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        <title>Kreativitaet, Gedichte und Kurzgeschichten - OmSpace Foren</title>
        <description></description>
        <link>http://www.omspace.org/forum</link>
        <lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 09:57:08 +0100</lastBuildDate>
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            <title>der traum</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1612</link>
            <description><![CDATA[...eines von pablo nerudas schönsten liebesgedichte, wie ich finde.... katharsis&nbsp; und neubeginn <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-wink.gif" title=";-)" alt=";-)" align="absmiddle" class="smilie" /><br />
<br />
Der Traum<br />
<br />
Beim Gang über den Strand<br />
beschloss ich, dich zu verlassen.<br />
<br />
Ich trat auf dunklen Schlick,<br />
der wankend nachgab,<br />
sank ein, kam wieder heraus,<br />
beschloss, du solltest<br />
heraus aus mir, da du darin lastetest<br />
wie ein kantiger Stein,<br />
und ich plante, wie ich dich loswürde,<br />
Zug um Zug:<br />
dir die Wurzeln abhacken,<br />
allein dem Wind dich überlassen.<br />
<br />
Ach, in dieser Minute<br />
mein Herz, überkam dich<br />
ein Traum<br />
mit seinen schaurigen Schwingen.<br />
<br />
Du fühltest dich verschlungen vom Schlick<br />
und riefst mich, und ich kam nicht herbei,<br />
du gingst unter, starr,<br />
ohne dich zu wehren,<br />
bis du versankst im Strandschlund.<br />
<br />
Später<br />
stieß mein Entschluss auf deinen Traum,<br />
und seit dem Bruch,<br />
der uns die Seele zerbrach,<br />
sind wir aufs neue aufgetaucht, rein und nackt,<br />
uns liebend,<br />
ohne Traum, ohne Strand,<br />
vollständig und strahlend,<br />
vom Feuer besiegelt.<br />
<br />
Pablo Neruda<br />
<br />
schöne träume euch allen <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/heart.png" title=":heart:" alt=":heart:" align="absmiddle" class="smilie" /> <br />
<br />
luna]]></description>
            <author>luna</author>
            <pubDate>Thu, 25 Sep 2008 10:00:14 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1612</guid>
        </item>
        <item>
            <title>geschichte ueber den frieden</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1611</link>
            <description><![CDATA[Hallo <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-smile.gif" title=":-)" alt=":-)" align="absmiddle" class="smilie" /><br />
<br />
ich liebe diese Geschichte und fand sie heute abend&nbsp; mal wieder...<br />
<br />
lieben Gruss<br />
<br />
Luna<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Astrid Lindgren - Eine Geschichte über den Frieden <br />
&nbsp;<br />
<br />
<br /><div style="border-top:1px solid #808080; margin:4px 0;"></div> <br />
<br />
&nbsp;<br />
<br />
<br /><div style="border-top:1px solid #808080; margin:4px 0;"></div> <br />
<br />
Jetzt werde ich eine kleine Geschichte erzählen. <br />
Ich hörte sie selbst vor langer Zeit, <br />
eine alte Dame erzählte sie mir, <br />
und ich habe sie niemals vergessen.<br />
<br />
Sie ging so - wenn ich mich recht erinnere:<br />
<br />
"Ich war jung zu jener Zeit, als fast alle Kinder oft geschlagen wurden. Man hielt es für nötig, sie zu schlagen, denn sie sollten artig und gehorsam werden. Alle Mütter und Väter sollten ihre Kinder schlagen, sobald sie etwas getan hatten, von dem Mütter und Väter meinten, daß Kinder es nicht tun sollten. Mein kleiner Junge, Johan, war ein artiger und fröhlicher kleiner Kerl, und ich wollte ihn nicht schlagen. Aber eines Tages kam die Nachbarin zu mir herein und sagte, Johan sei in ihrem Erdbeerbeet gewesen und habe Erdbeeren geklaut, und bekäme er jetzt nicht seine Schläge, würde er wohl ein Dieb bleiben, sein Leben lang.&nbsp; <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
Mit Müttern ist es nun einmal so, daß ihnen angst und bange wird, wenn jemand kommt und sich über ihre Kinder beschwert. Und ich dachte: Vielleicht hat sie recht, jetzt muß ich Johan wohl ein Tracht Prügel verpassen.<br />
<br />
Johan saß da und spielte mit seinen Bausteinen - er war ja damals erst fünf Jahre alt -, als ich kam und sagte, daß er nun Prügel bekäme und daß er selbst hinausgehen solle, um eine Rute abzuschneiden. Johan weinte, als er ging. Ich saß in der Küche und wartete.<br />
<br />
Es dauerte lange, bis er kam, und weinen tat er noch immer, als er zur Tür hereinschlich. Aber Rute hatte er keine bei sich. ,Mama", sagte er schluchzend, ich konnte keine Rute finden, aber hier hast du einen Stein, den du auf mich werfen kannst!" Er reichte mir einen Stein, den größten, der in seiner kleinen Hand Platz fand. <br />
<br />
Da begann auch ich zu weinen, denn ich verstand auf einmal, was er sich gedacht hatte: Meine Mama will mir also weh tun, und das kann sie noch besser mit einem Stein. Ich schämte mich. Und ich nahm ihn in die Arme, wir weinten beide soviel wir konnten, und ich dachte bei mir, daß ich niemals, niemals mein Kind schlagen würde. <br />
Und damit ich es ja nicht vergessen würde, nahm ich den Stein und legte ihn in ein Küchenregal, wo ich ihnjeden Tag sehen konnte, und da lag er so lange, bis Johan groß war.<br />
<br />
Dieb wurde keiner aus ihm. Das hätte ich gerne meiner Nachbarin erzählen mögen, aber sie war schon lange fortgezogen."<br />
Ja, so sprach die alte Dame, die mir dies alles erzählte, als ich noch sehr jung war. Und ich weiß noch, daß ich mir dachte: Ich werde meine Kinder auch nicht schlagen, sollte ich welche bekommen. Ich bekam zwei Kinder und ich schlug sie niemals. Trotzdem wurden gute Menschen aus ihnen. Und auch sie schlagen ihre Kinder nicht. <br />
Warum erzähle ich das alles? Es sollte ja vom Frieden die Rede sein. Ich glaube, das tut es auch. In gewisser Weise. Immer noch gibt es viele Mütter und Väter auf der Welt, die ihre Kinder schlagen und glauben, das sei gut.<br />
<br />
Sie meinen, Kinder würden artig und gehorsam durch die Schläge. Aber statt dessen werden sie zu solchen Menschen, die gerne selber andere schlagen und weitermachen damit, wenn sie groß sind. Denn wie sollte einer, der sich als Kind an die Gewalt gewöhnt hat, zu einem friedlichen Menschen heranwachsen?<br />
<br />
Und wie soll es Frieden geben in der Welt, wenn es keine friedfertigen Menschen gibt? Zu Hause, in den Wohnungen, da muß der Friede beginnen. Ich glaube, es wäre gut, wenn ein Stein in den Küchenregalen läge, fast überall auf der Welt, als Erinnerung: Schluß mit der Gewalt!<br />
<br />
Ich kenne eine Menge Staatsmänner und Politiker, die einen solchen Stein auf dem Küchenregal haben sollten.<br />
Aber dann würden sie vielleicht bloß die Steine nehmen und hinausgehen und einander die Schädel damit einschlagen.<br />
Denn glaubt man an Gewalt, dann handelt man auch so! <br />
<br />
<br />
--------------------------------------------------------------------------------]]></description>
            <author>luna</author>
            <pubDate>Tue, 23 Sep 2008 20:08:21 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1611</guid>
        </item>
        <item>
            <title>mit dir oder ohne dich</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1593</link>
            <description><![CDATA[kann es nicht fassen<br />
kann es nicht lassen<br />
<br />
herz schlägt bis zum hals<br />
dieses romantische tier<br />
hat mich wieder fest im griff<br />
<br />
wie viele leben noch<br />
wie viele augenblicke<br />
wie viele universen<br />
müssen noch entstehn und vergehn<br />
<br />
bevor ich dir begegnet bin<br />
bevor ich mir begegnet bin<br />
<br />
bevor ruhe ist<br />
und entsteht<br />
und bleibt<br />
der sinn sich blicken lässt<br />
<br />
von diesem endlosspiel<br />
was mich fast<br />
wirklich nur fast<br />
ver-rücken lässt<br />
vergessen lässt mein selbst<br />
<br />
und so sich der sinn erklärt<br />
mein selbst zu finden<br />
<br />
mit dir oder ohne dich<br />
mit Illusion oder ohne dich]]></description>
            <author>sunbirth</author>
            <pubDate>Thu, 17 Jul 2008 22:41:22 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1593</guid>
        </item>
        <item>
            <title>denn gegen die liebe ist kein kraut gewachsen...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1568</link>
            <description><![CDATA[denn gegen<br />
die liebe<br />
ist<br />
kein Kraut<br />
gewachsen<br />
gegen sie<br />
hilft<br />
kein trank<br />
keine speise<br />
nichts<br />
was in<br />
zaubersprüchen<br />
gemurmelt wird<br />
sondern nur<br />
kuß<br />
und<br />
umarmung<br />
und<br />
nackt<br />
beieinander-<br />
liegen<br />
<br />
<img sm:iepng="true" border="0" align="absmiddle" src="http://kolobok.us/smiles/light_skin/heart.gif" title="http://kolobok.us/smiles/light_skin/heart.gif" alt="[Not loaded: http://kolobok.us/smiles/light_skin/heart.gif]" /><br />
<br />
<br />
<br />
(aus "Der kleine Zettelkasten der Liebe")]]></description>
            <author>sunbirth</author>
            <pubDate>Thu, 08 May 2008 10:17:52 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1568</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Was ist der Sinn...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1532</link>
            <description><![CDATA[Was ist der Sinn im leben<br />
Oder was kann es anderes sein als die Berreitschaft zum Tod.<br />
So das man sagen kann, <br />
mein körper meine Seele und mein geist haben gelernt was Leben heißt.]]></description>
            <author>Anika_25</author>
            <pubDate>Tue, 22 Jan 2008 18:08:40 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1532</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ich vermisse dich</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1531</link>
            <description><![CDATA[Ich liebe die Einsamkeit<br />
Ich Liebe den Schmerz<br />
Wenn es mir das Herz zerreiß macht es mir Spaß<br />
Die Stille in mir gibt mir Kraft<br />
ohne sie hätte ich vieles nicht geschaft<br />
Dunkelheit umklammert mein herz<br />
oder ist da nur die Sehnsucht nach Dir <br />
die ich ertrage ?]]></description>
            <author>Anika_25</author>
            <pubDate>Tue, 22 Jan 2008 18:04:15 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1531</guid>
        </item>
        <item>
            <title>mein Baum</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1530</link>
            <description><![CDATA[Liebe nur ein Wort,<br />
wenn ich es höre treibt es mich fort<br />
an einen anderen Ort<br />
wo Geborgenheit erst gedeiht.<br />
Liebe eine Lüge ?<br />
Ein Weg ohne Wiederkehr ?<br />
das Leben oft trostlos und grau,<br />
dann blicke ich auf einen Baum<br />
und sehe<br />
wie seine Blätter wachsen.<br />
Er baut mich auf dieser Baum<br />
nimmt uns Menschen in kauf.<br />
Wir achten viel zu wenig auf ihn,<br />
ja tun ihn manchmal sogar weh<br />
doch er kann sich nicht wehren<br />
und denkt sich vielleicht nur,<br />
oh mensch bitte geh.]]></description>
            <author>Anika_25</author>
            <pubDate>Tue, 22 Jan 2008 17:55:28 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1530</guid>
        </item>
        <item>
            <title>ein Schmerz</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1529</link>
            <description><![CDATA[Emotionen die gefroren sind<br />
für meinen Geist nicht greifbar<br />
Meine Seele eingeengt <br />
im Kindlichen Schmerz<br />
Gefangen in Illusionen und Träumen,<br />
dem Leben entschlichen<br />
Ich denke an dich und werde dich nie vergessen.]]></description>
            <author>Anika_25</author>
            <pubDate>Tue, 22 Jan 2008 15:49:17 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1529</guid>
        </item>
        <item>
            <title>nur Lesen und Schweigen?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1502</link>
            <description><![CDATA[ist die Glut erloschen,<br />
sind wir alle eins,<br />
uns wortlos zu verstehen?<br />
<br />
der Lyrikspiegel omspace <br />
kosmische Platform<br />
erschien mir so anders <br />
<br />
lebhaftes Kommentieren<br />
in anderen&nbsp; Foren<br />
<br />
beruht es tatsächlich nur<br />
auf vermeintlicher<br />
Befreiung <br />
von jeglicher<br />
Hemmung<br />
<br />
wo Liebe, Erotik <br />
nur pornografisch<br />
schamlos lebt<br />
<br />
als Garant<br />
für&nbsp; <br />
Zustimmung<br />
und Resonanz?]]></description>
            <author>fractal</author>
            <pubDate>Tue, 27 Nov 2007 14:18:06 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1502</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Spiegel</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1492</link>
            <description><![CDATA[Spiegel zeigen Frauen immer&nbsp; <br />
Bilder der Imperfektion. <br />
Älterwerden macht's noch schlimmer. <br />
Wer bestätigt ihr den schon, <br />
dass sie jung und sehr begehrlich?&nbsp;&nbsp; <br />
Denn der Partner scheint entbehrlich, <br />
altgewöhnt! <br />
So sucht mit List <br />
jede Frau woanders weiter, <br />
die Bestätigung doch noch zu finden, <br />
das sie was Besondres ist <br />
und lässt sich (von wem?) dann binden.]]></description>
            <author>fractal</author>
            <pubDate>Fri, 09 Nov 2007 21:00:38 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1492</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Sanduhr</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1491</link>
