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03-09-2007, 14:03   | Heilung


Quelle: Diabetes Austria
http://www.diabetes-austria.com/


Diabetiker orientierte sich an Neandertalern: Gesund mit der Paleo-Diät 
Gegessen wird nur das, was einem zur Verfügung stehen würde, wenn man nackt mit einem Speer durch den Wald streift.

Bei der Suche nach der idealen Diät für den Menschen verfolgt eine Gruppe von Wissenschaftern und Autoren eine eher steinzeitliche Strategie. Anstatt sich über Fettanteil, GLYX-Quotienten oder Kalorien Gedanken zu machen, sollte man besser auf jene Nahrungsmittel zurückgreifen, die dem Menschen rund 2,5 Millionen Jahre lang als Grundlage seiner Ernährung diente, bevor er vor 10.000 Jahren sesshaft und übergewichtig wurde.

Auf den Punkt gebracht: Gegessen wird bei der "Paleolithic Diet" nur das, was einem zur Verfügung stehen würde, wenn man mit einem Speer nackt durch den Wald streift - also vor allem Gemüse, Obst, Nüsse, Fleisch und Fisch. Brot hingegen ist tabu. (Das erinnert allerdings sehr an die LOGI-Methode - siehe auch unsere Reportage über die erste LOGI-Klinik Deutschlands)

Einer der Wegbereiter des Trends ist kein Arzt, sondern ein - ehemaliger - Patient. Obwohl er nicht übergewichtig war, wurde bei dem Computerverkäufer Ray Audette mit 33 Jahren Diabetes diagnostiziert. Anstatt sich seinem Schicksal zu beugen und sich auf ein Leben mit Insulin-Injektionen einzustellen, begann Audette auf eigene Faust zu recherchieren. "Ich fand heraus, dass es, bevor wir vor 10.000 Jahren damit begonnen haben, Ackerbau zu betreiben, keine Diabetes gegeben hat", so der Autor. Die Menschen der "Jäger und Sammler"-Zeit wären überhaupt generell fitter und gesünder gewesen als ihre sesshaften Erben. Auch viele der so genannten Zivilisationskrankheiten waren unbekannt.

Fleisch in allen Variationen
Zum Schrecken von Ärzten, Vertretern des Low-Fat-Trends und Vegetariern begann Audette damit, seine Ernährung komplett umzustellen. Anstatt Brot, Erdäpfel (die roh nicht genießbar sind) und Reis standen auf dem Speiseplan des damaligen Computerverkäufers Fleisch in allen Variationen - samt Eiern mit Schinken zum Frühstück - Gemüse, Obst, Nüsse und Fisch. Auch auf Milchprodukte verzichtete Audette völlig. Sein Argument: Man würde sich in freier Wildbahn niemals unter eine Kuh legen und an ihrem Euter saugen.

Der Effekt seines Jäger und Sammler-Lebensstils war erstaunlich. Nach nur drei Monaten war die Zuckerkrankheit völlig geheilt, auch eine Artrithis, die ihn jahrelang geplagt hatte, verschwand. Inzwischen stehen dem einsamen Neandertaler, der seine Erkenntnisse in dem Buch "Neanderthin - Eat Like a Caveman to Achieve a Lean, Strong, Healthy Body " dargelegt hat, auch Wissenschafter zur Seite.

"Historische und anthrolopogische Studien zeigen, dass die Jäger und Sammler generell fit und gesund waren sowie weitgehend keinerlei Herz-Kreislauferkrankungen aufwiesen. Auf sozialer Ebene sind wir vielleicht Menschen des 21. Jahrhunderts, aber genetisch leben wir immer noch in der Altsteinzeit", so James H. O' Keefe und Loren Cordain von der renommierten Mayo-Klinik in den USA.

Die Annahme, dass unsere Ahnen unterernährt waren, ist den Wissenschaftern zufolge völlig falsch. Ihre Ernährungsweise enthielt zwei bis drei Mal so viele Ballaststoffe wie die heutige, 1,5 bis zwei Mal so viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, vier Mal mehr Omega-Fettsäuren, zwei bis drei Mal so viel Protein und drei bis vier Mal so viel Kalium.

