“3sat/kulturzeit: "Globaler Marshallplan" soll gegen Armut ankämpfen
Prof. Franz Josef Radermacher hat die Vision einer gerechten Welt entwickelt
"Meine Vision ist ein globaler Marshallplan für eine gerechte Welt", sagt Prof. Franz Josef Radermacher, "ein Konzept der Weisheit, das zunächst über die nächsten zehn Jahre die Armut überwindet, die Grundbedürfnisse der Menschen befriedigt, den Schutz der Umwelt deutlich verbessert und langfristig eine völlige Harmonie der Menschheit mit ihrer Umwelt und die volle Entfaltung aller menschlichen Potentiale auf diesem Globus ermöglicht." Funktionieren solle das wie der alte Marshallplan.
Bei diesem blieb das Geld, das nach Europa ging, auch dort, wenn Gewinne erwirtschaftet worden sind, um weitere Projekte zu fördern. Die Struktur solle sein wie in der Europäischen Union mit ihrem Binnenmarkt. Namhafte Politiker wie der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler machen Druck auf die Politiker in Europa, damit die den "europäischen Marshallplan" zu einem Ziel der EU machen.
Bis 2007, dem Jubiläum zum 60-jährigen Bestehen des alten Marshallplans, will er 100 Milliarden zusammenbekommen haben, um dieses Ziel zu realisieren. Eine Steuer auf Kerosin und Gewinne aus Spekulationen will er dafür nutzen, wie sie in der Europäischen Union bereits diskutiert wird. Trotz einiger Erfolge im Kampf gegen Hunger und Unterernährung leben noch mehr als eine Milliarde Menschen in extremer Armut.
"Die Allerärmsten in Afrika südlich der Sahara werden noch immer ärmer", klagte UN-Generalsekretär Kofi Annan bei der Vorlage einer umfassenden Bestandsaufnahme der Umsetzung jener sozialen Ziele, die der UN-Millenniumsgipfel 2000 einstimmig angenommen hatte.
Er sei aber "in höchstem Garde ermutigt" von der Initiative der Europäischen Union zur Verringerung der Schuldenlast besonders armer Länder, sagte Annan in New York. Beispielhaft ist die EU nach Worten Annans auch mit dem Versprechen, ihren Beitrag zur Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts anzuheben. Dem neuen UN-Bericht zufolge gibt es in Asien heute weniger Not Leidende. Insgesamt aber sind aber weiterhin etwa ein Viertel aller Kinder in Entwicklungsländern unterernährt.
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UN-Generalsekretär Kofi Annan betonte, dass der Kampf gegen Hunger, Armut und Unterentwicklung eng mit dem Kampf für Sicherheit und Frieden zusammenhänge. Trotz aller Probleme verfüge die Welt heute über die Möglichkeit, erfolgreich gegen die bitterste Armut vorzugehen. "Wir sollten uns darüber im Klaren sein, was es kostet, diese Möglichkeit nicht wahrzunehmen: Millionen von Menschenleben, die gerettet werden könnten, gehen verloren. Viele Freiheiten werden verweigert statt bewahrt. Wir werden in einer gefährlicheren und instabilen Welt leben."
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Quelle und ganzer Artikel:
http://www.3sat.de/nano/vision/87006/index.html