, der erkennt, will oder empfindet. Der Geist ist zwar mit dem Körper verbunden - doch wenn man einen Teil des Körpers abschneidet, bleibt der Geist vollständig. Daraus läßt sich ebenfalls ableiten, daß der Geist ohne den Körper existieren kann (s.o.)<br />
<br />
Welchen Zweck hat der enge Zusammenhang Geist - Körper?<br />
<br />
Die Sinnesempfindungen sind von der Natur nur gegeben, um dem Geist anzuzeigen, was für den ausgedehnten, zusammengesetzten Teil des Menschen gut oder schlecht ist. <br />
<br />
Täuschung?<br />
<br />
Daß der Körper mit seinen Signalen oft täuscht, z.B. bei Krankheiten oder Gift im Essen, führt D. darauf zurück, daß es dem Körper gleich ist, wodurch ein Signal erzeugt wird - ob durch gesunde Reaktion oder eine durch Krankheit verfälschte Reaktion. Hier wird sein mechanistisches Bild des Körpers (und der anderen materiellen Dinge) deutlich. Eine Uhr gehorcht rein mechanisch auch dann den Gesetzen der Natur, wenn sie prinzipiell zu schnell oder zu langsam läuft, trotzdem sie so ihren nach Menschenmaß „normalen“ Zweck nicht erfüllt. <br />
<br />
Ist Gott ein Betrüger?<br />
<br />
Da D. nicht animmt, daß Gott hier absichtlich einen trügerischen Körper erschaffen hat, gehen seine Überlegungen weiter:<br />
<br />
Der „Gemeinsinn“<br />
<br />
Descartes sieht die Verbindung zwischen den Geist und dem Körper konkret in der Zirbeldrüse (winzige Drüse im Gehirn), die die Signale des Körpers für den Geist umsetzt. (verkürzt:) Doch ist die Zahl der von der Zirbeldrüse interpretierbaren Signale gering, so daß verschiedene Signale die gleiche Empfindung im Geist hervorrufen. Alles ist jedoch so eingerichtet, daß der Geist immer die Signale bekommt, die „im höchsten Grade und am häufigsten zur Erhaltung des gesunden Menschen beiträgt“.<br />
<br />
Kontrollinstanzen<br />
<br />
Dazu kommt, daß jede Empfindung zugleich von mehreren Sinnen überprüft werden kann (Schmerz im Fuß: Ich sehe und erinnere mich daran, daß ich das Bein amputiert habe - also muß der Schmerz ein andere Ursache haben / Hunger, wohlriechendes Essen: Ich habe gesehen, daß jemand etwas ins Essen getan hat)<br />
<br />
Irrtümer - die Unvollkommenheit des Menschen<br />
<br />
Irrtümer entstehen v.a. dadurch, daß wir oft handeln müssen, ohne die Zeit zu haben, alle Sinneseindrücke und Erinnerungen zu überprüfen. Die Irrtümer sind somit nicht die fehlende Güte Gottes, sondern ein Zeichen der Schwäche unserer Natur, ein Zeichen für unsere Unvollkommenheit, die die Existenz des vollkommenen Gottes gerade erst beweist. <br />
<br />
<br />
Bemerkungen:<br />
<br />
1. Empfindungen entstehen bei Descartes ebenfalls im Denken: Glück, Trauer, Liebe etc. Rein mit dem Verstand kann ich denken: ich bin glücklich - aber kein Glück fühlen. Ich kann auch denken: ich bin traurig - aber keine Trauer fühlen. Wenn wir das Gefühl der Trauer im Herzen als etwas körperliches annehmen, muß der Geist zumindest den Körper beeinflussen können. Denn woher sollte Trauer über einen Verlust z.B. eine körperliche Reaktion sein? Aber Trauer entsteht von selbst, also unabhängig vom Gedanken, traurig sein zu müssen. Diese Art des Empfindens muß also ein dem reinen Denken gleichberechtiger Bestandteil des Selbst sein.<br />
<br />
2. Descartes kann nur zu seinem Schluß „ich denke, also bin ich“, kommen, weil er die Natur der Dinge versucht mit dem Verstand zu erschließen. Was aber nun, wenn er den Ansatz macht: Ich setze mich hin und versuche zu fühlen, daß nichts existiert? Vielleicht bleibt nichts übrig, als fühlen, mit einiger Übung kann er vielleicht auch fühlen, wie seine Gedanken verschwinden und siehe da - er existiert trotzdem noch. „Ich fühle, also bin ich“?]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 14 Apr 2005 16:28:55 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/367</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Schmerz - Philosophisch gesehen....</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=366</link>
            <description><![CDATA[Einführung in die Philosophie des Geistes<br />
Andreas Giesen / WS 96/97 / 17.12.1996<br />
<br />
Fragestellung: <br />
„Worin besteht das Multiple-Realization-Argument?“<br />
<br />
Der Type-Physikalismus geht von einer Identität zwischen Schmerz und C-Fiber-Reizung aus. In Bezug auf den Menschen konnte diese Identität empirisch nachgewiesen werden. Eine grundsätzliche Identität des Phänomens Schmerz mit diesem speziellen physikalischen Vorgang würde jedoch bedeuten, daß ein Organismus, der diese spezifischen Strukturen nicht hat, keinen Schmerz empfinden kann. Schon bei Reptilien und anderen Tieren mit einer dem menschlichen Gehirn sehr verschiedenen Gehirnstruktur ist es nicht auszuschließen, daß Schmerz durch eine gänzlich andere physikalische Struktur erzeugt bzw. ausgelöst wird. Eine Vielzahl von Organismen sind vorstellbar, vor allem solche außerirdischer Art, die in der Lage sind, Schmerz zu empfinden, ohne daß sie eine dem menschlichen Organismus auch nur entfernt ähnliche Struktur aufweisen. <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das bedeutet letzten Endes, daß das mentale Phänomen „Schmerz“ grundsätzlich durch verschiedenste physikalische oder biologische Strukturen realisiert werden kann. Es kann also nicht von Schmerz als einem neuronalen oder anderen physikalischen Vorgang gesprochen werden. <br />
<br />
Schmerz ist ein mentales Prinzip (man könnte sagen eine platonische Idee) das sich auf verschiedene Weise physikalisch manifestieren kann.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 14 Apr 2005 16:24:37 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/366</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Raum &amp; Virtualität: Buddhismus, Physik, Systemik, Literatur</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=365</link>
            <description><![CDATA[Andreas Giesen 1998<br />
<br />
<b>Was ist Virtualität?</b><br />
<br />
<i>Stichpunkte zur Vorbereitung einer Facharbeit....</i><br />
<br />
<br />
<br />
<b>1. Virtualität in der buddhistischen Philosophie</b><br />
<br />
<i>Philosophie der buddhistischen Madhyamaka – Schule / Sichtweisen des Diamantweges</i><br />
<br />
„Es gibt nur eins, was überall und zeitlos vorhanden ist: der Raum. Obwohl Raum häufig als ein Nichts oder etwas Fehlendes verstanden wird, ist er bestimmt kein schwarzes Loch, sondern eher ein Behälter, der alles verbindet, ermöglicht und umfaßt.„ (Nydahl, 16)<br />
<br />
Gedankenschritte zur Leerheit: <br />
<br />
„Leerheit ist Form, Form ist Leerheit, Leerheit und Form sind untrennbar“ (Buddha)<br />
<br />
Zunächst würde man sagen, ein Objekt wie ein Fernseher sei objektiv vorhanden. Man kann jedoch das Objekt in seine Einzelteile zerlegen um festzustellen, daß „Fernseher“ nur ein Begriff für etwas Zusammengesetztes war. <br />
<br />
Gleichermaßen kann man mit einem beliebigen&nbsp; Teil des Objektes vorgehen.<br />
<br />
Alles läßt sich bis auf die Ebene von Atomen zerlegen. <br />
<br />
Auch das Atom ist zusammengesetzt: Wenn man ein Atom auf die Größe eines Fußballfeldes bringen würde, wären&nbsp; der Atomkern (bestehend aus Protonen und Neutronen, die wiederum aus je drei Quarks bestehen) und die Elektronen des Atoms zusammen so groß wie eine Erbse, der Rest ist Raum.<br />
<br />
Quanten (Elementarteilchen wie Quarks, Elektronen oder Photonen) sind nur dann Teilchen, wenn man Sie beobachtet, sonst sind sie Energiewellen. (vgl. Heisenberg’sche Unschärferelation) <br />
<br />
Letzten Endes sind alle Phänomene zusammengesetzt und bedingt, ihre essentielle Natur ist Leerheit bzw. Raum. <br />
<br />
Das bedeutet jedoch nicht, das nichts existiert, die Dinge existieren und existieren zugleich auch nicht: <br />
Auf gleiche Weise läßt sich alles, auch die Zeit, die Gedanken und die Emotionen, auf den Raum zurückführen. <br />
<br />
Eigenschaften des Raumes:<br />
<br />
Es gibt immer mehr Raum hinter als zwischen den Dingen. Der Raum ist zeitlos, grenzenlos und unbegrenzt in seinen Möglichkeiten. Dem Raum wohnt Bewußtsein inne – der Raum ist das, was die Dinge erlebt, was bewußt ist. (vgl. Nydahl, 21)<br />
<br />
Die drei Kayas oder Raumzustände:<br />
<br />
Der Wahrheitszustand (skt. Dharmakaya): Der Wahrheitszustand ist der Raum, der Raum gibt, damit Dinge geschehen können. Wie der physikalische Raum durchdringt er alles im Universum, kein Teil des Raumes kann von einem anderen getrennt werden. Wo kein Raum ist, kann kein Ding sein. <br />
<br />
Der Freudenzustand (skt. Sambhogakaya): Die Vielseitigkeit des Raumes, sein freies Spiel. Das Potential, die unbegrenzte Eigenschaft des Raumes - daß alles möglich ist. Die Kraft, die Möglichkeit, das Phänomene entstehen können. (Der virtuelle Raum in der präzisen Wortbedeutung.)<br />
<br />
Der Ausstrahlungszustand (skt. Nirmanakaya): Die Phänomene, die ständig im Raum entstehen, vom Raum erlebt werden und wieder im Raum verschwinden und die dennoch niemals vom Raum getrennt oder verschieden sind (siehe Leerheit). Die Verdichtung der Phänomene zu einem Körper, zu etwas erfahrbaren. <br />
<br />
Alle drei Zustände umfaßt der Wesenszustand (skt. Svabhavikakaya): Die essentielle Natur von allen drei Zuständen ist gleich, ist Raum. <br />
<br />
Raum=Leerheit=Potential=Phänomene=Geist <br />
<br />
Der Wesenszustand ist die absolute Sichtweise, die Ebene auf der alles eins und eine Ganzheit ist. <br />
<br />
Obwohl aus der absoluten Sicht heraus alles gleich ist, gibt es dennoch Unterschiede zwischen den Phänomenen auf der relativen Ebene. <br />
<br />
<br />
<b>2. David Bohm – Das Holographische Weltbild</b><br />
<br />
„Der Raum ist nicht leer, er ist voll. Er ist die Grundlage aller Existenz.“&nbsp; (Bohm, nach Talbot, 62/63) <br />
<br />
Quant: etwas, das sowohl Welle, als auch Teilchen ist (z.B. Elektronen/Quarks/Photonen) <br />
<br />
Elektronen sind zwar vorhanden, weisen aber keinerlei räumliche Dimension auf. Wenn sie als „Teilchen„ auftreten, bedeutet das, daß ihre Eigenschaften denen eines Teilchen gleich sind – z.B. hinterlassen sie auf einer Bildröhre einen einzelnen Lichtpunkt, werden sie darauf geschossen. Sie können auch als Energiewolke auftreten, als eine Welle, die sich im Raum ausbreitet. In diesem Zustand kann ein einzelnes Elektron durch zwei Schlitze gleichzeitig durchtreten. Das Gleiche gilt für alle subatomaren Teilchen (Quanten). (vgl. Talbot, 44) <br />
<br />
Anfang des 20. Jahrhunderts: Die Entdeckungen der Quantenphysiker (z.B. Bohr, Einstein oder Heisenberg) ließen sich mit den herkömmlichen Theorien nicht mehr erklären: <br />
<br />
Quanten zeigen sich mit verschiedenen Eigenschaften, je nachdem, ob sie beobachtet werden oder nicht.<br />
<br />
Quanten wechseln nahtlos von einem Typ zu einem anderen (z.B. e- und e+ --&gt; 2 Photonen beim Zerfall des Protoniumatoms)<br />
<br />
Quanten erscheinen spontan im leeren Raum<br />
<br />
Quanten verschwinden spontan im leeren Raum<br />
<br />
Photonen, die beim Zerfall des Positroniumatoms entstehen, streben mit Lichtgeschwindigkeit auseinander,&nbsp; haben aber zu jedem Zeitpunkt synchron z.B. den gleichen Polarisationswinkel. (Experiment durchgeführt von Aspect, Dalibard und Roger 1982 am Institut für Optik der Pariser Universität, von Einstein u.a. bereits berechnet)<br />
<br />
