AuthorPost
  Atari
   
kommt auf Anfrage
 
Avatar

Member since 05/2006
24 Posts
Location: München

05-31-2006, 21:16   | Treue  !



Hallo
nur mal folgenden Fall angenommen

Mann lernt Frau kennen,
Frau ist in Beziehung
Mann findet Frau sehr sehr nett, hätte sie ganz gerne

wie weit darf Mann gehen um aus karmischer Sicht
und aus buddh. Sicht keinen Blödsinn zu machen.

Ziel ist natürlich die Frau zu kriegen aber nicht um jeden Preis !

bitte um Praxistip, Danke

Atari
 :#:


  Andreas
 
156926104  VoiceOfOM  Homepage
 
Avatar

(Moderator)

Member since 03/2005
3693 Posts
Location: Frankfurt (Oder)

05-31-2006, 22:17  


Was meinst du denn mit "weit gehen"? Ich kann mir gerade nicht wirklich etwas darunter vorstellen....


  Atari
   
kommt auf Anfrage
 
Avatar

Member since 05/2006
24 Posts
Location: München

05-31-2006, 22:31   | Treue  !


Hallo Andreas,

"weit gehen"

na sagen wir es mal so

soll ich es ihr durch die Blumen sagen das ich interessiert bin,
soll ich es lassen
soll ich etwas aggressiver akquirieren
(zum Essen einladen, mit Komplimenten bombardieren,...)


mfg

Atari


  Andreas
 
156926104  VoiceOfOM  Homepage
 
Avatar

(Moderator)

Member since 03/2005
3693 Posts
Location: Frankfurt (Oder)

06-01-2006, 00:24  


Schau ihr vielleicht einfach in die Augen, während Du - innerlich - so offen und authentisch mit Deinen Gefühlen bist, wie möglich - und schau was passiert. Wenn es passen soll, dann macht es am meisten Sinn, direkt authentisch zu sein. Gerade, wenn es um eine spirituell förderliche Beziehung geht, ist es vielleicht besser, nichts zu erzwingen. Wenn es harmoniert, dann geht es leicht und man weiss wie in einem 'Flow'  immer, was man gerade sagen oder machen kann, um in der Begegnung die innere Balance zu halten.


  Atari
   
kommt auf Anfrage
 
Avatar

Member since 05/2006
24 Posts
Location: München

06-01-2006, 09:51   | in die Augen schauen


Danke,

genau das werde ich machen.


mfg

Atari :cool:


  Resara
 
Homepage
 
Member since 09/2005
137 Posts

06-06-2006, 16:25  


         Quote by Andreas on 06-01-2006, 00:24

Gerade, wenn es um eine spirituell förderliche Beziehung geht, ist es vielleicht besser, nichts zu erzwingen. Wenn es harmoniert, dann geht es leicht und man weiss wie in einem 'Flow'  immer, was man gerade sagen oder machen kann, um in der Begegnung die innere Balance zu halten.

lieber Atari,
vielleicht bist Du ja inzwischen so was von klar!!!
Weißt Du was ich auch so hilfreich empfand - weil man ja so oft im Zweifel ist, ist das nun mein Wunschdenken, oder kann ich wirklich schon (so gut es geht) neutral schauen, bzw. von Seele zu Seele fühlen.
Also, da hat doch Andreas das neue Orakel hereingestellt - Neo - und das scheint mir genau an diesem Punkt anzusetzen zu erkennen, ja wie fühlt es sich denn nun ehrlicherweise an. Es nimmt keine Antwort vorneweg, die kannst Du Dir ja auch nur wirklich selbst geben. Um Klarheit in der Frage, ist es nur eine Wunschvorstellung von mir zu bekommen, so denke ich, hilft es sehr gut!

