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        <title>Kreativitaet, Projekt Reines Land - OmSpace Foren</title>
        <description></description>
        <link>http://www.omspace.org/forum</link>
        <lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 09:54:44 +0100</lastBuildDate>
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        <item>
            <title>eden für jeden</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1407</link>
            <description><![CDATA[<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><center><br />
<br />
<span style="color:darkred"><b>wir haben unser eigenes eden aufgegeben<br />
<br />
um nach einem eden für jeden zu streben<br />
<br />
auf dem weg durch das dunkel erlebten wir<br />
<br />
das leben in all seinen belebenden ebenen<br />
<br />
in allen seinen verwegensten bewegungen<br />
<br />
alles dies mit licht und leben durchdrungen<br />
<br />
ist unser projekt eden auf erden gelungen</b></span><br />
<br />
<br />
</center></div>
<br />
<span style="color:gray">Andreas, 17.3.07</span>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sat, 17 Mar 2007 11:28:41 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1407</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Über den kosmischen Urgrund</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1247</link>
            <description><![CDATA[Ur<br />
Grund<br />
Urgrund<br />
Urgrund ist<br />
Urgrund ist und<br />
Urgrund ist und ist<br />
Urgrund ist und ist doch<br />
Urgrund ist und ist doch nicht;<br />
ist ein Potential, aber kein Ding;<br />
existiert (nicht) ohne keine Zeit;<br />
ist ungeboren und unsterblich<br />
seit jeher und immer im Jetzt.<br />
<br />
Ist jenseits der Gedanken, und<br />
doch sind sie Teil davon<br />
Ist jenseits von Gefühlen, und<br />
doch sind sie Teil davon<br />
Ist jenseits von Sinn und Sinnen<br />
und doch sinnt ein Teil davon:<br />
<br />
<span style="color:red">"Form ist Leere, Leere wird zur Form<br />
Kein Auge, Kein Ohr, Keine Nase,<br />
Keine Zunge, Kein Körper, Kein Geist,<br />
Keine Farbe, Kein Klang, Kein Geruch,<br />
Kein Geschmack, Kein Tastsinn.<br />
Kein Ding, das exisitiert."<br />
(Herz-Sutra)</span><br />
<br />
Was ist der Urgrund, wenn er nicht existiert?<br />
<br />
Lass die Frage los, denn der Urgrund ist<br />
Antwort an sich und niemals durch Frage<br />
erfahrbar.<br />
<br />
Lass die Antwort los, denn auch wenn der<br />
Urgrund Antwort ist, so ist diese Antwort<br />
kein Wort, kein Gefühl, keine Empfindung,<br />
kein Ding, das man logisch greifen könnte:<br />
<br />
<span style="color:blue">"Um Jetztheit wiederzuentdecken, muss man zurückschauen, dorthin, wo wir hergekommen sind, zurück zum ursprünglichen Zustand.<br />
<br />
In diesem Fall geht es nicht darum, in die Vergangenheit zu schauen, etwa einige tausend Jahre zurück; es geht darum, zurück in den eigenen Geist zu schauen, dorthin, wo 'Geschichte' noch gar nicht angefangen hat, wo das Denken noch gar nicht angefangen hat, dorthin, wo noch nicht einmal ein einziger Gedanke jemals aufgetreten ist.<br />
<br />
Wenn man mit diesem ursprünglichen Grund in Verbindung ist, wird man niemals mehr verwirrt durch die Illusionen von Vergangenheit und Zukunft.<br />
<br />
Man ist dann in der Lage, dauerhaft in der Jetztheit zu verweilen.<br />
<br />
Dieser ursprüngliche Seinszustand kann mit einem uranfänglichen oder kosmischen Spiegel verglichen werden.<br />
<br />
Mit "uranfänglich" meinen wir 'unbedingt', 'nicht durch irgendwelche Umstände verursacht' [aus sich selbst heraus existierend].<br />
<br />
Etwas 'Uranfängliches' ist keine Reaktion für oder gegen irgendeine Situation.<br />
<br />
Alle Bedingtheit resultiert aus Unbedingtheit.<br />
<br />
Alles, was zusammengesetzt ist, ist aus etwas entstanden, das vom Ursprung her reines Potential war.<br />
<br />
Wenn etwas bedingt ist, wurde es erschaffen oder geformt. Man spricht davon, Ideen oder Pläne zu form-ulieren. Im Gegensatz dazu ist das Unbedingte frei davon, geformt zu sein, frei davon, etwas Erschaffenes zu sein."<br />
(Trungpa Rinpoche)</span><br />
<br />
Nun 'kennen' wir ihn, den Urgrund,<br />
der unkennbar, unverkennbar,<br />
kannbar aber unwillbar ist....<br />
<br />
Doch wie ist er zu erfahren, kann<br />
man ihn ergreifen, kann mit Methode<br />
man ihn kaufen, kann mit Gebeten<br />
man ihn bezwingen oder seine Macht<br />
ersingen? Kann man ihn besitzen?<br />
Kann man ihn beschmutzen, muss<br />
man ihn putzen? Muss man schwitzen<br />
muss man leiden, um ihn zu nutzen?<br />
<br />
<span style="color:blue"><br />
"Der grundlegende Referenzrahmen des kosmischen Spiegels ist ausgesprochen unermesslich - und er ist frei von jedem Vorurteil, frei von Tod oder Heilung, frei von Hoffnung oder Furcht.<br />
<br />
Die Methode, um zurückzuschauen und den Seins-Zustand des kosmischen Spiegels zu erfahren, ist, sich einfach zu entspannen.<br />
<br />
In diesem Fall ist mit Entspannung jedoch etwas ganz anderes gemeint, als die übliche Vorstellung des Abendlandes davon, herumzuhängen oder sich Freizeit zu gönnen; sich durch einen schönen Urlaub abzulenken.<br />
<br />
Entspannung meint hier eine Entspannung des Geistes, ein Loslassen der Anspannung und der Konzepte und Depressionen, die einen normalerweise gefangen halten.<br />
<br />
Das bedeutet, weder für noch gegen eine Erfahrung zu sein. Das heisst, man bittet nicht um die eine Art von Gedanken und verurteilt die andere Art von Gedanken, sondern man tritt ohne Bewertung an jeden Gedanken heran.<br />
<br />
Man lässt Dinge sein, wie sie sind, ohne sie zu beurteilen.<br />
<br />
Das ist der ideale Zustand von Entspannung der die Erfahrung der Jetztheit des kosmischen Spiegels möglich macht.<br />
<br />
Tatsächlich IST dieser Zustand bereits die Erfahrung des kosmischen Spiegels."<br />
(Trungpa Rinpoche)</span><br />
<br />
Der Urgrund, die Quelle allen Seins,<br />
der kosmische Spiegel, der Raum,<br />
der den Traum aller Wesen verbindet<br />
und sich überall und nirgends befindet.<br />
<br />
Lass los, lass los, entspanne den Geist,<br />
dann wird er eins mit seinem Urselbst,<br />
von dem er doch niemals getrennt war<br />
ausser durch die Frage, suchend zumeist<br />
gestellt - gestellt vor - vorgestellt durch<br />
die Vorstellung, ur-geteilt durch Urteil,<br />
ein-geteilt, das Einteil....<br />
<br />
Lass los, spring - und fliege im Himmel<br />
der nicht-dualen nicht-seienden Existenz<br />
des himmlischen Seins.<br />
<br />
Seit jeher und immer im Jetzt<br />
ist ungeboren und unsterblich<br />
existiert (nicht) ohne keine Zeit;<br />
ist ein Potential, aber kein Ding;<br />
Urgrund ist und ist doch nicht;<br />
Urgrund ist und ist doch<br />
Urgrund ist und ist<br />
Urgrund ist und<br />
Urgrund ist<br />
Urgrund<br />
Grund<br />
Ur]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 25 Jun 2006 13:04:52 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1247</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht: LiebesHass</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1229</link>
            <description><![CDATA[<center><br />
<br />
<br />
<img sm:iepng="true" border="0" align="absmiddle" src="http://open-mindwork.org/bilder/verzweifels.jpg" title="http://open-mindwork.org/bilder/verzweifels.jpg" alt="[Not loaded: http://open-mindwork.org/bilder/verzweifels.jpg]" /><br />
<br />
<br />
<b>Liebeshass</b><br />
<br />
Die Trennung von Gutböse ist aufgehoben. <br />
Das Ende der Dualität macht nicht alles gut.<br />
Man steht in der Stille und die Wogen der <br />
Pole wogen weiter. <br />
<br />
Ich stehe hier auf einem Fels in der Brandung <br />
eines unendlichen Ozeans von Chaos. Aus dem <br />
Unbewussten rollt eine Realität an mich heran, <br />
sie zeigt sich erst dem Geist und den Sinnen, <br />
wird sehbar, dann hörbar, dann riechbar, dann <br />
schmeckbar. <br />
<br />
Dann wird sie fühlbar. Sie ist körperliche <br />
Realität geworden. Ich erlebt sie. Dann zieht <br />
die Weite des Ozeans die Kraft aus dieser <br />
Realität zurück, sie löst sich auf und kehrt <br />
zurück in den Urgrund des Seins. <br />
<br />
Der Urbuddha wohnt hier. 'Er' ist das Alles <br />
und Nichts, nicht männlich und nicht weiblich; <br />
das 'alles möglich' und 'nichts real'. Er ist der <br />
Urspiegel für die Gedanken. <br />
<br />
Ich stehe hier auf einem Fels in der Brandung <br />
eines unendlichen Ozeans von Chaos. Aus dem <br />
UnBewussten rollt eine Realität an mich heran. <br />
<br />
Ich mag sie, ich mag sie nicht. Ich liebehasse sie. <br />
Zugleich. Bardo. Zwischenzustand. Nicht warm und <br />
nicht kalt - nein heiss und Eis zugleich. <br />
<br />
Ich mag nicht, dass ich nicht entscheiden kann. <br />
Kann mich entscheiden, nicht zu mögen, keine <br />
Unterscheidung zwischen mögen und ablehnen <br />
treffen zu können. Bevor ich eine Entscheidung <br />
treffen kann, ist die Woge wieder verebbt, die <br />
Kraft ist raus. <br />
<br />
Und nächstes Mal? <br />
<br />
Woge kommt. <br />
Woge wird erkannt. <br />
Woge verebbt. <br />
Der freudvolle Geist, <br />
freudvoll an sich, <br />
nicht abhängig von <br />
Woge oder nicht <br />
Woge, mögen oder <br />
nicht mögen, <br />
geniesst <br />
dass es fliesst. <br />
was auch immer. <br />
<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
<b>Keine Dualität KeineGetrenntenBegriffe<br />
Sprache als Leim der verklebt was nie <br />
getrennt war als in der Sprache selbst.</b><br />
<br />
</center><br />
<br />
<span style="color:silver">Andreas, ca. 2002</span>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 28 May 2006 09:47:51 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1229</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Heimat</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1189</link>
            <description><![CDATA[<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<center><span style="font-size:18px; line-height:120%"><b>Heimat</b></span><br />
<br />
Ich weiss, ich werde niemals<br />
irgendwo eine Heimat finden<br />
ausserhalb von mir selbst, bis<br />
ich sie in mir gefunden habe.<br />
<br />
Ich weiss, ich werde niemals<br />
irgendwo die Geborgenheit<br />
finden, die ich suche, bis sie<br />
aus meinem Herzen strahlt.<br />
<br />
Ich weiss auch, ich werde nie<br />
Erleuchtung im Aussen finden,<br />
bis ich selbst aus dem Herzen<br />
leuchte bis in die Unendlichkeit.<br />
<br />
Und doch höre ich nicht auf zu<br />
suchen, nach der Heimat, nach<br />
der Geborgenheit, nach der<br />
Erleuchtung auch im Aussen<br />
<br />
In dem Wissen, dass Innen und<br />
Aussen nicht getrennt sind, nie<br />
getrennt waren - immer eins<br />
sein werden in meiner Sicht.<br />
<br />
Und vielleicht, wenn ich den Weg<br />
nach Innen mit dem Weg nach<br />
Aussen verbinde in dieser Sicht,<br />
begegne ich dem Herzens-Selbst<br />
<br />
Zugleich in meinem Herzen und<br />
im Herzen eines Anderen. Dann<br />
Im Herzen aller Anderen. Dann<br />
überall bis in den letzten Winkel<br />
<br />
des Universums. Wenn meine<br />
Heimat ein bestimmter Ort ist,<br />
oder eine bestimmte Gruppe,<br />
dann werde ich sie verlieren.<br />
<br />
Ist meine Heimat jedoch mein<br />
leuchtendes Inneres, dann ist<br />
sie immer der Ort, wo ich bin,<br />
weil ich sie mit mir mitnehme.<br />
<br />
<br />
<span style="font-size:9px; line-height:120%">Andreas, 12.04.06<br />
In der Energie von <a target="ext" href="http://omspace.org/forum/forum.php?req=derefer&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.orakel-spiel.de%2Frunenorakel.html%3Fr%3D18" border="0" title="http://www.orakel-spiel.de/runenorakel.html?r=18">Otala/Odal</a><img src=http://omspace.org/forum/icon_ext.gif title="Link &ouml;ffnet neues Fenster" border="0"></span><br />
</center><br />
<br />
</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Wed, 12 Apr 2006 14:04:37 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1189</guid>
        </item>
        <item>
            <title>DA! DA! Das ist es....</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1142</link>
            <description><![CDATA[[quote]<center><br />
"<i>Was wir Dada nennen, ist ein Narrenspiel aus dem Nichts, in das alle höheren Fragen verwickelt sind.</i>" (Hugo Ball)</center><br />
[/quote]<br />
<br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><center><br />
<b>paradoxie statt paranoia</b><br />
<br />
ohne sinne und besinnung<br />
und ohne sinn und verstand<br />
und doch nicht sinnlos - hung!<br />
ist das kleine spring-Quant<br />
<br />
springe schon weiter Quant<br />
unwahrscheinlichkeitsantrieb <br />
treibt an das weiterziehen<br />
hinterlassend spur von freude<br />
<br />
<br />
oh, ach ja, das menschensein <br />
'glaubt' ja noch an aussen-gott&nbsp; <br />
<br />
gott bewahre, an den glaubt <br />
ja eh kein Quantmeer mehr <br />
RaumIstVielmehr viel mehr <br />
fliesst, springt dehnt sich aus <br />
in euphorie phorie phonie.... <br />
<br />
spring!<br />
<br />
Quantenwissen SeinImRaum <br />
ist ja so göttlich göttlich.... <br />
<br />
von einem Freud zum andern <br />
glück hupft:<br />
<br />
Q - 'Der das All-Ein unterhält'<br />
<br />
<br />
Raum ist Klang<br />
Klang ist Raum<br />
Klangraum<br />
Quantraum<br />
Schwingung<br />
Bewegung<br />
Sein in Frequenz<br />
Nichtsein in Sein<br />
SpringenSprung<br />
<br />
sprachs und sprang:<br />
<br />
der klang: Q<br />
<br />
hear me. feel me.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
nadha brahma welt ist klang<br />
sind wir alle&nbsp; frequenz regt <br />
zum gleichschwung an zeigt <br />
wieviel freude und energie <br />
gleichschwung erzeugt vom <br />
gleichen Klang des jetzt <br />
<br />
oh freude! welt ist klang! <br />
<br />
<br />
Sie bekamen eine Vorstellung <br />
von Quanten-DADAismus<br />
<br />
Da! Da! Das ist es! Was?<br />
<br />
Alles! Alles? Ja!<br />
<br />
Und wo ist dann das Nichts?<br />
<br />
Das ist auch alles.<br />
<br />
Ach so. Hmm... Ja<br />
<br />
Und jetzt? Lachen!<br />
</center><br />
<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Tue, 31 Jan 2006 10:14:42 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1142</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Dinge</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=1060</link>
            <description><![CDATA[<center><br />
<b>Dinge<br />
<br />
Alte Dinge<br />
<br />
Tauchen<br />
<br />
auf<br />
<br />