David Bohm (Quantenphysiker) war unzufrieden mit den vorhandenen Theorien der Quantenphysik, da sie kaum eines der auftretenden Phänomene erklären konnten und entwickelte die Idee, daß es eine Realitätsebene unterhalb der Quanten geben müsse. Diese Ebene bildet eine zusammenhängende Ganzheit, die alles umfaßt. Auf der Ebene unterhalb der Quanten sind alle Punkte im Raum allen anderen Punkten im Raum gleich (= Nicht-Örtlichkeit). (vgl. Talbot, 52) <br />
<br />
Die Realität unserer alltäglichen Erfahrung ist in Wahrheit eine Illusion. Eine tiefere Wirklichkeitsebene bringt die Welt auf ähnliche Weise hervor, wie ein Hologramm ein Bild erzeugt. Bohm bezeichnet diese Ebene als „implizite“ (verhüllte) Ordnung. (Unsere Wahrnehmungsebene: „explizite“ (enthüllte) Ordnung. <br />
<br />
Die Phänomene – z.B. Teilchen, die im Raum entstehen - enthüllen sich aus der impliziten Ebene, um sichtbar zu werden, wie eine Welle aus dem Meer aufsteigt und daher als scheinbar vom Meer getrennt wahrnehmbar wird. Man kann aber ein aus der impliziten Ordnung hervortretendes Elektron genauso wenig von der Ganzheit trennen, wie man eine Welle von dem Wasser des Meeres trennen kann, aus der sie sich erhebt. <br />
<br />
Der Begriff Elektron (als Beispiel), ist eine Konvention, ein Begriff für einen umgrenzten Aspekt im Muster der Holobewegung. Trotz der scheinbaren Vereinzelung der Dinge auf der expliziten Ebene ist alles eine übergangslose Erweiterung von allem anderen, und letzten Endes verschmelzen sogar die implizite und die explizite Ebene miteinander.<br />
<br />
In einem Hologramm ist die gesamte Bildinformation in jedem Teil des Bildes enthalten, so daß ein Bruchstück eines Hologramms auch das ganze Bild enthält. In einem holographischen Universum (einer „Holobewegung“) sind die Informationen ebenfalls verteilt, nicht ortsgebunden. <br />
&nbsp;(vgl. Talbot, 57-59)<br />
<br />
[quote]<br />
<b>Exkurs - Bedeutung für den Konstruktivismus:</b><br />
<br />
--&gt; Daß alles ein Teil einer Ganzheit ist, bedeutet, daß auch unser Gehirn, unser Bewußtsein, ein Teil dieser Ganzheit ist. Was bedeutet, daß das, was beobachtet, und das, was beobachtet wird, untrennbar ist und sich daher auch beeinflußt. (vgl. Talbot, 65) <br />
--&gt; Man kann davon ausgehen, daß das Gehirn aus dem reinen Energiepotential des Raumes, der impliziten Ebene, die Phänomene aus Gewohnheit im Prozeß des Beobachtens konstruiert. Da wir es jedoch mit einer kollektiven Konstruktion zu tun haben, erscheinen die Phänomene so stabil, als hätten sie eine von uns getrennte objektive Realität.<br />
[/quote]<br />
<br />
<br />
<b>3. Der Cyberspace des Stanislav Lem</b><br />
<br />
Stanislav Lem ist der geistige Erfinder des Cyberspace, der „Entdecker der Virtualität“. Als William Gibson den „Neuromancer“ veröffentlichte, war der Cyberspace, wenn auch unter einem anderen Namen, bereits über 20 Jahre alt. <br />
<br />
Lem subsumiert die verschiedenen Möglichkeiten zu Erzeugung künstlicher Wirklichkeiten unter dem Begriff „Phantomatik„. Dabei unterscheidet er zwischen zentraler Phantomatik – der unmittelbaren Reizung gewisser Hirnzentren durch entsprechende Drogen oder mikroelektronische Implantate (Nanotechnologie) – und peripherer Phantomatik – die Erzeugung einer synthetischen Umwelt mit Hilfe von Technik. Außerdem beschreibt er verschiedene Grade von Phantomatik von der präphantomatischen Täuschung bis hin zu perfekten Illusion. (Flessner, 7/8)<br />
<br />
Lem warnt vor den Gefahren der Phantomatik: In einem Leben, wo Wahrheit und Fiktion ununterscheidbar geworden sind, wird sich manch einer derart verirren, daß er den Ausweg aus diesem Labyrinth nicht mehr findet. (Flessner, 10)<br />
<br />
Lems Romane und Erzählungen offenbaren das ganze Ausmaß phantomatischer Wirklichkeiten. <br />
<br />
Beispiel: Die überbevölkerte Welt von Morgen sucht nach Raum, und findet ihn nur noch im Inneren: „Der Futurologische Kongreß„ (Flessner, 17/18)<br />
In der Erzählung „Die Wiederholung„ beschreibt Lem computergenerierte Universen – den Versuch eines edlen Königs, die unvollkommene Schöpfung Gottes durch seine eigene vollkommene Schöpfung zu überbieten. Die Resultate sind allesamt Haarsträubend: Auf den ersten Blick erscheinen Verbesserungen wie die Umkehrbarkeit der Zeit wie eine Befreiung aus Zwängen – in Wirklichkeit potenzieren sich die Probleme (Zeitkriegsführung etc.). Auch eine fürsorgliche Welt – der Stein, der weich wird, wenn jemand in die Schlucht abstürzt – kann nicht den Nutzen ihrer Verwandlung für jetzt, morgen, in 10, 50, 100, 1000 Jahren zugleich antizipieren. (Vielleicht bringt der Mensch, der sonst gestorben wäre, einen ganzen Kongreß von Nobelpreisträgern um, was entweder die Zukunft des Planeten zerstören, oder retten kann. Wobei die Existenz der Welt als Planet für das Universum in noch weiterer Zukunft notwendig oder katastrophal bedrohlich sein kann.)<br />
<br />
<br />
<b>4. Michael Ende: Die Unendliche Geschichte</b><br />
<br />
1.Ein Moment der Virtualität: <br />
Nachdem Bastian bei der Kindlichen Kaiserin angekommen ist, und Phantasien sich aufgelöst hat, schweben beide allein im leeren Raum. Das reine Potential drückt sich durch das kleine Lichtkorn in der Hand der Kaiserin aus: Es ist das neue Universum, das neue Phantasien im Zustand des Noch-Nicht. Aber alles ist möglich. Dabei symbolisiert die Kaiserin das weibliche Prinzip des passiven Raum-für-Möglichkeiten-gebens, Bastian das männliche Prinzip des aktiven die-Welt-Formen-und-Erschaffen-wollens. <br />
<br />
2.Die Suche nach Freiheit: <br />
Mit dem Leitsatz „Tu, was Du willst„, beginnt die Bastian die Welt und sich selbst nach seinen Wünschen zu erschaffen. (Wie der Mensch, der neuen, ungenutzten Raum für seine Entfaltung im Cyberspace sucht). Er macht sich Stark, dann Schön (Defizite seines früheren Daseins), später will er auch „gut“ sein, aber wirklich glücklich wird er dabei nicht und vieles geht schief, weil er die Spätwirkungen seiner Taten niemals ganz überblicken kann. Am Ende entdeckt er die wirkliche Bedeutung von „Tu, was Du willst“: Das, was er wirklich will, was seine innerste Natur ist, was wirklich glücklich macht, ist Liebe zu geben. Mit dieser Einsicht kehrt er in seinen alten, verhaßten Körper und in die graue Alltagswelt zurück und wird endlich wirklich glücklich. <br />
<br />
<b>Damit nimmt Michael Ende das Ende der Suche nach Glück im Cyberspace bereits vorweg.</b><br />
<br />
--&gt; Die alles entscheidende Frage ist, wie weit nicht die Welt um uns herum so ist, wie sie ist, weil wir sie so wahrnehmen, wie wir sie wahrnehmen. Nur 20% unserer Wahrnehmung ist Datenfluß aus der uns umgebenden Welt, 80% sind vom Gehirn aus Konventionen, Konzepten, Kultur, Gewohnheit und Erfahrung hinzugedichtet. Die Wahrscheinlichkeit, daß wir in einem rein virtuellen Raum Herr der Dinge sind und unsere Projektionen im Griff halten können, ist gering. (siehe Film: Der Rasenmähermann, Szene: Spinnweben)]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 14 Apr 2005 15:57:14 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/365</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Zukunft der Medien</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=362</link>
            <description><![CDATA[Andreas Giesen 1995<br />
<br />
<br />
<b>Die Zukunft der Kommunikation</b><br />
<br />
1. Einleitung<br />
Wenn auf den folgenden Seiten eine Auseinandersetzung mit der Zukunft der Kommunikation stattfindet, dann kann es sich dabei nur um einen sehr reduzierten Einblick in die Möglichkeiten und Gefahren neuer Informations- und Kommunikations-Technologien (IuK- Technologien) handeln. Das macht eine solche Auseinandersetzung jedoch nicht redundant. Solange wir uns Gedanken darüber machen, wie bestimmte Entwicklungen aussehen könnten, haben wir auch die Möglichkeit einzugreifen und Gefahren vorzubeugen bzw. die&nbsp; Entwicklung in eine positive Richtung zu lenken. Während sich die Zukunft nicht treffsicher vorhersagen läßt, so ist es doch möglich, Prognosen aufzustellen und Utopien zu entwickeln, die zumindest mittelfristig eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, realisiert zu werden. Technische Entwicklungsprozesse sind dabei leicht zu verfolgen und zu prognostizieren; die sozialen Folgen dieser Technik oder auch die Reaktionen der Gesellschaft auf technisch Machbares sind jedoch so vielfältigen Einflüssen unterworfen, daß Prognosen in dieser Richtung im wesentlichen Spekulationen bleiben müssen. Im ersten Teil wird zunächst als Grundlage der Begriff "Informationsgesellschaft" diskutiert und geklärt. Die übrige Arbeit ist weitgehend dialektisch konzeptioniert. Zuerst sollen die technischen und sozialen Möglichkeiten aufgezeigt werden,&nbsp; dann werden Probleme und Gefahren der neuen IuK-Technologien thematisiert. Im letzten Teil wird der Versuch unternommen, die Visionen auf das Sinnvolle und Machbare zu untersuchen.<br />
<br />
2. Die Informationsgesellschaft<br />
Der Soziologe Daniel Bell hat im wesentlichen den Begriff "Informationsgesellschaft" im Sinne einer "nachindustriellen Gesellschaft" geprägt. "Würden in Industriegesellschaften in erster Linie mit Maschinen Güter hergestellt [...], gehe es in nachindustriellen Gesellschaften primär um die Gewinnung und Verwertung von Informationen und Wissen." (Löffelholz, 574) Den Ursprung für diesen Wandel bilden nach Bell vor allem technische Neuerungen sowie das exponentielle Wachstum von Wissen. Er war der Meinung, daß die Planung der Gesellschaft und die politische Entwicklung immer stärker auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen beruhen würden. (vgl. Löffelholz, 574/575) Dieser Begriff der Informationsgesellschaft wurde von der Wirtschaft aufgegriffen, bestärkt durch Untersuchungen, die einen Anstieg der Beschäftigten- zahlen in "Informationsberufen" verzeichneten. Mit diesem "historischen Wandel" ließ sich der Ausbau von Netzen und Informationsdiensten und die verstärkte Investition in Kommunikations- und Informationstechnik leicht zur historischen Notwendigkeit erklären. "[...] Information und deren Transport entwickeln sich zu einem ebenso wichtigen Produktionsfaktor wie Arbeit, Kapital oder Grund- und Boden." (Kubicek, 66) In Deutschland betreibt die Deutsche Telekom gerade eine großangelegte Werbekampagne, die genau diese Taktik verfolgt: "Die Deutsche Telekom hat das dichteste Glasfasernetz1 und das größte Breitband-Kabelnetz der Welt. Auf dieser Netzinfrastruktur können wir bereits heute neue multimediale Anwendungen für die Informationsgesellschaft erproben." (Deutsche Telekom, in ZEIT 34/95, 14)<br />