            <description><![CDATA[<b>Die Sanduhr</b><br />
<br />
Sie steht schon lange im Büro<br />
auf dem Regal ganz oben.<br />
Ihr Anblick macht mich immer froh.<br />
Ich&nbsp; hab sie aufgehoben.<br />
<br />
Denn manchmal drehe ich sie um,<br />
ich lass den Sand fein rinnen.<br />
Ich schau ihm zu, ich weiß warum,<br />
so kann ich mich besinnen.<br />
<br />
Sie erinnert&nbsp; mich dann leise<br />
Carpe diem - Nütz' den Tag.<br />
Sie gibt mir auf sanfte Weise<br />
einen Hinweis, den ich mag.]]></description>
            <author>fractal</author>
            <pubDate>Tue, 06 Nov 2007 09:56:25 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1491</guid>
        </item>
        <item>
            <title>die geherin</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1490</link>
            <description><![CDATA[<div style="text-align:cnter">schritt für schritt<br />
auf dem weg<br />
sie geht<br />
sucht nicht nach blumen<br />
noch schmetterlingen<br />
wird gefunden von ihnen<br />
freiheit auf allen seiten<br />
staunen<br />
glück<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
</div>]]></description>
            <author>ahora</author>
            <pubDate>Mon, 05 Nov 2007 21:11:29 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1490</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Der Fänger</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1489</link>
            <description><![CDATA[Am Trapez<br />
vor dem Sprung.<br />
Kurzer Zweifel.<br />
Fängt er sie<br />
heute sicher auf?<br />
<br />
Tief. Weit unten.<br />
Bodenlos.<br />
Das Kommando.<br />
Fertig. Los!<br />
<br />
Auf Vertrauen<br />
muss sie bauen.<br />
Bisher fing er<br />
sie stets auf.<br />
<br />
Wie im Leben,<br />
wenn wir springen<br />
zweifeln wir oft<br />
am Gelingen.<br />
Doch es fängt<br />
uns immer auf.]]></description>
            <author>fractal</author>
            <pubDate>Mon, 05 Nov 2007 20:03:29 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1489</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ich bin</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1488</link>
            <description><![CDATA[ego - so, so<br />
tönt es mir entgegen<br />
wenn ich ganz verwegen<br />
sage, dass&nbsp; "ich bin"<br />
<br />
ist es nicht ein Segen<br />
selbst mal zu erleben<br />
mit dem ganzen Sinn<br />
nur dieses&nbsp; "ich bin"<br />
<br />
womit wissen alle<br />
dass in diesem falle<br />
bei dem satz&nbsp; "ich bin"<br />
ich nur ego bin<br />
<br />
lass sie sich entkleiden<br />
lass sie ego meiden<br />
was bleibt ohnehin<br />
nur ein satz&nbsp; "ich bin"]]></description>
            <author>fractal</author>
            <pubDate>Mon, 05 Nov 2007 12:43:20 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1488</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Der Ton</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1487</link>
            <description><![CDATA[<div style="text-align:center">Heute habe ich mich hier <br />
bei omspace angemeldet.<br />
Ich möchte mich mit<br />
meinem Lieblingsgedicht<br />
vorstellen.<br />
<br />
Es sind nicht <br />
die Worte die klingen<br />
Wir hören den Ton leise<br />
schwingen<br />
Zwischen den Worten<br />
dieser Zeit<br />
singt die Musik <br />
der Ewigkeit<br />
<br />
</div><br />
von ahora]]></description>
            <author>ahora</author>
            <pubDate>Sun, 04 Nov 2007 20:56:22 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1487</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Geschichte vom kleinen grünen Drachen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1453</link>
            <description><![CDATA[<span style="color:blue">Mit dem Buch aus der alten Bibliothek von Amarganth bin ich heute Nacht in den Wald gegangen, tief in den Wald hinaus. Ich setzte mich zu meinem Lieblingsbaum, eine alte Weide am Rand einer kleinen Lichtung. Dort schlug ich das Buch auf, an irgendeiner Stelle, und begann zu lesen...</span><br />
<br />
Morinú war sehr weit gelaufen auf seiner Suche, sehr weit...<br />
<br />
...stand da...<br />
<br />
...denn es war eine sehr wichtige Suche. Die Ältesten aus seinem Dorf hatten ihn losgeschickt, den jüngsten Urenkel des ältesten Urgroßvaters. So wollte es der Brauch, daß immer dann, wenn die Sonne mitten am Tage dunkel geworden war im Schatten des Mondes, der jüngste Urenkel des ältesten Urgroßvaters losgeschickt wurde, um das Kind dieser Hochzeit der Sonne und des Mondes zu finden.<br />
Und immer war es etwas anderes gewesen, was die Knaben im Lauf der Zeiten gefunden hatten in den Wundersamen Wäldern rund um das alte Dorf Sol’Umbar. Einmal war es ein seltsam geformter Stein gewesen, der im Dunkeln leuchtete, ein anderes Mal ein unerschöpflicher Brunnen, dessen Wasser unglaublich süß schmeckte, ein anderes Mal ein seltsames Geschöpf mit langem grauen Fell und einem langen gelben Schnabel, dessen Lieder den Regen herbeiriefen...<br />
<br />
Morinú blieb kurz stehen in der Mittagssonne und schaute sich um. Ein bißchen müde war er schon, aber mit seinen neun Jahren war er ja schon ein großer Bub, und er wollte doch ganz schnell das neue Kind der Sonne und des Mondes finden.<br />
Morinú horchte hinaus in die Wälder. Sein scharfes Gehör war der Mutter schon früh aufgefallen. Alle Leute von Sol’Umbar hörten gut mit ihren großen spitzen wuscheligen Ohren mit den langen Haarpinseln dran, aber Morinú hörte noch viel mehr als sie alle zusammen. Doch so sehr er sich auch anstrengte, nichts war zu hören, selbst für seine feinen Ohren, in den weiten weiten Wundersamen Wäldern war es vollkommen still. Nachdenklich strubbelte er sich durch seinen dicken blauvioletten Haarschopf... und sagte vor sich hin mit einer seltsamen Stimme, die an das Murmeln eines Baches erinnerte... dann muß ich noch stiller als still werden, hat Urgroßvater gesagt, noch stiller... als... still... dann werde ich etwas hören...<br />
<br />
Er kauerte sich auf den Boden, legte seine kleinen dunklen Hände über die nachtschwarzen Augen, machte sich ganz klein, bis er aussah wie ein kleiner dunkler Fellknäuel, und wurde stiller als still. Nur seine großen spitzen wuscheligen Ohren mit den langen Haarpinseln dran zuckten hin und wieder. – Und dann konnte Morinú es hören, das, was noch nie gehört worden war. Es war ein Geräusch, so fein, daß nur die Ohren eines ganz besonders gut hörenden Sol’Umbarianers es wahrnehmen konnten. Stellt euch vor, wie es klingen könnte, wenn feiner Rauch zwischen zwei Luftzügen hindurchzieht... diesen feinen Hauch hörte Morinú. In einem Augenblick zuckte er hoch, ganz gerade aufgerichtet, so hoch er nur konnte, war ganz Lauschen, von den wuscheligen Ohrenspitzen bis zu den schwarzglänzenden Fußsohlen. Ganz genau horchte er noch einmal nach der Richtung, und dann schoß er los, so schnell er konnte. Durch die Bäume im ZickZack, ohne einen Fehltritt, pfeilschnell einem unsichtbaren Weg folgend.<br />
<br />
Es dauerte nicht lange, und er sah, was er gehört hatte... feine silberweiße Rauchkringel, seltsam verschnörkelt wie fremdartige Buchstaben, schwebten durch die Bäume. Morinú lief weiter, und es wurden immer mehr dieser Kringel. Und nun konnte er sie auch riechen. Morinú schnupperte mit seiner glänzendschwarzen Nase. Manche dufteten wie Rosen, andere nach frischen Äpfeln, wieder andere erinnerten ihn an das Brot, das seine Mutter frisch gebacken an das ganze Dorf verteilte. Neugierig lief der Kleine weiter und...<br />
<br />
...stand mit einem Mal auf einer kleinen Waldlichtung. Und mitten auf der Lichtung saß ein kleiner dunkelgrüner Drache und rauchte seelenruhig ein Pfeifchen, aus dem unablässig silberweiße Rauchkringel stiegen, einer nach dem anderen, mit so vielen Formen und Düften, daß Morinú ganz schwindlig wurde. Vorsichtig trat er näher. Hallo, sagte er mit seiner seltsamen Stimme, die ein bißchen an das Murmeln eines Baches erinnerte. Hallo, sagte der kleine grüne Drache. Wer bist du? fragte Morinú. <br />
Eine lange Pause folgte... Das weiß ich nicht so genau, sagte der Drache langsam. Ich glaub, ich bin immer schon da gesessen... jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, daß ich jemals etwas anderes getan hätte als hier zu sitzen und meine Pfeife zu rauchen. Dabei schau ich den Rauchkringeln zu und lerne viele Zeichen, weißt du?<br />
Oh, sagte Morinú. Du kannst aber noch nicht immer hier gewesen sein. Ich kenne diesen ganzen Wald. Ich bin schon neun Jahre alt, ich kenne die Wundersamen Wälder schon sehr gut. Du warst noch nicht da, als ich zuletzt hier durchgelaufen bin, das weiß ich sicher!<br />
<br />
Ah, sagte der kleine grüne Drache, was du alles weißt. Naja, ich weiß jedenfalls nur, daß ich nie was anderes gemacht habe als hier zu sitzen und meine kleine Pfeife zu rauchen. Und die Zeichen zu lesen.<br />
Ahja, sagte Morinú.&nbsp; <br />
<br />
<span style="color:blue">Ich schaute aus dem Buch auf, denn ich meinte, zwischen den Bäumen ein leises Geräusch gehört zu haben. Doch ich hatte mich wohl getäuscht, denn es war nichts zu sehen, und alles war wieder still. Am Horizont konnte ich den ersten Silberstreif der kommenden Dämmerung sehen.</span><br />
<br />
Ahja, sagte Morinú. Was sind denn das für Zeichen?&nbsp; Ich weiß nicht so genau, sagte der kleine Drache. Ich schau sie mir an, und dann weiß ich, was sie heißen. Und sie erzählen mir die Wahrheit über alles, weißt du? Du zum Beispiel stehst da vor mir, und ich schau den Zeichen zu, und sie erzählen mir, daß du aus dem Dorf Sol’Umbar kommst. Und daß du eine Mutter hast, die für das ganze Dorf das frische Brot bäckt... und daß dein alter Urgroßvater dich losgeschickt hat, um das neue Kind der Sonne und des Mondes zu suchen, auch wenn ich nicht weiß, was das bedeutet, und...<br />
HALT!, rief Morinú. Das ist aber alles sehr seltsam, das stimmt alles, und du kennst mich doch gar nicht!!<br />
Meine Rauchkringel erzählen mir noch mehr, lachte der kleine grüne Drache. Dein alter Urgroßvater hat dich losgeschickt, weil das ein alter Brauch bei euch ist, nach einer alten Geschichte, die man bei euch im Dorf erzählt, aber er hat noch dazu gesagt, es kann gut sein, daß die alten Geschichten nur Schall und Rauch sind... diese alten Geschichten sind alle so lang her, da war dein alter Urgroßvater selber noch ein kleiner Junge, als man sie ihm erzählt hat...das ist so lang her, daß er fast vergessen hat, wie das war mit den alten Geschichten... und er glaubt sie nimmermehr, und doch ist er drüber so traurig...<br />
<br />
Das ist auch wahr, rief Morinú. Das ist wahr, Urgroßvater hat mir alle die alten Geschichten erzählt, die man in unserem Dorf eben erzählt, und immer immer hat er am Ende dazugesagt, vielleicht ist das alles nur Schall und Rauch... und immer hat er dabei so traurig ausgesehen, so furchtbar traurig... und als er mich losschickte und sagte, vielleicht ist auch diese alte Geschichte nur Schall und Rauch, da hat Urgroßvater so traurig ausgesehen wie noch nie... so als könnte er niemals wieder froh sein...<br />
Weißt du was, sagte der kleine grüne Drache, wenn ich meinen Silberkringeln so zusehe, was sie mir über deinen alten Urgroßvater erzählen, da werde ich selber ganz traurig. So traurig, daß ich ihm helfen will, damit er nimmer so traurig sein muß... Weißt du was, ich will ihm meine kleine Pfeife schenken, mit den Silberrauchkringeln, die werden ihm die Wahrheit erzählen, die werden ihm erzählen, wie das ist mit den alten Geschichten, und dann wird er wieder froh sein... auch wenn ich nicht verstehe, warum... Da hast du meine kleine Pfeife, bring sie deinem alten Urgroßvater, damit er nie mehr so furchtbar traurig sein muß!<br />
Aber, sagte Morinú ganz bestürzt, dann hast doch du keine Pfeife mehr! Was machst du denn dann? Ohne deine Rauchkringel, die dir alles erzählen?<br />
Oh, sagte der kleine grüne Drache. Ich muß mich dann wohl auf den Weg nach einer neuen Pfeife machen. Aber sie haben mir schon so viel erzählt, die Kringel, ich glaub, ich weiß das meiste über die Welt, da wird mir schon nichts passieren. Na ich weiß nicht, sagte Morinú. Nur mit dem, was dir deine Kringel erzählt haben, so allein loslaufen in die Welt? Ich würd lieber aufpassen... Weißt du was? Du bist ein lieber Drache, und ich will gern dein Freund sein. Ich bring deine Pfeife jetzt zu Urgroßvater, damit er nimmermehr traurig sein muß, und dann komm ich zurück zu dir und geh mit dir zusammen auf die Suche nach einer neuen Kringel-Geschichten-Pfeife. Ich bin schon neun Jahre alt, weißt du, und ich kenn den ganzen Wundersamen Wald, ich paß auf dich auf, damit dir nichts geschieht. Warte so lange auf mich, ja?<br />
Das, will ich gern tun, lachte er Drache. Einen Freund haben, der auf mich aufpaßt, das ist schön. Dann will ich gerne hier auf dich warten!<br />
<br />
Da nahm Morinú die Pfeife und lief damit zu seinem alten Urgroßvater und gab sie ihm und erzählte ihm die ganze Sache mit dem kleinen grünen Drachen und den silberweißen Rauchkringeln. Der alte Urgroßvater nahm staunend die Pfeife und begann zu rauchen und schaute staunend den Silberkringeln zu und schaute und staunte und rauchte...und auf einmal begann er zu lächeln, sein ganzes gutes altes faltiges Gesicht strahlte, und er wurde froh, so froh, wie er es niemals gewesen war... während er die Pfeife rauchte, die „Pfeife, die die Wahrheit erzählt“, wurde sie später genannt.<br />