im Licht<br />
<br />
von 1000 Sonnen<br />
<br />
und schmelzen<br />
<br />
in Bodhicitta<br />
<br />
Glück ist<br />
<br />
Sein<br />
<br />
im<br />
<br />
Jetzt</b><br />
</center><br />
<br />
<br />
*<i> 'Bodhicitta' ist die mitfühlende Einstellung eines Bodhisattva, stets und mit alle zur Verfügung stehenden Kraft zum Wohl aller Wesen zu handeln. Diese gelebte Einstellung stattet ein Wesen mit den notwendigen Werkzeugen aus, um dies zu tun und hilft, die Ich-bezogene Einstellung über ihre Begrenzungen und Anhaftungen hinauszuführen. </i>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Wed, 30 Nov 2005 10:22:03 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/1060</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. dunkler.raum : wie alles angefangen hat .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=935</link>
            <description><![CDATA[<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. dunkler.raum : wie alles angefangen hat .</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2001</i><br />
<br />
er wachte auf aus einem merkwürdigen traum, der ein verwirrtes gefühl von desorientierung in ihm hinterlassen hatte, ohne dass er sich an details oder bilder erinnern konnte . langsam tauchten seine sinne wieder aus den tiefen des schlafes auf, noch mit geschlossenen augen bekam er ein gefühl von dem raum, in dem er erwachte . etwas war anders, er war nicht in seinem bett . erschreckt riß er die augen auf . um ihn herum war es so dunkel, dass es keinen unterschied machte, ob er seine augen geschlossen oder geöffnet hielt . langsam dämmerte es ihm wieder, wo er sich befand . es war seine erste nacht in einem selbsterfahrungszyklus - gestaltet nach dem vorbild einer alten spirituellen tradition - bei der man von nahezu allen sinneseindrücken abgeschottet wird<br />
<br />
er befand sich in einem raum, der von einem weiteren raum umschlossen war . beide räume waren lichtgeschützt, so dass kein lichtstrahl hineindringen konnte . wenn man ihm essen und wasser brachte, benutzte man die beiden räume wie eine schleuse, um lichteinfall völlig auszuschließen, was die erfahrung beinträchtigt und seine augen geblendet hätte . außerdem hatte man die räume vollständig schallisoliert bis hin zu dem ausmaß, dass seine eigenen laute von den wänden verschluckt wurden wie von einem schwarzen loch . nichts sehen, nichts hören . nichts riechen: mit einer neuartigen technik war es gelungen, alle entstehenden gerüche zu neutralisieren . auf diese weise hatte man jede art der materiellen sinneswahrnehmung vollständig ausgeschaltet . selbst die speisen waren zwar nahrhaft, aber vollständig geschmacklos . er war zurückgeworfen auf sich selbst, den nackten geist, den körper eingesperrt in einem ultimativen gefängnis<br />
<br />
die ersten tage vergingen in einer wirren art, sich an erinnerungen zu klammern, die ihm ein gefühl von realität gaben . seine augen meinten manches zu sehen, bis ihm wieder einfiel, dass es da nichts zu sehen gab . manchmal schlief er und manchmal war er wach . und mit der zeit war er sich nicht mehr sicher, welche der beiden möglichkeiten zutraf . die zeit relativierte sich von tag zu tag, bis sie schließlich jede linearität verloren hatte und sich gleichsam in zeitlosigkeit auflöste . die erinnerungen verblaßten immer mehr, bis sie nur noch leise schatten waren, die wie weit entfernte trugbilder mehr schon fort als noch da waren . da er nicht einmal sein atmen hören konnte, war er sich nicht sicher, ob er überhaupt noch am leben war . wenn er das geschmacklose essen fand, in irgendeiner ecke des raumes, konnte er zumindest vermuten, dass er sich noch mit seinem körper bewegte, wirklich sicher sein konnte er sich jedoch nicht, vielleicht war auch das nur einbildung aus reiner gewohnheit<br />
<br />
manchmal erschien es ihm, als hätte er tage oder wochen in einem zustand von bewußtlosigkeit verbracht, bevor er wieder etwas wahrnahm, so wie im tiefschlaf, wo man gleichsam verschwunden ist - und dennoch immer wieder auftaucht wie aus dem nichts, unverändert, immer noch die gleiche person . scheinbar<br />
<br />
irgendwann, wenn man das in einem zustand von zeitlosigkeit sagen kann, geschah etwas neues . die wahrnehmung, die erzeugung von bildern in seinem geist, setzte für einen moment aus . aber er war bewußt . er konnte das nichts sehen, doch er selbst war nicht verschwunden . etwas explodierte, helles licht dehnte sich in die unendlichkeit des nichtvorhandenen aus und begann, den raum zu einer möglichkeit zu gestalten, zur unbegrenzten gestaltbarkeit freizugeben<br />
<br />
er war frei . er konnte nun tun, was er wollte, begriff er . keine begrenzungen . keine einschränkungen . der raum seines geistes hatte sich geöffnet und er war gleichsam wiedergeboren in einem reinen potential, das seiner gestaltung harrte<br />
<br />
eine weile genoß er den gedanken daran, dass er nun alles tun könnte, was ihm einfiel, er entspannte sich in dem zustand der ruhe, dass alles möglich war . mit der zeit allerdings wurde er unruhig . er wollte wirklich etwas tun ! nur was ? er konnte sich nicht entscheiden, die zahl der möglichkeiten war zu groß, zuvieles kam ihm in den sinn, nur damit das nächste und das übernächste ihn gleichermassen oder noch mehr begeistern konnten . eine ganze weile verging, bis er eine idee hatte . er wollte sich einen rahmen schaffen, in dem er seine wünsche finden konnte, aber er wollte es dem zufall oder einer höheren kraft überlassen, was wann und wie auftauchen würde .<br />
<br />
in dem moment, wo er dies dachte, entstand vor ihm im raum ein wirbel mit einem winzigen licht in der mitte . es sah aus wie eine art wurmloch, ein raumphänomen, bei dem man nie genau wußte, wann und wo es auftauchte und was man am anderen ende finden würde . das licht in der mitte zog ihn magisch an und er machte sich innerlich bereit für seine reise ins unbekannte . sein weg hatte begonnen .<br />
<br />
</div><br />

<br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;">Lizenzbestimmung: Creative Commons<br />
<br />
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<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Wed, 05 Oct 2005 09:27:03 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/935</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. eins.sein .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=902</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. eins.sein .</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2002</i><br />
<br />
na was habe ich denn da in der dunkelheit versteckt? zumindest vor denen, die sich nicht so recht in das dunkel wagen. wer weiss, was da kommt? wahrscheinlich ist es furchterregend! (man weiss ja nie, da so im dunkeln...) tatsächlich ist da nichts. na ja, mal abgesehen, von reinem purem potential. der perfekten virtuellen realität. alles, worauf wir genügend geistige energie richten, wird sich in diesem raum manifestieren. braucht vielleicht ein wenig zeit, müssen ja die bedingungen dafür erst einmal mühsam aus der welt der bedingten erscheinungen zusammenbasteln. ja, da ist liebe, freude, furchtlosigkeit, mitgefühl - soviel wir wollen! aber können wir wollen, was wir wollen? oder ziehen uns nicht gewohnheiten und ängste (die vor allem!) immer wieder ins samsara zurück, sobald die achtsamkeit ein wenig nachlässt? frustrierend das! aber wie wird man die ängste los, die gewohnheiten? die angst vor der angst (ich habe angst davor, dass ich angst vor etwas bekommen könnte, wodurch ich diesem dann energie gebe auf dass es sich manifestiere). wer hat angst? ich meine, wer ist das, der da angst hat? bin ich das? wer ist ich? wer will ich sein? was will ich sein? mitfühlend. mitfühlen heisst sich der welt gegenüber öffnen, eins mit ihr sein. erkennen, dass innen und aussen nicht durch eine grenze getrennt sind, sondern dass sie sich berühren. dass sie nahtlos fliessend ineinander übergehen. das da vorne, dort draussen, du, das was ich für ein du halte, das bin ja tatsächlich ich! weil doch der körper nur eine willkürliche grenze ist. wir teilen einen bereich von allem ab und setzen irgendwo eine grenze, irgendwo geben wir die offenheit auf und trennen etwas von uns selbst ab. weil wir angst haben vor dem, was da kommen könnte. es könnte zu anders als ich sein (oder (zugleich) zu gleich). manchmal lassen wir einzelne menschen in diesem raum hinein, wir teilen den raum mit einem menschen. dann erweitert sich dieser raum. man kann sich auch weiterhin gemeinsam vom rest der welt abgrenzen. aber wird man zweisam gleichsam eins und ist man als dieses größere eins eine wunderbare ganzheit, die sich nach aussen öffnet, um letztendlich die vollkommene ganzheit zu erfahren, dann sind liebe und mitgefühl grenzenlos. klar kann man dies auch allein - quasi - mit sich selbst ausmachen - männlich und weiblich verbinden und die projektion der gegengeschlechtlichen seite in die aussenwelt unterbinden; statt dessen die kraft im rahmen des eigenen köpers manifestieren. aber ganz ehrlich - macht es nicht einfach mehr spass, ganz in den einen oder anderen pol zu versinken und die schönheit des anderen pols in der aussenwelt geniessen zu können? dann noch mit einem körper, den man berühren, dessen wärme man spüren kann? mit dem man trennung und einssein zugleich erfahren kann? beide sind ganz, vollkommen ganz, und zeigen sich ihre vielen gesichter im wechsel der pole, immer harmonisch verbunden, so dass zugleich spannung der pole und die entspannung der ganzheit erfahren werden können.<br />
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</div>
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Sep 2005 09:55:41 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/902</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. san.pedro . der weite, offene geist der wüste .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=899</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. san.pedro . der weite, offene geist der wüste</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2001</i><br />
<br />
er befand sich in einer wüste - nicht am rand einer wüste, sondern mitten drin . bis zum fernen horizont konnte er nichts sehen ausser heissen, weisslich-gelben sand und alle paar meter einen oder mehrere dunkelgrüne kakteen . die kakteen hatten verschiedenste, teilweise sehr skurile formen und flößten ihm auf eine gewisse weise furcht ein - vielleicht auch ehrfurcht . auf einmal sah er hinter sich eine gruppe von menschen um ein gigantisches feuer sitzen; ein dunkelhäutiger junger mann redete zu der gruppe und alle hörten gebannt zu . er ging auf die gruppe zu und setzte sich mit in den kreis - blieb ihm doch nichts anderes übrig; alleine sein wollte er in dieser wüste sicher nicht .<br />
<br />
der mann, der zu den anderen geredet hatte, verstummte, sah ihn mit einem prüfenden blick an und nickte ihm dann freundlich zu . "guten tag" sagte der mann auf spanisch - und obwohl er eigentlich seines wissens kein spanisch sprach, konnte er nicht nur die begrüßung, sondern auch die weiteren worte gut verstehen . "herzlich willkommen bei unserer zeremonie, die wir nach alter tradition hier in der wüste durchführen . ich werde dir jetzt erklären, wie die rahmenbedingungen sind und du kannst dann frei entscheiden, ob du teilnehmen möchtest . alle, die sich dafür entscheiden, werden sich in kürze sternförmig vom feuer entfernen und zunächst einige stunden geradeaus laufen . du hast dich vielleicht gefragt, warum wir in der hitze der wüste ein derartig grosses feuer entfacht haben - es dient der orientierung . du wirst festellen, dass du dich mehrere stunden vom feuer entfernen kannst und du wirst es immer noch sehen können . so kannst du jederzeit zurück zur gruppe finden, wann immer du es wünscht . diejenigen, die mit mir hier bleiben wollen, werden mir helfen, das feuer für die dauer der zeremonie in gang zu halten . das bedeutet letztendlich sieben tage lang, denn das ist die traditionelle zeit . was nun gilt es zu tun dort draussen in der einsamkeit und in der weite der wüste ? es geht darum, den geist zu öffnen und mit der kraft der wüste eins zu werden . um zu überleben, werdet ihr nur eines benötigen : die kakteen, die hier überall wachsen . ihr fleisch wird eurem körper nahrung geben, ihr saft das wasser bieten und ihr geist wird euren geist nähren . wobei nähren hier vielleicht das falsche wort ist, doch das werdet ihr erfahren und spüren, wenn es soweit ist . mehr brauche ich euch nicht zu sagen, denn die wüste und der kaktus werden eure lehrer sein ."<br />
<br />
er hatte gespannt zugehört und es wurde ihm mit jedem wort klarer, dass er teilnehmen würde . schon standen alle auf bis auf etwa zehn, die offensichtlich den mut verloren hatten, bildeten einen gleichmäßigen ring mit dem rücken zum feuer und begannen loszugehen, jeder in seine richtung . mit jedem schritt enfernten sie sich sowohl vom zentrum des kreises als auch von einander . er ging mit gleichmäßigen, ruhigen schritten geradeaus und dachte an die erfahrungen der letzten räume, die veränderung, die er erfahren hatte auf seinem weg, die ersten ansätze einer großen furchtlosigkeit, die in ihm wachgeworden war . er hatte kaum bemerkt, wie die zeit verging, hatte auch keine uhr, aber mit einem mal bemerkte er, dass er hunger und durst hatte und er in keine richtung mehr einen der anderen teilnehmer erkennen konnte . nur hinter ihm sah er ein deutliches flimmern und eine rauchsäule, die sich kilometerhoch in den kristallklaren himmel aufzutürmen schien . vom verlangen seines körpers getrieben sah er sich nun das erste mal eine der kakteen etwas genauer an . es war ein kleines grünes kunstwerk und er fühlte, als wäre genau dieser eine kaktus hier nur für ihn gewachsen . es war fast, als hätte er eine beziehung oder verbindung zu dieser pflanze, die hier inmitten tausender anderer in der weite der wüste stand . er zupfte die stacheln an einem knolligen stück mit den fingern heraus, bis er die knolle komplett freigelegt hatte, dann brach er sie ab . das stück war etwa so groß wie ein apfel und sah auch ein wenig so aus, so biss er beherzt hinein . fast hätte er den bissen wieder ausgespuckt, denn es schmeckte alles andere als süß, es schmeckte scheußlich . doch welche wahl hatte er, nun, da er einmal unterwegs war ? er kaute und schluckte, biss ab, kaute und schluckte . . . bis er die knolle komplett gegessen hatte . sein hunger und sein durst waren vergangen . er fühlte, dass er von diesem kaktus genug gegessen hatte und er den rest stehen lassen sollte, damit er weiterwachsen konnte . so ging er einfach weiter, ziellos, geradeaus, immer weiter . nach einer weile wurde ihm komisch . eine übelkeit stellte sich ein und nun glaubte er, einem miesen betrug auf den leim gegangen zu sein . in die wüste geschickt ! mit kakteen vergiftet - woran würde er zuerst sterben, am gift oder an hunger und durst ? sein körper schien sich aufzulösen, flüssig zu werden, die wüste begann vor seinen augen zu verschwimmen und zu flimmern und er hatte grosse angst . er setzte sich hin, um sich ein wenig auszuruhen, versuchte, sich auf den nahen tod einzustellen und ohne angst zu sterben, ruhe zu bewahren . er konnte ja doch nichts tun . . .<br />