An diesem angeblich historischen Wandel gibt es jedoch von Seiten der Wissenschaft auch einige Kritik. Herbert Kubicek entgegnet, der Begriff "Informationsgesellschaft" sei konstruiert, da Information und Telekommunikation in allen Bereichen, insbesondere in der Produktion, schon immer unerläßlich gewesen seien. (vgl. Kubicek, 67) Es hat in den letzten Jahrzehnten in der Tat eine Verschiebung in den Anteilen der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zugunsten der Dienstleistungsberufe gegeben. Wenn jeder Beruf, der grundlegend auf Telekommunikation angewiesen ist, wie die Sekretärin am Telefon, der Fahrradbote mit Handy oder der Mitarbeiter des über Computer und Online-Datenbank organisierten Ersatzteillagers einer Autowerkstatt, zu den Informationsberufen gezählt wird, ist der hohe Anteil der Informationsberufe in unserer Gesellschaft verständlich. Die Telekom will den Eindruck erwecken, sie "vollstrecke mit dem von ihr gewählten Netzausbau einen geschichtlichen Auftrag" (Kubicek, 62) In Wahrheit schafft sie auf technischer Seite Netzstrukturen, die diesen Wandel überhaupt erst herbeiführen sollen. Dabei sichern "Übertragungskanäle mit höherer Übertragungskapazität [...] alleine noch keine bessere Kommunikation" (Kubicek, 68).&nbsp; Als einen der Hauptgründe für den Ausbau von technisch vermittelbaren Informationen und Wissen nennt Kubicek den finanziellen Faktor. An Informationen, die von Person zu Person weitergegeben werden, kann keine dritte Person mehr verdienen. Sobald die Information in eine Datenbank integriert ist und der Zugriff darauf über eine Telekommunikationsleitung erfolgen muß, kann jeder Abruf elektronisch erfaßt und in Rechnung gestellt werden. (Kubicek, 69) Dem Begriff "Informationsgesellschaft" kann also nicht ohne Einschränkungen begegnet werden. "Die Informationsgesellschaft ist [...] nicht als nachindustrielle Gesellschaft, sondern als informatisierte Industriegesellschaft marktwirtschaftlicher Prägung zu konzeptualisieren." (Löffelholz, 575)]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 14 Apr 2005 14:49:03 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/362</guid>
        </item>
        <item>
            <title>[NZ] Dunkle Quellen von Gammastrahlung</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=234</link>
            <description><![CDATA[<b>Dunkle Quellen von Gammastrahlung entdeckt</b><br />
<br />
25. Mär 2005<br />
<br />
Astronomen haben neue Quellen hochenergetischer Gammastrahlung entdeckt. Unklar ist, worum es sich bei einigen der Objekte handelt.<br />
<br />
Gammastrahlen-Blitze gehören zu den energiereichsten Phänomenen im Universum. Jetzt haben Forscher im Zentrum unserer Galaxis bislang unbekannte Quellen der hochenergetischen Strahlung entdeckt.<br />
<br />
Unbekannte Teilchenbeschleuniger<br />
<br />
...<br />
Bisher waren etwa zwölf «Quellobjekte» der hochenergetischen Strahlung bekannt, teilte die Max-Planck-Gesellschaft mit. Wie die Hess-Forscher nun in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Science» berichten, konnten sie acht neue Quellen dieser Strahlung finden. Einige der gefundenen Objekte sind mehrere Lichtjahre groß. Andere haben kein Gegenstück in anderen Bereichen des elektromagnetischen Spektrums. Das heißt, sie sind nur im Bereich hochenergetischer Gammastrahlung erkennbar, nicht aber im sichtbaren Licht oder als Radio- oder Röntgenquelle.<br />
<br />
«Wir haben keine Ahnung, wie die nachgewiesene Gammastrahlung in diesen Objekten erzeugt wird», sagt Stefan Funk vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. Die Autoren des «Science»-Artikels vermuten, dass sie zu einer neue Klasse «dunkler Teilchenbeschleuniger» gehören.<br />
<br />
Die abgegebene, hochenergetische Gammastrahlung ist eine Form elektromagnetischer Strahlung aus dem Kosmos. Für das menschliche Auge ist ihr Licht nicht sichtbar. Seine Energie ist jedoch rund tausend Milliarden mal größer als die Energie des sichtbaren Lichts.<br />
<br />
Die Atmosphäre unserer Erde wird ständig von einem Strom hochenergetischer nuklearer Teilchen aus dem Weltraum getroffen, der kosmischen Strahlung. Sie gilt als Triebfeder für die Entwicklung des Weltalls und als einer der Motoren der Evolution auf der Erde. Sie treibt genetische Veränderungen in Pflanzen und Tieren und damit die Entwicklung des Lebens auf der Erde voran. Entdeckt wurde die kosmische Strahlung bereits 1912 von Viktor Hess, der für diese Entdeckung 1936 den Nobelpreis für Physik erhielt. (nz)<br />
<br />
Quelle: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.netzeitung.de%2Fspezial%2Fweltraum%2F331160.html" border="0" title="http://www.netzeitung.de/spezial/weltraum/331160.html">http://www.netzeitung.de/spezial/weltraum/331160.html</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
Siehe auch: <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.mpi-hd.mpg.de%2Fhfm%2FHESS%2F" border="0" title="http://www.mpi-hd.mpg.de/hfm/HESS/">http://www.mpi-hd.mpg.de/hfm/HESS/</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0">]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 25 Mar 2005 08:44:02 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/234</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ringvorlesung an der Universität Leipzig 2005</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=206</link>
            <description><![CDATA[<b>Ringvorlesung an der Universität Leipzig 2005</b><br />
<br />
<br />
<b>Noam Chomsky (Boston): Europa - Israel - Palästina.</b><br />
<br />
Ostermontag, 28. März 2005, 11-13 Uhr, Gewandhaus Leipzig, Eintritt: 5 Euro. Vorverkauf in der Universitätsbuchhandlung Leipzig. Restkarten an der Tageskasse. Auswärtige Besucher können per email an <a href="mailto:dip@uni-leipzig.de">dip@uni-leipzig.de</a> Karten vorbestellen.<br />
<br />
<br />
<i>In der Reihe "Das Sonntagsgespräch":</i><br />
<br />
<b>Michael Wolffsohn (München): Deutschland / Israel / Palästina - Geschichte als Falle.</b><br />
<br />
Sonntag, 8. Mai 2005 11:00 Uhr. Hörsaalgebäude, HS 19 (Eingang Augustusplatz)<br />
<br />
<br />
<b>Peter Singer (Princeton): Globalisierungsethik.</b><br />
<br />
Sonntag, 29. Mai 2005 11:00 Uhr. Hörsaalgebäude, HS 19 (Eingang Augustusplatz) <br />
<br />
Quelle: TP]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Tue, 22 Mar 2005 08:57:12 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/206</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Harald Lesch: 'Big Bang zweiter Akt' - 'Physik für die Westentasche'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=152</link>
            <description><![CDATA[[quote]<br />
Aus der Amazon.de-Redaktion (zur Hardcover-Ausgabe)<br />
<br />
In seiner Fernsehsendung diskutiert Harald Lesch gerne bei Pasta und Wein über die großen Fragen der Menschheit. Ähnlich entspannt und volksnah wirft der Astrophysiker hier einen Blick hinter die Kulissen der Natur. Was ist Leben? Wie ist es entstanden? Gibt es Leben auf anderen Planeten?<br />
<br />
Bei der Beantwortung dieser Fragen bieten vor allem die Physik und die Chemie "Spielraum für sinnvolle Spekulation". Sie können erklären, was zwischen dem Urknall und dem Auftauchen der ersten Einzeller zirka zehn Milliarden Jahre später ablief. Wie sich zum Beispiel im Hexenkessel des jungen Universums die Materie ganz allmählich an bestimmten Punkten verdichtete, so wie Regen auf "einer Straße voller Schlaglöcher.<br />
<br />
<span style="color:blue">Warum in der anorganischen Ursuppe mit Amino- und Fettsäuren die Grundbausteine des Lebens entstehen konnten. Welche entscheidende Rolle Sonne und Mond spielten und immer noch spielen: "Die frühen Sterne waren die Geburtshelfer, die heutigen sind die Ammen des Lebens." Durch prägnante Bilder werden unsichtbare Phänomene und astronomische Dimensionen fassbar gemacht, in separaten Boxen kann man sich Grundlagen wie den Aufbau einer Zelle vergegenwärtigen oder Spezialwissen abrufen.</span><br />
<br />
Die Leser müssen mitdenken und sollten bei Begriffen wie "Planetesimale" oder "interstellares Medium" nicht gleich aus der Bahn geraten. Hintergründige Pointen à la "Auch der Außerirdische ist nur ein Mensch" hätte man dabei gerne noch öfter gelesen. Denn so wird klar, dass alles, was existiert, aus demselben Material, den 92 Elementen, besteht. Die wiederum gehen letztlich auf erloschene Himmelskörper zurück. Dass es uns Geschöpfe aus Sternenstaub gibt, ist für Lesch und Müller "im höchsten Maße unwahrscheinlich" und dennoch "absolut kein Zufall, sondern schlichtweg selbstverständlich".<br />
<br />
Auch solche Widersprüche machen das Buch ungemein anregend und in den besten Passagen zu einem Wissenschaftsthriller für ambitionierte Laien. Und können wir nun mit außerirdischem Leben rechnen? "Keine übertriebenen Erwartungen bitte!", lautet die Zwischenbilanz. Doch schon in 500.000 Jahren kann die Sache ganz anders aussehen. --Patrick Fischer -- <br />
<br />
Ulrich Kühner, SZ 19.12.2003<br />
<br />
"Das Buch von Harald Lesch, dem bekannten Fernsehprofessor von Bayern-Alpha und Jörn Müller präsentiert in einer großartig ausgewogen, umfassend und leicht verständlichen Art die naturwissenschaftlichen Grundlagen,um sich über die Möglichkeit von außerirdischem Leben eine fundierte Meinung bilden zu können." Ulrich Kühner, SZ 19.12.2003<br />
<br />
© 1998-2005, Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften <br />
[/quote]<br />
<br />
TB erscheint im Juli 2005 - Mehr Infos und Vorbestellung: <br />
<br />
<a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fexec%2Fobidos%2FASIN%2F3442153433%2Fforumsystemis-21" border="0" title="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442153433/forumsystemis-21">http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/34.../forumsystemis-21</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
Hardcover-Ausgabe von 2003: <br />
<br />
<a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fexec%2Fobidos%2FASIN%2F3570007766%2Fforumsystemis-21" border="0" title="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3570007766/forumsystemis-21">http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/35.../forumsystemis-21</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0">]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Tue, 15 Mar 2005 11:46:15 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/152</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ordnung, Chaos, Wahrheit und Wissenschaft...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=129</link>
            <description><![CDATA[<b>Ordnung, Chaos, Wahrheit und Wissenschaft...</b><br />
<br />
In meiner Weltsicht gibt es sowohl die Ordnung als auch ein Element des 'Chaos'. Alles ist in komplexen Bedingungsgefügen vernetzt, die dem Gesetz von Ursache und Wirkung folgen. Doch dies betrifft nur die Dinge, die schon sind. Sobald sie sind, sind sie im Kosmos. Aber zwischen der 'Urquelle' und dem Kosmos gibt es das Moment der Schöpfung. Hier wird etwas Neues, eine Idee, eine Energiefrequenz usw. aus der Urquelle in den Kosmos transportiert. Damit das geschieht, braucht es einen bewußten oder unbewußten Schöpfer, auf jeden Fall ein Bewußtsein, das in der Lage ist, die Dinge durchzuleiten oder in sich aufzunehmen. Jeder kreative Mensch, ob er nun Künstler ist oder ein kreativer Manager, kennt dieses Prozess der Schöpfung, auch wenn er ihn nicht immer als solchen erkennt. Ein Künstler ist aber von Natur aus generell sehr viel näher am chaotischen Element, denn nur hier ist Kreation/Kreativität möglich. <br />
<br />
Bewegt sich ein schöpferischer Geist nun in einem leeren Raum, einer völlig leeren Dimension oder einer virtuellen Realität, dann kann sich alles, was er erdenkt und erfühlt sofort manifestieren. Je nachdem, ob er die Gewohnheit hat, angenehme oder unangenehme Dinge in seinem Geist erscheinen zu lassen, kann er ein Paradies, ein 'Reines Land' oder eine Hölle für sich erschaffen. <br />
<br />
In unserer manifesten Welt sehen die Dinge ein wenig anders aus. Die neue Schöpfung muss sich ihren Weg innerhalb unseres Kosmos suchen und sich nach dessen Gesetzen die Bedingungen schaffen, innerhalb derer sie sich manifestieren kann. <br />
<br />