Und Morinú ging zurück in den Wundersamen Wald zu seinem Freund, dem kleinen Drachen. Zusammen machten sie sich auf die Suche nach einer neuen Pfeife für den Drachen, und nach einer langen langen Zeit haben sie sie auch gefunden... und doch auch wieder nicht... aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.<br />
<br />
<br />
<span style="color:blue">Der Morgen dämmerte um mich, als ich aufschaute aus dem Buch. Und... es war nicht nur der Morgennebel... es waren silberweiße Rauchkringel um mich herum. Und da drüben auf der Waldlichtung, da saß ein kleiner grüner Drache.</span><br />
<br />
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            <author>Kinnaree</author>
            <pubDate>Mon, 18 Jun 2007 10:09:21 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1453</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Geschichte vom wundersamen Fischernetz</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1449</link>
            <description><![CDATA[<b>Die Geschichte vom wundersamen Fischernetz</b><br />
<br />
Im Lande Faribun hinter den Kristallbergen, da steht eine Burg, ganz aus weißen Steinen gebaut, mitten im großen See. Nur mit einem Boot kannst du zu dieser Burg gelangen – oder du mußt schwimmen. Einen einzigen hohen Turm hat diese Burg, so hoch, daß man meint, man könne den Sternen die Hand geben, wenn man auf ihm steht. Und im höchsten Turmzimmer, da wohnt die Fee vom See. Sie lebt dort ganz allein, seit Jahr und Tag, niemand weiß, wie lange schon, und niemand ahnt, wie lange noch...<br />
<br />
Früher, als alles noch ganz anders war, da gab es wohl Menschen, die wußten, wie man zu dieser Fee gelangen kann. Das Geheimnis des Turms ist nämlich dieses: es führt keine Stiege hinauf, und seine Außenwand ist glatt, so glatt, daß man auch nicht daran hinaufklettern kann, nicht einmal, wenn man noch so geschickt ist. Nun ist aber alles nicht mehr so wie früher, und das Wissen, wie man zu dieser Fee kommen kann, ist verlorengegangen. Deshalb hat die Fee wohl auch schon lange keinen Besuch mehr gehabt.<br />
<br />
In dem Fischerdorf am See aber erzählt man sich immer noch abends, wenn es dunkel wird, die wunderbaren Geschichten aus der alten Zeit, und man zeigt sich die alten Sachen, die einst die Menschen von der Fee geschenkt bekommen haben. Da ist wohl ein altes Buch, das muß man nicht lesen, denn es liest die Geschichten selbst vor, die in ihm sind. Und da gibt es eine Pfanne, die brät einem gelegentlich das beste Essen ganz ohne Zutaten. Und da hütet eine Familie eine kleine Truhe wie einen Schatz, aus der kann man hin und wieder ein wunderschönes Kleid herausnehmen, ohne daß es vorher jemand hineingelegt hat, und wundersamerweise paßt dieses Kleid auch immer ganz genau...<br />
All sowas gibt es mancherorts in dem kleinen Fischerdorf, und deshalb ist es auch ganz gewiß, daß die Leute die Fee niemals vergessen können, wenn sie auch nicht mehr wissen, wie man zu ihr gelangen kann.<br />
<br />
Nun lebte am Rande des Dorfes Nubafir ein kleines Mädchen mit lila Haaren und grünen Augen, sie lebte mit ihren Eltern in der kleinsten Hütte des Dorfes. Damit war sie etwas ganz Besonderes, denn all die anderen Leute von Nubafir hatten grüne Haare und lila Augen, nur bei Lin war das eben genau umgekehrt, niemand wußte, warum. Es machte den Leuten weiter nichts aus, und Lin auch nicht, sie war ein fröhliches Kind wie alle anderen, aber es zeigte sich mit der Zeit, daß es mit ihren lila Haaren und ihren grünen Augen doch was auf sich hatte. Sie konnte nämlich nicht nur sehr gut malen, vor allem bunte Fische, das konnten viele in Nubafir, drum waren auch alle Häuser wunderschön bunt bemalt mit Fischen, Seerosen und bunten Wellen. Nein, wenn Lin etwas malte, dann wurde das bald darauf Wirklichkeit, das fiel zuerst Lins Vater auf. Denn er fing immer wieder genau die Fische, die Lin am Tag zuvor gemalt hatte.<br />
<br />
Nun kam aber einmal ein Tag, da zeichnete Lin einen See ganz ohne Fische mit einem leeren Boot drauf. Und das tat sie immer öfter, und das Seltsame war, jedesmal, wenn sie das tat, kamen am Tag darauf alle Fischer ohne einen einzigen Fisch zurück mit ihren Booten. Am Anfang war das nicht so schlimm, aber allmählich wurde es doch bedenklich, denn was soll ein Fischer tun, wenn er nichts mehr fängt? Was soll er denn zum Markt bringen?<br />
<br />
Da war nun bald die Not groß im Dorf. Und alle kamen zu der kleinen Hütte und fragten Lins Vater, was sie denn nun tun sollten... die Sache mit Lins Zeichnungen hatte sich herumgesprochen. Doch auch Lins Vater war ratlos, er wußte nicht, warum das so war, und schon gar nicht, was man denn nun dagegen tun könne. Lins Mutter dagegen sagte lächelnd, „warum fragt ihr denn uns? Warum fragt ihr denn nicht Lin selber?“ Erstaunt schauten die Fischer einander an. Ein kleines Mädchen sollten sie um Rat fragen, wo Erwachsene nicht mehr weiterwußten? „Nun ja,“, sagte der Älteste schließlich unsicher und kratzte sich nachdenklich am Kopf, „schließlich, wenn mans recht bedenkt, malt sie ja auch alle die Sachen, die dann wahr werden, also... vielleicht... naja, man kanns ja einmal versuchen.“<br />
<br />
Also fragte man die kleine Lin, ob sie nicht wüßte, was die Fischer tun sollten, damit wieder was in ihren Netzen drin wäre am Abend. Die kleine Lin schaute den großen Mann mit ihren grünen Augen lange an, und dann sagte sie, „ihr braucht das Netz, das immer voll wird.“ „Ahja,“, sagte der Fischer, „aber woher bekommen wir denn das, kleine Lin?“ „Das bekommst du von der Fee,“ erklärte Lin. Weiter sagte sie nichts, die Sache war damit ja auch klar für sie. – Da war nun freilich guter Rat teuer, denn, wie ihr euch erinnert, wußte ja niemand mehr, wie man in alten Zeiten zu der Fee gekommen war...<br />
<br />
Es vergingen die Tage, der eine oder andere Fischer versuchte sein Glück, aber alle kehrten sie unverrichteter Dinge wieder zurück. Es half alles nichts, die Netze blieben leer, und die Not wurde immer größer. Wie es nun schon so ist, wenn die Großen nicht mehr weiterwissen, dann müssen eben die Kleinen helfen. Lin war zwar noch sehr klein, aber sie verstand ziemlich gut, daß ihr Vater und auch die anderen Fischer große Sorgen hatten, und auch ihr fehlten die bunten Fische im See, die sie immer so gern gefüttert hatte. Also beschloß sie, ganz einfach selbst zur Fee zu gehen und sie um das Netz, das immer voll wird, zu bitten. Damit sich Vater und Mutter keine Sorgen um sie machen sollten, malte sie ihnen schnell ein Bild mit der kleinen Lin oben auf dem Turm, mit der Fee zusammen, denn schreiben konnte sie ja noch nicht. Dieses Bild legte sie auf den Tisch, und dann lief sie noch vor den ersten Sonnenstrahlen hinunter zum See, um zur Fee zu kommen.<br />
<br />
Da stand sie nun vor der ersten Schwierigkeit. Sie war wohl noch zu klein, um mit einem Boot hinüberzurudern zu dem Turm. Schwimmen konnte sie schon recht gut, aber hinüber zur Burg war es doch sehr sehr weit, das traute sie sich denn doch nicht. Was nun? Lin dachte kurz nach, und dann rief sie über das Wasser mit ihrer hellen Kinderstimme: „Fische, liebe Fische, könnt ihr mir nicht helfen hinüber zur Burg? Ich will euch auch das weißeste Brot bringen, das ihr so gerne habt!“&nbsp; Es dauerte nicht lange, und das stille Wasser des Sees kräuselte sich. Ein riesengroßer, wunderschön bunter Fisch tauchte auf und schaute Lin nachdenklich an. Dann öffnete er sein Maul und fragte: „Warum sollte ich dir denn hinüberhelfen? Damit wir wieder gefangen werden? Was meinst du, warum wir uns versteckt haben, daß uns kein Fischer mehr erwischt? Möchtest du gern im Netz zappeln? Und in der Pfanne gebraten werden?“ Lin mußte sehr angestrengt horchen, denn Fische reden ja ziemlich leise. Aber sie verstand ihn doch. „Oh. Nein. Das möchte ich nicht, da hast du recht... aber... wovon denn sollen die Fischer leben, sie sind doch Fischer?“ Lin dachte wieder kurz nach, und dann sagte sie, „weißt du was, lieber Fisch, ich werde die Fee fragen, ob sie da nicht Rat weiß – daß das Netz immer voll ist und ihr trotzdem nicht drin zappeln müßt! Wär das was?“ „Ja, das wär was,“ sagte der Fisch. „Da will ich dir nun helfen. Komm, setz dich auf meinen Rücken, ich bringe dich über den See.“<br />
<br />
Da ritt nun die kleine Lin auf dem großen bunten Fisch über die Wellen. Ihr könnt euch denken, wie sie vor Vergnügen gelacht und gequietscht hat, so was passiert einem ja nicht alle Tage, selbst wenn man ein Mädchen mit lila Haaren und grünen Augen ist! Bald war der See überquert, und Lin konnte zu der Burg hinauf laufen. Der Fisch hatte versprochen, auf sie zu warten, aber wie man zum Turm käme, darauf wußte er auch keine Antwort. Wie auch, er war ja ein Fisch und lebte im Wasser, so hoch oben in den Lüften hätte er sich nicht wirklich wohl gefühlt. Es blieb Lin nichts anderes übrig, wie mußte wohl ihr eigenes Köpfchen anstrengen.<br />
<br />
Da stand sie nun vor dem hohen Turm, und tatsächlich, sie konnte sogar ganz leise die Fee da oben singen hören. Doch wie sie auch rief, die Fee schien sie nicht wahrzunehmen. Lin stand ganz still und dachte nach. Und wie sie da so stand, sah sie vor sich im Gras einen kleinen Stein liegen, einen ganz kleinen, dunklen seltsam geformten Stein. Er sah aus wie ein Stern. Ganz aufgeregt dachte Lin, ‚wenn es nun ein Wunschstein ist? Wenn ich ihn nun in die Hand nehme und dort hinkomme, wo ich mich hinwünsche? Wenn ich mich nur ganz fest da hinwünsche?’ Sie bückte sich und hob den kleinen Stein auf, der sich in ihrer Hand seltsam warm anfühlte. Ganz fest hielt sie ihn in ihrer kleinen Faust umklammert. Dann machte sie die Augen zu, und ganz fest dachte sie an ihren Vater und all die anderen Fischer und ihre Not und dann dachte sie ebensofest an die vielen bunten Fische im See und ihre Angst und dann dachte sie ganz fest an die Fee da oben im Turm und wie gerne sie doch zu ihr wollte, um allen Fischern und Fischen zu helfen.<br />
<br />
Da spürte sie um sich herum ein Sausen und Brausen, und ein Prickeln, und ihr war, als würde sie herumgewirbelt, aber alles ging so schnell, daß sie gar nicht recht wußte, wie ihr geschah. Und dann hörte sie vor sich ein leises Lachen, und als sie die Augen öffnete, da stand sie hoch oben auf dem Turm in einem wunderwunderschönen Zimmer und schaute in die grauen Augen einer wunderwunderschönen Fee. Sie war nicht jung und nicht alt, nicht groß und nicht klein, nicht dick und nicht dünn, Lin konnte später niemals mehr genau sagen, wie sie wirklich gewesen war, die Fee, nur eines vergaß die kleine Lin niemals mehr, solange sie lebte, daß sie so ganzganz freundlich gewesen war, die Fee, so freundlich, daß man immerzu lachen und singen wollte, wenn man vor ihr stand.<br />
<br />
„Na also, da bist du ja, kleine Lin,“, sagte die freundliche Fee. „Und es war doch wirklich gar nicht schwer, oder?“ Lin schüttelte den Kopf, sie war noch ganz verwirrt, daß das so schnell und so leicht gegangen war. „Was möchtest denn du so ganz unbedingt von mir?“ fragte die freundliche Fee. Lin schaute in diese grauen Augen und begann zu erzählen, vom Vater und den Fischern und den leeren Netzen, und vom großen bunten Fisch und den anderen Fischen, die nicht mehr in diesen Netzen zappeln wollten. „Liebeliebe Fee, kannst du nicht machen, daß die Netze voll sind, aber nicht mit den bunten Fischen??“ fragte sie bittend.<br />
<br />
Die Fee lachte. „Du möchtest alles auf einmal, nicht wahr? – Ja laß mal sehen, was ich da für dich habe...“ Die Fee öffnete eine große bunte Truhe und kramte eine Weile darin. Dabei murmelte sie allerlei seltsame Worte vor sich hin, Lin konnte sie gar nicht recht verstehen. Schließlich hielt die Fee ein großes Netz in der einen Hand, und ihren Zauberstab in der anderen, und Lin war es, als ob aus der Spitze des Feenstabes lauter kleine bunte Sternchen in das Netz springen würden, doch als sie genauer hinschaute, waren die Sternchen schon verschwunden. „So, kleine Lin, das ist jetzt das Netz, das immer voll wird, für dich und deine Fischer – und auch für deine Freunde, die bunten Fische, und alle Sorgen werden ein Ende haben. Aber sag deinem Vater, niemals mehr darf ein Fischer mit einem anderen Netz fischen gehen, sonst wird alles wieder, wie es war.“ „Oh danke, liebeliebe Fee, das mach ich, ja das mach ich sicher, ich versprech es dir!“ rief Lin voller Freude und fiel der freundlichen Fee auch um den Hals, denn sie war ja wirklich so eine freundliche Fee, daß man gar keine Angst vor ihr haben mußte, und sie drückte die kleine Lin auch ganz liebevoll an sich und gab ihr das wundersame Netz.<br />
<br />
Mit einem Wirbel aus dem Wunschstein kehrte Lin sicher in den Burghof zurück und lief hinunter zum See, wo wirklich der bunte Fisch noch wartete. Als er hörte, daß die Fee das Netz verzaubert hatte, war er ganz beruhigt. „Jetzt wird alles gut, wenn die Fee uns geholfen hat“, sagte er. So durfte Lin noch einmal über die Wellen reiten. Schnell verabschiedete sie sich von dem Fisch, der sie schon noch einmal an das gute Brot erinnerte, das sie ihm versprochen hatte, und dann lief sie hinauf zur Hütte ihrer Eltern. Die hatten ihr Bild auf dem Tisch gefunden, aber ein bißchen Sorgen hatten sie sich doch gemacht, so ein kleines Mädchen und so ein großer See, aber die Mutter hatte dann gesagt, „Lin hat doch die lila Haare und die grünen Augen, sie ist eben ein bißchen anders als andere kleine Mädchen, ihr wird schon nichts passieren...“ Wie freuten sich nun Mutter und Vater, als sie Lin wohlbehalten zurück hatten.<br />