Alle guten Wünsche
Resara


  Atari
   
kommt auf Anfrage
 
Avatar

Member since 05/2006
24 Posts
Location: München

06-07-2006, 00:15  


Hallo Resara,

danke für den Tip mit dem Orakel,
damit muß ich mich erst noch etwas beschäftigen.
Ja es ist wirklich schwer zu entscheiden,
ist es Begierde
ist es Wunschdenken
ist es eine meiner Triebe


oder ist es der / die richtige Partner(in)

ich bin auf dem Wege aber noch lange noch nicht soweit
um das so einfach zu erkennen.

Sobald ich mich mit dem Orakel beschäftigt habe werde ich es austesten.

Mir ist auch noch nicht so ganz klar wie ich auf die Stimme meines Herzens hören kann. Bei schönen Frauen ist das wirklich schwer, denn die möchte ich ja soo gerne haben  :-)

LG

ATARI    LOL


  Resara
 
Homepage
 
Member since 09/2005
137 Posts

06-07-2006, 12:23  


lieber Atari,

da ist mir so sehr das "haben" aufgefallen.
Wie wäre es, sich an schönen Frauen einfach zu erfreuen - selbst mir geht das so als Frau, wie oft schaue ich und denke, was für eine Schönheit, was für ein Strahlen, was für eine Harmonie in den Körperbewegungen usw.
Das "haben"  erscheint mir zu viel Wollen und dann wird ja was ganz leicht verkrampft.
Und vielleicht lädt Dich das ganze ja ein, erst mal bei Dir zu schauen, ja wenn ich so gerne habe, weiß ich eigentlich, dass ich alles in mir habe ... dann brauche ich nicht so sehr .... dann verabschiedet sich das Verkrampfte viel eher ... dann konmt vielleicht was Wunderschönes ... einfach so.

Ich wünsche Dir ganz viel Freude mit Dir selbst ... ja geh nur auf Entdeckungsreise ... und vielleicht bist Du erstaunt, so viel Wunderbares finden zu dürfen!!!

Resara


  Andreas
 
156926104  VoiceOfOM  Homepage
 
Avatar

(Moderator)

Member since 03/2005
3693 Posts
Location: Frankfurt (Oder)

06-07-2006, 13:04  


Im I GING heisst es des öfteren:

'Förderlich ist es zu haben, wohin man geht'

Das klingt erst einmal kryptisch, aber was meiner Ansicht nach gemeint ist, ist dass man von Aussen leichter das bekommt, was man in sich trägt bzw. als in einem selbst vorhanden erkannt hat. Seltsam ist, dass man etwas oft erst dann mit Leichtigkeit bekommt, wenn man nicht mehr glaubt, es zu brauchen.

Bedürftigkeit - etwas brauchen, haben wollen, um glücklich zu sein - zieht meist Mangel an. Man strahlt Mangel aus (egal, was man sich an der Oberfläche vormacht) und zieht Mangel an.

Innerer Überfluss - nichts zu brauchen, in sich zu ruhen, 'zu haben, wohin man geht' - zieht auch äußeren Überfluss an.

Es ist ein ganz einfaches 'Gesetz', solange wir uns in der Dualität bewegen.

In Bezug auf Beziehungen innerhalb der Dualität bedeutet das auch, dass - ich rede jetzt mal aus der Perspektive des Mannes - Frauen, die etwas annehmen und geben wollen und können, sich von der Energie der Begierde meist abgestossen fühlen. Ein freier, souveräner Mensch will nicht 'besessen' werden!

Ergibt sich eine Verbindung aus der Energie der Begierde - des Mangels - heraus, dann resoniert die Frau mit dieser Energie. Sie wird dann in der Regel selbst im Mangel sein, nicht gut annehmen können und die Begierde des Mannes nutzen, um ihn zu manipulieren. Ein Mangel-Mensch will besitzen, um seine Energiequelle an die Kette zu legen - zur Sicherheit. Man begibt sich in gegenseitige Abhängigkeit, jeder will den anderen besitzen - zur Sicherheit. Eine solche Mangelbeziehung artet oft in einen Kampf um Energie aus, von der beide ja nicht genug haben - und beide meinen, dass der andere es ihnen geben müsse.