Dabei stößt sie auf Konkurrenz: Andere Wesen schöpfen auch und vielleicht könne diese beiden Ideen sich nicht im gleichen Raum manifestieren. Es entsteht die Notwendigkeit für eine soziale Ordnung, die die rivalisierenden Schöpfungsfunken miteinander in Einklang bringt. <br />
<br />
Je nach Reife der Gesellschaft und der einzelnen Bewußtseinsströme darin werden nun verschiedene Schöpfungsabsichten in Liebe ausgehandelt, oder jeder versucht auf Teufel komm raus sein 'eigenes Ding' durchzusetzen, notfalls über die Leichen der anderen. <br />
<br />
Ersteres nenne ich 'Kultur' oder 'Zivilisation', zweiteres fällt unter 'Barbarei' und 'dunkle Zeiten'. Die heutige Zeit enthält für mich beide Elemente, beide Potentiale. Es ist genug Liebe da, um eine echte Kultur werden, aber auch genug Barbarei, um in dunkle Zeiten abzugleiten. <br />
<br />
Auch innerhalb der manifesten Welt gibt es jedoch Möglichkeiten, die eigenen Schöpfungsfunken vollständig auszudrücken. Dafür steht z.B. die 'Leinwand' des Künstlers als Papier, Leinen, Monitor, virtuelle Welt, Kinofilm, Roman oder Computerspiel zur Verfügung. <br />
<br />
Wenn viele Menschen eine gemeinsame Vision haben, so hat diese möglicherweise die Kraft, sich schneller zu manifestieren, da sich gebündelte Bewußtseins in ihrer Schöpfungskraft potenzieren. Bewußtseine bündelt man, indem man sie auf einen Punkt konzentriert und dann gemeinsam von diesem Punkt aus eine Energie konzentriert. Dies kann zur Manipulation oder als Mittel der Befreiung und des Wachstums verwendet werden. <br />
<br />
Alle Religionen arbeiten mit diesem Prinzip, aber auch Gewaltherrscher, vor allem über die Medien, wo Emotionen gebündelt werden z.B. wenn die Bilder eines schlimmen Ereignisse durch konstante Wiederholung eingebrannt werden. Emotionen sind aber nichts anderes als spezifische Frequenzen von Energie, auf die unser Körper reagieren kann, die aber nicht an den Körper gebunden sind. Ebenso die Gedanken - ihre Frequenz ist aber weitaus feiner und subtiler. <br />
<br />
Es gibt zwar ein schöpferisches Element, dieses ist jedoch nicht chaotisch oder zufällig. Zu-Fälle sehe ich eher im Kontext des Kosmos als etwas, dessen Bedingungsgefüge wir nicht durchschaut haben. Es sei denn, ein anderes Wesen läßt uns aus Mitgefühl eine eigene Schöpfung 'zufallen'.&nbsp; Dann hat der Zufall für mich aber schon wieder eine Ursache, nämlich die Schöpfungsabsicht dieses Wesens. <br />
<br />
Dass echte 'Zufälle' schwierig sind, zeigt sich bei den elektronischen Zufallsgeneratoren, die stets in schöner Ordnung immer die gleichen Sequenzen ausspucken, wenn man nicht ein veränderliches Element einbaut, den 'Randomseed'.<br />
<br />
Andreas]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Mon, 14 Mar 2005 10:13:55 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/129</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Neueste Erkenntnisse haben zu einem gemeinsamen Punkt gefunden</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=122</link>
            <description><![CDATA[<i><span style="color:red">Dieser Beitrag ist aus dem alten Systemik-Forum von einem Benutzer namens '<b>Lotus</b>' übernommen, dessen Identität ich jetzt nicht mehr nachvollziehen kann. Ich bin also nicht der Autor und würde mich freuen, wenn sich der Autor melden würde, damit er für seinen Beitrag auch Credit bekommen kann <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-smile.gif" title=":)" alt=":)" align="absmiddle" class="smilie" /> </span></i><br />
<br /><div style="border-top:1px solid #808080; margin:4px 0;"></div><br />
<b>Neueste Erkenntnisse aus der Physik, Chemie, Biologie, Soziologie und Psychologie haben in unserer oh so fortschrittlichen Zeit zu einem gemeinsamen Punkt gefunden.</b><br />
<br />
<br />
<span style="color:red"><b>Physik: Chaostheorie, Synergetik</b></span><br />
<br />
Es gibt kein Ursache-Wirkungs-Gesetz, wie wir es kennen. Stattdessen ist alles miteinander vernetzt und auch winzige (scheinbar vernachlässigbare) Ursachen können sich durch Rückkopplung zu riesigen (teilweise verheerenden) Wirkungen ?aufschaukeln? (Schmetterlingseffekt, Turbulenzen)<br />
<br />
<ul>
<li>Man kann nie alle Variablen erfassen, die erforderlich wären, um das Verhalten eines Systems vorherzusagen<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Noch dazu verändert sich ein System ständig, es besteht also aus Prozessen, nicht aus statischen Elementen (so wie wir nicht aus unseren Zellen bestehen, die ja immer wieder absterben und neu gebildet werden, sondern aus der ?Zusammenarbeit?, den Prozessen zwischen diesen Zellen)<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Um dieses Zusammenarbeiten zu beschreiben, entwickelte H. Haken die&nbsp; Synergetik, die Lehre vom Zusammenwirken?<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Ganz kurz die Grundgedanken der Synergetik: ein System entwickelt sich um bestimmte Ordungsparameter herum, die die restlichen Elemente des Systems versklaven (physikalischer Fachterminus - sehr ironisch, wenn man es auf soziale Systeme anwendet, ich weiss). Das bedeutet, dass z.B. der Ordungsparameter Temperatur die Teilchen dazu bringt, sich schneller zu bewegen. In der Gesellschaft können Ordnungsparameter auch Ideen oder Trends sein.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Wir müssen also erkennen, dass alles zusammenhängt und alles auf alles eine Wirkung hat. Wir müssen auch erkennen, dass wir keine Möglichkeit haben, voraus zu sagen, wie diese Wirkung genau aussehen wird. Andererseits können wir auch als einzelner auf das System einwirken, da wir Teil des Systems sind. Nach chaostheoretischen und synergetischen Standpunkten verändern wir auch durch die Veränderung unserer Gedanken unser (geistiges) und somit auch das gesamte (Welt)-System <br /></li>
</ul>
<br />
<br />
<span style="color:orange"><b>Chemie: Dissipative Strukturen</b></span><br />
<br />
<ul>
<li>Prigogine, die Galeonsfigur der Chaostheorie war in erster Linie Chemiker. So fand er auch ein Phänomen, dass er dissipative Strukturen nannte. Hier steckt ein Paradox in dem Begriff, da Dissipation eigentlich die Zerstreuung von Energie bezeichnet. Das Thermodynamik-Gesetz besagt, dass alles irgendwann in Entropie (Unordnung) endet und totale Entropie einem völligen Gleichgewicht der Moleküle entspricht. Also müssten da wohl am wenigsten von allen Zuständen Strukturen zu erwarten sein.....aber halt! Er fand, heraus, dass sich auch aus so einem Chaos Strukturen bilden (Muster in Flüssigkeiten, die sehr regelmäßig sind). Diese Strukturen waren keineswegs von außen aufgezwungen worden, sondern haben sich innerhalb des Systems gebildet, indem kleine Zustände sich selbst verstärkten.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Also folgt die Chemie nicht uneingeschränkt den Gesetzen der immer größer werdenden Unordnung.<br /></li>
</ul>
<br />
<br />
<span style="color:violet"><b>Biologie: Ko-Evolution</b></span><br />
<br />
Lange Zeit glaubte man an der Darwinismus mit seinem Konkurrenzkampf. Nun aber kamen neue Theorien einer Ko-Evolution von der Genetikerin Barbara McClintock auf. Diese besagt, dass nicht die stärksten Einzel-Rambo-Kämpfer-Zellen die höchsten Überlebenschancen hatten, sondern diejenigen, die zusammenarbeiten konnten. <br />
<br />
<ul>
<li>Als Beispiel sei hier das klassische Beispiel der Mitochondrien angeführt. Mitochondrien waren einmal eigenständige Wesen, die dann mit anderen Zellen eine Symbiose eingegangen sind. Sie liefern Energie und wir liefern ihnen eine sichere stabile Umwelt. Weder wir noch sie könnten ohne einander sein und die ersten Symbionten aus grauer Vorzeit haben sich erst zu uns entwickelt. Trotzdem haben sie immer noch ihre eigene DNA. Ist das nicht der Hammer?<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Kommt Euch was bekannt vor? Genau, Ko-Evoluieren bedeutet auch Synergetik. Und laut Chaostheorie können ja kleine Ursachen grosse Wirkungen haben. So können kleine Zellen durch irgendeinen Umstand anders kopiert werden und so ein ganzes System beeinflussen, Und das nicht nur auf molekularer Ebene. <br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Das erste Säugetier war nur rattengross und jetzt beherrschen sie nicht nur die Erde, sondern verändern sie (das übergeordnete System) auch nach ihren Wünschen. Und das alles nur wegen eines Mitochondriums, das irgendwann einmal mit einem Einzeller zusammentraf und sie sich zufällig nicht vernichteten oder ignorierten, sondern zusammenarbeiteten und sich entwickelten.<br /></li>
</ul>
<br />
<br />
<span style="color:blue"><b>Soziologie: Systemtheorie</b></span><br />
<br />
<ul>
<li>In der Soziologie beschäftigt man sich natürlich mit Systemtheorie. Wie handeln Systeme (Menschen, Institutionen, Gesellschaften)? Wie interagieren sie mit anderen Systemen (Kommunikation, Medien)? Betrachtet man die obigen Punkte, kann man wohl auch hier davon ausgehen, dass auch hier die Chaostheorie, Dissipative Strukturen und Synergetik eine grosse Rolle spielen. <br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Schließlich sind die Elemente sozialer Systeme (z.B. Gesangsverein) biologische Systeme (Menschen), die wiederum aus chemischen Systemen (Vorgang in Zellen) bestehen, die den Gesetzen der Physik unterworfen sind. Puhhhh, also das Kleine im Grossen und das Kleinere im Kleinen und das noch Kleinere im noch Kleineren. Fraktal, so gesehen. <br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Ach so, ja, Fraktale ist eine sehr faszinierende, umwerfend schöne Geschichte, die hier nicht ausgeführt werden soll, das sprengt den Rahmen, Ich nehme an, ihr wisst alle, was Fraktale sind und habt selbst schon eine Menge schöne Reisen in die Seepferdchen-Täler und andere faszinierende Gegenden im Apfelmännchen-Universum unternommen&nbsp;&nbsp; :wink: <br /></li>
</ul>
<br />
<br />
<span style="color:darkred"><b>Psychologie: Konstruktivismus</b></span><br />
<br />
<ul>
<li>So, zu guter letzt das schwierigste überhaupt: wir reflektieren über unsere eigene Wahrnehmung! Puhhhhh! Also das heisst, wir versuchen, ein Instrument zu analysieren, mit eben diesem Instrument!!! Das ist wie bei diesem Lied mit der Liese und dem Eimer, der ein Loch hat und sie soll Stroh holen, um es zu stopfen und das Beil ist aber zu stumpf, um es zu schneiden und dann braucht sie Wasser, um das Beil zu schärfen, wozu sie aber den Eimer braucht, der aber ein Loch hat usw.......oder so ähnlich&nbsp; :roll: <br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Okay, aber nun zum Konstruktivismus. Eigentlich sagt er nur, dass es keine objektive Wirklichkeit gibt, sondern wir nur alles gefiltert wahrnehmen. Die Filter sind z.B. unsere Erfahrungen (oder Vorurteile) oder unsere Erziehung. Aber das ist nicht nur auf der psychologischen Ebene so. Selbst unsere Biologie lässt nur eine bestimmte Sicht der Dinge zu. Bienen sehen andere Lichtbereiche als wir und nehmen somit Farben völlig anders wahr. Klatschmohn ist nicht rot, er sieht nur für uns rot aus! Weil es für unser System eben nicht nützlich war, ihn anders wahrzunehmen, sondern wir mit anderen Umwelteinflüssen interagieren. Haie haben einen Sinn für Elektrizität, um zu jagen. Vögel nehmen Magnetfelder wahr, um quer über den Erdball zu fliegen. Und wir haben ein Gehirn und einen freien Willen.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Hier sehen wir, dass wir uns unsere Realität konstruieren. Das bedeutet aber auch, dass wir nie genau wissen können, was wir als nächstes konstruieren müssen, da sich ja stets alles im Fluss befindet und wir keine Ahnung haben, welche winzige Ursache ein neues Chaos verursacht.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul>