<br />
Die kleine Lin hat ihrem Vater das Netz, das immer voll wird, gegeben. Sie hat ihm auch von dem großen bunten Fisch erzählt, und daß die Fische nicht mehr zappeln wollten. Und sie hat ihm auch vom Zauber der Fee gesagt, und daß nie wieder ein Fischer mit einem anderen Netz fischen dürfe, dann hätten alle Sorgen ein Ende. Lins Vater hat das den anderen Fischern getreulich weitererzählt. Es zeigte sich gar bald, daß Lin ganz richtig gesehen hatte. Was die Fischer mit dem Zaubernetz ans Land holten, das waren lauter wunderschöne Perlen, und auf jeder von ihnen war ein kleiner bunter Stern. Da hatten nun wirklich alle Sorgen ein Ende, wie ihr euch denken könnt, denn bald wollten alle Menschen im weiten Umkreis solch schöne Perlen haben.<br />
<br />
In Nubafir aber ist es seither der Brauch, daß jeden Morgen ein anderer Fischer mit diesem Zaubernetz hinausfährt auf den See, und abends, bevor er heimfährt, wirft er eine von den schönen Perlen als Dank an die freundliche Fee hoch oben im Turm zurück in den See.<br />
<br />
Und wenn einer die richtigen Augen hat, kann er sehen, daß dann jedesmal aus dem hohen Turm eine kleine Wolke aus lauter kleinen funkelnden Sternchen hervorkommt... aber wenn man genauer hinschauen will, sind sie schon wieder verschwunden.]]></description>
            <author>Kinnaree</author>
            <pubDate>Sun, 03 Jun 2007 22:58:50 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1449</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Mutter Gottes</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1295</link>
            <description><![CDATA[War heute wieder mal seit langen in Altötting in der Gnadenkapelle, unser kleines Marienheiligtum (Meditiere da ab und an drin *<b>g</b>*), wenns interessiert <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fimages.google.de%2Fimages%3Fq%3DAlt%25C3%25B6tting%2C%2BGnadenkapelle" border="0" title="http://images.google.de/images?q=Alt%C3%B6tting,+Gnadenkapelle">http://images.google.de/images?q=Alt%C3%B6tting,+Gnadenka...</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"><br />
<br />
Bei der Medi kamen mir dann ein paar zeilen in den Sinn die ich schnell aufgeschrieben hab.<br />
<br />
<br />
Mit Gütigen Augen sieht sie herab,<br />
Weihrauch umrahmt zart ihre Gestalt,<br />
das gesegnete Kind ruht in ihren Armen.<br />
<br />
Die Haut Schwarz wie die Nacht,<br />
das Gewand strahlend wie die Sonne,<br />
der Tempel strahlt im Mondeslicht.<br />
<br />
Die Menschen kommen von weit,<br />
die Menschen kommen von nah,<br />
um zu knien an diesem Altar.<br />
<br />
Geschichten von Wundern erzählt man sich an diesem Ort,<br />
der schon bestand als noch keine Stadt hier stand,<br />
zur Zeit der Entferntesten Ahnen.<br />
<br />
Menschen kommen dich zu ehren,<br />
vor dir zu beten, zu weinen<br />
und zu Lachen.<br />
<br />
Schwarze Madonna, Mutter Gottes,<br />
Große Göttin,<br />
segne alle die Kommen in Vertrauen an diesen Ort!]]></description>
            <author>Hem-Netjeru</author>
            <pubDate>Sun, 08 Oct 2006 17:54:58 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1295</guid>
        </item>
        <item>
            <title>etwas von mir</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1294</link>
            <description><![CDATA[<b>Engelsschwingen</b><br />
<br />
Du Fühlst dich einsam und Verlassen,<br />
denkst keiner hat dich Lieb,<br />
sitzt allein im dunklen Zimmer,<br />
die Tabletten in deiner Hand.<br />
<br />
Du öffnest die Dose,<br />
schüttest heraus, einige der Tabletten,<br />
so klein und rund,<br />
du steckst sie dir in den Mund.<br />
<br />
Die Augen werden schwer,<br />
du spürst die Arme und Beine nicht mehr,<br />
sackst nach hinten um<br />
und schließt die Augen nun.<br />
<br />
Um dich wird es Schwarz und dir ist kalt.<br />
Plötzlich erklingt ein Ton,<br />
laut doch angenehm,<br />
wie vom Schlagen hunderter Schwingen.<br />
<br />
Plötzlich wird es hell,<br />
du stehst in Goldenen Licht,<br />
blickst in des Engels Angesicht,<br />
er lächelt.<br />
<br />
Er kommt auf dich zu,<br />
Angst spürst du nicht.<br />
Er umarmt dich und spricht:<br />
Noch nicht!<br />
<br />
Er legt seine Schwingen um dich,<br />
hüllt dich ganz darin ein,<br />
dir wird warm,<br />
dann wird es wieder dunkel.<br />
<br />
Du spürst den Schmerz in deiner Brust,<br />
hörst deine Mutter die Weint,<br />
ein Mann sagt „sie lebt“.<br />
Du bist zurück!<br />
<br />
Du blickst in das Licht,<br />
das durch dein Fenster fällt,<br />
fühlst dich Schwach,<br />
doch weißt du jetzt,<br />
das dein Engel über dich wacht!<br />
<br />
R.R. Vitzthum<br />
<br />
<br />
<br />
<b>Der Tanz der Engel</b><br />
<br />
Die Sonne versinkt am Horizont,<br />
die Welt ist getaucht in Rotes glühen,<br />
sie scheint darin zu verglühen,<br />
nur eine sanfte Brise weht übers Land.<br />
<br />
Der Wind streift über Felder und Wiesen,<br />
in ihm wiegen sich sanft der mächtigen Bäume Kronen,<br />
Vögel gleiten Richtung Horizont,<br />
Piepen dabei vergnügt.<br />
<br />
Du wendest den Blick zum Himmel oben,<br />
dort wo weiße Wolken im glühen ihre Bahnen ziehen.<br />
Deine blicke fallen auch eine Wolke,<br />
strahlend weiß und leuchtend schön.<br />
<br />
Sie schwebt herab und hüllt dich ein,<br />
Tanzt vor deinen Augen wunderbar.<br />
Dann im gleißenden Licht,<br />
wird ein Engel daraus.<br />
<br />
Die weißen Schwingen,<br />
das Tanzende Wesen verhüllen,<br />
leichten Fußes und im sanften Schwung,<br />
Fängt der Engel wieder zu tanzen an.<br />
<br />
Strahlt dabei in goldenen Licht,<br />
gibt dir neuen Mut, neue Kraft.<br />
Du spürst die Liebe,<br />
schwebst in Gottes Gnade.<br />
<br />
Das goldenen Licht es wird mehr,<br />
findet Tanzend seinen Weg zu dir,<br />
Trift in deinem Herzen ein,<br />
du willst nie mehr ohne diese Liebe sein.<br />
<br />
Doch Plötzlich siehst du es nicht mehr,<br />
wo ist es hin?<br />
Du siehst nach oben, nach links und nach rechts,<br />
doch den Engel siehst du nirgends mehr.<br />
<br />
Voller Kummer und Trauer<br />
Setzt du dich auf die Erde nieder.<br />
Erst jetzt bemerkst du es,<br />
du hältst etwas in deiner Hand.<br />
<br />
Du siehst hinab und Freude erfüllt dein Sein,<br />
Die weiße Feder muß von dem Engel sein.<br />
Du steckst sie ein und gehst nach Haus.<br />
Tief in deinem Herzen weißt du:<br />
Du bist nie allein!<br />
<br />
R.R. Vitzthum<br />
<br />
<br />
<br />
<b>Feengarten</b><br />
<br />
Wenn des Abends langsam die Sonne am Horizont versinkt<br />
Sich die Dämmerung übers Land legt so sanft ,<br />
Das Licht erst dem Rot und dann dem Dunkel weicht,<br />
öffnen sich die Tore zum Magische Reich.<br />
<br />
Sitzt man dann still am Waldesrand<br />
Und horcht gespannt,<br />
oft ertönt dann kichern<br />
und kindliches Lachen.<br />
<br />
Feen, Elfen, Geisterwesen,<br />
sind seit jeher in den Wäldern gewesen,<br />
wenn der Tag der Dämmerung weicht,<br />
dann beginnt ihre Zeit.<br />
<br />
Die Lichtung leuchtet im magischen Licht,<br />
Wesen erwachen mit Flügeln so zart,<br />
tanzen Hand in Hand durch den düsteren Wald,<br />
Hauchen der Natur stets neues Leben ein.<br />
<br />
Glück und Liebe, kindliches Lachen,<br />
diese gaben nennt die Fee und die Elfe sein,<br />
Lausche tief hinein,<br />
dann kannst auch du sie hören.<br />
<br />
Streif durch die Wälder,<br />
geh über Wiesen<br />
und wandere über Felsen,<br />
überall dort kannst du sie spüren.<br />
<br />
Jede Blume, jede Pflanze,<br />
nennt die Fee ihr Heim,<br />
achte sie und mit ihr die Natur,<br />
dann trägt sie Glück in dein Heim.<br />
<br />
Und weicht dann letztendlichlich der Tag der Nacht,<br />
ziehen sie sich wieder zurück,<br />
bis in der Dämmerung des neuen Tages,<br />
erneut die Zeit der Feen beginnt<br />
<br />
R.R. Vitzthum <br />
<br />
<br />
<br />
<b>Hinter dem Schleier</b><br />
<br />
Nacht und Nebel, <br />
Mond hoch am Himmel,<br />
Wolfsgeheul und Krähenschrei,<br />
leises Knacken aus den Wäldern.<br />
<br />
Leiser Wind weht durchs geäst,<br />
in Nächten wie diesen sich der Schleier hebt,<br />
die grenzen Verschwimmen,<br />
die Welten werden eins.<br />
<br />
Blick hinter den Schleier,<br />
in eine Welt voll Magie,<br />
voll Phantasie und Poesie,<br />
eine Welt so fern und doch so nah..<br />
<br />
Elfen, Feen und Geisterwesen,<br />
seit jeher sind sie bei uns gewesen,<br />
entschwunden unseren Blicken<br />
schon vor viel zu langer Zeit.<br />
<br />
Hexen, Magier und auch Seher,<br />
haben seit jeher um diese Welt gewusst,<br />
sie für ihre Zauber genutzt,<br />
um ihre Geheimnisse Gewusst.<br />
<br />
Nun ist auch für dich die Zeit gekommen,<br />
den alten Pfad zu gehen,<br />
hinter den Schleier,<br />
eine Welt voll von Magie zu sehen.<br />
<br />
Trittst hindurch durch das alte Tor,<br />
öffnest die Augen und stehst davor,<br />
Wälder, Flüsse und Seen so weit das Auge reicht,<br />
Du Atmest durch, fühlst dich daheim.<br />
<br />
Schlenderst durch die Wälder,<br />
vorbei am goldenen Gewässer,<br />
umgeben von Lichtern,<br />
traumhaft schön.<br />
<br />
Gehst weiter voran,<br />
durch diese Welt die dir so fremd erscheint<br />
und doch fühlst du tief in dir,<br />
du gehörst hier her.<br />
<br />
Fühlst wie eine alte Macht dich durchströmt,<br />
dich erfüllt und befreit<br />
von allem was dich belastet,<br />
deine Ängste und Sorgen fallen ab von dir.<br />
Dann siehst du diese Welt verschwimmen,<br />
in Nebel zerfließt der Wald,<br />
um dich wird es Schwarz,<br />
bringst kein Wort heraus.<br />
<br />
Öffnest erneut deine Augen<br />
Und siehst, du bist in deinem Zimmer,<br />
doch diese Welt, was war sie denn?<br />
Alles nur ein Traum?<br />
<br />
R.R. Vitzthum<br />
<br />
<br />
<br />
<b>Atlantis</b><br />
<br />
Eine Stadt in voller Pracht,<br />
Wiege der Zivilisation,<br />
Quelle aller Macht,<br />
einst die Herrscher der Welt.<br />
<br />
Licht und Liebe war in den Herzen der Menschen,<br />
Worte brauchte man nicht,<br />
alles war eins,<br />
jeder mit jedem.<br />
<br />
Doch mit der Macht kam die Gier nach mehr,<br />
und mit der Gier die Dunkelheit,<br />
die Herzen wurden Düster,<br />
die Blicke wurden leer.<br />
<br />
Mit Krieg überzogen sie die Welt,<br />
getrieben von der Gier nach mehr,<br />
setzten ein die höchste macht,<br />
entfachten die erste Schlacht.<br />
<br />
Krieg und Leid,<br />
der Geruch von Tod,<br />
stieg zum Himmel empor,<br />
das ende stand kurz bevor.<br />
<br />
Sie missbrauchten die Macht,<br />
die ihnen anvertraut,<br />
die Strafe war hart,<br />
bracht alles das bis da bestand zu End.<br />
<br />
Viele Starben,<br />
altes Wissen ging verloren.<br />
An nur einem Tag,<br />
Versank Atlantis im tiefsten Meer.<br />
<br />
Die Hüter verstreut in die Winkel der Erde,<br />
lehrten die Menschen die Kunst der Magie,<br />
zu Göttern wurden sie erhoben,<br />
doch das meiste Wissen war verloren.<br />
<br />
Die selbsternannten Götter starben,<br />
verließen diese Welt,<br />
Kulturen kamen und Gingen,<br />
den einen Ursprung heute kaum noch einer kennt.<br />
<br />
So ging verloren die größte Macht,<br />
die dem Menschen je zur Verfügung stand,<br />
verloren das Wissen, verloren die Hoffnung,<br />
bis zu dem Tag an dem die große Stadt erneut erwacht.<br />
<br />
R.R. Vitzthum]]></description>
            <author>Hem-Netjeru</author>
            <pubDate>Sat, 07 Oct 2006 21:20:10 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1294</guid>
        </item>
        <item>
            <title>intertwine</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1291</link>
            <description><![CDATA[<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><center><br />
<b>intertwine</b><br />
<br />
i want to feel your skin<br />
all over, touch your love<br />
i want to drink your thoughts<br />
let magic pass our lips<br />
<br />
emotions sparkle in our kiss<br />
fire's in our eyes to light<br />
your passion and mine<br />
your love and my love will<br />
<br />
</center></div>
<br />
Andreas, irgendwann in den 90ern]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 06 Oct 2006 14:13:03 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1291</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Liebe - Freiheit - Leben</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1271</link>
            <description><![CDATA[<b>Liebe - Freiheit - Leben</b><br />
<br />
Leben um Liebe zu befreien<br />
Lieben um Freiheit zu leben<br />
Leben um Freiheit zu lieben<br />
Freisein um Leben zu lieben<br />
Freisein um Liebe zu leben <br />
<br />
Leben in Freiheit lieben<br />
Liebe in Freiheit leben<br />
Leben in Liebe feiern <br />
Freiheit in Liebe leben<br />
Freiheit im Leben lieben<br />
<br />
Leben - Freiheit - Liebe<br />
<br />
Freiheit<br />
<br />
Leben <br />
<br />
Liebe]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sat, 02 Sep 2006 10:55:50 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1271</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Das was war.</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1259</link>