Am Anfang geht alles gut - solange man verliebt ist - denn diese 'Endorphin-Vergiftung' ist ein Rausch, der beiden Energie liefert. Wenn diese Quelle versiegt ist, dann geht der Kampf los. Das Glück, dass einem der andere - vermeintlich - geschenkt hat, wird mit Liebe verwechselt, die einem der andere geben muss. Dabei war es von Anfang an nie der andere, der einem das Glück gegeben hat - man hat nur seine inneren verdrängten (postiven) Anteile, die einem zur Ganzheit fehlen, auf den anderen projiziert. In Wirklichkeit war es Selbstverliebtheit, man fühlte sich auf einmal ganz.

Achtung: Ich unterscheide zwischen "Selbstverliebtheit" (=Narzismus aus Mangel an Ganzheit) und "Selbstliebe" (Liebe durch Integration aller eigenen - 'hellen' wie 'dunklen' - Anteile)!

Wenn die Selbstliebe fehlt und die Illusion der Verliebtheit zerfällt, dann fallen beide in den Mangel zurück und können sich nicht mehr über die Projektionsfläche des anderen ganz fühlen. Der Kampf beginnt...

Wenn aber Selbstliebe da ist, dann kann man sich mit oder ohne den anderen ganz fühlen und glücklich sein. Die innere Quelle fliesst über und man kann den anderen wirklich beschenken. Beide können annehmen und geben, spiegeln sich darin und das Glück versiegt nicht mehr. Dann kann man gemeinsam den Überschuss an andere abgeben, egal ob man als Inspiration einfach strahlt, oder ob man gemeinsam aktiv wird und etwas mit der Zeit und Energie tut, die man spart, weil man sie nicht im Kampf um Energie verbrät.

Förderlich ist es, zu haben, wohin man geht....

...ist im Grunde Mahamudra....

Lieben Gruss!

Andreas


  Atari
   
kommt auf Anfrage
 
Avatar

Member since 05/2006
24 Posts
Location: München

06-07-2006, 14:30   | sehr schön


Hallo Andreas
Hallo Resara,

danke für die hilfreichen Informationen,
wieder ein Schleier der sich etwas in meinem Bewußtsein gelüftet hat,
jedenfalls brauche ich noch Zeit um mich damit zu beschäftigen.

Ja ich bin ein Begierde Typ, das weiß ich  ;-)

Andreas, um den Mangel an Selbstliebe zu balancieren,
was empfiehlt sich da ?

Eine spezielle Meditation (Chenrezig ?) die ich verstärkt machen sollte ?
Oder mit Volldampf das Nöndro durchziehen (Verbeugungen)

Danke euch allen,

LG

ATARI


  Andreas
 
156926104  VoiceOfOM  Homepage
 
Avatar

(Moderator)

Member since 03/2005
3693 Posts
Location: Frankfurt (Oder)

06-07-2006, 15:39  


Letztlich ist ein 'Mangel' am Selbstliebe keine Abwesenheit von etwas, sondern eine mentale Aktivität, die den natürlichen Fluss blockiert oder behindert.... Derartige Blockaden werden durch alle Arten buddhistischer Meditation aufgespürt und gereinigt.

Wichtig ist aber auch, die Zeit zwischen den Meditationen bewusst zu nutzen - mit den Hinweisen, die in den Meditationen gegeben werden:  Die Sichtweise halten, sich selbst und alle anderen als Buddhas sehen, die Welt als Reines Land. Das ist Weg-Mahamudra, dessen konsequente Übung zum Frucht-Mahamudra führt, dem Geist von Dorje Chang.

Ohne Geduld geht es aber nicht - mit Dir selbst und mit der Welt... Man denkt oft, Geduld zu entwickeln würde bedeuten, dass dann alles viel länger dauert. Das Gegenteil ist der Fall. Geduld beschleunigt die Entwicklung, während man sonst leicht im Kreis rennt und sich erschöpft - und damit die Entwicklung verzögert.