<li>Können wir aber demnach und nach den Prinzipien der Synergetik durch unsere Gedanken, Einstellungen und Handlungen ein System verändern? Können wir uns selbst verändern und somit dafür sorgen, dass das System mitzieht??<br /></li>
</ul>
<br />
<br />
So, wenn Ihr es bis hierhin geschafft habt, bedanke ich mich an dieser Stelle schon mal sehr für Eure Aufmerksamkeit. Nur noch ein paar Gedanken möchte ich noch zur Sprache bringen, die die eigentlichen Kerngedanken sind, die ich aussprechen wollte. Ihr seht, dass die westliche Wissenschaft nun endlich zu einem Punkt gekommen ist, an dem sie sogar aus einem interdisziplinären Ansatz heraus einsehen muss, dass alles zusammenhängt und alles auf alles einwirkt. Endlich wurde aus der Reduktion der Welt in Natur und Technik, Menschen und Tiere oder Chemie und Biologie eine ganzheitliche Weltsicht. Die Welt ist nicht Physik und Chemie, Mensch und Tier, Natur und Technik, sondern sie besteht aus ihnen und alles ist ein Ganzes. <br />
<br />
<br />
<span style="color:olive"><b>Die Gaia-Hypothese</b></span><br />
<br />
Lovelock vertritt die Meinung, dass das grosse System Erde, auf dem wir leben, ein eigenes Lebewesen ist. Er nannte es die Gaia-Hypothese. So, machen wir jetzt dieses Lebewesen kaputt, so wie Krebs, der ein System versklavt und letzten Endes zerstört? Umweltverschmutzung, Rodung von Wäldern und Bau von Städten könnten diese Ansicht bestätigen. Aus der Luft sieht vieles so aus, wie ein Krebsgeschwür (man denke an die Fraktale, Selbstähnlichkeit usw.). Könnte es aber auch sein, dass wir vor einem neuen Evolutionssprung (Bifurkationspunkt) stehen, der ein neues System hervorbringt? Ein globales Gehirn (z.B. Internet)? Viele Städte sehen auch von oben aus wie riesige Ganglien- oder Nervenzellen, findet ihr nicht?<br />
<br />
<br />
<b><span style="color:indigo">Was sagen die Buddhisten?</span></b><br />
<br />
Naja, also um auf den Punkt zu kommen, die ganze oben langatmig geschriebene Ausführung sagt im Prinzip nur auf unendlich komplizierte Art und Weise genau das, was Indianer und buddhistische Weise schon die ganze Zeit sagen! <br />
<br />
<span style="color:blue"><i><b>Alles ist eins und in Yin ist immer Yang vorhanden und umgekehrt. Alles ist in Bewegung und doch immer wiederkehrend. Punkt. Und nur Liebe kann uns retten.</b></i></span><br />
<br />
So, wie ist nun Liebe zu verstehen? Ich will hier nicht auch noch darauf eingehen, siehe dazu eher Fromm. Aber den Buddhisten geht es um Liebe zu sich und dem gesamten System. Schlechte Gedanken schwingen weiter und führen zu schlechten Handlungen, die dann die Gesellschaft verderben, zu Kriegen führen und uns wiederum selbst vernichten. <br />
<br />
In der Chaostheorie usw. verbindet nur Affinität (zwischen den Molekülen) und Kooperation (zwischen Systemen) die Welt. Ohne diese würde sie in wirklichem Chaos zerfallen. Kann man dies auch unter dem Begriff Liebe fassen, nur auf molekularer Ebene? <br />
<br />
Wir lieben nicht mehr, wir schaffen also nicht mehr, wir zerstören nur noch, wie die letzten unrühmlichen Jahrhunderte in der Geschichte der Menschheit gezeigt haben (Kreuzzüge, Indianderausrottung, Holocaust, Israel-Palästina). Können wir es uns leisten, so weiter zu machen? Werden wir nicht wirklich die Welt zerstören, weil wir nicht genug Liebe zulassen?<br />
<br />
Dazu noch etwas, was ich loswerden möchte: Ich spiele unheimlich gerne Ballerspiele auf dem PC, owohl ich ganz eindeutig Pazifist bin. Bin ich dann eine der Fluktuationen im System, das auf eine mir nicht bewusste Weise zu dem Irak-Krieg jetzt mit beigetragen hat? Thay Thich Nhat Hanh, ein berühmter vietnamesische Buddhist würde sagen: ja. <br />
<br />
----]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Mon, 14 Mar 2005 09:11:21 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/122</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Kultur braucht Erneuerung: eine humanistische Orientierung</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=51</link>
            <description><![CDATA[[quote]"PROBLEME LASSEN SICH NICHT MIT DEN DENKWEISEN<br />
LÖSEN, DIE ZU IHNEN GEFÜHRT HABEN" [Albert Einstein][/quote]<br />
<br />
Von: Rudolf Kuhr (<a href="http://home.t-online.de/home/humanist.aktion/rechts.htm">http://home.t-online.de/home/humanist.aktion/rechts.htm</a> )<br />
<br />
Gegen Rechts?<br />
<br />
Eine fragwürdige Reaktion - ganzheitliche Lösungsansätze überfällig<br />
<br />
Es ist interessant, daß aus unserer Gesellschaft auf das Problem des Rechts-Extremismus fast ausschließlich mit Maßnahmen reagiert wird, die von einem GEGEN bestimmt sind, gegen Rechts, gegen Rassismus, gegen Neonazis, gegen braune Gewalt usw. Es sind Re-Aktion gegen Aktionen von Jugendlichen, die im Grunde auch nur Re-Aktionen sind weil sie zu wenig erfahren haben, daß sich jemand aus der Familie, der Schule oder nach der Schule FÜR sie einsetzt und ihnen die Möglichkeit bietet, etwas FÜR eine sinnvolle Aufgabe zu tun.<br />
<br />
In den Re-Aktionen der Erwachsenen in Form eines GEGEN ist bereits die Ursache des Problems erkennbar: Die sich verantwortlich fühlenden Politiker, Wissenschaftler und Bürger sind überwiegend nicht bereit oder in der Lage, Schwierigkeiten als Symptome des Versagens unserer Gesellschaft und mitunter auch eigener Versäumnisse zu erkennen, diese dem entsprechend ursächlich anzugehen und vorbeugend FÜR Jugendliche tätig zu werden. So wird vor allem mit Verboten (Günther Beckstein, CSU-Innenminister Bayern: "Ich fordere die Bundesregierung auf, die notwendigen Schritte zur Vorbereitung eines Verbotsantrags einzuleiten."), mit Aus- und Abgrenzung reagiert (Die Christin Herta Däubler-Gmelin:"Wir wollen diese Braunen nicht."), und an die Möglichkeit einer Re-Integration, an geistige Auseinandersetzung und Vorbeugung kaum gedacht.<br />
<br />
Und wenn mal jemand ursächlich denkt, (Hans Joachim Maaz, Psychologe: "Eine entfesselte Leistungsgesellschaft, die schafft immer auch Menschen, die an die Seite gedrängt werden."), dann erfolgt sehr schnell eine Korrektur, welche das gewohnte Bild von der Gesellschaft wieder herstellt (Patricia Schlesinger, NDR-Panorama: "Eine populäre Erklärung selbsternannter Experten, doch sie ist so einfach wie falsch."), weil es meistens leichter ist, an der Oberfläche zu bleiben als das Bestehende von seiner geistigen Substanz her in Frage zu stellen. Den meisten scheint nun einmal nichts über ein solides Feindbild zu gehen.<br />
<br />
So verständlich spontane und heftige Re-Aktionen auch sind, um Gefahren abzuwehren, mindestens ebenso wichtig, weil nachhaltiger, wäre es, die Ursachen zu erkunden und zu beseitigen. Dies aber geschieht zu wenig. Medien bereiten das Thema auf zu spektakulären "Highlights", um Auflagen oder Einschaltquoten zu steigern, Politiker versprechen alles Mögliche, um Wählerstimmen zu halten oder hinzu zu gewinnen, Wissenschaftler erforschen das Problem , um akademische Arbeiten darüber anzufertigen. An den Ursachen aber ändert sich nichts - bis zum nächsten Anlaß zu verbalen Gegenmaßnahmen - wie gehabt.<br />
<br />
1991: Wolfgang Schäuble: "Es muss jetzt zu einem gemeinsamen Handeln der demokratischen Kräfte kommen." - 1992: Helmut Kohl: "Es ist eine Schande, ich kann es nicht anders formulieren, für unser Land." - Oskar Lafontaine: "Wir sind entsetzt über die Gewalttätigkeit gegen Ausländer und jüdische Gedenkstätten in unserem Land." - "Wir müssen verhindern, dass rechtsradikale Deutsche schon wieder etliche Minderheiten verfolgen. - "Björn Engholm: "Dass so etwas möglich ist, ist bedrückend." - Norbert Blüm: "Uns eint hier Trauer und Entsetzen." - "Wir müssen gemeinsam dem Hass, der Hetze und der Gewalt widerstehen." - Manfred Stolpe: "Wir werden unsere Konsequenzen daraus ziehen, mit der Härte des Gesetzes." - Klaus Kinkel: "Unsere Demokratie muss zeigen, dass sie wehrhaft ist." - 1993: Johannes Rau: "Wir müssen natürlich alles tun, damit Fremdenangst überwunden wird, damit kein Hass entsteht." - Helmut Kohl: "Das ist ein Vorgang, der uns zutiefst bedrückt und erschüttert und für den wir uns auch schämen." - Klaus Kinkel: "Schrecklich, was da geschehen ist." - 1994: Gerhard Schröder: "Da muss sich einiges ändern in unserem Land. Engstirnigkeit, Ausländerfeindlichkeit darf keinen Platz haben." - 1995: Rudolf Scharping: "Mir machen rechtsradikale Tendenzen in Deutschland Sorgen, große Sorgen." - 1998: Angela Merkel: "Ab einem bestimmten Punkt muss man dann eben auch Härte zeigen." - 1999: Manfred Stolpe: "Wir sind zutiefst erschüttert über die Unmenschlichkeit, die sich dort gezeigt hat, über den Hass gegen Ausländer, die brutale Gewalt gegen Mitmenschen." Viele schöne Worte, gut gemeint.<br />
<br />
Was aber sind die Ursachen des Extremismus? Diese - ob von Rechts oder von Links - sind in den geistigen gesellschaftlichen und damit auch menschlichen Strukturen enthalten. Sie sind Ergebnis weit verbreiteter analytischer, selektiver und materieller Denkweisen und damit Bestandteil unserer Gesellschaft. Die meisten Reaktionen auf die zunehmenden Aktivitäten von "Rechts" - deutlich von Unsicherheit und Angst geleitet - zeigen einen Mangel an ganzheitlicher ethischer Orientierung und gefestigter Identität. Ethische Werte - wenn sie überhaupt noch beachtet werden - sind in religiösen oder akademischen Bereichen zu finden und werden gelegentlich rituell zelebriert, sie stehen aber so gut wie nicht mehr in Verbindung mit dem täglichen Handeln in den verschiedenen materiell orientierten Bereichen.<br />
<br />
Das, was bei uns den Jugendlichen vorgelebt wird ist ehrlicherweise vorwiegend eine menschlich defizitäre Wohlstands-, Konsum-, Spaß- und auch Ellenbogengesellschaft. Jugendliche, die - meist unbewußt - noch nach menschlichen Idealen wie zum Beispiel Gerechtigkeit und Ehrlichkeit sowie nach Anerkennung und Einbeziehung suchen, müssen eigentlich in einer solchen Umwelt verzweifeln, wenn sie sich nicht anpassen und selbst aufgeben wollen oder können. Da ist es nicht verwunderlich, wenn junge Menschen, die jahrelang durch Gängelung und zwangsweise Anpassung in Elternhaus, Schule und den Einfluß der Medien an eine materiell orientierte, oberflächliche Mitwelt daran gehindert werden, eine ganzheitliche und damit sinnerfüllende Lebensgestaltung zu erlernen, extremes Verhalten zeigen. Nicht wenige greifen dann eher zu materiellen oder geistigen Drogen wie beispielsweise Rassismus und Neonazismus als ein angemessen erscheinendes letztes Mittel in ihrer geistig-existentiellen Not.<br />
<br />
In den Herzen der folgsamen Kinder nistet knisternd und raschelnd die Rache<br />
H. C. Flemming<br />
<br />