<br />
mit einem mal ging ein energiestoß durch seinen körper und er glaubte, jetzt sei der zeitpunkt gekommen . doch statt dessen hatte sich die übelkeit von seinem magen aus ausgebreitet in den ganzen körper - und es war keine übelkeit mehr, sondern reine energie, leicht und pur . sein körper fühlte sich an, wie aus reinem licht, sah auch so aus, alles war leuchtend klar und voller kraft . vor seinen augen begannen sich die natürlichen muster, die sich aus sand, kakteen und ein paar steinen bildeten, zu bewegen, die ränder verschwammen und er mußte festellen, nicht nur sein körper - alles um ihn herum bestand aus reinem licht, nichts war fest oder unbeweglich sondern in ständiger bewegung . er stand auf, sein körper war leicht, er konnte sich bewegen ohne jede mühe . in seinem geist war nichts als klarheit und die wüste, alles andere war vergessen, war unwichtig, spielte keine rolle mehr . eine riesige freude stieg in ihm auf und er begann zu rennen . mußte er überhaupt atmen ? er war sich nicht sicher, denn er schien unendliche kondition zu haben . es war so eine freude in ihm, er brauchte nichts von aussen, um glücklich zu sein, keine anderen menschen, keine dinge, nur die wüste und die weite und die klarheit seines eigenen geistes .<br />
<br />
er blieb wieder stehen, dann setzte er sich hin und genoss das gefühl, sich nicht zu bewegen . er lauschte den geräuschen der wüste . ab und zu hörte er ein rascheln und gleiten aus irgendeiner richtung, eine bewegung, doch er konnte nicht sehen, was das geräusch verursacht hatte . doch, da, jetzt konnte er etwas sehen - es waren schlangen, und eine glitt direkt vor ihm in seine richtung, hinterließ eine gewellte linie im sand und . . . hielt an, etwa drei meter vor seinen augen . sie schaute ihn an, er schaute sie an, sie war schön, schillernd, ein kleines juwel . dann konnte er sie auch fühlen, verstehen . er spürte ihre gedanken . er fühlte, dass sie mit ehrfurcht auf ihn schaute und auf eine sanfte weise dachte "oh, ein gott" . dann drehte sie um und verschwand wieder in die richtung, aus der sie gekommen war . er begriff . . . er war eins geworden mit der wüste, eins mit dem kaktus - hatte dieser kaktus je existiert, von dem er gegessen hatte ? war er nicht aussen wie innen ein teil von ihm schon immer gewesen ? spielte es eine rolle, ob er kaktus aß oder nicht ? eine stimme der vernunft sprach in ihm, er solle auf seinen körper achten und essen und trinken . ja muß denn licht ernährt werden von licht ? war doch ohnehin aussen und innen nicht getrennt, warum dann etwas von aussen nach innen bringen ? die stimme sprach wieder, doch nun stand wie ein hologramm der mann vom feuer vor ihm und es war seine stimme die sagte "ja, licht bist du und licht ist die welt um dich herum, reine energie . doch wenn du deine erfahrung noch eine weile halten möchtest, dann solltest die energie im fluss halten und dich mit deiner umgebung austauschen . jetzt siehst und erlebst du die dinge als licht, aber deine gewohnheiten manifestieren deinen körper dennoch als sehr materiell, und wenn du nicht isst, dann wirst du deinen körper verlieren und mit ihm viel von deinem wissen . vereinige dich mit dem geist der kakteen, immer weiter, dann wirst du die stufe erreichen, die dich vollkommen befreit ." und damit war der mann wieder verschwunden .<br />
<br />
also gut, also mehr kaktus essen . er mußte kichern, laut lachen, schaute sich um, suchte sich einen kaktus aus, einen der auf ihn einen sympathischen eindruck machte, dessen form und farbe ihm ästhetisch angenehm erschienen . schnell hatte er einen entdeckt, von dem er einen ast abbrach, der wie eine banane aussah . er wünschte sich, der kaktus möge doch auch wie eine banane schmecken, denn der widerliche geschmack war ihm noch in erinnerung . als er abbiss, erlebte er eine überraschung : es schmeckte nach banane, es schmeckte nach einer geradezu köstlichen banane . er war begeistert - eine reine freude, ein wahrer hochgenuß, essen war einfach freudvoll und wunderbar . kaum hatte er die banane aufgegessen, wollte er das spiel gleich weiterspielen - er suchte sich ein stück kaktus, das aussah, wie ein hühnerbein, da sah er schon eine kokosnuss und ein stückchen weiter inspirierte ihn eine kleine honigmelone . so ging es eine ganze weile, bis er sich vollkommen gesättigt fühlte . er fühlte sich wunderbar . doch dann begann der neue kaktus in seinem körper seine volle wirkung zu entfalten . in immer neuen energiestößen breitete sich die kraft in seinem körper aus, von innen heraus in der magengegend bis in die letzten poren seiner haut, so dass er den eindruck hatte, als würde pure energie in seinem innerern produziert, um durch immer feinere und noch feinere kanäle bis an die grenzen seines körpers gepresst zu werden, bis am ende dort wo der körper aufhörte ein feines schimmern, eine art von aura entstand und sich immer weiter ausdehnte . und mit dieser aura schien er selbst zu wachsen, immer größer zu werden . die grenze zu seiner umwelt verschob sich immer weiter, bald fühlte er sich von seinem körper völlig losgelöst und frei im raum um den körper herum schwebend . mit einem weiteren schub dehnte sich das kraftfeld, das er nun war, noch einmal um einen unendlichen faktor aus und er war völlig frei von seinem körper . dachte er . doch als er genauer nachfühlte, konnte er sowohl mit dem geist in der unendlichen weite verweilen und gleichzeitig seinen gewohnten körper sehen und fühlen, mal um sich herum, mal von oben aus der entfernung .<br />
<br />
die weite des raumes erfüllt ihn mit großer freude; das gefühl, einen körper zu haben, war auch nicht schlecht, manche eindrücke konnte man damit einfach besser wahrnehmen, so wie geschmack, geruch und berührung von objekten . doch das alles kannte er schon . die freude des raumes, der offenheit und weite war etwas neues . so hielt er sich mit seinem geist in der weite auf, begann aber auch seinen körper wieder zu bewegen und laufen zu lassen weiter in die wüste hinein . das feuer, die anderen menschen, das alles spielte nun keine rolle mehr . er fühlte, er könnte sich wieder auf seinen körper zusammenziehen, umkehren, zum feuer gehen und mit einer gigantischen erfahrung weitergehen . aber es gab auch noch eine andere möglichkeit - er konnte den körper ganz in ein feuerwerk von leuchtend-farbigem licht auflösen und nur noch in der weite sein, jeder gedanke an einen ort würde ihn im nu dorthin bringen, jeder gedanke konnte ein ganzes perfektes universum manifestieren, er könnte in reine länder überall gehen oder sein eigenes im grossen stil erschaffen . würde er den körper in licht auflösen und nicht einfach nur verlassen, könnte er sein ganzes wissen und seine ganze erfahrung mitnehmen . mit einem mal wurde ihm bewußt, dass die kakteen dort unten ein bewußtsein hatten . und er begriff - andere wie er hatten hier diese erfahrung gemacht, ihren körper in licht aufgelöst und aus ihrem herzen hatten sie einen kaktus manifestiert, der eine ewige verbindung zu ihrem geistigen kraftfeld darstellte . wer davon aß, verband sich mit ihrem kraftfeld und konnte die freiheit des geistes erleben - und sich selbst entscheiden . seine entscheidung war leicht . mit einem leisen lachen wurde sein körper licht und schwupps - dort stand ein neuer kaktus im sand . sein kaktus . er .<br />
<br />
</div>
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]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Sep 2005 09:01:08 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/899</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. sonnen.aufgang .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=898</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. sonnen.aufgang .</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2001</i><br />
<br />
sie erreichten ihr ziel am frühen morgen, fuhren durch felder und wiesen, die noch unter der weichen und flauschigen decke des frühnebels zu schlafen schienen . nach einer weile konnte man über dem nebel die spitzen von zelten sehen und fahnen, die als orientierungshilfe in dieser zeltstadt standen, denn in einem chaotischen mandala von tausenden zelten konnte man sich leicht verlaufen . das mandala war nicht vollkommen rund, es hatte sich ein halbkreis gebildet, dessen ränder nach innen fraktalartig zerklüftet waren wo der basar sich gebildet hatte in bunter dekoration, den rand umschließend und sich in kleinen strassen und gassen in die zeltstadt hineingrabend . das innere feld war frei, die grosse tanzfläche verschaffte sich platz und geltung in einem freien raum von mehreren hundert metern . die kleine tanzfläche lief an einem mittelpunkt des halbkreises in die zeltstadt hinein wie eine bucht . mit dem sonnenaufgang lichtete sich der nebel und die farben wechselten von zarten pastell- und grauabstufungen zu einer leuchtenden kraft und vielfalt .<br />
<br />
einmal in den raum der musik eingetaucht konnte man ihm nun nicht mehr entfliehen . der körper wurde durchdrungen von vibrationen . ("wenn geräusche mantras sind, dann ist diese musik ein sehr starkes mantra") . die pulsierenden bässe gaben stete und gleichmäßige kraft und halt, damit die atmosphären und intellektuellen effekte den raum des geistes öffnen konnten, ohne dass man sich darin verlieren würde . psychedelic trance . den körper bewegen, die kraft fließen lassen, den kreativen raum erforschen .<br />
<br />
an diesem tag sollte es heiss werden, über 30 grad im schatten, ein festival der sonne fand hier statt ( in jedem jahr hatten dieses fest und die sonne einen gemeinsamen termin gefunden und der name des festes war der name einer der größten uns bekannten sonnen ) tausende menschen schafften gemeinsam ein kraftfeld von sonne, wärme, raum und freude . sie tanzten in der mittagshitze, mit der sonne vereinigt und daher immun gegen ihre zerstörende kraft . offene blicke, offene menschen überall, grosse toleranz gegenüber dem andersartigen . keine grenzen in der vielfalt der hier versammelten menschen - jung wie alt, krank wie gesund, alle öffneten sich für die kraft der elektronischen klänge .<br />
<br />
eines seiner spiele hieß : "was wäre wenn" . einmal aus der macht der gewohnheiten ausbrechen und sehen, was möglich ist . den schritt zu machen, vollkommen loszulassen und in den raum zu vertrauen, alles zu akzeptieren, was kommt, wenn man nicht mehr hofft, nicht mehr erwartet, nicht mehr befürchtet; keine zukunft aus der kraft der eigenen projektionen manifestiert . das ego auflösen, indem man sich dem raum vollkommen hingibt . das weibliche prinzip (frei von einer bindung an ein biologisches geschlecht) : schau, ich schaffe dir platz, in dem du dich entfalten kannst; du kannst dir dein reines land erschaffen in dem raum, den ich dir gebe . oder das ego zu überschreiten, zu erkennen, dass es nie existiert hat . schon immer erleuchtet war . aus der kraft und kreativität der eigenen vorstellung ein reines land erschaffen, den raum gestalten in neuer und freudvoller form, alle sind eingeladen, teilzuhaben, wenn sie es wünschen . das männliche prinzip (frei von einer bindung an ein biologisches geschlecht) : sieh, ich schaffe dir ein reines land, spring hinein und genieße . war nun das eine wahr ? war nun das andere wahr ? war eines falsch und das prinzip des teufels, das andere wahr und licht ? ja ist denn nicht raum allein ein nichts ? und wohin mit der kraft und der freude, wenn da kein platz, kein raum mehr ist&nbsp; ? was akzeptieren, wenn ich loslasse, in den raum springe - wenn nicht etwas hineinkommt, was ich akzeptieren könnte ? wo gestalten, wenn kein raum mehr ist, in den ich fließen kann ? befreit und glücklich, wer erkennt, dass beides zusammengehört ! ich gebe mir selbst den raum, um mit der kraft der freude darin eine reine welt zu schaffen . begegnet mir ein mensch mit raum, so lasse ich meine freude dorthin fließen . begegnet mir ein mensch mit freude, so mache ich raum, dass er ihren fluß in die weite spüren kann . begegnet mir ein mensch mit raum und freude in vereinigung, so bringen wir unseren raum und unsere freude zusammen und steigern die kraft ins unermessliche . raum und freude sind nicht zu trennen .<br />
<br />
das kraftfeld war stark und dicht und es war voller freude . nur schwer konnte er wieder zurückkehren in den alltag . nach einem wochenende voller tanz und mit einem kopf voller inspiration kehrte er zurück in die gewohnte welt .<br />
<br />
</div>
<br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;">Lizenzbestimmung: Creative Commons<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Sep 2005 08:57:25 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/898</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. betrogene.begierde .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=896</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. betrogene.begierde .</b></u></span></span><br />
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<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2001</i><br />
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es hatte ihn mitten in das amsterdamer rotlichtviertel katapultiert . hier war er schon einmal gewesen vor langer zeit, aber er hatte den ort mehr wie ein tourist von aussen betrachtet . die schmalen mit kopfstein gepflasterten strassen, dazwischen die grachten . an den strassenrändern die typischen begrenzungspfähle mit den drei untereinander stehenden "X", ein wahrzeichen der stadt . kleine pittoreske häuserreihen - eine wunderbare altstadt-atmosphäre . und die grosse attraktion : ein ganzes viertel, in dem sich ein fenster an das andere reihte, hinter beinah jedem saß oder stand eine frau, in rotes licht getaucht . es waren blonde, und dunkelhaarige frauen, asiatinnen, schwarze frauen - frauen jeder herkunft, jedes alters, jedes typs . jede hatte ihre eigene art, die passanten auf sich aufmerksam zu machen . manche klopften an die scheiben, sprachen ihn an, andere sassen dort bewegungslos und ließen ihre schönheit für sich sprechen . andere spielten eine kleine szene, hatten ihr zimmer wie ein jugendzimmer gestaltet und lagen fröhlich telefonierend am fenster, schauten sich das treiben auf der strasse an . um eine kleine kirche herum in einem halbkreis waren vor allem schwarze frauen, die den ganzen tag einen ausblick auf die mauern des gotteshauses hatten . es mussten in den strassen und seitengassen dieses viertels wohl viele hundert frauen arbeiten<br />