            <description><![CDATA[Zwei Wochen Träume:<br />
Ein kleiner Junge<br />
lachend, <br />
mich mit strahlenden Augen ansehend,<br />
meine Hand haltend,<br />
mich zum Spielen auffordernd, <br />
nennt mich Mutti.<br />
Zweifel, Freude, <br />
Veränderung in der Zukunft.<br />
<br />
Totenstille. <br />
Keine Träume.<br />
Das Gefühl wieder allein zu sein.<br />
Das was war, <br />
scheint mich verlassen zu haben.<br />
<br />
Schmerzen, Blut. <br />
Ein kurzer Blick <br />
auf einem leblosen Monitor.<br />
Eine Ärztin spricht, <br />
kalt, unbeteiligt:<br />
„kein Herzschlag. Tod.“<br />
Gewissheit.<br />
&nbsp;<br />
Krankenschwestern stellen Fragen.<br />
Immer die gleichen, <br />
wieder und wieder.<br />
Warten<br />
in einem kalten Raum,<br />
umgeben von anderen Frauen.<br />
Dunkelheit.<br />
<br />
Aufwachen.<br />
Eine Spur Erleichterung, <br />
die mein Gewissen belastet.<br />
<br />
Das was bleibt:<br />
Trauer,<br />
Hoffnung<br />
und diese Zeilen.]]></description>
            <author>dekanda</author>
            <pubDate>Fri, 04 Aug 2006 06:37:03 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1259</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Verlorene Liebe</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1227</link>
            <description><![CDATA[Zwei Wellen, hinter einander her<br />
Kreisen einander umher<br />
Mit einem unsichtbaren Faden gebunden<br />
Fühlen sie sich einander verbunden<br />
<br />
Wohin die eine auch geht<br />
Die andere folgt diesem Weg<br />
Nie weicht die eine<br />
Von der anderen Seite<br />
<br />
In einer stürmischen Nacht<br />
Das Böse erwacht<br />
Versperrt ihnen die Sicht<br />
Sie finden sich nicht<br />
<br />
Nach links, nach rechts, sie irren umher<br />
Die Sehnsucht ist stark, sie vermissen sich sehr<br />
Suchend die andere, ohne Erfolg<br />
Die eine zerbricht, die andere folgt]]></description>
            <author>dark-man</author>
            <pubDate>Fri, 26 May 2006 20:46:57 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1227</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Für immer ...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1226</link>
            <description><![CDATA[Im Bett liegend<br />
Neben mir spürend<br />
Deine zarte, sanfte Haut<br />
Nie wieder sollst du gehen<br />
Für immer <br />
sollen wir zusammen bleiben<br />
<br />
Du wachst auf <br />
Und drehst dich um<br />
Und küsst mich<br />
Ich spüre deine sanften Lippen <br />
Über meine gleiten<br />
<br />
Wir kommen und näher<br />
Es ist anders als bisher<br />
Mit mehr Gefühl<br />
Ich spüre deinen Körper<br />
Deine Haare<br />
Deine Hände<br />
<br />
Es verängstigt mich <br />
Was ich fühle<br />
Noch nie hab ich so etwas gefühlt<br />
Ist es Liebe?<br />
Ich weis es nicht<br />
Doch eins merk ich<br />
<br />
Nie wieder will ich alleine sein<br />
Für immer mit dir zusammen bleiben<br />
Das ist mein Wunsch]]></description>
            <author>dark-man</author>
            <pubDate>Fri, 26 May 2006 17:20:46 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1226</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Warum?! (Ich bin wie ich bin)</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1225</link>
            <description><![CDATA[Im Schatten aller anderen lebe ich<br />
Keine sieht mich,<br />
Keiner Bemerkt mich,<br />
Keiner denkt an mich,<br />
<br />
Es tut weh,<br />
Allein zu sein,<br />
Keinen zu haben,<br />
<br />
Warum?!<br />
Versteht mich denn keiner?!<br />
Warum?!<br />
Mag mich denn keiner?!<br />
Ich kann doch nichts dafür<br />
Ich bin, wie ich bin<br />
<br />
Keiner redet mit mir<br />
Ich zeige niemandem was ich fühle,<br />
Ohne Freunde,<br />
Wie kann man so das Leben genießen?!<br />
<br />
Ich versteh nicht warum?!<br />
Warum ich?!<br />
Was hab ich getan?!<br />
Immer nett und freundlich<br />
Doch andere trampeln nur auf mir rum!<br />
Ich kann doch nichts dafür<br />
Ich bin wie ich bin…]]></description>
            <author>dark-man</author>
            <pubDate>Fri, 26 May 2006 17:19:13 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1225</guid>
        </item>
        <item>
            <title>In meinem Akazienwald ...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1194</link>
            <description><![CDATA[<div style="text-align:center"> &nbsp;<span style="color:darkcyan">Hier in meinem Akazienwald sitze ich<br />
auf einer schimmernden Lotosblüte<br />
und höre den Bäumen zu<br />
<br />
<br />
Es spricht die silberschimmernde<br />
<br />
WEIDE<br />
<br />
Freundin der Nixen und Wasserkinder.<br />
<br />
Oh Mensch,<br />
erlebe wie ich den Wandel des Lebens.<br />
Trinke den Regen und wachse zum Himmel.<br />
Empfinde das Geheimnis<br />
von Fruchtbarkeit, Zeugung und Geburt.<br />
Ernte die Früchte,<br />
die der ewige Kreislauf der Zeiten dir schenkt,<br />
in Frieden.</span></div>]]></description>
            <author>Kinnaree</author>
            <pubDate>Sun, 16 Apr 2006 19:11:05 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1194</guid>
        </item>
        <item>
            <title>brot</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1182</link>
            <description><![CDATA[ein suchender sein<br />
das abc vergessen<br />
die vögel durch den mp3-player hören<br />
alles neu begreifen als ob ich gekifft hätte<br />
die reha-frau schmidt vom arbeitsamt noch<br />
anrufen müssen<br />
nach zwei tagen gewollter isolation und fernsehen<br />
wieder rausgehen in die dämmerung,<br />
das blau verabschieden und frohes mutes<br />
in die nacht weiter stampfen,<br />
etwas zu essen kaufen und literweise wein<br />
dass die oase zuhause warte wo ich zwar auch nicht<br />
die kontrolle habe aber mich so fühle,<br />
die illusionen umarmend,<br />
lieber trinkend als fernsehend<br />
<br />
wie gerne hörte ich jetzt bach,<br />
runterladen könnte ich ihn schon,<br />
habe aber angst vor der online-rechnung,<br />
ach bach nur ein paar sekunden deiner kunst<br />
brachten mich in weit entfernte gefilde<br />
<br />
wie eben das leberwurstbrot mir so genüssliche<br />
vergnügen bereitete als ob ich nichts hätte,<br />
sagt mein bauch, ich brauche mehr,<br />
diesmal ein käsebrot<br />
in die küche dringt das verheissungsvolle licht<br />
des mondes<br />
das käsebrot ist genauso geschmackvoll,<br />
das ist der preis der isolation derer ich <br />
die meiste zeit sklave bin<br />
auch habe ich gegessen damit die zigarette jetzt<br />
besser schmeckt<br />
denn ich rauche viel<br />
ob alex und katta noch kommen weiß ich nicht<br />
und ob sie irgendeinen prozess unterbrechen würden<br />
ebenso wenig<br />
u2 verhalf mir zu sehnsuchtsgenüssen<br />
doch jetzt kommt 'always on my mind' von den pet-shop-boys<br />
obwohl ich noch nicht mal betrunken bin,<br />
doch bei dem lied täte ich mir gerne ad hoc eine flasche<br />
in den schlund füllen<br />
aber der abend ist ja noch jung<br />
und eigentlich will ich mich ja zurückhalten<br />
doch warum und für wen?<br />
<br />
es kommen immer wieder neue lieder<br />
in meinen reigen des auditiven wohlbehagens<br />
bis ich alle zeiten aufgesogen und verinnerlicht habe<br />
und daraus ein neuer mensch des genusses geworden bin<br />
oder so<br />
und jetzt 'it's a hard life' von queen<br />
<br />
meine eltern mögen mich wieder obwohl ich die berufsvorbeitung abgebrochen habe und mein arzt sagt,<br />
ich solle rente beantragen und ich mit meinen eltern <br />
einen emotionalen sowie seriösen diskurs hatte.<br />
ich bin einer der größten versager mit den besten eltern,<br />
dem besten betreuer und einem oberflächlichen psychologen,<br />
der auch rückwirkend krank schreiben kann.<br />
darauf trinke ich doch noch etwas wasser bevor ich mich wieder meinem wein widme.<br />
<br />
während ich auf klo gehe läuft wahllos was von alanis morissette und nun da ich wieder da bin 'hands clean'<br />
wahrscheinlich nicht so überraschend gut wie damals in botswana in einer dorfkneipe von der jukebox mit meiner noch nicht festen neuen australischen liebe dani.<br />
<br />
wahrscheinlich haben alex und katta was besseres zu tun als zu mir zu kommen, das ist wohl auch besser so,<br />
sie können mich ja erstmal austoben lassen bis sie mich auf den boden wessen realität auch immer zurückholen,<br />
ich hoffe nur dass wir uns dann nicht hinter irgendeinem film verstecken und einfach nur uns wohlfühlen, trinken und unterhalten.<br />
<br />
schade dass ich nicht das erste album von alanis habe. aber ein cover im windows media player. da fällt mir schon wieder ein, tanja anzurufen. wegen anderen guten ehrbaren gründen, auch dass sie meine gedichte vorlesen könnte.<br />
ich will doch ein boheme werden. wo auch immer. das ist es.<br />
aber 'head over feet' habe ich noch, was glaube ich von ihrem ersten album ist.<br />
wieso zweifle ich dass nicht alles so wie immer ablaufen könnte, will ich das denn nicht?<br />
alex und katta rekeln sich auf meiner couch und ich trinke und rauche und wir hören meine musik gemischt mit den geschmack der beiden?!<br />
ja ja schon gut matthias.<br />
jetzt wäre es immer noch gut zeit tanja anzurufen,<br />
du fühlst dich doch gut, was wenn nicht jetzt, dann niemals?<br />
wieso schreibt sie mir nicht? ich hab ihr doch meine daten gegeben, email mag sie nicht genau wie steffi.<br />
und da erscheint plötzlich ein anderes cover von alanis im player und stimmen von draußen,<br />
ich habe ja die fenster wie immer offen um welches gefühl auch immer zu erzeugen.<br />
ich komm mir vor wie auf einem zeltplatz.<br />
<br />
ich frag mich wie lange ich den live 'scientist' von coldplay ertragen kann.<br />
ne, der muss weg.<br />
dafür muss 'roots bloody roots' von sepultura mir neue impulse verschaffen,<br />
wieso hab ich keine 'industrial frequencies' hier?!<br />
das ist wirklich schade.<br />
oder noch E-CRAFT.<br />
immerhin ja XPQ-21.<br />
obwohl die flasche noch halb voll ist,<br />
ist es nicht so leicht mit einer hand sie zu tragen.<br />
noch 'cut-throat', dann werde ich wohl zu celine dion<br />
übergehen um mich an botswana und lilian und bizzo zu erinnern.<br />
vor allem bizzo bei 'that's the way it is' an der box bei ihr im thousand days wenn ich mich recht entsinne,<br />
als das lied meinem liebesimpuls noch weiter entfachte und mich fast weinen ließ ob dieser unglücklichen liebe und ich ihr dann sagte dass ich sie doch liebe und sie meinte, es wäre doch nur freundschaft.<br />
<br />
mein bruder ruft mich an und fragt ob ich denn zu seinem dreißigsten geburtstag nach berlin komme am freitag,<br />
mit den eltern, ich wusste natürlich schon davon.<br />
erst war ich mir nicht sicher, doch als er obwohl ich es schon wußte und wohl vergessen habe, meinte dass es sein dreißigster sei, sag ich zu, jawohl.<br />
<br />
und um mich raufzubringen und zu beruhigen läuft wieder 'always on my mind' von den pet-shop-boys, nicht.<br />
und jetzt 'dancing with myself' von generation x die wohl keiner kennt nur wohl eher ihr lied.<br />
<br />
ich müsste jetzt wirklich langsam besuch bekommen sonst trinke ich wieder zuviel. was sicherlich gut für den prozess ist.<br />
ich muss die musik immer lauter drehen, nach ein paar weiteren gläsern werde ich kopfhörer benutzen und dann ist alles vorbei.<br />
da entdecke ich doch tatsächlich 'it's my life' von talk talk in meiner staatlich geprüften mp3-sammlung.<br />
mit diesem tollen text.<br />
und 'a walk in the park'.<br />
'ella ella' und 'down under' stehen noch auf dem programm.<br />
'a walk in the park' hängt sich auf.<br />
ich überlege den bald anstehenden film im tv zu gucken und mein saufvorhaben aufzugeben.<br />
war ich doch am wochenende unabhängig von menschen vermisse ich nun alex und katta und weiß nicht wie ich vorgehen soll. ich könnte natürlich noch weiter musik machen, aber das ergebnis würde ich früher oder später als peinlich und nicht ganzheitlich empfinden und damit schließen.<br />
ich mache erstmal die fenster zu, hole mir noch ein butterbrot und kippe mir dann einfach den wein rein, so siehts nämlich aus.<br />
<br />
ich muss mir einfach den möglichkeiten bewusst werden die ich hab...<br />
apropos ich ruf jetzt tanja an, genau<br />
<br />
was hab ich mich doch getraut und da war nur lea dran,<br />
wahrscheinlich die gleiche mitbewohnerin wie letztes mal,<br />
diesmal klang sie aber wie der schwule barkeeper vom spind,<br />
und nicht so tief und erfahren wie einst als ich sie als erotik-referenz als hauptgrund für einen besuch bei tanja anführen gekonnt hätte.<br />
<br />
apropos möglichkeiten,<br />
ich trink jetzt einfach weiter ja.<br />
tanja kommt wohl erst morgen abend wieder,<br />
ob sie mich dann zurück rufen wird?<br />
wer weiß das schon.<br />
<br />
ob 'i got 5 on it' irgendwas helfen wird? ich brach glaub ich was flächeriges.<br />
2raumwohnung könnten mir helfen. nur nicht das trinken vergessen matthias, es ist noch früh, daher ist morgen alles fit. blödsinn.<br />
'hungriges herz' von mia mag mir gefühle entlocken, hoffe ich.<br />
mein besuch wird sicherlich noch kommen. ja meine einsamkeit liegt bloß zwischen den zeilen.<br />
hab ich mich einmal hinausgewagt auf den pfad der seelen,<br />
ist es schwer zurückzukehren an meinen schreibtisch mit dem glas wein und dem tabak und den zahlreichen musikschatz.<br />