Ebenso wie die ethischen Werte weitgehend abgetrennt sind vom realen individuellen Leben, ebenso - wenn nicht noch mehr - ist es die Kenntnis von den biologischen Ursachen menschlichen Verhaltens. Obwohl es offensichtlich ist, daß Gewalt fast ausschließlich vom Mann ausgeht, werden die biologischen Ursachen so gut wie nicht beachtet. "Das Tier im Menschen kann nicht ausgerottet werden. Daher muß diesem Tier ins Auge gesehen und mit ihm gelebt werden", sagte Sigmund Freud. Aber selbst Wissenschaftler, auch weibliche, die sich nun endlich des Geschlechter-Problems annehmen, weigern sich meist, hier hinzusehen. Zu sehr werden vermutlich Unsicherheiten im Bereich der persönlichen Identität wachgerufen. Aber gerade hier, im Bereich der Identitätsfindung wäre anzusetzen, wenn nachhaltige Lösungen im Kleinen wie im Großen angestrebt werden, denn Extremismus und Gewalt sind meist Ergebnisse von mangelnder Stabilität individueller Identitäten in Verbindung mit Unkenntnis der natürlichen Urtriebe des Menschen.<br />
<br />
Ursächliche Lösungsansätze zur Überwindung extremistischer Auswüchse wären ganzheitliche Sichtweisen der Gesellschaft, welche die Spaltungen in biologische, emotionale, geistige und materielle Bereiche mit Hilfe einer übergeordneten Orientierung an verantwortlicher Menschlichkeit aufheben. Die Qualität der Menschlichkeit unserer Gesellschaft ist zu überprüfen, in ihren Merkmalen zu erfassen und zu verfeinern. Der Bereich der Kultur darf sich nicht länger auf Kunst beschränken, sondern muß vor allem das Menschliche mit einbeziehen und kultivieren. Kultivierte Menschen können weder Ausländer, noch Außenseiter ausgrenzen oder ihnen gar mit Gewalt begegnen, sondern bemühen sich, diese als Mitmenschen bzw. sie in ihrem Verhalten als Ergebnisse der Gesellschaft zu sehen und zu integrieren. Wenn nachhaltige Wirkungen erzielt werden sollen, dann darf man sich nicht nur auf Re-aktionen beschränken - damit würde die Führung den Extremisten überlassen - sondern man muß sich auch mit den tieferen Ursachen und deren Beseitigung befassen.<br />
<br />
Ein Menschenbild zu erstellen und anzuwenden ist nötig, das in ganzheitlicher Weise die realen Gegebenheiten menschlichen Daseins - angefangen bei den biologischen Anlagen, über die ideellen Möglichkeiten bis hin zu den realen Grenzen - enthält und irreale Vorstellungen traditioneller Mythen, Separatismus und Extremismus überwindet. Dazu bedarf es keiner großen finanziellen Mittel, sondern allenfalls Verantwortungsbewußtsein und Mut zum freien Denken, das ein Hinterfragen der bisherigen ethischen Orientierung erlaubt. Der Mensch ist das Problem des Menschen - und seine Lösung. - Ein Zitat von Albert Einstein soll diese Abhandlung beschließen: "Probleme lassen sich nicht mit den Denkweisen lösen, die zu ihnen geführt haben." Diese These erscheint heute wichtiger als seine - nicht unumstrittene - Relativitäts-Theorie.<br />
<br />
Rudolf Kuhr<br />
<br />
<br />
<i>"Jeder Mensch hat grundsätzlich von der Natur die Anlage, einen hohen Grad an Weisheit zu erlangen. Die bisherigen Kulturen lassen jedoch eine solche Entwicklung nur in Ausnahmefällen zu. Die Menschheit insgesamt zeigt keine Weisheit, sie gleicht einem Bakterienstamm, der sich ungehemmt solange vermehrt, bis seine Lebensgrundlagen verbraucht sind. - Kultur braucht deshalb Erneuerung: eine humanistische Orientierung! "</i>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 22:32:23 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/51</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=50</link>
            <description><![CDATA[Westliche und östliche Philosophie, Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie <br />
<br />
(Madhyamika, Konstruktivismus)<br />
<br />
Ich hatte mal überlegt, meine Dissertation im weitesten Sinne darüber zu schreiben, wie man buddhistische Philosophie (genau gesagt die hochentwickelte Philosophie des Madhyamika) mit den Systemtheorien und dem Konstruktivismus zusammenbringen kann, damit Sie sich gegenseitig befruchten. Wer die buddhistischen Ansätze nicht kennt, mag erstmal schmunzeln, tatsächlich sind aber erstaunlich viele Überschneidungen vorhanden.<br />
<br />
In den Konferenzen internationaler Wissenschaftler (Varela u.a.) mit dem Dalai Lama hat einer der Wissenschaftler bemerken müssen, dass die buddhistischen Ansätze des Madhyamika darüber, was z.B. als "wahres, richtiges Erkennen" gelten darf, wesentlich strenger sind als die der westlichen Wissenschaft. Wenn man bedenkt dass Wahrheit der Code des wissenschaftlichen Systems ist, sollte das ein wenig nachdenklich stimmen.<br />
<br />
Hintergrund dieser Feststellung war wohl u.a., dass ja in der Wissenschaft eine Aussage, die auf einer bereits verifizierten Aussage beruht und von diesem Ansatz ausgehend schlüssig ist, als wahr gelten darf. Das ist sicher effizient, denn sonst müßte man ja jede Aussage wieder und wieder verifizieren und würde nicht weiterkommen. Das hat aber auch zur Folge, dass häufig auf der Grundlage von fälschlich verifizierten Aussagen in der Verkettung wieder Aussagen getroffen werden, die zwar innerhalb der Beweiskette schlüssig sind, aber im Ganzen falsch, weil die Grundlage nicht mehr stimmt. Aber das nur nebenbei.<br />
<br />
Zum Prasangika Madhyamika ist zu sagen, dass es auf den Philosophen Nagarjuna (ca. 200 a.D.) zurückgeht und auf deutsch als der "grosse mittlere Weg" bezeichnet wird. Es gilt als die zentrale buddhistische Philosophie überhaupt und wird als anti-metaphysisch und dialektisch bezeichnet. Grundlage und Ziel des Madhyamika ist die Erkenntnis, dass die Dinge in ihrer Natur "leer" sind, d.h. keine inhärente Existenz aufweisen, dass man aber dennoch ihr Vorhandensein nicht leugnen kann.<br />
<br />
Beispielhaft würde man sagen, dass ein Apfel kein Apfel ist, sondern eine Ansammlung von Molekülen, die wiederum aus Atomen bestehen, die wiederum aus Elementarteilchen bestehen, die wiederum durch den Welle-Teilchen Dualismus (ich verweise hier auf Heisenberg) eine Existenz als Teilchen nur dann haben, wenn man sie nach Maßstäben eines Teilchens beobachtet.<br />
<br />
D.h. radikal betrachtet ist ein Apfel nur deswegen ein Apfel, weil in dem Moment die Summe der elementaren Bestandteile aus Gewohnheit als Teilchen gesehen werden und der Apfel deswegen "materiell existiert". Abgesehen davon, dass ein Apfel in jedem Beobachter darüber hinaus aufgrund seiner eigenen Prädisposition andere Assoziationen weckt: lecker, mehlig, wurmig, eßbar usw.<br />
<br />
Der Madhyamika bleibt nun aber (im Gegensatz zur buddhistischen Nur-Geist-Schule) nicht bei der Erkenntnis, dass die Dinge "leer" sind oder "Nur Geist" (Welle, Energie, Potential...) sind, sondern sagt eben auch, dass die Dinge trotzdem existieren - denn sie sind ja da: wir können sie wahrnehmen - und im Fall eines Apfels auch essen.<br />
<br />
Die Schlußfolgerung ist also: Die Dinge sind sowohl in ihrer Natur leer - als auch tatsächlich vorhanden.<br />
<br />
Die praktische buddhistische Konsequenz daraus ist, dass man sich in jedem Augenblick darüber bewußt zu sein versucht, dass die eigene Prädisposition die Wahrnehmung färbt. Man versucht dann, die Dinge zu sehen, "wie sie sind".<br />
<br />
Ein Beispiel dazu: Ein Mann steht wild gestikulierend und wütend schreiend vor mir. Je nach Veranlagung denke ich nun vielleicht "Der will mir was, ich schlage lieber zurück, bevor er mich schlägt" "Den mag ich nicht, das ist ein böser Mensch" usw. Ich reagiere. Stattdessen würde ich, nachdem die Situation soweit erkannt ist, dass keine akute Gefahr für mein Leben oder meine Gesundheit besteht, ruhig feststellen: "Ein Mann steht wild gestikulierend und wütend schreiend vor mir" (Wie interessant? Was will der wohl?) Dann erfasse ich die gesamte Situation aus den zur Verfügung stehenden Informationen bevor ich reagiere und stelle vielleicht fest: "Der braucht Hilfe, weil sein Freund da hinten von einer Gruppe von Schlägern verprügelt wird." Das kann ich erkennen, weil ich nicht als erstes die Dinge persönlich genommen habe. Statt wegzurennen zücke ich also mein Handy und rufe die Polizei.<br />
<br />
Aber das nur zur Veranschaulichung. Tatsächlich geht es mir darum, zu zeigen, dass die erkenntnistheoretischen Ansätze von Madhyamika und Konstruktivismus sehr ähnlich sind. Beide gehen davon aus, dass es man eine objektive Realität zunächst nicht direkt wahrnehmen kann. Statt dessen konstruiert man ein Abbild dessen, das gefärbt ist von der persönlichen Prädisposition.<br />
<br />
Der Konstruktivismus sagt - je nach Ausprägung - dass es eine objektive Realität gar nicht gibt, oder dass es sie gibt - dass man sie aber jedenfalls egal wie das sich nun verhält, nicht direkt wahrnehmen kann sondern nur das Abbild davon, das im Gehirn erzeugt wurde.<br />
<br />
Der Madhyamika sagt, dass es eine objektive Realität sowohl gibt als auch nicht gibt, dass sie in ihrer Natur leer ist und ihre Eigenschaften zu 100% Zuschreibungen sind, wir aber trotzdem mit dem arbeiten müssen, was wir wahrnehmen und wie wir es wahrnehmen.<br />
<br />
Ob das, was man wahrnimmt, im Gehirn gebildet und dann dort wahrgenommen wird, oder ob tatsächlich die Aussenwelt (man bedenke: Beobachtung von Elementarteilchen im Vakkuum: Beobachtung beeinflusst die Teilchen, ihre Eigenschaften usw.) durch die Art der Beobachtung erst geformt wird, spielt nicht so sehr eine Rolle, wie der aus dem Ansatz resultierende Nutzen für den Alltag: Was nützt eine rein philosophische "Erkenntnis", dass "alles Geist" ist oder nicht existiert (Nihilismus), wenn man dennoch weiter in der Welt agieren muß - denn sie verschwindet dadurch ja nicht? Man sollte aber bedenken, dass im Labor des Physikers die Eigenschaften der Teilchen durch Geräte erfasst werden. Bevor ich also vermute, dass der Wissenschaftler aufgrund seiner Erwartung ein Abbild von den Geräten in seinem Kopf macht das veränderte Meßwerte zeigt, vermute ich lieber, dass die kleinen Quanten usw. durch die Erwartung beeinflusst werden.<br />
<br />
Am Ende liegt die Wahrheit vielleicht dazwischen: Zwar ist die Realität durch die Wahrnehmung geformt (im Sinne einer gemeinsamen Illusion aufgrund menschlicher Gewohnheiten bis in die tiefsten Schichten der archetypischen "Symbole"), die emotionale und bewertende Färbung dieser Wahrnehmung ist dann im Weiteren aber eine Belegung, die erst im Kopf stattfindet.<br />
<br />
Ein wesentlicher Unterschied zwischen westlicher und östlicher Philosohpie ist jedenfalls, dass es in buddhistischer Philosophie nie alleine um die abstrakte Beweisbarkeit geht, sondern immer auch um den praktischen Nutzen im Alltag. Eine logisch richtige Erkenntnis, die in der Realität keine Entsprechung findet, ist dementsprechend nicht wahr. (s.o. "richtiges wahres Erkennen" in westlicher und östlicher Wissenschaft!)]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 22:29:40 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/50</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Cyberspace und Cybertime</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=33</link>
            <description><![CDATA[<span style="color:orange">Auszüge, später Arbeit als PDF verfügbar...</span><br />
<br />
<br />
<i>„Cyberspace“ und „Virtual Reality“ sind die Schlagwörter, auf denen die technischen Utopien des Computerzeitalters beruhen.</i><br />
<br />
<br />
<b>Was bedeutet „Raum“? Was bedeutet „virtuell“?</b><br />
<br />
Das Duden Fremdwörterbuch definiert „virtuell“ als: der Möglichkeit nach vorhanden, reines Potential, der Kraft nach vorhanden. Der Raum läßt sich nicht auf eine einfache Definition bringen. Aus diesem Grund soll die Arbeit, bevor wir zu den Raumutopien des Cyberspace übergehen, einen Überblick über philosophische, naturwissenschaftliche und literarische Annäherungen an die Bedeutung von Raum geben.<br />
<br />