Das ist wie bei MOMO ;)

Geduld bedeutet z.B:, sich selbst liebevollen Raum zu geben und sich nicht zur Erleuchtung hetzen zu wollen - so geht es nicht. Es ist wie mit einem Kind: Übt man zuviel Druck aus, zieht es sich zurück und man erreicht das Gegenteil. Wenn man sich durch freudvolle Aussichten und Visionen motivieren kann, ist das sicher förderlicher...

Lieben Gruss!

Andreas


  Diamant
 
 
Member since 05/2008
14 Posts
Location: Stolpen

05-14-2008, 18:52  


Im Prinzip kann man "alles" tun es gibt im Buddhismus nur Empfehlungen und keine Verbote.
Nur sollte Dir klar sein, dass alles was man aussendet auch irgendwann den Weg zurück findet.

Ich perönlich würde mich nicht in bestehende Beziehungen drängen. Es sei denn die karmische Verbindung ist beiderseitig sehr stark so dass es sich von selbst ergibt.


lg Diamant


  Annapurna
 
 
Avatar

Member since 06/2008
6 Posts
Location: Bayern

07-01-2008, 22:24  


Hallo, ais Buddhistischer Sicht ist folgendes zu sagen.

Im Sigalovada sutta (DN 31) steht:


Welche 4 unreinen Handlungen soll man aufgeben? Einem Lebewesen wehe tun  ist eine unreine Handlung, etwas nehmen was nicht gegeben wurde ist eine unreine Handlung, sexuelles Fehlverhalten ist eine unreine Handlung und unrechte  Rede ist eine unreine Handlung.
Diese 4 soll man aufgeben.

Zusammengefaßt als Vers, hat der höchste Lehrer gesagt:

Lebewesen wehe tun, nehmen was nicht gegeben wurde, unrechte Rede und dem Geliebten eines anderen nachstellen:

Dies wird von den Weisen mit Sicherheit nicht gelobt.  


Frag dich einfach nur wie du dich fühlen würdest  wenn ein anderer versuchen würde dir die Freundin auszuspannen, dann fühlt man meist gleich was das richtige Verhalten ist.  :-)


May all beings be happy
  ID10
 
 
Member since 03/2005
693 Posts

07-02-2008, 10:30   | Gier, Neid, Hass


Hallo,

ich habe jetzt einmal von den 3 "Dingen" gelesen, die man im Buddhismus meiden soll:

  • Gier
  • Neid
  • Hass

Jemanden die "Freundin" ausspannen kann man nur, wenn die beiden nicht zusammengehören.

Dann ist es ein Glück für den anderen Mann.

Alles was zusammengehört lässt sich nicht trennen.



Liebe Grüße
P.


  Annapurna
 
 
Avatar

Member since 06/2008
6 Posts
Location: Bayern

07-03-2008, 14:01  


Hallo, Patrick, die 3 Punkte sind richtig.

Dann gibt es da auch noch die 4 edlen Wahrheiten und den 
Edlen Achtfachen Pfad.

Ganz wichtig ist für Buddhisten Leid zu vermindern. Wenn ich also durch meine Handlungen Leid erzeuge, dann ist das nicht zum Wohlergehen für andere, und durch die Erzeugung von schlechtem Karma auch nicht für mich selbst.

Man kann alles machen, aber muß dann halt die Konsequenzen tragen.

Außerdem gibt es im Buddhismus den Ausdruck : Ahimsa. Das ist ein´wichtiges Prinzip und bedeutet "Harmlosigkeit." (Vergleiche english "to harm": schädigen, verletzen, beeinträchtigen.)

Wenn ich also nun einen Mensche sehe, den ich begehre...("Be-gier-de"),  dann bin ich schon bei Wunsch und Gier, um so mehr wenn  ich nicht von ihm lassen will,  obwohl er schon verbandelt ist.  i

In aller Regel würde ich dem Partner dieses Menschen dann großes Leid zufügen, wenn ich mich nun aktiv daran mache die Beziehung zu zerstören, damit ich mich der Frau bemächtigen kann.