<br />
er war gefesselt von den möglichkeiten . diesmal würde er nicht nur tourist sein . er würde eintauchen in das viertel und eine der frauen besuchen . sie schienen ihm fern, er fühlte sich unsicher und verletzlich . wie sollte er es anfangen ? was würde es kosten ? würde die frau ihn betrügen ? er hatte angst . er lief herum wie ein kleiner verschreckter hund und ging auf die suche nach seinem perfekten objekt der begierde . schließlich sah er ein mädchen, das die erfüllung all seiner erotischen träume zu sein schien. begierde flammte auf, gab ihm genug kraft seine angst überwinden und etwas tun zu wollen . er sprach einen passanten an, der ihm sympathisch erschien, einen ruhigen mann mittleren alters mit einer pfeife im mund . "please sir, what does ist cost ?" der mann schaute ihn mit klaren, freundlichen augen an . "what does what cost ?" "well, you know, to visit the women ." der mann lächelte und sagte mit einem warmen, fast zärtlichen ausdruck in der stimme "don't be shy . just go and ask the girls !" er ging fort ohne ein weiteres wort zu verlieren<br />
<br />
ja, in der tat, er war einfach zu schüchtern . er nahm all seinen mut zusammen und ging zu dem mädchen hin, das sein interesse bereits registriert hatte . "how much is it?" fragte er, weil ihm gerade keine elegantere art einfiel, das offensichtliche in erfahrung zu bringen . "100 guilders for fifteen minutes" . fünfzehn minuten kamen ihm irgendwie sehr kurz vor. mehr zeit würde aber auch mehr kosten, also folgte er ihr einfach durch die glastür. sie führte ihn eine sehr schmale treppe hoch in einen kleinen raum mit einem bett, einem schrank und einem waschbecken aus stahl . der raum war in gedämpftes rot- und schwarzlicht getaucht - eine mischung, die die haut makellos und schön erscheinen ließ . "your first time ?" . "yes" . "no need to be nervous ." sagte sie und "please wash your hands and your dick, and you have to pay first before we start ." er zog sich aus, bezahlte, wusch sich und legte sich auf das bett . sie zog ihren kleinen slip aus, aber nicht den bh . "aren't you going to take that off ?" fragte er irritiert . "that costs extra ." sagte sie und machte weiter, ohne auch nur im geringsten davon auszugehen, daß er noch mehr bezahlen würde<br />
<br />
sie zog ihm ein kondom über und begann, gegen seine nervosität anzukämpfen . kurze zeit später war ihr das gelungen, sie legte sich auf den rücken, bedeutete ihm, jetzt könne er loslegen . vorher machte sie ihm noch klar, daß er sie nicht mit den händen berühren dürfe und ganz auf sie legen dürfe er sich auch nicht . "they don't like that up there" fügte sie hinzu, wobei offen blieb, wen genau sie damit meinte und warum jene da oben das nicht mögen würden . sie öffnete sich körperlich gerade zur hälfte, energetisch fühlbar überhaupt nicht . während er sich bewegte, etwas angestrengt auf seine arme gestützt, schaute sie mal in den spiegel und rückte ihre haare zurecht, mal sagte sie ein wenig emotionslos "yeah, good, very good" oder etwas ähnliches . er kam sich jämmerlich vor, wie der letzte dreck . schmutzig, unattraktiv . schnell war es vorbei . er stand auf, zog sich an, blieb freundlich und verabschiedete sich, während sie erzählte, die engländer seien immer ihre liebsten kunden - aber im moment seien wenig engländer da und er wäre ja überhaupt der einzige kunde heute gewesen . sie würde jetzt nach hause gehen und wenn er mal wieder in amsterdam wäre... . er bedankte sich und ging . leere .<br />
<br />
</div>
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Sep 2005 08:54:41 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/896</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. gottes.haus .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=895</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. gottes.haus .</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2001</i><br />
<br />
er hatte eindeutig eine kirche betreten . nur war hier kein gottesdienst, überhaupt war der raum weitestgehend leer von menschen . vorne im bereich des altars stand ein junger mann mit einer sehr sympathischen ausstrahlung . er ging auf den mann zu, der ihn bereits bemerkt hatte und ihn ansah . "willkommen im haus gottes" waren seine worte, als sie sich nahe genug waren für eine begrüßung . "selten kommen raumreisende in dieses haus - ich freue mich über deinen besuch" sagte der priester und fügte hinzu: "möchtest du etwas über gott erfahren ?" . das wollte er durchaus, er hatte wohl sich seine eigenen gedanken gemacht über gott, doch er war sehr neugierig, was ein mann gottes darüber zu sagen hätte . "was ist gott ?" fragte er . "gott ist die liebe, die ordnung, der sinn, das schöne, das leben" sagte der priester . "dann ist satan also der hass, das chaos, der unsinn, das häßliche, der tod ?" fragte er . "das kann man so sagen" erwiederte der priester . "aber ist gott nicht allmächtig und alles umfassend ?" ."ja, natürlich" . "muss er dann nicht auch satan sein, sonst gäbe es ja einen ebenso mächtigen bösen gegenpol, wie könnte er dann allmächtig sein?" . "ich denke manchmal" sinnierte der priester "dass satan wohl die verborgene seite gottes ist, das nicht sichtbare, nicht verständliche, das mysterium . was aus dem verborgenen kommt, ist für die menschen nicht verständlich und doch ist es von gott"<br />
<br />
ihm war dies nicht wirklich verständlich, doch ihm schien, dass auch weitere erklärungen nichts erhellen würden, so fragte er weiter, was ihn so beschäftigte . "siehst du das so, dass ich hier bin und gott ist da draussen, unendlich gross, alles umfassendend ?" . "ja, natürlich, ich denke oft, wenn man wirklich und vollständig an gott glaubt muss man zerbrechen an seiner groesse und weil man selbst so klein ist" . "bedeutet das also, dass gott alles ist ausser die menschen und die tiere, denn die sind ja getrennt von ihm" . "ja" . das verstehe ich nicht, denn wenn gott alles umfassend ist, wie können dann die menschen von ihm getrennt sein, dann ist er alles ausser die menschen . und wenn die menschen nicht von derselben art sind wie gott, wie können sie da in kontakt mit ihm treten ? muss da nicht etwas gemeinsames sein zwischen menschen und gott ?" . der priester sah ihn an und schwieg eine weile . dann sagte er: "gott kann man nicht verstehen, man kann nur an ihn glauben . seit ich gefestigt bin und unterschütterlich in meinem glauben an gott, gehe ich mit einer unendlichen ruhe und sicherheit durch die welt - nichts kann mich mehr erschüttern . und aus dieser ruhe und unerschütterlichkeit kann ich viel gutes für die menschen tun" . plötzlich war der priester verschwunden<br />
<br />
er sann noch eine weile nach über das was der priester gesagt hatte . offensichtlich konnte man im glauben an gott zu einem zustand der egolosigkeit kommen, auch wenn er die philosophie nicht verstehen konnte . vielleicht war gott ja so etwas wie ein koan, so ein rätsel, das man den zen-buddhisten aufgab, damit sie sich in der meditation damit beschäftigen konnten . dort ist es so, dass man irgendwann feststellt, dass das rätsel keine eigentliche lösung hat, dass es mit dem logischen verstand nicht zu erfassen ist . bei dieser erkenntnis kann es sein, dass der verstand für eine weile aussetzt und man zu einer direkten erfahrung der wirklichkeit kommen kann, ohne die bewertungen des abstrakten denkens . vielleicht konnte man beim glauben an gott irgendwann in einen zustand des reinen, unlogischen glaubens übergehen, weil gott mit dem verstand nicht zu erfassen ist, und so zu einer direkteren erfahrung gelangen . vielleicht war das aber auch nur seine sichtweise . irgendwie schien es ihm, dass die meisten menschen, die an gott glaubten, irgendwie überhaupt nicht besonders über gott nachdachten und mit einer etwas kindlichen vorstellung von einer grossen, allmächtigen vaterfigur durch die welt gingen<br />
<br />
auf einer philosophischen ebene stellte ihn die idee von einem gott durch den dualistischen ansatz vor schier unlösbare logische probleme . sind dinge verschieden, wie können sie dann miteinander in kontakt treten ? sind sie von gleicher natur, wie können sie getrennt sein ? die unterscheidung gott/mensch schien ihm gleichermassen problematisch wie die unterscheidung geist/materie . auf einer praktischen ebene hatte er den eindruck, dass gott eine grosse leinwand war, eine gewaltige projektionsfläche, auf die jeder das projezieren konnte, was seinem denken entsprach . so in gedanken versunken verließ er die kirche wieder .<br />
<br />
</div>
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Sep 2005 08:51:50 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/895</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. frühling.erwacht .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=894</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. frühling.erwacht .</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2001</i><br />
<br />
sie tanzten nahezu, als ob ihre körper mit unsichtbaren fäden verbunden wären, ein ausdruck von erotik und verbundenheit zwischen zwei menschen, die sich nie zuvor gesehen hatten . es hatte auswirkungen . die männer gaben es auf, sich anzubieten und resignierten mit einem gefühl von bewunderung . die frauen wurden aufmerksam und begannen nun, den tänzer mit anderen augen wahrzunehmen . es war trance-musik zu der sie tanzten, ohne eine berührung der körper, jeder für sich und doch in einem spiel von mann und frau . pulsierende bässe und atmosphärische klänge trieben die menge zur steten bewegung, der raum war in schwarzlicht getaucht, das die dekoration wie magische lichtformen in der luft schweben ließ . kleine universen aus leuchtenden kugeln, schillernde insekten und blüten gleichsam holographisch . die menge feierte das erwachen des frühlings mit einem ekstatischen fest<br />
<br />
die frau war seine bestimmung für diese nacht . er wußte, daß sie es war, schon im ersten moment, und er hatte damit das interesse für alles andere um ihn herum verloren . sie fiel auf, sie leuchtete in der menge, so daß es den begierden der männer so wenig wie dem neid der frauen entging . ihr körper entsagte sich jeder beschreibung, jedem wort . wie soll man schönheit mit worten auch nur nahe kommen . sie setzte sich in szene, ihr gesicht war die bühne eines theaterspiels, das lockte und verwirrte . ihre bewegungen waren vollkommen, voller fluß, voller kraft, voller ausdruck sinnlicher weiblichkeit . die hellen haare schimmerten im licht und fielen im sanften fluß um ihre schultern . für die frauen war sie ein ärgernis, für die männer eine unerreichbare versuchung . sie hatten ihr spiel nicht durchschaut . er hatte in ihre augen gesehen, im tanz ihr wesen gespürt . unter der fassade hatte er die perfektion gesehen, für die sie gerade jetzt ein ausdruck war . er hatte ihr im geiste versprochen, sie zu schützen vor den anmaßungen der männer – sie hatte ihn gehört und war zu ihm gekommen . hatte sich ein wenig für ihn geöffnet und ihn spüren lassen, dass er gemeint war, als sie dicht vor ihm tanzte . es war wie ein traum – eine kurze zeit war er im hier und jetzt und genoß die sanfte vereinigung, die der tanz ausdrückte . dann begann das spiel der gefühle, das wogen der hoffnungen und ängste, der steten begleiter der begierde . er wollte sie ganz und gar . er durfte sie küssen, er durfte sie berühren, doch mehr erlaubte sie ihm nicht. doch er wollte sie, er begehrte sie, er wollte ihr feuer entfachen . war es möglich ? spielte sie nur ein spiel mit ihm ? immerhin war sie zu ihm gekommen ! als er sie verließ, am frühen morgen, nach dem aufgang der frühlingssonne, versprach sie zwar, sich bei ihm zu melden . schon wenige minuten später jedoch wußte er bereits, dass es ein spiel gewesen war . wenn er innerlich loslassen könnte, wäre es perfekt gewesen, so wie es war. er würde sie nie wieder sehen . wider besseren wissens hoffte er noch einige tage, bis sich die energie ihrer begegnung langsam wieder in den raum auflöste, aus dem sie entstanden war<br />
<br />
</div>
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Sep 2005 08:50:16 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/894</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. tanzende.göttinnen .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=892</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>. tanzende.göttinnen .</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - Andreas Giesen 2001</i><br />
<br />
er betrat eine art club, eine disco, nicht sehr groß, eingerichtet auf eine mehr alternative art . alles hatte den flair einer alten fabrik . ein feiner geruch von gras lag in der luft . die musik war reggae - kein klassischer reggae, es klang ein wenig härter, manchmal elektronisch experimentell, doch mit der nötigen leichtigkeit darunter, die das lebensgefühl der jamaikaner ausdrückte . oder das ideal des jamaikanischen lebensgefühls . die atmosphäre war laid back, viele tanzten, andere saßen auf sesseln, unterhielten sich, rauchten . er fühlte sich wohl hier und entspannt, setzte sich an den rand der tanzfläche auf eine kante und betrachtete mit freude die tanzenden . mitten auf der tanzfläche erregten zwei frauen seine aufmerksamkeit . sie waren beide zierlich, süß und fein in ihrem ausdruck . sie tanzten so, dass man eine verbindung zwischen ihnen spüren konnte, gemeinsam, miteinander . die eine hatte eine besonders feine weibliche linie, lange blonde haare fielen ihr offen über die schultern . die andere war etwas kleiner und wirkte - gleichsam zierlich - doch etwas kräftiger und weiblich-abgerundeter als die andere . sie hatte kurzgeschorene dunkle haare und hatte - auf eine kaum spürbare, aber doch vorhandene weise - auch etwas jungenhaftes in ihrer art . was dann geschah, fesselte und verzauberte ihn gleichermassen, so dass er mit leicht zur seite geneigtem kopf und einem lächeln im gesicht kein auge mehr von der szene lassen konnte<br />