Die ausgeprägteste Philosophie über den Raum haben die philosphischen Schulen des Buddhismus geschaffen, da der Raum ein essentieller Kernpunkt buddhistischer Lehren darstellt. Hier beschäftigen wir uns mit der Madhyamaka-Schule des tibetischen Buddhismus – dem „großen mittleren Weg“, der die Hauptpraxis in der auf Studium und Diskussion basierenden Gelug-Linie des Dalai Lama ist.<br />
<br />
Er stellt außerdem die philosophische Grundlage für die Meditations-Praxis des Diamantweges (Sanskrit: Vajrayana) in den anderen drei Schulen (Kagyü, Nyingma und Sakya) dar.<br />
<br />
Weiterhin zeigen wir zunächst die Grundlagen der Quantenphysik auf, um die Basis für die Darstellung einer Theorie des Physikers David Bohm zu legen. Stanislav Lem ist der Erfinder der Virtualität in der Literatur, so daß sich ein Blick auf seine Vorstellungen von den Möglichkeiten der Nutzung des technischen Raums lohnt. Im zweiten Teil der Arbeit wollen wir dann konkreter die Utopien des Cyberspace untersuchen.<br />
<br />
Die Grundlage für diese Untersuchung bilden vor allem die Arbeiten von Florian Rötzer. Raum und Zeit sind Konzepte, die nicht voneinander zu trennen sind. Cybertime ist ein Aspekt, der in der Diskussion um die neuen Techniken noch nicht viel beachtet wurde. Allein die Schwierigkeit, einen übereinstimmenden Zeitpunkt für eine Verabredung zwischen einem Brasilianischen und einem Deutschen Internet-Chatteilnehmer zu finden, zeigt jedoch, daß wo der Raum seine Bedeutung verliert, auch die Zeit eine andere Bedeutung bekommt. Die weltweit einheitliche „Internet Zeit“ von Swatch ist ein Beispiel für eine Entwicklung in diesem Zusammenhang. Der dritte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich ausführlicher mit den Zeitutopien und Cybertime-Definitionen der virtuellen Welt.<br />
<br />
<br />
<b>Die Unendliche Geschichte</b><br />
<br />
Auch in der unendlichen Geschichte von Michael Ende finden wir einen Moment der Virtualität: Nachdem Bastian bei der Kindlichen Kaiserin angekommen ist, und Phantasien sich aufgelöst hat, schweben beide allein im leeren Raum. Das reine Potential drückt sich durch das kleine Lichtkorn in der Hand der Kaiserin aus: Es ist das neue Universum, das neue Phantasien im Zustand des Noch-Nicht. Aber alles ist möglich. Dabei symbolisiert die Kaiserin das weibliche Prinzip des passiven Raum-für-Möglichkeiten-gebens, Bastian das männliche Prinzip des aktiven die-Welt-Formen-und-Erschaffen-wollens.<br />
<br />
Die Suche nach Freiheit im reinen, freien Raum erzählt die Geschichte im zweiten Teil des Romans. Mit dem Leitsatz „Tu, was Du willst“, beginnt die Bastian die Welt und sich selbst nach seinen Wünschen zu erschaffen. (Wie der Mensch, der neuen, ungenutzten Raum für seine Entfaltung im Cyberspace sucht). Er macht sich stark, dann schön, womit er Defizite seines früheren Daseins ausgleichen möchte, später will er auch „gut“ sein, und vieles geht schief, weil er die Spätwirkungen seiner Taten niemals ganz überblicken kann. Wirklich glücklich wird er dabei jeodch nicht. Am Ende entdeckt er die wirkliche Bedeutung von „Tu, was Du willst“: Das, was er wirklich will, was seine innerste Natur ist, was wirklich glücklich macht, ist Liebe zu geben. Mit dieser Einsicht kehrt er in seinen alten, verhaßten Körper und in die graue Alltagswelt zurück und wird endlich wirklich glücklich.<br />
<br />
Damit nimmt Michael Ende das Ende der Cyberspace-Suche nach Glück bereits vorweg. Der Versuch, die äußere Welt zu ändern, führt nicht zum Glück, selbst wenn einem ein vollkommen neues Potential offensteht. Das Glück findet im Menschen selbst statt, also ist dort auch am einfachsten zu finden, indem man sich selbst ändert. Ein buddhistischer Lehrer drückt das so aus: Der Versuch, Glück zu finden, indem man seine Umgebung verändert, ist wie der Versuch, mit einer zehn Meter langen Stange einen Lichtschalter am anderen Ende des Raums zu drücken. Arbeitet man mit seinem Inneren, ist das wie die Kontrolle eines schnellen Sportwagens mit Hilfe des Schaltknüppels.<br />
<br />
<br />
<b>Unabhängigkeitserklärung im Cyberspace</b><br />
<br />
"Barlow verherrlicht den Kapitalismus als einzige Regulierungsinstanz. Er befindet sich auf der Suche nach der neuen Frontier für die US-amerikanische Gesellschaft. Er und andere Vertreter der “kalifornischen Ideologie” erhoffen sich zusätzlich einen Rückkopplungseffekt auf den geographischen Raum: Die Vorherrschaft im Cyberspace soll den USA zur wirtschaftlichen Standortsicherung verhelfen. Außerdem stellt man sich vor, daß sich durch den Cyberspace neue Gemeinschaften bilden anhand gemeinsamer Interessen, was zu einer Homogenisierung der Gesellschaft führen könnte. (vgl. Rötzer1 1996) Die reale Folge wird jedoch eine Spaltung der Gesellschaft in „hochentwickelt“ und „abgehängt“ sein. Die „kalifornische Ideologie“ würde zu einem Ende der repräsentativen Demokratie führen: Es gäbe nur noch hochdifferenzierte Gemeinschaften.<br />
<br />
„[...] die modernen Informationstechnologien führen nicht etwa zu der erträumten weltumspannenden Cyberdemokratie, sondern eher dazu, daß die Reichen, die sich die Technik leisten können, noch reicher werden und jene, die sich die Technik nicht leisten können, noch ärmer.“ (Schnabel 1998: 63)<br />
<br />
Ferner würde die „wirkliche Welt“ immer mehr vernachlässigt werden und der „Raum der Datenströme“ und der „Raum der Orte“ drifteten immer weiter auseinander. Der Cyberspace ist aber kein unschuldiger Ort: Die Ordnung der neuen Welt wirkt auf die alte zurück. Es wird schnell vergessen, daß der Cyberspace stets in der Wirklichkeit verankert ist und diese beeinflussen wird.<br />
<br />
„Die Rede von Ortslosigkeit, von der Vernichtung des Raums täuscht nur darüber hinweg, daß nicht nur im Cyberspace neue Räume, neues Eigentum und neue Machtformen entstehen, sondern daß diese sich im realen Raum abbilden.“ (Rötzer1 1996)<br />
<br />
Die wahren Gründe zur Eroberung des Cyberspace und des Weltraums sind vielmehr Fortschrittsutopie, die in der amerikanischen Geschichte verwurzelte Suche nach der Frontier, kapitalistischer Imperialismus, Sozialdarwinismus und Individualismus (vgl. Rötzer1 1996). Seit dem Sieg des Kapitalismus kann das bestehende Machtsystem nur noch durch Expansion erhalten werden. Es handelt sich um eine Suche nach neuen Ventilen mit alten Rezepten. Politische Lösungen werden nicht gesucht, eine Veränderung der Wirtschaft scheint völlig undenkbar. Die Kolonialisierung des Weltraums gilt als globales Projekt, um die Menschheit zusammenzuführen. "]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 21:42:37 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/33</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Mythologie: Weisheit in Bildern</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=31</link>
            <description><![CDATA[Was ist Mythologie?<br />
<br />
Was ich unter Mythologie verstehe: Man hat Dinge beobachtet und die Philosophen und Gelehrten haben Abhandlungen darüber verfasst, die sie untereinander verstanden haben. Doch das einfache Volk, oft noch nicht mal des Lesens fähig, konnte diese Sprache nicht verstehen. Um das, worauf das Volk achten musste, anschaulich zu transportieren, hat man spannende Geschichten dazu erzählt, die den Leuten Spaß gemacht haben. Das war die Aufgabe der Schamanen (siehe Bärenbrüder ;D) und Storyteller der Tribes. Die haben oft Eigenschaften oder Zusammenhänge personifiziert, damit die Leute sich identifizieren und das verstehen konnten. Dabei greift man auf die vorhandenen Vorstellungen und Bilder der Menschen zurück. z.B. Bilder aus der Natur (Totems/Wetterphänomene usw.)<br />
<br />
So hat man z.B. auch in der griechischen Mythologie aus der 'Weisheit' die wunderschöne Göttin 'Sophia' gemacht, um zu verdeutlichen, wie man sich der Weisheit gegenüber verhalten und fühlen sollte: wie einer wunderschönen Frau gegenüber, die man begehrt, die man aber nicht besitzen kann. Also mit Respekt und Bewunderung.<br />
<br />
Filme können reine Unterhaltung oder moderne Mythen sein. Computerspiele können Mythen oder reine Märchen sein. Die Mythe erkennt man daran, dass sie trotz der phantastischen Geschichte ein reales Wissen transportieren will, erfahrbar machen will, das man aber erst durch Assoziation auf das eigenen Leben beziehen und runterbrechen muss. Mythen ändern sich mit dem Bedarf, da sie keine absolute Wahrheit abbilden wollen, sondern sich immer am Nutzen orientieren. Auf diese Weise kapselt sich die Wissenschaft nicht in ihrem Elfenbeinturm des Wissens ein, das nur noch sie nachvollziehen kann.<br />
<br />
Die philosophische Haltung, alles immer wieder in Frage zu stellen, auch sich selbst, könnte eine Position sein, von der aus man die Mythe mit Offenheit betrachten kann. Die Position des Philosophen ist eine individuelle Position, daher sollte er sich meiner Meinung nach auch als Person selbst immer wieder in Frage stellen, um beweglich zu bleiben. Mann kann also als Philosoph durchaus eine wissenschaftliche ergebnisoffene Haltung gegenüber Mythen einnehmen und sich davon inspirieren lassen. Als Wissenschaftler kann man sie nüchtern auf ihren Wahrheitgehalt untersuchen.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 21:28:40 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/31</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Philosophie: Liebe zur Weisheit</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=30</link>
            <description><![CDATA[Philosophie ist wörtlich übersetzt aus dem Griechischen:<br />
<br />
Die 'Liebe zur Weisheit'<br />
<br />
Ein Philosoph ist ein 'Freund der Weisheit'<br />
<br />
Philosophie bedeutet also von der Grundlage her nicht: <br />
<br />
'Wissens-Vorherrschaft' oder 'Kampf um Wissen'.<br />
<br />
Was macht ein Freund, der etwas oder jemanden liebt? Er öffnet sich gegenüber dem Anderen und lernt ihn kennen, läßt ihn so weit wie möglich sein, wie er ist. Gibt aber auch Rückmeldung und übt Kritik, wenn er etwas nicht vertretbar und in Ordnung findet. Das ist ein sehr weises Verhalten.<br />
<br />
Insofern wäre es für mich logisch, wenn man auf diese Weise auch philo-sophiert - die Weisheit liebt. Indem man offen bleibt für die Position des Anderen und die Person nicht ablehnt und heruntermacht, sondern sich - durchaus auch hitzig und in Konflikten, aber mit gegenseitigem Respekt - über die Themen inhaltlich auseinandersetzt und die Meinung des anderen einfach als seine Wahrheit stehen zu lassen, wenn man nicht übereinkommen kann.<br />
<br />
Philosophie ist meinem Verständnis nach die 'Grenzwissenschaft', die Mutter der Wissenschaften. Sie steht am Rande des Unbekannten und erforscht, was auf Basis des Vorhandenen sein kann. Dabei muss sie zwangsläufig kreativ sein, denn sonst gibt es keine Entwicklung. So ist also auch Nitzsches Aussage über den tanzenden Stern, der aus dem Chaos geboren wird - übrigens eine eher mythologische Ausdrucksweise - auch eine Aussage über den Philosophen. Aus dem Chaos der Möglichkeiten und Ideen sortiert der Philosoph aus, was ihm als weise erscheint, und läßt es in die Wissenschaften einfliessen, die es erst an den Theorien überprüfen, um es dann an die angewandten Wissenschaften weiterzugeben - z.B. auf der Fachhochschule. Hier wird an der Realität in der Praxis überprüft, was von den Ideen auch wirklich umsetzbar ist, und was nur ein ungeerdeter Mindfuck war. Im Idealfall sollte nun von hier das Erfahrungswissen wieder in die theoretische Wissenschaft zurückfliessen.<br />