um der frage auszuweichen trinke ich weiter wasser bevor ich mich wieder dem wein widme.<br />
<br />
ich versuche es mit ein paar tracks von 2raumwohnung aber es scheint nicht zu klappen.<br />
wenn ich XPQ-21 anschalte, ist dann nicht alles zu spät?<br />
aber wieso?<br />
ich kann mir doch den wein reinschütten,<br />
wieso reicht mir das nicht?<br />
ein versuch lohnt.<br />
noch weiter versuchen mit der wohnung und dem letzten butterbrot.<br />
<br />
ich fühle mich so als ob mein ausbleibender besuch mich quäle. dafür dass ich das gesamte wochenende nicht alex anrufe beantwortet habe und nicht die tür aufgemacht habe. sie haben ja recht. ich muss einfach nur warten. aber vielleicht liegen sie auch gerade so unter venus einfluss dass sie nicht die finger voneinander lassen können, so zumindest müsste meine beziehung zu einer frau aussehen, für die zeit in der es währen kann. bis alles zerplatzt und sich zeigen muss was wahre liebe ist.<br />
so dass käsebrot ist aufgezehrt und so widme ich mich jetzt wieder dem hungrigen herz und wein und zigaretten.<br />
<br />
zu dem hungrigen herz werde ich noch zurückkehren weil es wahrlich eine pracht ist,<br />
in der zwischenzeit mache ich eigene musik,<br />
merke aber dass ich es nicht bringe,<br />
und entdecke zwei verlorene tracks von mir<br />
und höre sie mir an.<br />
ein track inspiriert mich und ich frage mich<br />
ob ich noch so einen coolen ambient track<br />
produzieren kann,<br />
wenns langsam ist scheine ich schon ein glückliches <br />
händchen zu haben.<br />
<br />
ich rufe katta an und niemand geht ran da denke ich, ich muss das hier allein austragen, aber dann ruft sie mich zurück und sie scheinen gerade körperlichen tätigkeiten nachzugehen aber alex meint, sie kommen gleich vorbei,<br />
oh gott diese einsamkeit ist so eine perfide gemeine sache.<br />
<br />
es ist kurz vor mitternacht und ich nehme jetzt mein neues hingeschustertes lied auf, marlena ist anscheinend schwanger, die frau meines bruders.<br />
zigarette anzünden, vom wein schlürfen und los gehts.<br />
<br />
das lied ward 8 minuten 29.478<br />
ich rauche eine zigarette, höre mein werk<br />
und erwarte meinen besuch, und mach die fenster auf,<br />
dreh die heizung ab<br />
leere die flasche in mein glas]]></description>
            <author>Gabs</author>
            <pubDate>Mon, 03 Apr 2006 17:00:42 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1182</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Schlingensiefs Area 7 und die Schritte der Dialektik, ein Gedicht quasi</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1137</link>
            <description><![CDATA[Mittwoch, 4:25<br />
Man kann nicht sagen, daß ich sterbe, ohne versucht zu haben zu leben.<br />
Das erfüllt einen mit einer gewissen Genugtuung.<br />
Der Versuch zählt. <br />
Das war nicht möglich, aber ich hab´s ernsthaft versucht.<br />
4:50<br />
Man wird einwenden können, daß das, was ich jetzt mache, auch leben ist. (Und, kommt eine Synthese oder schlaf´ ich vorher ein?)<br />
4:54<br />
Das, was die Japanerin da gemacht hat, war nicht mehr ganz jugendfrei.<br />
5:03<br />
Und vielleicht nicht einmal das schlechteste Leben. (&lt;--- Das wird ihr gefallen, ein positiver Schlußsatz.)(&lt;---Eine Metaebene.)]]></description>
            <author>nerdfilms</author>
            <pubDate>Mon, 23 Jan 2006 20:31:54 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1137</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Samstag</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1068</link>
            <description><![CDATA[Der Geburtstag von meiner Schwester. Habe heute die Wohnung geputzt, mein Konditionstraining betrieben, meine Streckübungen absolviert; ansonsten hauptsächlich Tee getrunken und Musik gehört. Habe am Vormittag meine Schwester angerufen und ihr zum Geburtstag gratuliert. Sie ging nicht ans Telefon, also habe ich ihr eine Nachricht auf die Mailbox gesprochen. Nach einigen Stunden rief sie zurück, klang aber nicht sehr begeistert von meinem Vorhaben, sie besuchen zu kommen, sagte, sie wäre den ganzen Tag unterwegs, am Abend hätte sie dann Zeit.<br />
Um halb sechs rief ich sie dann an, sie ging wieder nicht ans Handy, ich sprach aber diesmal nichts auf die Mailbox und beschloß, das mit dem Besuch bleiben zu lassen.<br />
Jetzt sitze ich schon wohl seit Stunden herum, trinke Tee und starre in die Luft, tue nichts. Ich überlege, ob ich heute, am Samstag Abend, in ein Bordell gehen soll. Das habe ich jetzt schon seit wohl fast acht Jahren nicht gemacht (und genauso lang bin ich auch mit keiner Frau mehr intim gewesen).<br />
Schließlich habe ich meiner Schwester ein SMS geschrieben, daß es für ein Treffen jetzt wohl schon zu spät ist und ihr noch einmal gratuliert.<br />
Sie hat mir nicht geantwortet.]]></description>
            <author>nerdfilms</author>
            <pubDate>Sat, 03 Dec 2005 07:59:17 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1068</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Planetenlieder</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=783</link>
            <description><![CDATA[Seit 3 Tagen bin ich erst hier und habe schon so viel bekommen. Ich möchte euch etwas schenken. Die "Gedichte" sind vor etwa 10 Jahren entstanden, als ich mich mit den Planetentönen von Behrendt beschäftigt habe. Ich hab sie immer noch gerne. Vielleicht gefallen sie wem - ich stell sie jetzt einfach wie einen kleinen Blumenstrauß so nach und nach hier herein.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
SONNE<br />
<br />
Aus unerdenklichen Fernen<br />
kommt das Licht<br />
in unausdenkbare Fernen<br />
strahlt das Licht<br />
<br />
Das Feuer glüht in ewigen Zeiten<br />
Wer immer es sieht<br />
erkennt die Weiten<br />
<br />
Raum so weit so weit<br />
nie stößt du an seine Grenzen<br />
nie geht es zu Ende<br />
das sonnenfrohe Glänzen<br />
<br />
Licht<br />
<br />
siehst du hörst du fühlst du<br />
<br />
Licht<br />
<br />
es webt die alten Zeiten<br />
<br />
Licht <br />
<br />
es webt die neuen Zeiten<br />
<br />
Licht<br />
<br />
Fang in dir auf das strahlende Licht<br />
Geschenk von ewigen Sternen<br />
trag es mit uns<br />
in endlose Fernen<br />
<br />
<br />
<br />
MOND<br />
<br />
Märchen aus uralter Zeit<br />
Wasser aus längst versiegten Quellen<br />
rauschen doch heut noch die Wellen<br />
klingen die Worte noch heut<br />
<br />
Nie versunken - nichts vergessen - nichts verloren<br />
alles lebt - alles besteht - ewig neu geboren<br />
<br />
Tief in mir das Alte Wissen<br />
könnt ihr ewig wiederfinden<br />
alte Bande - nie zerrissen -<br />
können ewig wieder binden]]></description>
            <author>Kinnaree</author>
            <pubDate>Tue, 23 Aug 2005 23:05:24 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/783</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die unbenutzten Todesursachen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=764</link>
            <description><![CDATA[<span style="color:blue"><b>Die unbenutzten Todesursachen</b><br />
<br />
Indem ich mit mir selber wette, betrete ich blindlings<br />
den Liftschacht - aber der Aufzug ist da: habe ich die Wette <br />
verloren?<br />
Ich lasse es darauf ankommen und gehe im Herbst<br />
durch den Wald - aber die Treibjagd ist schon zuende:<br />
auf was habe ich es ankommen lassen?<br />
Ich nehme mich zusammen und gehe über die Straße -<br />
aber alle Fahrzeuge fahren an mir vorbei: welchen Sinn hatte<br />
es, dass ich mich zusammennahm?<br />
<br />
Wenn ich im Fleischerladen bin, gelten die Beilhiebe nicht mir.<br />
Wenn ich die Starkstromleitung berühre, trage ich Schuhe mit<br />
Gummisohlen.<br />
Wenn ich mich aus dem Fenster beuge, ist die Brüstung zu<br />
hoch.<br />
Wenn ich stolpere, stolpere ich auf dem Erdboden.<br />
Wenn ich falle, falle ich glücklich.<br />
Wenn ich auf dem Gerüst stehe, ist das morsche Brett schon<br />
entfernt worden.<br />
Wenn ich mit der Schußwaffe spiele, sind meine Finger zu<br />
ruhig.<br />
Wenn ich auf die Schlange trete, ist die Schlange schon tot:<br />
Es nützt nichts, dass ich in kochendes Wasser falle - es ist nur<br />
ein Traum.<br />
Es schadet nichts, dass ich von Kannibalen gegessen werde - <br />
ich bin nur die Figur eines Witzes.<br />
Es tut nichts zur Sache, dass mir der Kopf von einem<br />
Gorilla abgebissen wird - ich bin nur der Held einer<br />
Geschichte.<br />
<br />
Währen die Stricknadel unbenutzt im Wollknäuel steckt,<br />
während die Rasierklinge unbenutzt neben dem Waschbecken<br />
liegt,<br />
während das Pflaster unbenutzt tief genug unter mir liegt,<br />
während der Lastwagen unbenutzt gegen die Mauer<br />
zurückstößt,<br />
während die Tür des Kühlschranks unbenutzt zufällt,<br />
während die tödliche Dosis unbenutzt dort im Schrank steht,<br />
während anderswo unbenutzt tödliche Kälte herrscht,<br />
während anderswo Feuer unbenutzt niederbrennt,<br />
währen Felsblöcke woanders aufschlagen,<br />
während zum Töten Ermächtigte woanders andere töten,<br />
während nicht zum Töten Ermächtigte woanders andere töten,<br />
während andere zum Töten Ermächtigte woanders<br />
andere zum Getötetwerden Verpflichtete töten und<br />
während woanders andere zum Getötetwerden Verpflichtete<br />
andere zum Töten Ermächtigte töten,<br />
während <br />
Messerspitzen,<br />
Axtschneiden,<br />
Gammastrahlen,<br />
scharkantige Steine,<br />
rasende Eisenbahnen,<br />
Straßenwalzen,<br />
Gletscherspalten,<br />
rotierende Propeller,<br />
Treibsand,<br />
giftige Pilze,<br />
giftiger Schimmel,<br />
tödliche Spinnen auf Bananen,<br />
flüssiger Stahl,<br />
Minenfelder,<br />
kochendes Pech,<br />
ausströmendes Gas,<br />
tiefes Wasser<br />
unbenutzt sind,<br />
<br />
stehe ich hier auf meinem Platz,<br />
<br />
einen Schritt zu weit weg von der Bananenschale,<br />
mehr Schritte zu weit weg vom rotierenden Propeller,<br />
noch mehr Schritte zu weit weg von der Spitze des Holzflocks,<br />
der in die Erde gerammt wird,<br />
noch mehr Schritte zu weit weg von der Spitze des Brieföffners,<br />
der neben mir liegt,<br />
am meisten Schritte zu weit weg vom Liftschacht, der leer ist - <br />
<b>und atme nicht ein<br />
und atme nicht aus<br />
und rühe mich nicht vom Fleck</b><br />
<br />
<br />
<br />
Peter Handke</span>]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Tue, 16 Aug 2005 09:34:49 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/764</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Der Panther</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=745</link>
            <description><![CDATA[<b>Der Panther</b><br />
<br />
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe<br />
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.<br />
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe<br />
und hinter tausend Stäben keine Welt.<br />
<br />
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,<br />
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,<br />
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,<br />
in der betäubt ein großer Wille steht.<br />
<br />
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille<br />
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,<br />
geht durch der Glieder angespannte Stille -<br />
und hört im Herzen auf zu sein. <br />
<br />
Rainer Maria Rilke<br />
<br />
<br />
6.11.1902, Paris<br />
<br />
<a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Frainer-maria-rilke.de%2F080027panther.html" border="0" title="http://rainer-maria-rilke.de/080027panther.html">http://rainer-maria-rilke.de/080027panther.html</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0">]]></description>
            <author>Laura</author>
            <pubDate>Fri, 05 Aug 2005 20:52:47 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/745</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Vogelsang</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=688</link>
            <description><![CDATA[Vogelsang<br />
<br />
Unüberhörbar<br />
ist das papageienhafte Gezwitscher<br />
vieler Staatsbürger.<br />
Mit mündigen Schnäbeln singen sie<br />
Loblieder auf ihre vergoldeten Käfige,<br />
die alle Augen blenden.<br />
<br />
Die Gattung der Raubvögel<br />
wirft ihnen von Zeit zu Zeit<br />
einige Gnadenwürmer vom Bruttosozialprodukt<br />
durch die Gitterstäbe.<br />
<br />
Überall haben sich Königsgeier<br />
in die Polster ihrer Thronsessel gekrallt.<br />
Zufrieden beobachten sie<br />
die aufgeplusterten Spatzen.<br />
Die Käfige werden<br />
scharf bewacht. Doch mehr und mehr<br />
erkannt man, dass diese Maßnahme<br />
überflüssig geworden ist.<br />
Der Wohlstandskäfig bewirkt,<br />
dass die Krallen verkümmern.<br />
Die kollektive Euphorie<br />
lässt nur sehr selten flügge werden.<br />
Filmproduzenten rufen zur Balz,<br />
um letzte Frustrationen abzubauen.<br />
<br />
Wer trotzdem seinen Freiheitsdrang<br />
nicht überwinden kann,<br />
der darf entfliegen,<br />
nachdem man ihn<br />
für vogelfrei erklärt hat.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
&nbsp;(U. Schmidt)]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Tue, 19 Jul 2005 15:41:10 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/688</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Nie gekannt</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=668</link>