<br />
die frauen umfassten sich beim tanzen, tanzten nun wie mann und frau, mit einer unendlich erotisch-leichten ausstrahlung, wobei die verteilung der rollen offen blieb . oder besser ständig im harmonischen fluß überzuspringen schien von der einen zur anderen tänzerin . es herrschte eine harmonie zwischen den frauen, als wären sie gleichsam zu einer person in zwei körpern geworden . ihr tanz drückte so vieles aus, schien gleichsam eine geschichte zu erzählen, manifestierte emotionen im raum . es gab da eine lässige, coole note, eine kleine revolution mit einem ironischen touch . "was auch immer du denkst, was auch immer du dir vorstellst, es spielt keine rolle . du kannst uns ansehen, aber wir sind, die wir sind und wir sind es für uns selbst . " jeden versuch, geschlechtlichkeit in zwei getrennte pole zu unterteilen führte dieser tanz ad absurdum . es waren frauen, ja, und wunderschöne noch dazu . doch sie brachten auch eine feine männliche energie mit in den tanz, mal mehr mal weniger, im stetigen fluß . in seinem kopf lösten sich konzepte auf, und sein herz öffnete sich . er schien wie verzaubert, wie verliebt, in diese beiden menschen dort zusammen, nicht die eine oder die andere war es besonders, sondern das, was sie gemeinsam waren, verschmolzen . er wollte ihnen sagen, was er sah, was er fühlte, doch es gelang ihm nicht . nicht viel später waren sie gegangen, hatten ihren zauber hinterlassen, fragen ohne antworten in den raum gestellt . ihm war, als wären göttinnen hinabgestiegen, um die menschen zu verzaubern und um dann wieder spurlos zu verschwinden . tanzende göttinnen . unendlich süße sehnsucht .<br />
<br />
</div>
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Fri, 23 Sep 2005 08:45:46 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/892</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht: Der lange Marsch</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=515</link>
            <description><![CDATA[24.5.2005<br />
<br />
<center><br />
<br />
<b>Der lange Marsch</b><br />
<br />
Die Visionen empfangen,<br />
noch unbedarft erprobt,<br />
den Samen gesät in die<br />
Herzen der Menschen.<br />
Eingesaugt in alte Zeiten<br />
forschend, erfahrend<br />
begreifend und lebend,<br />
lange Jahre verlor der<br />
einsame Wanderer den<br />
Pilgerpfad und suchte<br />
den Umweg durch das<br />
Unterholz der Mächtigen.<br />
Doch im Herzen ruht die<br />
Erinnerung an die Utopie,<br />
die allzu schnell zerbrach<br />
und noch reifen musste<br />
an der Zeit. An der Zeit<br />
gereift, ist jetzt die Zeit.<br />
Dies ist kein Weckruf,<br />
nur sanfte Erinnerung,<br />
dass sich das Herz nun<br />
öffnen darf, dass sich<br />
die Welt verändern darf,<br />
dass nun der Marsch<br />
sein Ende finden darf<br />
und all die Flüsse der<br />
individuellen Erfahrung<br />
in den Ozean der Liebe<br />
münden, in dem der<br />
Lotusduft der edlen <br />
Gemeinschaften den <br />
Garten der Menschen<br />
mit neuem Glück erfüllt.<br />
<br />
Das Glück liegt im Wir.<br />
</center><br />
<br />
<br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;">Lizenzbestimmung: Creative Commons<br />
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Tue, 24 May 2005 17:54:01 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/515</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Fabel vom Feuerspeisenden Golddrachen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=513</link>
            <description><![CDATA[<center><br />
<br />
<b>Die Fabel vom Feuerspeisenden Golddrachen</b><br />
<br />
<i>Andreas Giesen (2004)</i><br />
<br />
In einem fernen Land auf einem fernen Planeten <br />
gab es einen gewaltigen Regenwald, der der eine<br />
von zwei Lungenflügeln des Planeten war. Weil die <br />
Menschen das Ackerland brauchten und das Holz <br />
der Bäume und das Geld vom Ertrag der Felder <br />
und vom Holzverkauf, weil das Land wirtschaftlich <br />
benachteiligt wurde in der Welt, mussten viele <br />
Teile des Regenwaldes abgeholzt werden. <br />
<br />
An vielen Stellen verbrannte man den Wald <br />
einfach, das nannte man Brandrodung, und es <br />
diente dem Ackerbau. Für diesen Job waren die <br />
Feuerspeienden Walddrachen zuständig. <br />
<br />
Eines Tages entdeckte ein kleines Drachenjunges, <br />
das noch kein Feuer speien konnte, weil es noch zu <br />
klein dafür war, dass es das Feuer dafür aber <br />
runterschlucken konnte. <br />
<br />
Und - was noch erstaunlicher war - es konnte in <br />
seinem Bauch daraus Gold machen! Weil es wusste, <br />
dass die Familie immer zuwenig Geld hatte, freute es<br />
sich sehr und rannte sofort nach Hause zu seinem <br />
Vater. Der sass gerade vor den Fernseher und<br />
schaute sich den neuesten Katastrophenfilm an. <br />
<br />
"Papa, Papa, ich habe was entdeckt, ich bin ein <br />
Feuerspeisender Golddrache! Ich kann... "<br />
<br />
"Junge, das heisst Feuerspeiender Walddrache, <br />
wir sind Feuerspeiende Walddrachen. "<br />
<br />
"Ja aber Papa, ich habe..."<br />
<br />
"Da gibt es keine Widerrede! Das ist so und das <br />
wird auch immer so sein!"<br />
<br />
"Ich kann Feuer speisen und kann daraus..."<br />
<br />
"Wirst Du wohl still sein? Wir verdienen unser <br />
Geld mit dem Speien des Feuers, das hat mein <br />
Vater so gemacht, das macht Dein Vater so und <br />
das wirst auch Du so machen. Weil wir nur so <br />
überleben können. <br />
<br />
Wir müssen doch Geld verdienen! <br />
<br />
Und Walddrachen können nichts anderes tun, <br />
als Feuer speien!"<br />
<br />
"Aber das sage ich doch gerade, ich kann <br />
dann daraus..."<br />
<br />
"JETZT LASS MICH IN FRIEDEN MIT DEINEM <br />
KINDISCHEN GESCHWAFEL!"<br />
<br />
<br />
Und da wurde das kleine Drachenjunge sehr <br />
zornig und durch das Feuer des Zorns in seinem <br />
Bauch verbrannte das ganze Gold wieder und er <br />
musste die Hitze so heftig in den Raum entladen, <br />
dass alle Möbel verbrannten. So hatte das kleine <br />
Drachenjunge das erste Mal in seinem Leben Feuer <br />
gespien - und es hatte auch noch so gut getan! <br />
<br />
"Na also!", sagte der Drachenvater hustend - <br />
aber sehr zufrieden: "Siehst Du, es geht doch!"<br />
<br />
</center><br />
<br />
<br />
<br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;">Lizenzbestimmung: Creative Commons<br />
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Tue, 24 May 2005 17:13:07 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/513</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht: Das Ende der Dualitäts-Illusion</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=474</link>
            <description><![CDATA[Das Ende der Dualitäts-Illusion<br />
Der Anfang des Neuen Morgen<br />
Innen wie Aussen - ungetrennt<br />
Osten und Westen - ungetrennt<br />
Norden und Süden - ungetrennt<br />
Morgen und Gestern - ungetrennt<br />
Raum und Energie - ungetrennt<br />
Oben und Unten - ungetrennt<br />
Weiss und Schwarz - ungetrennt<br />
Männlich wie weiblich - ungetrennt<br />
Weisheit und Mitgefühl - ungetrennt<br />
Schmerz und Freude - ungetrennt<br />
in der liebe gottes - ungetrennt<br />
Dunkel und Hell - ungetrennt<br />
Gut und Böse - ungetrennt<br />
wir sind - ungetrennt<br />
<br />
Die Lichter von Tun und Sein<br />
verschmelzen jetzt in Eins.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sat, 14 May 2005 11:33:17 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/474</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht: sichtweite</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=382</link>
            <description><![CDATA[<center><br />
sehr oft seh ich weit hinaus in den raum<br />
nur was mich betrifft seh ich dann kaum<br />
auch wenn ich mit dem geist mich weite<br />
steh ich der edlen sache stets zur seite<br />
ich suche wissen, gute mittel, energien; <br />
und wo ich nehm, da fliesse ich auch hin<br />
<br />
<br />
das 'ich' von dem ich rede gibt es nicht<br />
das ist die tiefste essenz von dieser sicht<br />
wir sind nicht zwei, nicht viele, nicht eins<br />
wir sind fraktale des kosmischen seins<br />
sowohl getrennt als auch verbunden, heil <br />
und doch so schmerzlich voller wunden. <br />
<br />
<br />
entzwei vergehn &amp; wieder sich verbinden<br />
in der hohen liebe sinn und freude finden:<br />
wer so gewandelt sieht was edel leben ist<br />
sehnsuchtsvoll das höchste glück vermisst<br />
der findet schutz &amp; einheit in der trennung, <br />
der findet liebe im herzen ohne benennung<br />
</center>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 17 Apr 2005 13:14:57 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/382</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Hast Du eine Frage?</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=311</link>
            <description><![CDATA["Hast du eine Frage?" sprach ihn die Frau an.<br />
<br />
Er dachte nach. Hatte er eine Frage?<br />
<br />
Ja: "Warum vergesse ich immer, wo ich mich befinde und dass ich alle Möglichkeiten hätte? Und wenn ich mich doch daran erinnere, dann verlieren die Dinge nicht ihre Festigkeit, ich bin trotzdem nicht frei, obwohl ich weiss, dass ich eigentlich frei bin."<br />
<br />
"Das sind deine Gewohnheiten. Du bist es gewohnt, die Dinge als fest zu erleben, und nur weil du weisst, dass sie es nicht sind, bist du nicht vollständig von diesem Wissen durchdrungen, es ist dir nicht zur vollen Erfahrung geworden. Gedanken können zwar fliegen, aber die Gefühle, und erst recht die alten Gewohnheiten, die müssen langsam einen Schritt vor den anderen setzen."<br />
<br />
<br />
"Ich hatte geglaubt, ich hätte in jenem dunklen Raum die Erleuchtung erfahren, als sich alles in Licht auflöste".<br />
<br />
"Ja, das kann ich verstehen. Doch so einfach ist das nicht. Du hast eine intensive spirituelle Praxis durchgeführt, aber du warst nicht darauf vorbereitet. Du kannst sehr froh sein, dass du nicht wahnsinnig geworden bist. In der Tat hast du einen formlosen Zustand erfahren, der nicht weniger weit entfernt ist von der Wahrheit der Erleuchtung, als der alltägliche Trott der Menschen. Du hast die polare Dualität noch nicht überwunden."]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 03 Apr 2005 20:48:34 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/311</guid>
        </item>
        <item>
            <title>you are perfect love</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=230</link>
            <description><![CDATA[you are perfect love,<br />
but you are not here<br />
&nbsp; still you are always<br />
&nbsp;because we are one<br />
&nbsp;soul in many bodies]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 24 Mar 2005 18:53:11 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/230</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Spiritual Friendship</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=141</link>
            <description><![CDATA[<center><br />
<br />
°<br />
<b>Friendship</b>&nbsp; &nbsp; <br />
°<br />
<br />
:i felt the vibration of figHting:<br />
:felt the vibration of a thunderstorm:<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
:i sensed the power of ligHtning:<br />
:and the power of energy without form:<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
:all of that was out there was right in here:<br />
:and I knew it to be enligHtning:<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
:* - * - * - * - * - * - * - * - *:<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
:now out there and in here is sunshine again:<br />
:the clouds have gone and so has the rain:<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
:all this time the sun was never gone - nor: <br />
:was the buddha-nature in each and every-one:<br />
<br />
:* - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - *:<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
:and - o joy! - i tell you a 'secret' teaching:<br />
<br />
:what we call clouds or dirty, horrific or darkness:<br />
:is buddha-nature is buddha-nature no less no less:<br />
<br />
:what we call clouds or dirty, horrific or darkness:<br />
:is buddha-nature is buddha-nature no less no less:<br />
<br />
:* - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - *- *:<br />
<br />
:what we call clouds or dirty, horrific or darkness: :is buddha-nature is <br />
buddha-nature no less no less: :what we call clouds or dirty, horrific or <br />
darkness: :is buddha-nature is buddha-nature no less no less: is love:<br />
:what we call clouds or dirty, horrific or darkness: :is buddha-nature is <br />
buddha-nature no less no less: :what we call clouds or dirty, horrific or <br />
darkness: :is buddha-nature is buddha-nature no less no less: is love:<br />
</center><br />
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Mon, 14 Mar 2005 15:16:12 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/141</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Leuchtendes Juwel</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=139</link>
            <description><![CDATA[Leuchtendes Juwel<br />
<br />
Du mein leuchtendes Juwel! <br />
Liebe einer einzigen Nacht! <br />
(werden Weitere folgen?) <br />
<br />
Deine Augen haben <br />
geleuchtet quer durch <br />
den Raum. <br />
<br />
Freude begegnete Freude <br />
<br />
Raum begegnete Raum<br />
<br />
"Kannst du Dich öffnen?" <br />
habe ich Dich gefragt. <br />
<br />
"Ja, ich kann mich öffnen" <br />
hast Du gesagt. <br />
<br />
Unsere Freude hat auch <br />
in Deinen Augen geleuchtet. <br />
<br />
Den Raum hast Du mit <br />
Deinem Herz und Körper <br />
gegeben. <br />
<br />
In einem Moment endloser <br />
Zeitlosigkeit liebe ich dich <br />
voll und ganz, ohne Rückhalt, <br />
ohne Grenzen.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Mon, 14 Mar 2005 15:05:04 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/139</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Possibilities Of Experience - Erfahrungspotentiale</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=138</link>
            <description><![CDATA[How does it feel - <br />
the touch of your <br />
loved one? <br />
<br />
How does it feel <br />
to hug your mother <br />
or your father, your <br />
brother, your sister? <br />
<br />
How would it feel - <br />
the touch of your <br />
greatest enemy? <br />
<br />
Almost like Lovers <br />
Fighters press their <br />
bodies together. <br />