<br />
Auf dem Philosophen lastet eine hohe Verantwortung, denn er ist so etwas wie der Hohepriester der Wissenschaften. Seine Theorien und Ideen, seine Selektion, gestaltet die Manifestation über die verschiedenen Filter bis in die Erde hinein mit. Zwar läßt sich nur durchbringen, was von den Menschen auch mitgetragen wird, aber wenn die Menschen nicht selbst denken und bei Titeln und grossen Namen eine gewisse Obrigkeitshörigkeit Zutage bringen, dann wird das Gewicht dieser Verantwortung größer.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 21:27:19 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/30</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Wem gehört die Erde?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=29</link>
            <description><![CDATA[Wem gehört die Erde?<br />
<br />
[quote]<span style="color:blue">"Der erste Mensch, der eine Wiese einzäunte und forsch verkündete: "Das ist mein Land!" und Leute fand, die dumm genug waren, es zu glauben, war der eigentliche Begründer der modernen Gesellschaft. Wie viele Kriege, Verbrechen, Morde, wie viel Elend und Feindschaft wäre der Menschheit erspart geblieben, wenn damals einer beherzt vorgetreten wäre, die Pfähle herausgerissen, den Graben aufgefüllt und allen zugerufen hätte: "Hört nicht auf die Behauptungen dieses Betrügers! Ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte der Erde allen gehören und die Erde niemandes Besitztum ist!"</span> [Jean Jacques Rousseau][/quote]]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 21:25:35 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/29</guid>
        </item>
        <item>
            <title>DIE ERD-CHARTA</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=28</link>
            <description><![CDATA[Quelle: <a href="http://www.rabenclan.de/index.php/W.../ErdchartaIndex">http://www.rabenclan.de/index.php/W.../ErdchartaIndex</a><br />
<br />
<br />
DIE ERD-CHARTA<br />
<br />
<br />
1. Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt.<br />
<br />
2. Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen.<br />
<br />
3. Gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche demokratische Gesellschaften aufbauen.<br />
<br />
4. Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.<br />
<br />
<br />
Die Erd-Charta ist im Laufe der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in einem breiten Dialogprozess von Regierungen, umwelt- und entwicklungsgpolitischen Organisationen, Menschenrechtsgruppierung en und Interessenvertetungen indigener Völker erarbeitet worden. Hunderte von Organisationen und Gruppen und Tausende von Einzelpersonen nahmen an diesem Prozess teil.<br />
<br />
Die Erd-Charta versteht sich als eine inspirierende Vision grundlegender ethischer Prinzipien für eine nachhaltige Entwicklung und soll ein verbindlicher Vertrag der Völker auf der ganzen Welt werden. Grundlegend sind die Achtung vor der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens.<br />
<br />
<br />
<br />
Grundsätze der Erd-Charta<br />
<br />
Die Erd-Charta geht von vier grundlegenden Selbstverpflichtungen aus, die alle die Achtung vor dem Leben und Sorge für die Gemeinschaft des Lebens zum Inhalt haben:<br />
<br />
<br />
<ul>
<li>Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Erkennen, dass alles, was ist, voneinander abhängig ist und alles, was lebt, einen Wert in sich hat, unabhängig von seinem Nutzwert für die Menschen.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Das Vertrauen bekräftigen in die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen und in die intellektuellen, künstlerischen, ethischen und spirituellen Fähigkeiten der Menschheit.<br /></li>
</ul>
<br />
<br />
<ul>
<li>Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Anerkennen, dass mit dem Recht auf Aneignung, Verwaltung und Gebrauch der natürlichen Ressourcen die Pflicht verbunden ist, Umweltschäden zu vermeiden und die Rechte der Menschen zu schützen.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Bekräftigen, dass mit mehr Freiheit, Wissen und Macht auch die Verantwortung für die Förderung des Gemeinwohls wächst.<br /></li>
</ul>
<br />
<br />
<ul>
<li>Gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche demokratische Gesellschaften aufbauen.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Sicherstellen, dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten überall gewährleistet werden und jeder Mensch die Chance bekommt, seine Begabungen voll zu entfalten.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit fördern, die es allen ermöglicht, ein materiell gesichertes und erfülltes Leben zu führen, ohne dabei ökologische Grenzen zu verletzen.<br /></li>
</ul>
<br />
<br />
<ul>
<li>Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Erkennen, dass die Handlungsfreiheit jeder Generation durch die Bedürfnisse zukünftiger Generationen begrenzt ist.<br /></li>
</ul>
<br />
<ul type="circle">
<li>Künftigen Generationen Werte, Traditionen und Institutionen weitergeben, die ein langfristiges Gedeihen der Erde und der Menschheit fördern.<br /></li>
</ul>
<br />
°<br />
<br />
Den vollen Wortlaut der Erd-Charta finden Sie hier:<br />
<a href="http://www.rabenclan.de/index.php/W...s/ErdchartaText">http://www.rabenclan.de/index.php/W...s/ErdchartaText</a><br />
<br />
°<br />
<br />
Ihre Entstehungsgeschichte können Sie hier nachlesen:<br />
<a href="http://www.rabenclan.de/index.php/W...hartaGeschichte">http://www.rabenclan.de/index.php/W...hartaGeschichte</a><br />
<br />
°<br />
<br />
Als deutsches Koordinationsbüro fungiert die Ökumenischen Initiative Eine Welt e.V.:<br />
<a href="http://www.oeiew.de/">http://www.oeiew.de/</a>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 21:24:11 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/28</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Puzzletheorie</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=16</link>
            <description><![CDATA[Die Puzzle-Theorie<br />
&nbsp;<br />
Gedankensammlung vom 20.5.96<br />
&nbsp;<br />
Die Frage nach dem Sinn des Lebens<br />
&nbsp;<br />
Unzählige Menschen, Philosophen aus Orient und Okzident, haben sich seit Jahrhunderten darüber Gedanken gemacht, was denn nun der Sinn des Lebens sein soll.&nbsp; Aus der Philosophie haben sich im Westen die Wissenschaften herauskristallisiert und haben sich mit der Zeit verselbstständigt. Jeder forscht in seinem Bereich, die Spezialisierung wird immer ausgeprägter.&nbsp; Auch in den philosophischen Fächern wie zum Beispiel Soziologie, Politik oder Kommunikationswissenschaft hat man das zentrale Ziel aus den Augen verloren: herauszufinden warum um alles in der Welt alles auf dieser Welt existiert.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Nach welchem Sinn fragen wir überhaupt?<br />
&nbsp;<br />
Auch die Frage nach dem Sinn des Lebens bedarf einer gewissen Definition. Fragen ich mich, warum ich lebe? Welche Funktion ich für und auf dieser Welt erfülle?&nbsp; Oder frage ich mich, warum diese Welt überhaupt existiert, die scheinbar wie ein nutzloser Klumpen Materie im Nichts schwebt?&nbsp; Welche Funktion haben die Menschen, wo doch die Natur ohne uns wesentlich besser dran wäre?<br />
&nbsp;<br />
Rotten wir uns selber aus?<br />
&nbsp;<br />
Vielleicht sind wir auf dem besten Wege, uns selbst auszurotten. Vielleicht hat das sogar seinen natürlichen Sinn. In der Natur strebt alles nach dem Überleben. Ein Weg, das Überleben der Natur zu erhalten, die auf diesem Planeten ist, ist den Menschen wieder aus dem Weg zu schaffen. Wer könnte das besser, als der Mensch selbst? Und wir strengen uns ja auch wirklich mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften an, dieses Ziel zu erreichen! Dabei ginge es auch anders.&nbsp; Würden wir wieder beginnen, unser Leben im Einklang mit der Natur zu gestalten, wäre es nicht mehr notwendig, den Menschen aus dem Weg zu räumen.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Die Informationsflut<br />
&nbsp;<br />
Die postmoderne Philosophie scheint einer Kapitulation gleich: ein jeder suche sich seinen Sinn selbst. Doch wo soll man anfangen? Heute haben wir so viel Wissen akkumuliert, daß niemand mehr den Überblick&nbsp; behalten kann, ein einzelner Mensch muß in diesem Chaos zwangsläufig verlorengehen. In den Industriestaaten scheint das Wissen, die Information in den Vordergrund zu rücken -- die "Informationsgesellschaft" wurde aus der Taufe gehoben. Doch was man hier als evolutionäre Notwendigkeit präsentiert bekommt, ist nur ein neue Werbeillusion, ein Gespinst, daß uns die Wirtschaft in den Kopf setzen will. Wo ungeheure Datenmengen durch breitbandige Datenautobahnen rauschen, wird das Wissen immer leichter und schneller verfügbar. Doch welcher Mensch ist noch in der Lage, aus dieser Informationsflut herauszufischen, was er braucht? Wo bleibt die Zeit und Ruhe, das Wissen nicht nur zu speichern wie ein Computer, sondern es auch zu verarbeiten, darüber nachzudenken? Wie soll man überhaupt noch zwischen richtig und falsch, wahr und unwahr unterscheiden? So wie man im Auto auf der Autobahn Städte und Landschaften nur noch kartographisch aufnehmen kann, das Detail, den einzelnen Baum, einen Menschen gar nicht mehr wahrnimmt, so nimmt man auch das Wissen auf der Datenautobahn nur noch kartographisch auf. Die Information wird ein flüchtiger Eindruck, der kaum Spuren hinterläßt.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Wie es scheint, haben wir uns mit rasender Geschwindigkeit in eine Sackgasse verfahren, solange überzeugt davon, auf dem richtigen Weg zu sein, bis wir die Wand erreicht haben, die am Ende steht.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Die Puzzle-Theorie<br />
&nbsp;<br />
Möglicherweise ist die Lösung zum großen Rätsel der Menschheit&nbsp; schon vorhanden. Es ist allgegenwärtig, es liegt als Idee, als Gedanke in einem weltumfassenden Netz menschlicher Gehirne nahezu vollständig bereit. Jeder Philosoph hat ein Stück des Puzzles geschaffen, hat an ihm geschliffen und gefeilt im Laufe seines Lebens, damit es später paßt. Fügte man alle Stücke heute richtig zusammen, ergäbe sich ein beinahe vollständiges Bild. Doch liegen uns noch zahlreiche Stolpersteine im Weg: Die Sprachen, Kriege,&nbsp; Hass und Unverständnis, Ablehnung fremdartig erscheinender Gedanken. Es sind nicht entweder die östlichen oder die westlichen Philosophen im Recht, jeder hat ein bißchen Recht und erst in der Verknüpfung der Gedanken liegt die Wahrheit. Statt sich jedoch um die Verknüpfung zu bemühen, streitet man sich um die Nuancen und führt Kriege über Worte und Definitionen.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Der Buddhismus (die ursprünglichen Worte des Buddha, nicht die vielen institutionalisierten buddhistisch-religiösen Richtungen) ist ein Wegweiser, um zum Puzzlespieler zu werden: Sich selbst erkennen, die negativen Leidenschaften abschaffen, auf andere Menschen mit seiner ganzen Kraft eingehen.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Die Puzzletheorie 20.5.96]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 15:37:47 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/16</guid>
        </item>
    </channel>
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