Ich bin dann alles andere als "harmlos",  ich bin dann einer der Leid verursacht, weil ich die Beziehung nicht respektiere.

In Anbetracht der Tatsache daß heute viele Pärchen unverheiratet sind ist der Vorwurf auch bei ernsthaft gebundenen Paaren wirksam die nicht verheiratet sind.

Wenn ich dagegen passiv abwartend bleibe, bis jemand wieder frei ist, hab ich mir nichts zuschulden kommen lassen.

In dem Sinne würde ich dann auch  darauf vertrauen, daß dieser Mensch sich  dann sowieso freiwillig von dem andern lösen wird, falls wir tatsächlich "zusammengehören".

Falls ich aber argumentiere, daß ich die Beziehung nur sprengen konnte weil die falschen zusammen war und ich eigentlich der Richtige bin, dann könnte ich mit derselben Logik auch jeden Mord begründen, indem ich dann nämlich sage daß ich diesen Menschen nur ermorden konnte, weil er zu mir als Opfer gehörte.

Deshalb bleibt Mord trotzdem ein Delikt das vom Staat bestraft wird, und karmisch verheerende Folgen für mich haben würde, in Form von Verkürzung meines eigenen Lebens, sofort durch Hinrichtung oder in nächsten Leben.

Das heißt, wenn man nach so etwas überhaupt als Mensch wiedergeboren wird

Lieben Gruß,

Annapurna


May all beings be happy
This post was edited 1 times, last on 07-03-2008, 14:06 by Annapurna
  Andreas
 
156926104  VoiceOfOM  Homepage
 
Avatar

(Moderator)

Member since 03/2005
3693 Posts
Location: Frankfurt (Oder)

07-03-2008, 15:49  


Ich möchte einfach mal kurz dazwischen werfen, dass die Aussagen von Dir Annapurna als buddhistische Lehre prinzipiell richtig sind, um das aber noch zu konkretisieren sollte man wissen, dass sie zum Bereich der Sutras und in der Art der Formulierung zum Theravada gehören.

Für die Tantras, die ebenfalls zum buddhistischen Kanon gehören, und das Mahayana sehen einige Dinge schon wieder etwas anders aus bzw. es gibt einen anderen Fokus oder Ausnahmen, für deren klares Erkennen eine gewisse geistige Entwicklung bereits voran gegangen sein muss.

Im Vajrayana und Mahamudra sieht es noch etwas anders aus, hier treten Regeln immer mehr in den Hintergrund und Motivation bzw. gelebte Sichtweise werden zum tragenden Prinzip bis hin zum totalen Flow im Jetzt, der keine Regeln mehr kennt, aber auch auf natürliche Weise gar nicht mehr zulässt, dass etwas geschieht, was nicht angemessen ist.

Die Aussage "der Buddhismus sagt" ist immer mit Vorsicht zu geniessen, da dieser so vielseitig ist. Es tut der Sache gut, dazu zu sagen, aus welcher buddhistischen Ebene die Aussage kommt. Aber selbstverständlich gehören die 4 edlen Wahrheiten und das Wissen über karmische Konsequenzen als Basis in den gesamten buddhistischen Kontext.

Unterschiedlich ist die Betonung bestimmer Aspekte, die Interpretation und die empfohlene Handlungsweise. In den "höheren Schulen" wird Karma nicht mehr so sehr als Warnung formuliert, weil die Mahayana-Sichtweise ohnehin selbstverständlich voraussetzt, dass gewisse Grundregeln des menschlichen Lebens nicht mehr übertreten werden.

Als Bodhisattva mit Bodhicitta, der mitfühlenden Einstellung, die den Weg zur Erleuchtung bahnen wird, wird man natürlicherweise keinen Mord begehen. Daher liegt der Fokus mehr darauf, wie man vergangenes Karma schneller abbauen kann und wie man durch gutes Karma und Meditation die Bedingungen für die Erleuchtung schafft.