            <description><![CDATA[<span style="color:blue">es geistert schon seit Nächten<br />
durch die traumlosen Träume<br />
es winkt<br />
und verschwindet wortlos<br />
ich denke mir<br />
dich hab ich nie gekannt<br />
und jedes Wort<br />
liegt schwer auf meinem Herzen</span>]]></description>
            <author>Miracle</author>
            <pubDate>Sat, 09 Jul 2005 17:41:02 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/668</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Zwei Freunde...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=579</link>
            <description><![CDATA["Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.<br />
<br />
Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:<br />
<br />
"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."<br />
<br />
Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.<br />
<br />
Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:<br />
<br />
"Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."<br />
<br />
Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?"<br />
<br />
Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."<br />
<br />
[Aus dem Netz, Autor/Quelle unbekannt...]]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Mon, 13 Jun 2005 10:56:35 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/579</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Du hast es in der Hand, es ist das, was Du daraus machst....</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=570</link>
            <description><![CDATA[Der griechische Philosoph Sokrates war bekannt dafür, auf jede Frage eine<br />
weise Antwort parat zu haben. Regelmäßig versammelten sich viele Menschen<br />
und Studenten um ihn und fragten ihn um Rat.<br />
<br />
Eines Tages wollte ein junger, neidischer Bursche Sokrates bloßstellen.<br />
<br />
Er besorgte sich einen kleinen Vogel, der gerade groß genug war und in seine<br />
geschlossene Hand passte. Er wollte den alten Mann bei einer Versammlung<br />
fragen, ob das, was er in der Hand hält, lebt oder tot ist.<br />
<br />
Würde er sagen, es lebt, würde er den Vogel zerquetschen, würde er sagen,<br />
es ist tot, so würde er ihn fliegen lassen. Nun fragte er den alten Mann: <br />
„Was ist mit dem, was ich in der Hand halte... lebt es oder ist es tot?“<br />
<br />
Der weise Sokrates sagte: <br />
<br />
„Egal, wie es auch ist, Du hast es in der Hand, es ist das, was Du daraus machst!“]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sat, 11 Jun 2005 10:08:21 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/570</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ein Regenbogenmärchen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=554</link>
            <description><![CDATA[<b>Für alle, die den Regenbogen lieben ...</b><br />
<br />
Vor langer Zeit begannen die Farben dieser Welt zu streiten. Jede behauptete von sich, sie sei die Beste, die Wichtigste, die Nützlichste, die Beliebteste!<br />
<br />
GRÜN sagte:<br />
Klar bin ich die Wichtigste! Ich bin das Symbol für Leben und Hoffnung. Ich wurde gewählt für das Gras, für die Bäume und die Blätter. Ohne mich würden alle Tiere sterben. Schaut euch doch in der landschaft um und ihr werdet sehen, dass ich in der Mehrheit bin!<br />
<br />
BLAU unterbrach:<br />
Du denkst nur an die Erde! Aber betrachte doch den himmel und das meer! Es ist das wasser, das die Basis für alles Leben ist und von den Tiefen des Meeres in die Wolken hinaufgezogen wird. Der Himmel gibt Raum, Frieden und Unendlcihkeit. Ohne meinen Frieden wärt ihr alle nichts!<br />
<br />
GELB lachte in sich hinein:<br />
Ihr seid alle so ernst. Ich bringe Lachen, Fröhlichkeit und Wärme in die Welt. Die Sonne ist gelb, der Mond ist gelb, die Sterne sind gelb ... Eine Sonnenblume bringt die Welt zum Lächeln. Ohne mich gäbe es keinen Spass!<br />
<br />
Als nächste begann ORANGE ihr Lob zu singen:<br />
Ich bin die Farbe der Gesundheit und der Erneuerung. Ich mag rar sein, aber kostbar, denn ich diene den Bedürfnissen menschlichen Lebens. Ich überbringe die wichtigsten Vitamine. Denkt an Karotten, Kürbis, Mangos und Papayas. Ich hänge nicht ständig herum, aber wenn ich den himmel zum Sonnenauf- oder -untergang färbe, ist meine Schönheit so eindrucksvoll, dass niemand einen Gedanken an einen von euch verschwendet.<br />
<br />
ROT konnte es nicht länger aushalten und rief aus:<br />
Ich bin der Herrscher von allen! Ich bin das Blut - Lebensblut! Ich bin die Farbe der Gefahr und der Tapferkeit. Ich bin bereit für etwas zu kämpfen. Ich bringe Feuer ins Blut. Ohne mich wäre die Erde so leer wie der Mond. Ich bin die Farbe der Leidenschaft und der Liebe, der roten Rose und der Mohnblume.<br />
<br />
PURPUR erhob sich zu ihrer vollen Größe: Sie war sehr groß und sprach mit Pomp:<br />
Ich bin die Farbe der Fürsten und der Macht. Könige, Häuptlinge und Bischöfe haben immer meine Farbe gewählt, weil ich das Symbol für Autorität und Weisheit bin. Niemand zweifelt an mir, man hört und gehorcht.<br />
<br />
Schliesslich sprach INDIGO, viel leiser als all die anderen, aber mit ebensolcher Bestimmtheit:<br />
Denkt an mich. Ich bin die Farbe der Stille. Ihr nehmt mich kaum wahr, aber ohne mich würdet ihr alle oberflächlich werden. Ich repräsentiere Gedanken und Betrachtung, Zwielicht und tiefes Wasser. Ihr braucht mich für das Gleichgewicht und für den Kontrast, für das Gebet und den inneren Frieden.<br />
<br />
Und so fuhren die Farben fort zu prahlen, jede von ihrer eigenen Erhabenheit überzeugt. Ihr Streit wurde lauter und lauter. Plötzlich war da ein heller Blitz und grollender Donner. Regen prasselte schonungslos auf sie nieder. Die Farben drückten sich voll Furcht einer an den anderen, um sich zu schützen.<br />
<br />
Inmitten des Lärms begann der REGEN zu sprechen:<br />
"Ihr dummen Farben streitet untereinander und versucht den anderen zu übertrumpfen!<br />
Wisst ihr nicht, dass jeder von euch für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen wurde, einzigartig und besonders? Reicht euch die Hände und kommt zu mir."<br />
<br />
Sie taten wie ihnen geheißen wurde, sie kamen zusammen und reichten sich die Hände.<br />
<br />
Der Regen fuhr fort:<br />
Von nun an, wenn es regnet, erstreckt sich jede von euch in einem großen Bogen über den Himmel, um daran zu erinnnern, dass ihr alle in Frieden miteinander leben könnt. Der Regenbogen ist ein Zeichen der Hoffnung auf ein Morgen. Daher, immer wenn ein guter Regen die Welt wäscht und ein Regenbogen am Himmel erscheint, erinnern wir uns daran, einer den anderen zu würdigen.<br />
<br />
Freundschaft ist wie ein Regenbogen:<br />
<br />
Rot, wie ein Apfel, süß bis ins Innerste.<br />
<br />
Orange, wie eine brennende Flamme, die niemals auslöscht.<br />
<br />
Gelb, wie die Sonne, die deinen Tag erhellt.<br />
<br />
Grün, wie eine Pflanze, die nicht aufhört zu wachsen.<br />
<br />
Blau, wie das Wasser, das so rein ist.<br />
<br />
Purpur, wie eine Blume, die bereit ist, aufzublühen.<br />
<br />
Indigo, wie die Träume, die dein Herz erfüllen.<br />
<br />
Mögen wir alle Freundschaften finden, die dieser Schönheit gleichen.]]></description>
            <author>ID165</author>
            <pubDate>Tue, 07 Jun 2005 11:48:31 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/554</guid>
        </item>
        <item>
            <title>ein Gedicht über mich!</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=504</link>
            <description><![CDATA["Quälgeist"<br />
<br />
Erbarmungslos<br />
Unermüdlich<br />
Worte mit deinem<br />
Willen gesättigt<br />
drängen sich durch mein Ohr<br />
zum Herzen<br />
wollen es verbiegen<br />
deinem Wunsch geneigt machen<br />
stoßen auf Widerstand<br />
der sich selbst zermürbt<br />
im Kampf mit deinem Drängen<br />
könnte man doch Ohren verschließen<br />
Wo bleibt die Freiheit des Handelns<br />
im geschlossenen Kreislauf der Reaktion?<br />
Siehst du nicht, was das mit uns<br />
beiden macht?<br />
<br />
<br />
&nbsp;<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-lol.gif" title="LOL" alt="LOL" align="absmiddle" class="smilie" /> &nbsp;<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/clown.png" title=":*)" alt=":*)" align="absmiddle" class="smilie" /> &nbsp;<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-cool.gif" title=":cool:" alt=":cool:" align="absmiddle" class="smilie" />]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Mon, 23 May 2005 16:07:34 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/504</guid>
        </item>
        <item>
            <title>verflogen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=468</link>
            <description><![CDATA[verflogen<br />
irgendwo gelandet<br />
aber was <br />
für ein Glück<br />
doch noch erkannt<br />
und abgesprungen<br />
vom rasenden Zug<br />
der wohl bald<br />
gegen die nächste<br />
Wand <br />
krachen wird<br />
oder auch <br />
sich in Licht <br />
auflöst<br />
so oder so<br />
was für ein Glück<br />
gerade noch<br />
davon geflogen<br />
<br />
...<br />
...<br />
...<br />
...<br />
...<br />
...<br />
...<br />
...]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Wed, 11 May 2005 11:52:51 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/468</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedichtesammlung</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=460</link>
            <description><![CDATA[Was mich mutlos macht<br />
ist daß es so schwer ist<br />
zu sehen wohin ein Weg geht<br />
zum Recht und zur sicheren Zukunft<br />
aber was mir dann wieder Mut macht<br />
ist daß es so leicht ist<br />
zu sehen wo Unrecht geschieht<br />
und das Unrecht zu hassen<br />
<br />
Und auch wenn es nicht leicht ist<br />
gegen das Unrecht zu kämpfen<br />
so verliert man dabei<br />
doch nicht so leicht seine Richtung<br />
denn das Unrecht leuchtet so grell <br />
und verbreitet so starken Geruch<br />
daß keiner die Spur des Unrechts verlieren muß<br />
<br />
Wenn der Weg zum Recht und zur Zukunft<br />
dunkel ist und verborgen<br />
dann halte ich mich an das Unrecht<br />
das liegt sichtbar mitten im Weg<br />
und vielleicht wenn ich noch da bin<br />
nach meinem Kampf mit dem Unrecht<br />
werde ich dann ein Stück<br />
vom Weg zum Recht erkennen<br />
<br />
Quelle: Erich Fried "Gesammelte Werke", Gedichte 2, Berlin 1993.]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Sat, 07 May 2005 12:54:36 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/460</guid>
        </item>
        <item>
            <title>non-sense</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=451</link>
            <description><![CDATA[Wertschätzung<br />
<br />
Die Wertschätzung <br />
die ich für etwas<br />
ausdrücke<br />
ist nie genug<br />
erstens ist es <br />
eine Schätzung<br />
und zweitens<br />
haue ich alle<br />
übers Ohr<br />
<br />
&nbsp;<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/clown.png" title=":*)" alt=":*)" align="absmiddle" class="smilie" /> <br />
<br />
Dass du mich nicht liebst<br />
ist mir egal<br />
aber dass ich dich<br />
nicht lieben kann<br />
treibt mich<br />
in den Wahnsinn<br />
<br />
<br />
Stein<br />
<br />
Ich bin ein Stein<br />
der ins Rollen kam<br />
und nicht mehr stoppen kann<br />
Manchmal ist mir schwindelig<br />
und dann denke ich<br />
ich stehe still<br />
wie ein Fels<br />
aber das ist eine Illusion<br />
da ich nichts kann<br />
außer Lawinen lostreten<br />
<br />
<br />
Seltsam<br />
<br />
Seltsame Verwischung<br />
von Angelegenheiten<br />
Es liegt mir viel<br />
darAn dies aufzudecken<br />
abzudecken<br />
wieder hinzuschmieren<br />
setzen, legen<br />
dass der Schwamm<br />
der schon immer<br />
dreckige Wäsche aufsog<br />
zum erliegen kommt<br />
<br />
<br />
<br />
Betrachtungen<br />
<br />
Im Abstand<br />
sind die Wellen flach<br />
du nur ein Punkt<br />
im tobenden Meer<br />
Wenn du ertrinkst<br />
wird es einen neuen Punkt geben<br />
der sich nicht von dir<br />
unterscheidet<br />
In der Nähe<br />
bist du wichtig<br />
in Not<br />
und alles an das ich mich<br />
klammern kann<br />
wenn die Schiffe sinken<br />
Die Wahrheit liegt dazwischen<br />
zwischen Raum und Untergang]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Tue, 03 May 2005 15:32:59 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/451</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Zitat von Adorno</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=450</link>
            <description><![CDATA[„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben ist barbarisch“<br />
<br />
Adorno]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Tue, 03 May 2005 13:30:28 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/450</guid>
        </item>
        <item>
            <title>was ist Leben?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=445</link>
            <description><![CDATA[wie verrückt durch<br />
die Stadt irren <br />
bei nacht<br />
Gemeinschaft suchen<br />
nirgends finden<br />
zurück in die Vergangenheit<br />
die Freunde von damals<br />
ein leerer Ort<br />
irgendwo hier<br />
auf dieser Insel<br />
hängt noch<br />
ein fröhliches Lachen<br />
von mir in der Luft<br />
doch meide ich<br />
die Feuerstellen<br />
um die sich alle versammeln<br />
suche den Schatten eines Baumes<br />