<br />
Lovehate is the dual <br />
energy that clings us <br />
together and gives <br />
us free again.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Mon, 14 Mar 2005 14:45:43 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/138</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Haltlosigkeit - Eifersucht und Begierde</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=136</link>
            <description><![CDATA[<b>Haltlosigkeit - Eifersucht und Begierde</b><br />
<br />
<br />
<i>Eifersucht will vermeiden, was anderen Glück bringt</i><br />
<br />
Eifersucht will vermeiden, was anderen Glück bringt, die wir zu <br />
lieben behaupten. Wie weise jedoch weist uns dieses Gefühl den <br />
Weg zum Glück geliebter Menschen!<br />
<br />
Nun können wir etwas für sie tun - oder sie etwas tun lassen <br />
- denn wir wissen, was sie erfreut und wünschen, dass sie <br />
glücklich sind. <br />
<br />
Der menschliche Geist ist kein fester Körper, den wir fesseln <br />
können aus Angst, jemanden zu verlieren. Wie Sand in einer <br />
geschlossenen Hand wird er mit der Zeit hindurchrieseln und <br />
sich einen Weg in die Freiheit suchen. <br />
<br />
So erreichen wir durch unsere Furcht erst recht das, was wir <br />
gerade zu meiden suchten!<br />
<br />
Doch lassen wir los, wünschen vor allem zu ermöglichen, was <br />
der andere sucht, dann ist die Liebe das Verbindende, das <br />
jenseits von Körper, Raum oder Zeit zwei Wesen vereint. <br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />
<br />
<i>Begierde - welch genussvolles Gefühl, etwas haben zu wollen!</i> <br />
<br />
Begierde - welch genussvolles Gefühl, etwas haben zu wollen! <br />
so wunderbar und schmerzhaft zugleich. Doch wenn wir dann haben, <br />
was wir suchten - ist nicht immer die Begierde zuvor ganz anders <br />
gewesen? Sind wir am Ende nicht süchtig nach der Begierde selbst? <br />
<br />
Der subtile Schmerz des Nicht-Haben-Könnens ist, was den Reiz der <br />
Begierde ausmacht. Doch was, wenn wir etwas wirklich wollen, was <br />
wir begehren, wenn wir wirklich aktiv werden, es zu bekommen? <br />
<br />
Je mehr wir es haben zu wollen fühlen, umso mehr scheint es uns <br />
zu entgleiten. Immer wieder greifen wir ins Leere, der Sand ist <br />
hindurchgerieselt. Doch öffnen wir die Hand, können wir den Sand <br />
darin tragen. <br />
<br />
Lassen wir los, wünschen wir vor allem das zu ermöglichen, was <br />
andere brauchen, dann ist die Liebe das Erfüllende, das jenseits <br />
von Körper, Raum oder Zeit höchste Freude mit sich bringt.<br />
<br />
Andreas]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Mon, 14 Mar 2005 14:28:19 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/136</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Geschichte vom kleinen Lotus-Samen</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=112</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>Die Geschichte vom kleinen Lotus-Samen</b></u></span></span><br />
<br />
<i>Über die reine Freude der Existenz</i><br />
<br />
<span style="color:darkgreen">Es war einmal ein kleiner Lotus-Same. Er war weiss und trug 108 feine schwarze Punkte auf seiner Hülle. Als er aus seinem Schlaf erwachte, war es um ihn herum tiefschwarz und dunkel. Er wußte nicht, dass dies der Schlamm des Weihers war, in den er mal gefallen war. Doch er spürte den Drang, nach oben zu wachsen, hatte einen feinen Instinkt dafür, was oben war, obwohl es im Dunkel kaum Orientierung gab. So schickte er seinem Keimling auf den Weg durch den Schlamm und dieser erreichte irgendwann das Wasser. </span><br />
<br />
<span style="color:darkcyan">Plötzlich wurde es ein wenig leichter und er schöpfte mehr Mut und spürte, dass er auf dem richtigen Weg war. Dunkel war es noch immer, doch mit jedem Zentimeter wurde es lichter und leichter. Manchmal kam ihm etwas in den Weg, ein paar Algen oder eine dunkle Wolke von treibendem Schmutz. Er ließ sich davon niemals beirren und wuchs einfach so gut er konnte weiter. </span><br />
<br />
<span style="color:blue">Dann irgendwann streichelte ihn ein einzelner Sonnenstrahl mit zarter Wärme und er versuchte, seine Knospe ein wenig zu öffnen - um gleich wieder zurückzuschrecken: das Wasser war kalt und viel zu schwer für die zarten Blütenblätter. Doch er begann eine Ahnung von seiner Blüte zu bekommen und reckte sich immer erwartungsvoller dem Licht entgegen.</span> <br />
<br />
<span style="color:orange">Eines Tages hatte er die Wasseroberfläche erreicht und entfaltete seine Blüte an der warmen Luft. Aus dem kleinen Samen war eine prachtvolle, weisse Blüte geworden und ihre 108 makellosen Blütenblätter glänzten zart im nährenden Sonnenlicht. Sie hatte nicht vergessen, dass ihre Wurzeln sie noch immer mit dem Schlamm nährten, aus dem sie einst gekommen war. Sie hatte auch nicht vergessen, dass das Wasser, durch das sie zum Licht gewachsen war, immer noch den Stengel stützte, die Nabelschnur zum Mutterkuchen ihres Daseins. Das Herz der Lotusblüte strahlte und leuchtete in der reinen Freude der Existenz. Aus dieser Freude gebar sie 108 weisse gesprenkelte Samen. </span><br />
<br />
<span style="color:darkgreen">Als die Blüte am Ende ihrer Zeit verdorrte und vermoderte, sanken die Samen in den Schlamm hinab, noch unbewußt und ohne Wissen von ihrer vorbestimmten Existenz. Die Lotuspflanze hatte ein kurzes und einfaches Leben. </span><br />
<br />
<span style="color:orange">Doch am Rand des Weihers hatte einmal still ein Mensch gesessen, dieses kleine Wunder der Natur gesehen und die einfache Freude der Existenz gespürt. Ein Keim dieser reinen Essenz war so in seinem Herzen erwacht, ein Same von universellem Licht, der nun geduldig wuchs und aufblühte. </span><br />
<br />
</div>
<br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;">Lizenzbestimmung: Creative Commons<br />
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 13 Mar 2005 19:10:51 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/112</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht: Bei mir wars auch das Mitgefühl...</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=110</link>
            <description><![CDATA[<span style="color:green">Bei mir wars auch das Mitgefühl, <br />
hab mir da was aufgeladen, <br />
oder eingeladen... </span><br />
<br />
Wenn das Mitgefühl sich als Feind erhebt, <br />
muss man vorsichtig sein. Lieber zwei, <br />
nein dreimal hinschauen mit dem <br />
Herzen, bevor man tut....<br />
<br />
...wonach so ein roher Emotions-Impuls <br />
uns unvermittelt drängt. Mitgefühl und <br />
Weisheit einen, das befreit. Hinsehen, <br />
manchmal weinen, das befreit...<br />
<br />
Wach, mit klarem Bewußtsein, ohne jeden<br />
Schleier sehen.&nbsp; Schleier werden sich <br />
lüften, genau in dem Moment, <br />
wo sie es eben tun...<br />
<br />
Und sie werden....]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Sun, 13 Mar 2005 18:37:09 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/110</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedichte:  'sehnsuche'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=40</link>
            <description><![CDATA[<b>sehnsuche</b><br />
<br />
°<br />
<br />
sehnsuche<br />
<br />
ich lauf schon lange dich zu finden<br />
durch strassen die ich nie zuvor<br />
die stadt birgt leben unbekannt<br />
ein schatten magisch verfolgend<br />
gaukelt deinen zarten umriss mir<br />
<br />
er zerfliesst noch unter meinem blick<br />
und gibt ihn frei auf unglück das<br />
hier freien lauf bekommt tagtäglich neu<br />
gleich dem leid in meinem herzen<br />
<br />
aus einer gasse klingt ein lachen<br />
dringt durchs mark der stadt und mir<br />
nach jahr und tag, nach nacht um nacht<br />
sollt ich dich doch gefunden haben?<br />
<br />
<br />
°<br />
<br />
begegnung verloren<br />
<br />
es war eine strasse<br />
man könnte sie ins jedes städchen setzen<br />
dort nahmen ein paar leben ihren lauf<br />
aus den fenstern kamen von gesprächen fetzen<br />
<br />
du kamst aus einer der seitenstrassen<br />
weit weg warst du noch<br />
als ich dich sah<br />
doch ich konnte den blick nicht mehr von dir lassen<br />
<br />
mein gestarre bemerkend<br />
schlugst du die augen nieder<br />
und doch drehtest du dich noch einmal um<br />
danach sah ich dich niemals wieder<br />
<br />
<br />
°<br />
<br />
superficial?<br />
<br />
you think that love is<br />
something superficial?<br />
maybe that's a sign of time<br />
looks deceive a young man's mind<br />
while deep fulfilling love is hard to find<br />
<br />
°]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 22:04:55 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/40</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht: 'wieder entflammt duftvolles blütenmeer'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=39</link>
            <description><![CDATA[°<br />
<br />
wieder entflammt duftvolles blütenmeer<br />
<br />
°<br />
<br />
eisig frosten sträucher in der sonne<br />
gelblich brennend blütenmeere duften<br />
und welken schnell zu gelbem staub<br />
<br />
windig weht stille staubiges hinfort<br />
einsamer samen windet sich dort<br />
in ferne weiten auf fruchtbaren grund<br />
<br />
wieder wachsen neue sträucher<br />
wieder entflammt duftvolles blütenmeer<br />
wieder welken staubige blüten dahin<br />
<br />
wieder wachsen neue sträucher<br />
wieder entflammt duftvolles blütenmeer<br />
wieder welken staubige blüten dahin<br />
<br />
wieder entflammt duftvolles blütenmeer<br />
<br />
°]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 22:03:23 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/39</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. geliebter.daemon . (null-raum)</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=38</link>
            <description><![CDATA[<b>. geliebter.daemon .</b><br />
<i>Aus den 'Reines Land Geschichten' - 2001</i><br />
<br />
er driftete durch farbige lichtmuster, die den raum wie ein meer<br />
von formen und symbolen ausfüllten<br />
<br />
die formen waren von gläserner klarheit, und doch nicht wirklich<br />
<br />
einige der symbole kamen ihm bekannt vor . das dort war doch<br />
so etwas mystisches mit tiefer spiritueller bedeutung für irgendeine<br />
alte kultur! aber er verweilte nicht lange bei solchen gedanken<br />
<br />
ein schauer von liebe durchströmte ihn sanft vom herzen her und<br />
füllte den körper aus, so daß er fast - gleichsam mit dem bewußtsein<br />
mitschwingend - ohne grenzen zu sein schien . gleichzeitig allerdings<br />
spürte er immer noch deutlich wie sein körper in der dichten materie<br />
verwurzelt auf dem boden lag, von kissen gestützt, schwer und von<br />
der kontrolle des geistes abgekoppelt . er glaubte, am ende der<br />
suche zu sein . in diesem zustand wollte er verweilen, konnte er<br />
ewig verweilen, glaubte er<br />
<br />
es war eine tiefe ruhe, die die gedanken in seinem geist aufsteigen<br />
ließ wie feine nebelschwaden aus einer feuchten wiese . die licht-<br />
muster lösten sich auf in formlose regenbogenfelder, um sich gleich<br />
wieder zu neuen formen zusammenzusetzen<br />
<br />
diesmal bildeten sich überall im raum mandalas, runde formen, die<br />
sich, von einem unendlich kleinen mittelpunkt ausgehend , nach<br />
überall hin ausdehnten . mal schienen sie flach wie auf papier<br />
gemalt, doch mit farben aus licht, mal bildeten sie dreidimensionale<br />
kugeln, in denen sich die muster des mandalas wie jahresringe eines<br />
ins unendliche wachsenden baumes aufeinanderschichteten<br />
<br />
in einer schnellen ausdehnung schluckte eine der kugeln alles um<br />
sie herum, war nun die einzige kugel, schillernd, sich ausdehnend<br />
aus dem unendlich kleinen in die große unendlichkeit . er war diese<br />
kugel. er war alles, endlos ausgedehnt, groß wie das universum<br />
<br />
er war gott. er? in der endlosen ausdehnung hatte er seine mitte<br />
verloren . angst entstand irgendwo da in der endlosigkeit . sie<br />
verdichtete sich zu einem mittelpunkt, wie ein kleiner klumpen von<br />
materie, etwas scheinbar festes, vertrautes, mit dem er sich wieder<br />
"ich" fühlen konnte<br />
<br />
wie ein ertrinkender an einen strohhalm klammerte er sich an seine<br />
angst als das einzige, was von seiner existenz noch übrig zu sein<br />
schien . er nährte sie mit immer neuer angst, bis sie sich zu einer<br />
form verdichtete, die sich von ihm ablöste und als eigenständige<br />
existenz zu einem objekt wurde<br />
<br />
einem dämon gleich nahm die gestalt immer schärfere züge an,<br />
zähne und klauen entstanden wie schwarze umrisse auf einem<br />
schwarzen hintergrund . augen starrten ihn an aus dem dunkel,<br />
als wollten sie ihm den verstand rauben, ihn gleichsam verspeisen<br />
wie eine nahrung aus reiner geistiger energie<br />
<br />
nun, da die angst zu einem du geworden war, war dort wieder<br />
kein ich . die verdichtete angst vor ihm, wer erlebte diese verdichtung?<br />
<br />
wenn da nichts war, war dort auch nichts, was ein dämon zerstören<br />
konnte . wenn aus dem nichts ein dämon erscheinen konnte, konnte<br />
aus dem nichts auch licht erscheinen . und konnten dämon und licht<br />
auch wieder in dem nichts verschwinden<br />
<br />
aus dem raum, der nicht er war, strahlte eine neue welle von liebe,<br />
gab dem dämon eine kraft, die jene gestalt, jene verdichtung der<br />
angst, sich niemals mit gewalt hätte nehmen können<br />
<br />
denn sie muß freiwillig gegeben werden<br />
<br />
er löste sich auf in glückseeligkeit <br />
<br />
<br />
<br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;">Lizenzbestimmung: Creative Commons<br />
<br />
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<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 22:00:30 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/38</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Dialog: 'Grenzen'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=36</link>
            <description><![CDATA[[ Geschrieben so um 1988 herum - Stil vermutlich inspiriert von Beckett <img src="http://www.omspace.org/forum/bb_designs/_smile/unb/silver-wink.gif" title=";)" alt=";)" align="absmiddle" class="smilie" /> ]<br />
<br />
<center><br />
<b>Grenzen </b><br />
<br />