Interessanterweise wird aber der Aspekt, dass man Beziehungen niemals zerstören sollte, auf den Tantra-Ebenen besonders betont. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Sutras eher auf Vermeidung abzielen und im Theravada Sexualität als Faktor mit hohem Störpotential eher gemieden wird, während die Tantras teilweise Mittel bieten, die Energie der Sexualität zum Teil des Weges zu machen.

Dass Handlungen aus untransformiertem Gier, Hass, Neid, Stolz oder Zorn generell keine guten Auswirkungen auf den eigenen Geist haben können, sollte für jeden buddhistischen Praktizierenden Grundlagenverständnis sein.


  Annapurna
 
 
Avatar

Member since 06/2008
6 Posts
Location: Bayern

07-03-2008, 18:02  


Hallo, Andreas, danke für deinen Beitrag der sehr interessant und informativ ist.

Ich selbst habe mich noch für keine bestimmte Richtung im Buddhismus entschieden, obwohl ich mich am meisten zum Tibetischen hingezogen fühle. Deshalb lese ich trotzdem gerne Sutras.

Könntest du vielleicht noch mehr hierzu sagen?


Interessanterweise wird aber der Aspekt, dass man Beziehungen niemals zerstören sollte, auf den Tantra-Ebenen besonders betont. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Sutras eher auf Vermeidung abzielen und im Theravada Sexualität als Faktor mit hohem Störpotential eher gemieden wird, während die Tantras teilweise Mittel bieten, die Energie der Sexualität zum Teil des Weges zu machen.

Liebe Grüße!

Anna


May all beings be happy
  ID10
 
 
Member since 03/2005
693 Posts

07-04-2008, 12:41   | Leben / Beziehungen


Hallo,

Leben – lebenzulassen (auch Insekten) und
Beziehungen – stehenzulassen

gehören für mich zu einem Grundverständnis, zu einer Grund-Lebens-Einstellung. 
Egal welcher Religion; egal welcher Mensch man ist.

Meine Aussagen waren „nur“ theoretisch gedacht.



Liebe Grüße an Dich!


  Andreas
 
156926104  VoiceOfOM  Homepage
 
Avatar

(Moderator)

Member since 03/2005
3693 Posts
Location: Frankfurt (Oder)

07-30-2008, 19:02  


         Quote by Annapurna on 07-03-2008, 18:02

Könntest du vielleicht noch mehr hierzu sagen?


Interessanterweise wird aber der Aspekt, dass man Beziehungen niemals zerstören sollte, auf den Tantra-Ebenen besonders betont. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Sutras eher auf Vermeidung abzielen und im Theravada Sexualität als Faktor mit hohem Störpotential eher gemieden wird, während die Tantras teilweise Mittel bieten, die Energie der Sexualität zum Teil des Weges zu machen.

Hallo! Verzeih, dass ich mich hierauf noch nicht wieder gemeldet habe; aber vermutlich hat das irgend einen guten Grund ;) Vielleicht kannst Du nochmal konkretisieren, wozu genau Du Dir wünschst, mehr zu erfahren... Denn das Zitat beinhaltet ja mehrere sehr verschiedene Themen!

Warum wird das im Tantra besonders betont?

Unterschiede zwischen Sutra und Tantra?

Mittel, die Energie der Sexuallität auf dem Weg zu nutzen, statt sie zu vermeiden....


Vielleicht kannst Du Deine Kernfrage für mich präzisieren, dann muss ich nicht so weit ausholen.... (Ich habe derzeit nicht die Zeit, um allzu lange Beiträge zu schreiben....)


Advanced options for this topic:

Ignore this topic (Do not list this topic in the "unread topics" search. You are currently not ignoring this topic.)
Hide this topic (Hidden topics are not displayed in the topics list. This topic is currently not hidden.)
Unclassified NewsBoard © 2003-4 by Yves Goergen