und fühle noch einmal mehr<br />
wer ich bin]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Sun, 01 May 2005 20:23:02 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/445</guid>
        </item>
        <item>
            <title>geistige Kommunikation</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=439</link>
            <description><![CDATA[Babysitter zu Baby:<br />
<br />
ich weiß durchaus<br />
wie deine Eltern<br />
dich in den Schlaf<br />
singen und wiegen<br />
doch bin ich weder<br />
deine Mutter <br />
noch dein Vater<br />
das wäre nicht korrekt<br />
da hast du Recht<br />
versuchen wir es<br />
auf unsere Art<br />
ich glaube <br />
jetzt ist es Zeit<br />
zu schlafen<br />
doch ist es nicht<br />
mein Job<br />
dir meinen Willen<br />
aufzudrängen<br />
dies ist kein Machtkampf<br />
das spürst du <br />
ich weiß<br />
dass das ungewohnt ist<br />
aber wenn du mal<br />
in dich reinfühlst<br />
findest du vielleicht<br />
in dir<br />
den Wunsch zu schlafen<br />
ich will dir helfen<br />
deinen Wunsch<br />
Wirklichkeit <br />
werden zu lassen<br />
ich bedränge dich nicht<br />
ich sitze hier <br />
und gebe dir <br />
alle Zeit die du brauchst<br />
um zu fühlen<br />
was du wirklich willst<br />
ich wache über dich<br />
ich bin hier<br />
wenn du jetzt schlafen willst<br />
dann darfst du<br />
es gibt keinen Willen<br />
der zu verteidigen wäre<br />
<br />
&nbsp;<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/sleep-silver.gif" title=":sleep:" alt=":sleep:" align="absmiddle" class="smilie" />]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Sat, 30 Apr 2005 14:29:03 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/439</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Dual...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=409</link>
            <description><![CDATA[<span style="color:blue">Du denkst viel und so wie ich<br />
daran erkannte ich dich<br />
Wir verstanden uns nonverbal<br />
alles in der Zeit im Drogental<br />
Nahmen zusammen Züge der Illusionen<br />
gaben uns Kraft in den klaran Situationen<br />
Tanzten in andere Welten<br />
als die Seelen das Verwandtsein erkannten<br />
Lachten über die gleiche Dinge<br />
wenn wir zusammen waren war es als ob die Zeit nicht verginge<br />
Redeten über die gleichen Sichtweisen<br />
und trafen uns schon so oft in den Erdenreisen<br />
Leben in verschiedenen Körpern<br />
jedoch sind wir sonst in Eins verkörpert<br />
Meine Worte damals vom Gleichsein verstandest du nicht<br />
wie auch waren wir doch jedesmal dicht<br />
Denk oft an dich und was du so machst<br />
wenn wir uns sehen kommen deine Worte die du gesagt hast<br />
Du tust mir nicht gut zur Zeit<br />
wir wussten was die Worte heissen<br />
<br />
Du heut weiss ich wir sind noch zu siebt<br />
und das es irgendwann eine zweite Chance gibt<br />
es war noch nicht die Zeit wie du sagtest<br />
sich zu verbinden mit einer dualen Seite</span>]]></description>
            <author>ID165</author>
            <pubDate>Sat, 23 Apr 2005 16:10:05 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/409</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Glöckchen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=397</link>
            <description><![CDATA[Die Glöckchen bimmeln in hohen Tönen<br />
verkünden das Hohe, Helle, Schnelle<br />
Die tiefen Glocken, sie sind alt<br />
verrostet<br />
langsam<br />
dumpf<br />
Sie sind schwer geworden<br />
Fallen von den Himmelsdecken<br />
und vergehen<br />
Die Natur wird ihrer habhaft<br />
Im Feuer der Gerechtigkeit<br />
werden sie geschmolzen<br />
und von den Machern des Morgen<br />
mit Liebe zu kleinen Glöcken<br />
geschmiedet<br />
Nicht mehr von Hand in Bewegung gesetzt<br />
allein ein Windhauch<br />
wird sie zum Spielen bringen<br />
Noch hört sie niemand<br />
aber sie sind bereit<br />
zu klingen]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Thu, 21 Apr 2005 18:04:37 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/397</guid>
        </item>
        <item>
            <title>einen Ort</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=381</link>
            <description><![CDATA[ich wünsche mich<br />
an einen Ort<br />
zum Schweigen<br />
einen Ort<br />
an dem<br />
mein Herz sich<br />
zu Hause fühlen kann<br />
an dem meine Gedanken<br />
frei und leicht sind<br />
das Lachen<br />
erheitert <br />
hell<br />
und freundlich <br />
klingt<br />
einen Ort<br />
der Ruhe<br />
der Besinnung<br />
der Freundschaft<br />
und des Lebens<br />
ich wünsche mich<br />
hier her]]></description>
            <author>Miracle</author>
            <pubDate>Sat, 16 Apr 2005 20:00:15 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/381</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=376</link>
            <description><![CDATA[Schön ist Dein Armreif, bedeckt mit Sternen,<br />
Meisterhaft gewirkt aus Myriaden farbiger Juwelen.<br />
Doch schöner ist für mich Dein Schwert<br />
Mit seiner Blitzeskrümmung wie die sanft gebogene<br />
Linie des Schwingenpaars von Wischnus Himmelsvogel,<br />
Ins zornesrote Licht des Sonnenuntergangs<br />
Vollendet hingestellt.<br />
<br />
Es zittert wie des Lebens letzte Antwort<br />
In Schmerzekstase vor dem Todesstoß.<br />
Es leuchtet wie die reine Flamme,<br />
Die jede Sinnlichkeit der Welt<br />
Mit jähem Schein verzehrt.<br />
<br />
Schön ist Dein Armreif, mit Sternenglanz geschmückt.<br />
Dein Schwert doch, Herr des Donners,<br />
Ist tausendfacher Schönheit Werk,<br />
Es anzuschauen, ja nur daran zu denken<br />
Ist schon Schrecken.<br />
<br />
<br />
Rabindranath Tagore, Gitanjali]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Fri, 15 Apr 2005 19:11:04 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/376</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Hass</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=368</link>
            <description><![CDATA[Es frisst dich auf,<br />
es zerstört dich.<br />
Es kann wegen einer Person sein,<br />
oder wegen einem Gegenstand.<br />
Doch es ist immer gleich<br />
DER HASS]]></description>
            <author>Kant2</author>
            <pubDate>Thu, 14 Apr 2005 16:41:27 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/368</guid>
        </item>
        <item>
            <title>eine Frage</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=349</link>
            <description><![CDATA[was<br />
<br />
was nur <br />
hat man <br />
dir getan<br />
dass du jetzt<br />
keine stillen <br />
Momente<br />
mehr hast<br />
dass deine Stimme<br />
aufbraust <br />
gegen jene <br />
die nur flüstern<br />
dass du <br />
jetzt <br />
einen Schuldigen<br />
brauchst<br />
eine Schuldige<br />
dass du große Reden<br />
donnerst<br />
aber keineswegs<br />
danach lebst<br />
schließt dich<br />
in deine Gedankentürme ein<br />
siehst überall nur<br />
das Unvollkommene<br />
Raserei<br />
aber selbst die Menschen<br />
die dir <br />
so unvollkommen erscheinen<br />
sie leben wenigstens<br />
sagtest du nicht einst:<br />
"Denken und Handeln<br />
müssen im Einklang sein"?]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Tue, 12 Apr 2005 12:22:17 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/349</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Blütenblätter</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=337</link>
            <description><![CDATA[Blütenblätter<br />
fallen schwebend<br />
dem Morgen<br />
entgegen<br />
der sanfte Sonnenstrahl<br />
lässt den Tau glitzern<br />
ein Zwitschern<br />
ein Rascheln<br />
ganz nah<br />
in weiter Ferne<br />
stumm und schlafend<br />
wiegen sich die Bäume<br />
in der frischen Frühlingsluft<br />
und es beginnt<br />
zu Regnen<br />
leise platschen<br />
die ersten Tropfen<br />
auf die Blütenblätter<br />
reißen den Tau<br />
mit in die Tiefe<br />
versickern <br />
im Boden]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Sun, 10 Apr 2005 10:03:11 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/337</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ein Versprechen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=333</link>
            <description><![CDATA[<center><span style="color:darkcyan"><br />
Ein Versprechen<br />
<br />
Wir werden bestehen<br />
auch in der Kälte der Nacht<br />
auch in der Hitze des Tags<br />
<br />
Wir werden SEIN<br />
IMMERDAR<br />
für ewigliche Zeiten<br />
<br />
Wir werden fliegen<br />
getragen von den Schwingungen allen SEINS<br />
zu jedem Ort<br />
auch in der nahsten Ferne<br />
und der fernsten Nähe<br />
<br />
Und alle Farben<br />
im Regenbogen<br />
Farben so unentdeckt und rein<br />
werden uns in Kleider hüllen<br />
uns Nahrung sein<br />
<br />
SEIN wie alles Leben<br />
zu allen Zeiten<br />
an allen Orten<br />
hinter allen Horizonten<br />
<br />
IMMERDAR<br />
<br />
SEIN IM ALL-EINS<br />
</span></center>]]></description>
            <author>Mirjam</author>
            <pubDate>Fri, 08 Apr 2005 20:08:14 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/333</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Unausgesprochen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=324</link>
            <description><![CDATA[Unausgesprochen<br />
<br />
so viel<br />
was unausgesprochen<br />
blieb<br />
und bleibt<br />
so viel<br />
was ich nicht sagen<br />
konnte, durfte<br />
und wollte<br />
so viele Fragen<br />
die noch <br />
im Raum stehen<br />
unausgesprochen<br />
kannst du mir<br />
die Welt erklären?]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Tue, 05 Apr 2005 16:03:02 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/324</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Vergebung</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=321</link>
            <description><![CDATA[Vergebung suchen<br />
unerbitterlich<br />
der tiefe Schmerz<br />
der mich treibt<br />
mich auf die Suche<br />
schickt<br />
doch wie kann ich<br />
finden<br />
was ich mir selbst<br />
nicht gewähre<br />
Projektion<br />
nach Außen<br />
nichts regt sich<br />
wenn das Wissen<br />
über eigene Schwächen<br />
und die Unperfektion<br />
noch sinnvoll ist<br />
dann ist es<br />
die größenwahnsinnige<br />
Einbildung<br />
der schrecklichste Mensch<br />
auf Erden<br />
zu sein<br />
schon lange nicht mehr<br />
eher gefährlich<br />
doch Vergebung finden<br />
in sich selbst<br />
geschieht nicht<br />
von heute auf morgen<br />
Wunden verheilen <br />
nicht in Stunden<br />
und helfen<br />
kann man mir<br />
wohl auch nicht<br />
wirklich<br />
da ich doch<br />
mir vergeben will<br />
das muss ich wohl<br />
mit mir klären<br />
mir selbst ins Gesicht<br />
sehen<br />
bis ich erkenne<br />
wie wundervoll es ist<br />
und man mir das<br />
nicht mehr sagen muss<br />
<br />
<img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/heart.png" title=":heart:" alt=":heart:" align="absmiddle" class="smilie" />]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Mon, 04 Apr 2005 20:08:17 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/321</guid>
        </item>
        <item>
            <title>große Motten</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=319</link>
            <description><![CDATA[James Thurber über Motten mit und ohne °<br />
<br />
*<b>The Moth and the Star</b>*&nbsp; <br />
&nbsp;(from "Fables for Our Time") <br />
<br />
A young and impressionable moth once set his heart on a certain star. He told his mother about this and she counseled him to set his heart on a bridge lamp instead. "Stars aren't the thing to hang around," she said: "lamps are the thing to hang around." "You get somewhere that way, " said the moth's father. "You don't get anywhere chasing stars." But the moth would not heed the words of either parent. Every evening at dusk when the star came out he would start flying toward it and every morning at dawn he would crawl back home worn out with his vain endeavor. One day his father said to him, "You haven't burned a wing in months, boy, and it looks to me as if you are never going to. All your brothers have been badly burned flying around street lamps and all your sisters have been terribly singed flying around house lamps. Come on, now, get out of here and get yourself scorched! A big strapping moth like you without a mark on him!" <br />
<br />
The moth left his father's house, but he would not fly around street lamps and he would not fly around house lamps. He went right on trying to reach the star, which was four and one-third light years, or twenty-five trillion miles away. The moth thought it was just caught in the top branches of an elm. He never did reach the star, but he went right on trying, night after night, and when he was a very, very old moth he began to think that he really had reached the star and he went around saying so. This gave him a deep and lasting pleasure, and he lived to a great old age. His parents and his brothers and his sisters had all been burned to death when they were quite young. <br />
<br />
Moral: Who flies afar from the sphere of our sorrow is here today and here tomorrow.]]></description>
            <author>ID03</author>
            <pubDate>Mon, 04 Apr 2005 13:48:15 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/319</guid>
        </item>
    </channel>
</rss>