Er stand vor einer Tür, die wie der Eingang eines Theaters aussah. Eine seltsame Aufschrift versprach eine experimentelle Aufführung, die den Intellekt des Zuschauers anrege und gleichermaßen vergnüglich sei. Er trat ein ... und befand sich auf einer Wiese, durch die sich ein kleiner, ausgetretener Pfad schlängelte. Diese Landschaft war so gar nicht das, was er sich von einem Theater erwartet hatte!<br />
<br />
Auf einmal erschienen zwei Männer wie aus dem Nichts - und trafen knapp vor ihm auf dem Trampelpfad aufeinander. Erst jetzt schienen sie sich zu bemerken. Es entfaltete sich ein Dialog:<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
sagen sie ... wo ist hier die nächste grenze nach<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
nach wo ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
na...hmm...wie heißt das land noch gleich ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
das will ich doch gerade von ihnen wissen<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
das...das...land ohne grenzen !<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
das kenne ich nicht, und überhaupt, wieso suchen sie<br />
nach der grenze von einem land ohne grenzen ?<br />
das ist doch paradox !<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
nun, das ist eine gute frage<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
das will ich meinen !<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
vielleicht hat es nur von außen eine grenze,<br />
von innen ist es dann eben grenzenlos<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
das geht aber auch nicht<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
warum nicht ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
weil, es kann nicht nur von einer seite eine grenze haben<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
kann es doch !<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
und was sehen sie dann, wenn sie nun eine solche<br />
grenze von dieser seite her überqueren und sich dann<br />
direkt dahinter umdrehen ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
na, das land, wo ich gerade herkomme<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
also doch eine grenze !<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
nein, keine grenze, bloß das land<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
aber wenn da keine grenze ist, woher wissen sie<br />
denn dann, dass das, was sie da sehen, auch wirklich<br />
ein anderes land ist ? logisch wäre es doch, wenn sie<br />
in einem grenzenlosen land umherschauen,<br />
dass sie immer nur das land sehen,<br />
in dem sie sind<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
wieso ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
weil es eben grenzenlos ist<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
deswegen ist es aber noch lange nicht endlos<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
aber wenn irgendwo ein ende ist, müßte,<br />
damit keine grenze da sein kann,<br />
dahinter nichts kommen<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
sehen sie, es geht doch<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
aber dann wäre da doch eine grenze zwischen land und nichts<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
aha<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
und wir müßten hier im nichts sein<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
dann würden wir ja die ganze zeit fallen !<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
wie kommen sie darauf, dass man im nichts fällt ?<br />
es gibt ja auch nichts, wo man hinfallen könnte<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
dann fallen wir eben zum nichts hin<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
das tut ohnehin nichts zur sache,<br />
weil wir hier ja in einem land sind<br />
und das kann ja nicht nichts sein<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
die frage mag vielleicht dumm klingen,<br />
aber in welchem land sind wir hier überhaupt ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
vielleicht, wenn dies hier ein land ist und keiner<br />
eine ahnung hat, wo die grenzen sind, vielleicht<br />
sind wir ja schon im land ohne grenzen ?<br />
<br />
°<br />
<br />
<br />
der andere<br />
nein, also ich bin ausländer, also bin ich irgendwann<br />
über eine grenze hier hereingekommen<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
sie sehen gar nicht aus, wie ein ausländer !<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
woher wollen sie wissen, wie hier ein ausländer<br />
aussehen sollte, wenn sie nicht einmal wissen,<br />
in welchem land sie sind ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
ich dachte ausländer sehen immer irgendwie anders aus<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
anders als wer ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
ich weiß nicht, ich dachte ja nur so...also<br />
<br />
°<br />
<br />
der andere<br />
also was ?<br />
<br />
°<br />
<br />
der eine<br />
schon gut<br />
<br />
°<br />
<br />
<br />
Die beiden Männer schauten sich irritiert an <br />
und gingen wieder ihrer Wege, <br />
bis sie irgendwann irgendwo <br />
im Horizont verschwunden waren.<br />
<br />
°<br />
<br />
Grenzen sind die Orte, <br />
an denen zwei verschiedene Dinge <br />
die größte Gemeinsamkeit<br />
aufweisen. <br />
<br />
Sie sind Orte der liebevollen Verbindung, <br />
nicht der hasserfüllten Trennung.<br />
<br />
°<br />
</center>]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 21:55:22 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/36</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Gedicht: Schwarzatmen und die Neue Energie</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=26</link>
            <description><![CDATA[<center><br />
<b>Schwarzatmen und die neue Energie</b><br />
<br />
Schwarzatmen ist kein Kavaliersdelikt<br />
wenn es die Luft der Umwelt verdickt<br />
drum bedenke, noch-dualer Schamanist:<br />
puste wenn du angesaugt, nicht in die<br />
Umwelt, was nicht umgewandelt ist....<br />
<br />
Denn was man an der einen Stelle reint,<br />
schmutzt so woanders, wo die Welt<br />
versteint, vereist oder traurig weint.<br />
<br />
Das Reinziehn all der dunklen Kraft!<br />
Sieh zuvor hin, dass Du gut stehst<br />
in Deinem eignen innren Saft.<br />
<br />
Und noch eins:<br />
Schützer der Naturgewalten<br />
Mißbrauche nicht das innre Walten<br />
aus Gier zu Deinem eigenen Entfalten!<br />
Vereine erst in Dir die beiden Pole,<br />
Ruhe im Ruhepol des höchsten Wohle,<br />
denn geboren aus der Kraft der Liebe<br />
sind starke Stöße keine Hiebe.<br />
<br />
Schwarzatmen ist ein Nicht-Delikt,<br />
Macht es ein Kavalier ganz ohne Gier;<br />
Dann tut schwarzes Atmen Gutes Dir.<br />
<br />
Wir danken Dir - und jedem Tier<br />
Auch dankt jedes Tier und die Natur,<br />
speziell<br />
der lieben Gaia hier!<br />
<br />
Und blüht wie Kinder es uns zeigen,<br />
die Liebe ganz im Fluß der Sternenreigen:<br />
den eignen Körper Krankheit hingegeben,<br />
um für das höchste Wohl<br />
der ganzen Welt<br />
zu streben:<br />
gewaltig<br />
ist die<br />
Kraft<br />
der<br />
Liebe<br />
hier.<br />
Dies ist<br />
die reine Energie,<br />
die schützt das Tier<br />
und die Natur und unser Wir.<br />
Zur rechten Zeit entdeckt und umgesetzt.<br />
Wird vom Nullpunkt nicht die Welt verletzt.<br />
<br />
Die Kosten trägt der Herr im Himmel<br />
Und gebären wills die Gaia gern.<br />
Kommt Zeit kommt Rat - GEDULD!<br />
kommt neue gute Energie.<br />
Doch erst muss Mensch<br />
erkennen sie.<br />
Im Innen,<br />
nicht<br />
im Aussen.<br />
Ist die Lösung aller Lichtmagie.<br />
<br />
Erst wenn reife edle Menschen walten, läßt sich<br />
der Strom aus purem Licht gestalten. Dass auch der Dunkelheit<br />
das Licht gefällt, das ist die neue Energie der Welt. Drum<br />
zeigt Ihr, dass sie Licht schon ist, nur unser AuGesehn<br />
hat sich aus Angst und Schmerz verpisst.<br />
<br />
Unendliche Liebe schrieb Euch dies,<br />
es ist vollbracht, der Rest ein Klacks!<br />
<br />
Eine neue Welt ist in der Mitte Deines Herzens,<br />
wenn Du die Hülle lüftest,<br />
die von den Schmerzen.<br />
<br />
Es sind die Schmerzen Deiner Ahnen,<br />
die noch gefällt und gefallen waren<br />
und voller Angst gestorben wahnen.<br />
<br />
Es sind die Schmerzen Deiner Triebe,<br />
Deiner Hiebe, doch auch diese warn<br />
doch eigentlich Liebe!<br />
<br />
Ehret in Euch die Eltern und die Kinder,<br />
das ist symbolisch, <br />
doch Symbol hat grosse Kraft.<br />
<br />
Bewußt gespielt - aus Herzens Saft -<br />
kann der alte Mann vom Berge<br />
diese versetzen, als wären es Zwerge...<br />
<br />
Letztendlich - Oh Freude! - das sag ich Dir:<br />
Ich trink mir jetzt einfach ein kühles Bier!<br />
<br />
Und denke dabei:<br />
<br />
So gegangen so gewandelt,<br />
mal gebandelt mal geschandelt,<br />
Tathagata, Paragate<br />
<br />
Es ist Ordnung, wie es ist, denn:<br />
<br />
ES IST<br />
</center><br />
<br />
<br />
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<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 18:22:49 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/26</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Raum für Depression (null-raum)</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=25</link>
            <description><![CDATA[Nullraum<br />
<br />
Depression. Sinnentleerte Traurigkeit. Schmerz in der Brust.<br />
<br />
Wer, was, warum bin ich? Hat mein Leben einen Sinn? Wo geht es hin, wo kommt es her? Oh, diese Leere. Leere. Schmerzende Leere. Kann denn Leere schmerzen? Diese Leere ist nicht "nichts" ist vielmehr zuviel. Drückende Masse. Materie in höchster Dichte. Mittdrin: Ich. Kein Spielraum. Keine Option. Keine Möglichkeit.<br />
<br />
Ein aufkeimender Gedanke: Sinnvolles Tun jetzt! Doch geht nicht. Stein. Masse drückt nieder in die dunkelste Ecke. Nichts Tun. Schmerzt. Tun. Geht nicht. Wird ewig so sein!<br />
<br />
Flucht!!! Flimmernde Bilder wabern träge über einen Schirm, umnebeln Schmerz mit Ablenkung. Rausch!!! Betäubung von Wein, dass der Körper schwerer wiege als der Schmerz. Einsichten lassen die Einsamkeit im Herzen vergessen. Verdrängen. Aufschieben.<br />
<br />
Oder NEIN!!! Diesmal nicht! Aushalten nicht Aufschieben. Die Realität des Schmerzes in ihrer ganzen Schärfe ertragen. Dem Schmerz gnadenlos in die Augen sehen. Schmerz. Du Schmerz: Was ist deine Natur? Wo warst du gestern? Wo bist du morgen? Bist du Ich? Bin Ich du?<br />
<br />
Mit dem Intellekt durchschaue ich deine Leerheit, Deine Lehre und Deine Nicht-Existenz. Auf meiner Brust sitzt du immer noch und drückst mich herunter, nimmst mir die Luft zum atmen, nimmst mir die Lust zum Leben. Brauche ich Dich? Bist du der Motor meiner Kreativität? Muß ich den tiefsten Schmerz meines Herzens durchschreiten, damit die Vielseitigkeit des menschlichen Lebens und Erlebens dann wieder aus dem Fluß der Erfahrung von Vertrauen und Tatkraft aufsteigen und sich durch mich ausdrücken kann? Gedanken an den freien Fluß lassen die Worte wieder fließen in ganzen Sätzen. Funktionieren aus dem Kopf heraus, während die Schmerzen beobachtet aber unverdrängt, gesehen, aber nicht gelebt weiter wandern durch die Wahrnehmung.<br />
<br />
Sehen, nicht verdrängen. Distanz zum vermeintlichen Selbst. Wer sieht, was wird gesehen? Du Schmerz? Ich?<br />
<br />
Eintauchen. Volles Erleben von Schmerz. Nicht Funktionieren aber egal. Hier und Jetzt ist das, was ist. "Hier, dies ist dein Schmerz!" Sei der Schmerz. Eintauchen in ein perverses Gefühl unbefriedigter Lust. Willst! Willst dich verbinden mit dem Weiblichen. Die Leere füllen. Das Feuer kühlen. Die Masse auflösen in der Freude der Verbindung. Doch kannst nicht. Hast keine Kraft. Bist abgeschnitten von deiner eigenen Weiblichkeit wie also verbinden mit der äußeren? Lust. Lustlosigkeit. Lust und Losigkeit vereint in einem einzigen Gefühl.<br />
<br />
Die Lösung? Warten. Nicht werten. Schmerzen gehen lassen. Sie werden gehen. Von selbst. Nichts bleibt wie es ist. Wie ist die Richtung? Von Innen nach Aussen. Gehen lassen. Aus der Tiefe des Herzens (Innen?) kommen sie, in die Tiefe des Raumes lösen sie sich auf (Aussen?). Von Aussen nach Innen. Aus der Tiefe des Raumes kommen sie (Aussen?), in die Tiefe des Herzens lösen sie sich auf (Innen?).<br />
<br />
Intensives erleben von Leblosigkeit. Trau dich die Traurigkeit zu spüren. Hinter dem toten Moment wartet ein neuer Moment. Auf die Wiedergeburt in das lebhafte Leben. Vermodernder Tod schafft Nahrung und Raum für neues Leben. Auch im Geist. Menschsein ist einfach so. Menschsein umarmt Tod und Leben mit Liebe. Oh ja! Liebe öffnet den Raum. Liebe ist der Raum.<br />
<br />
Kleiner Schmerz im weiten Raum: Ich?<br />
<br />
Ja aber auch Ich: Liebe, Raum, Kraft, Grösse, Stärke.<br />
<br />
Wieder da. Einfach da.<br />
<br />
Einfach wunderbar!<br />
<br />
Was alles möglich ist!<br />
<br />
<br />
<br />
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<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 18:19:35 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/25</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Kurzgeschichte: 'Licht und Schatten'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=24</link>
            <description><![CDATA[<div style="clear:both; line-height:1px; height:1px; margin-bottom:-1px;"></div><br />
<div style="margin: 5px 20px; border: dotted 1px red; padding: 4px 8px;background:white;"><br />
<span style="color:indigo"><span style="font-size:21px; line-height:120%"><u><b>Licht &amp; Schatten</b></u></span></span><br />
<br />
<i>14.11.2003 - Andreas Giesen</i><br />
<br />
<br />
<b>Einleitung</b><br />
<br />
Nicht schwarz ist die Welt, noch weiss. Sie ist bunt und rund, ist mal verwirrt,<br />
mal gesund. Die unendlichen Unmöglichkeiten des Lebens trägt sie mit<br />
mütterlicher Geduld durch das All-Eins. Licht.Schatten im Wechsel der Ge.Zeiten.<br />
<br />
<b>Zweileitung</b><br />
<br />
Be.Sonnen ließ sich ein Wesen auf einer Wiese lesen. Ich verliere den Verstand,<br />
sagt mir – wer? Den Verstand fesseln, um ihn nicht zu verlieren? Welch Gefasel<br />
des Ego! Der Verstand ist wie Sand: ball nur eine Faust drumherum - er rieselt<br />
Dir hindurch! Offen muss sie sein, die Hand, nach oben empfangend geöffnet!<br />
Dann trägt sie den Sand, den freien Verstand. Ruht der Verstand in der Offenheit<br />
und ist er ihr folgsamer Diener, dann erfüllt er seinen vorbestimmten Zweck. Als<br />
Herr taugt er nicht, kennt nur das entweder-oder. Beim sowohl-als-auch dreht er<br />