Keine Getreideprodukte
Auch die Wissenschafter raten, die Diät unserer Ahnen nachzuahmen. Dabei sollten gesättigte Fette durch mehrfach ungesättigte ersetzt und besonders mehr Omega-3-Fettsäure konsumiert werden. Weiters sollte die Einnahme von frischen Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse und Nüssen auf bis zu acht Portionen am Tag drastisch erhöht werden. Außerdem stehen am Speiseplan Fleisch und Fisch. Zucker und verarbeitete Getreideprodukte sollte man hingegen weitgehend meiden.

Artikel vom 07.03.2007, 12:04 | apa | jos


  Andreas
 
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03-12-2007, 21:22  


Hallo!

Habe von der Paleo-Ernährung schon früher gehört, aber ich halte jede Art extremer 'Diät' - ausser mal kurmäßig angewandt - nicht unbedingt für sinnvoll...

Möglicherweise ist die Ernährungsweise, die sich dadurch ergibt, dass man mit einem Speer durch den Wald streift in den meisten Fällen auch  nur dann gesund, wenn man tatsächlich mit einem Speer durch den Wald streift - also sich viel an der frischen Luft bewegt usw.

Aber im Einzelfall mag so etwas tatsächlich helfen... Wie immer denke ich auch hier, dass jede Methode, die sich in erster Linie oder gar ausschliesslich auf äußere Faktoren fokussiert, nicht nachhaltig heilen kann - erst in Kombination mit einer Lösung der Kernursachen erzielt man meiner Ansicht nach eine ganzheitliche Lösung.

So bekommt das "durch den Wald streifen" neben der frischen Luft und der vielen Bewegung zum Verarbeiten der vielen Fette und Proteine noch eine weitere Komponente: Die Rückverbindung mit der Natur und ihren Zusammenhängen und Energien und die Zeit, die man dabei zum 'runterfahren' des Gehirns verwenden kann, kann helfen, die Körperenergien auszubalancieren, was zu einer Heilung beitragen kann...

Ich würde fast sagen, die intensive Verbindung mit der Natur und die Bewegung ist dabei wichtiger, als die Ernährung - wer sich 'Paleo' ernährt - und dabei den ganzen Tag vor dem PC oder Fernseher sitzt, wird vermutlich nicht unbedingt gesund werden ;)

Lieben Gruss!

Andreas


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03-14-2007, 10:51   | Leben


Hallo,

ich habe diese Diät weder probiert noch getestet; nur den Artikel gelesen.

Diäten in dem Sinn zwingen den Körper in eine bestimmte Richtung.

Zum Beipiel wird in dem Artikel auch von Ölen geredet, ist natürlich vollkommener Unsinn, da es damals sicher noch keine kalt gepressten Öle gab.

Wir leben im Hier und im Jetzt und haben das alles zur Verfügung.
Warum sollen wir uns davon ausschließen?

Die Lösung heißt für mich: Leben – egal wie, wann und wo.
Keinen Zwängen, keinen Vorschriften nachhängen.
Annehmen, was mir gegeben wird.
Jeden Moment bewusst zu leben, jeden Menschen bewusst begegnen, den ich begegnen will, den Tieren und der Natur  bewusst begegnen.

Und das Herz sagt mir jeden Moment, was richtig ist und was falsch.
Es ist für mich richtig, wenn es sich gut anfühlt.
Aber schwer, immer darauf zu hören.

Leider falle ich manchmal in die Muster rein, wenn ich etwas in der Überschrift von „Heilung“ lese, dass ich dann den gesamten Artikel lesen (muss).

Liebe Grüße
P.


  Andreas
 
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03-14-2007, 12:27  


Ist ja auch sehr interessant - und ich bin dankbar für diese Artikel und Hinweise hier, und dass wir darüber diskutieren (können)... :D

Ich hatte jetzt nicht unbedingt angenommen, dass Du das umsetzen wolltest - und so wie ich Dich kenne, ist ja auch Deine Verbindung zur Natur sehr intensiv und ihre Kräfte wirken mit Dir und durch Dich...

Ich berücksichtige bei meinen Antworten immer, dass bedeutend mehr Menschen diese Diskussionen lesen werden, als daran aktiv teilhaben.  ;) Und so gebe ich also immer meine ganze Erfahrung und Antwort heraus, selbst wenn ich weiss, dass die Person, auf die ich im Thread antworte, vermutlich selbst 90% davon schon weiss :)

Lieben Gruss!

Andreas


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