mir den Magen um.<br />
<br />
<br />
<b>Bewerbungen</b><br />
<br />
Stelle zu vergeben! Der Job des Herrn in meinem Haus ist frei! Hab den Kopf als<br />
Chef gefeuert! Bewerber bitte! Ihrer sind da viele... Es klopft an in großspurigem<br />
Tone....die Angst. Hat schon gelauert auf den Moment. Ha! Nein, Du kommst mir<br />
nicht ins Haus! Dir werd ichs schon zeig..... Unbemerkt hatte sich der Zorn durch<br />
die Hintertür geschlichen, um sich die Angst zu unterwerfen. Schon steh ich<br />
dazwischen, zwischen den Fronten. Weiss nicht schwarz nicht vor nicht zurück.<br />
Ich? Wer bin ich schon, war die Stelle nicht grad noch leer? Ich zieh mich zurück<br />
– sollen sie sich doch alleine raufen, die Rüpel. Puff. Schon wieder weg, die<br />
Angst.Wut. Hat sich von selbst verpufft im leeren Raum, kaum schaute ich nicht<br />
mehr hin. Lustiges Gesindel<br />
<br />
Ach, keine Ruhe... Eine E-Mail von Gott. Ob er nicht vielleicht? Hat doch viel<br />
Erfahrung, so als Herr... Keiner wollt ihn mehr hineinlassen, er sei doch schon so<br />
lange ohne Job. Hmm, na ja, aber... welcher Gott er denn jetzt wär, frag ich ihn.<br />
(Da gibts doch jetzt so viele von, neuerdings). Wollt er nochmal drüber<br />
nachdenken und später Bescheid sagen, sagt er. Na ja, das wars wohl auch nicht.<br />
Dog.Ma, die Mutter aller Hunde. Sie frisst selbst ihre eignen Kinder, hörte ich.<br />
Und hat unlängst noch den Verstand, den ich grade verbannt, mit ihrem Gebelle<br />
zu beeindrucken versucht.<br />
<br />
”Ich! Ich! Ich!” Schreit das Ich: “Ich will den Job, bin doch prädestiniert, oder<br />
nich?” “Ich, wer ist ich?” Sage ich... “Na ich Dein Ich!” Da ich ja nun schon ich<br />
war, wer es denn wirklich wär, war meine – berechtigt misstrauische – Frage.<br />
Obs vielleicht das Ego wär, das sich da einschleichen wollte? Doch dann konnt<br />
ichs sehen: Hat doch dieses... Also nein! Der Verstand, kleidete sich in subtile<br />
Schleicher-Schleier von Ich-Nicht-Substanz und präsentierte diese als des<br />
Kaisers neue Kleider!<br />
<br />
So'n Scheiss. Ich glaub die Stelle bleibt frei und leer! Will sie füllen mit all dem<br />
Mist nicht mehr! Soll doch das Herr.Gesindel auf einer anderen Bühne auftreten!<br />
Ich mach Platz für die Liebe! Sie liebt Herr wie Hund, Gebrülle wie Gefühle,<br />
macht heil und gesund, schafft Raum für das <b>und</b><br />
<br />
<br />
<b>Raum für die Liebe</b><br />
<br />
Hab sie gesucht, die Liebe, doch nicht gefunden. Hab mich durch Leid und<br />
Schmerz gewunden und mein Herz dabei geschunden. Sie wollen nicht heilen,<br />
all die eiternden Wunden, nicht in Sekunden, nicht in Stunden. Hab die Wunden<br />
verbunden mit den Masken der Gesunden. Wollt.Sollt keiner sehn den Schmerz,<br />
nicht die Scham, nicht den Scherz. Hab ichs mir verscherzt mit dem Herz? Was<br />
ist der Wert meines Werts? Ist mein Herz in Gold aufzuwiegen? Kann mans<br />
kaufen, geheim und verschwiegen? Ist mein Herz mit Lob zu verbiegen? Mit<br />
Tadel und Schande zu besiegen? Ists mit roher Drohung zu be.kriegen?<br />
<br />
<b>NEIN!</b><br />
<br />
Mein Herz, das kriegt ihr nicht gross.nicht klein! Mein Herz ist das Sein! Es ist<br />
ohne Schein oder Schein und voll von hellem Schein! Kein Wert, kein Gewicht,<br />
keine Form kein Gesicht! Und in dieser Nacktheit und Blöße, da zeigt es seine<br />
wahre Nicht.Größe. Da zeigt es seine wahre Leere.Fülle. Das Alles.Nichts. Die<br />
Realitäts.Illusion. Komm jetzt, komm gleich, jetzt zeig Dich doch schon! Zeig allen<br />
Deine Wärme bedingungslos und ohne Strom! Das ist die Leichtigkeit, die dem<br />
Nicht-Ich gefällt! Das ist das helle Licht in der Schattenwelt!<br />
<br />
<b>JA!</b><br />
<br />
</div>
<br />
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</div>
]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 18:17:29 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/24</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Kurzgeschichte: 'Alle Natur ist ausgeloescht'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=17</link>
            <description><![CDATA[Alle Natur ist ausgelöscht&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Technikwahn und Wirtschaft haben sich durchgesetzt<br />
&nbsp;<br />
Lebensmittel gibt es nur noch synthetisch, genmanipuliert und aus dem Gewächshaus<br />
&nbsp;<br />
Die Welt ist komplett vernetzt<br />
&nbsp;<br />
Mensch zu Mensch Kontakt gibt es nicht mehr, alles erfolgt virtuell&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Die Menschen haben alles Reale virtualisiert und leben nur noch in der virtuellen Welt<br />
&nbsp;<br />
Doch sie haben es vergessen, sie glauben, sie leben wirklich<br />
&nbsp;<br />
Nur wenige kommen ab und zu auf den verrückten Gedanken, alles sei nur ein Traum und es gäbe noch eine WIRKLICHE Welt.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Die Geschichte handelt von einigen Wahnsinnigen, die auf die abwegige Idee kamen, sich die REALE Welt anzusehen. Und sie fanden sie.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Sie erkennen die große Manipulation: Einige wenige haben die Kontrolle, die Menschen werden als Bestandteile eines globalen Gehirns mit allen ihren verschiedenen Fähigkeiten und Unfähigkeiten vernetzt, um mit der denkbar größte Denkkapazität das große Rätsel der Menschheit zu lösen.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Doch leider funktioniert nicht alles so, wie man sich das vorgestellt hatte...<br />
&nbsp;<br />
Auch in der Gedankenwelt bestehen dieselben Probleme wie in der wirklichen Welt - die menschlichen Gehirne wollen einfach nicht kooperieren, statt dessen bekämpfen sie sich auch in der virtuellen Welt.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Die Kontrolleure haben alle Hände voll zu tun, Kriege und Kriminalität zu bekämpfen. Sie müssen GOTT spielen.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Alle Natur ist ausgeloescht 5.5.96]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 15:38:41 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/17</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Dialog: 'Die Viele'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=15</link>
            <description><![CDATA[Die Charaktere:<br />
&nbsp;<br />
Der Junkie<br />
Der ganz normale Bürger<br />
Die Karrierefrau<br />
&nbsp;<br />
Die Zeit:<br />
&nbsp;<br />
1994<br />
&nbsp;<br />
Der Ort:<br />
&nbsp;<br />
Irgendwo in Deutschland<br />
&nbsp;<br />
Die Handlung<br />
&nbsp;<br />
Aber warum denn? Was ist es, das Dich stört?&nbsp; <br />
Ich habe keine Ahnung. Es ist nur...ich kann einfach nicht...ich kann es selbst nicht erklären.<br />
Letzte Woche noch hast Du mir gesagt, daß Du mich für immer...<br />
Letzte Woche war alles noch ganz anders!<br />
Was war ganz anders?<br />
Ich weis es doch nicht. Es war eben anders. Du. Ich. Unsere Beziehung.<br />
&nbsp;<br />
Das war ich nicht. Gestern. Das war Estelle. Du weist doch, sie ist noch so klein, sie begreift solche Dinge nicht. Manchmal muß ich ihre Hand nehmen. Sie führen. Ihr ein wenig Schutz geben.&nbsp; <br />
Ich habe ihre Stimme nicht erkannt. Es tut mir leid. Ich war wohl sehr unsensibel. Manchmal habe ich eben Schwierigkeiten, Euch auseinanderzuhalten. Ich habe Euch alle sehr lieb. Nur muß ich mich auf so viele Persönlichkeiten einstellen. Ich brauche etwas Zeit, um mich daran zu gewöhnen.&nbsp; <br />
&nbsp;<br />
Es macht mich nicht mehr an. Du kannst es ruhig hier stehen lassen. Die Zeit ist vorbei.<br />
&nbsp;<br />
Die Viele 22.7.94]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 15:34:53 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/15</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Kurzgeschichte: 'Mais'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=14</link>
            <description><![CDATA[Mais<br />
&nbsp;<br />
Durch die Stadt, heraus, Land und Felder ziehen sich. Lange Straßen ohne Mensch noch Tier, einsame, dunkle Stille zieht mich. Dort drüben, auf der andern Seite Maisfelder, Blätter wie Sensen einschneidend, blutsaugend. Dennoch muß ich hinein, auf der Suche nach der Wahrheit und dem Nichts, das sich verbirgt, dort wo niemand weiß. Bahnen von Pflanzen wie Kinder mit glühenden Augen durchdringend mein Herz erstrecken sich bis an das Ende der Welt. Dort, ich sehe, ich fühle, eine Bewegung wie von einem Bewußtsein das bald erwachen kann, doch schläft noch, wiegt mich in Sicherheit. Dann wachen alle, beginnen sich zu drehen und winden wie durchstoßen von unbändigem Leid und unbekannter Qualen. Recken ihre Hälse entgegen mir, wollen mich verstoßen, doch können nicht. Herankommen. Stoßen ihre Finger, die Spitzen auf mein Herz--ist es rein genug? Auf dem Boden sammeln sich die Kriechenden, die Würmer und niederen Getiere, harren des Festmahls, das ihnen sicher. Scheint. Ist. Nun wollen sie mich umschließen, ich beginne zu rennen und kann nicht entfliehen. Umwickeln mich, schneiden tief in mein Fleisch mit ihren scharfen Schneiden, den Sensen. Bewegungslos sinke ich in Unbewußtsein, Ohnmachtbewußtsein. Ihre fleischigen Stränge kriechen in meinen Mund, meine Ohren, meine Nase und--endlich-- erlösen mich. Glück.<br />
&nbsp;<br />
Mais 28.7.96]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 15:34:06 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/14</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Kurzgeschichte: 'Wald'</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=13</link>
            <description><![CDATA[Ich reflektierte eine Weile, was mich hierher geführt hatte, in diesen Wald, nicht weit von der Stadt. Im Herbst, bei Kälte und Feuchtigkeit. Ich war gelaufen, bis ich nicht mehr konnte, einen Fuß vor den anderen, ohne ein Gefühl für die Richtung zu haben oder den Grund für meine Eile. Es war, als hätte ich vor mir selbst fliehen wollen. Vor meinen eigenen Gedanken. Doch nicht das Laufen hatte mich von meinen Gedanken befreit, sondern das Ziel.&nbsp; <br />
<br />
&nbsp;&nbsp; &nbsp; In diesem Wald war es dunkel. Es roch nach Erde, feuchter Erde, getränkt vom letzten Regen. Nach Pilzen und moderndem Laub und dem Wind. Er hatte mich begleitet, die ganze Zeit. Er war mir gefolgt, um mir zu beweisen, daß die Natur schritthalten könne. Doch, ha, das hätte er sich sparen können. Es war mir gleich. Ich hegte keine Abneigung gegen den Wind und seine Gespielen. Doch das konnte er nicht wissen, woher auch, mußte er doch Tag für Tag umherirren, hat er nicht etwa Zeit für mich alleine. Doch da, heute, schien es ihm wichtig.&nbsp; <br />
<br />
&nbsp;&nbsp; &nbsp; Vögel, wollt ihr mir zuhören? Lasst Euch von mir erzählen, was mich herführt, Eure nächtliche Ruhe zu stören.&nbsp; <br />
<br />
Ich lass es auch, wenn ihr es wünscht, Eure Kinder, die wollen gewiß schlafen. Haben den ganzen Tag gepickt und geschnäbelt, und flügge wollten sie werden.&nbsp; <br />
<br />
Auch ich wollte flügge werden, doch was war es, das mir die Flügel hielt und mich hinderte? Es waren die Menschen, die glaubten, alles besser zu wissen, besonders, was für mich gut und richtig ist. Ich hatte ihnen geglaubt. Vogelkinder, glaubt Euren Eltern nicht, sie wissen, nicht, was für Euch gut ist. Findet es selbst heraus, auch wenn es Euch das Leben kostet. Wenigsten gebt ihr nicht Euer Innerstes her, für einen Krumen Brot aus dem Schnabel der Mutter.<br />
&nbsp;<br />
Wald 28.7.96]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 15:33:30 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/13</guid>
        </item>
        <item>
            <title>. weibliche.weisheit .</title>
            <link>http://www.omspace.org/forum/forum.php?req=thread&amp;id=5</link>
            <description><![CDATA[ Die weibliche Weisheit war ihm in einem Traum erschienen. Oder war er in Ihren Traum erwacht? Sie sagte zu ihm:<br />
&nbsp;<br />
"Nun willst Du sicher wissen, warum Du hier noch so viel Unangenehmes und Verwirrtes erleben mußt, wenn Du Dich doch schon längst in einem Reinen Land befindest!<br />
&nbsp;<br />
Der Grund bist Du selbst. Du bist noch nicht ganz bereit dafür, das Reine Land wirklich in seiner ganzen Schönheit erleben zu können. Wenn man eine Verbindung zu einem Reinen Land bekommt ohne zu wissen was es ist, wird man zunächst in einer geschlossenen Lotusblüte wiedergeboren. Mit der Zeit werden die Blätter durchsichtig oder klappen sich ein wenig auf, so dass man Stück für Stück immer mehr sehen und verstehen kann. Du sitzt in einer solchen Blüte und du projizierst deine Gewohnheiten, Wünsche und Eindrücke auf die Blütenblätter. Sie sind schon ein wenig transparent; so dass Du das Reine Land in der Erfahrung Deiner verwirrten Zustände durchschimmern sehen kannst und die Erfahrung davon bereits geprägt und gefärbt wird. Doch bis Du alle deine Eindrücke transformiert hast oder bis du eine spontane Offenheit erreichst und die Blüte sich plötzlich im Nu auflöst, verweilst du in der schützenden Blüte. Sie schützt Dich vor allem vor Dir selbst, nicht vor äußeren Gefahren, denn alle Gefahren haben ihre Ursache in Dir selbst. Ist die volle Offenheit erreicht, verschwindet die Blüte, und Du bist an einem Ziel, das zuGleich der Beginn einer ganz neuen Reise ist. Niemand kann Dir sagen, was Dich persönlich dort erwartet und wann es soweit ist, aber Du wirst es schon rechtzeitig merken<br />
&nbsp;<br />
Dieses Reine Land ist von vielen wunderbaren weiblichen Wesen und Energien, von Göttinnen und Himmelstänzerinnen bevölkert, die Dich nun freudvoll willkommen heissen. Du hast die Frauen und das Weibliche im Kern immer wahrhaft geliebt und nach besten Kräften versucht, das Reine und Erleuchtete in JEDER Frau zu sehen. Du hast den Frauen so gut Du es vermochtest geholfen, sie geschätzt und geschützt, ihre Freiheit und Selbständigkeit gefördert und ihren freien Willen respektiert. Auf diese Weise hast Du auch Deine eigene weibliche Seite liebevoll integriert und bist der inneren Ganzheit näher gekommen. So bist du in meinem Reinen Land angekommen, dem Land, wo das Weibliche so kraftvoll und gleichwertig - und zugleich so wunderbar zart und empfindsam sein darf, wie es seine Natur ist, wie es DIE Natur ist. Denn hier ist der Schutz durch die Liebe absolut lückenlos.<br />
&nbsp;<br />
Dieses wundervolle HIER befindet sich in der Mitte DEINES Herzens.]]></description>
            <author>Andreas</author>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2005 15:08:46 +0100</pubDate>
            <guid>http://www.omspace.org/forum/5</guid>
        </item>
    </channel>
</rss>
