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07-23-2007, 10:43   | Advaita - Nicht-Zwei - DAS - Bewusstsein - Einheit


Advaita - Nicht-Zwei - DAS - Bewusstsein - Einheit

DAS, was allem zugrunde liegt, ist letztlich auch das, aus dem alles -
auch die gesamte Welt der Phänomene - besteht. Das UR-Bewusstsein
ist frei von Objekten; Bewusstsein, das sich auf sich selbst richtet
und dabei ohne Wahrnehmung von Etwas dennoch wach und bewusst
ist. Leerheit, 'Raum' ohne Definition.

Sobald da ETWAS ist, ist es ein Phänomen, etwas Definiertes - also
nicht mehr DAS in seiner leeren Essenz.

Meine Vorstellung von Nicht-Dualität ist, dass alle Phänomene aus
dieser reinen Bewusstheit bestehen - also sich selbst erleben - und
nicht als Objekt DORT von einer Bewusstheit HIER - oder umgekehrt -
erlebt werden.

Das Erlebte, das Erleben und das was erlebt sind essentiell
ungetrennt, EINS auf einem Punkt in Raum und Zeit (die natürlich
auch Phänomene sind)...

Auf diese Weise kann ich für mich zu einer Idee für das Erleben der
Nicht-Dualität kommen: Die Leerheit selbst und alle Phänomene sind
bewusst und erfahren sich selbst durch diese Bewusstheit.

Materie ist in der Essenz leer und ebenso reines, sich selbst
erfahrendes Bewusstsein wie jene Ebene, in der keine Objekte
und Phänomene als Illusion erscheinen.

Dieses 'Erleben der Nicht-Dualität' ist aber auch nur dann vollkommen,
wenn es nicht als Erleben HIER und Nicht-Dualität DORT
wahrgenommen wird, sondern wenn es ein SEIN in Einheit ist:
ohne einen Beobachter, der per Definition immer vom Objekt
seiner Beobachtung getrennt ist.

Der Beobachter verschmilzt vollkommen mit dem Objekt seiner
Wahrnehmung, dabei löst sich die rein illusorische Grenze (die
immer schon nur ein Konstrukt war!) auf - und es bleibt SEIN.

Dieses SEIN beschränkt sich nicht auf das Sein in Leerheit, sondern
SEIN kann in der Verschmelzung mit jedem Objekt oder Phänomen
auch sehr lebendig sein.

Was wegfällt, sind nicht die Phänomene - hier ist es vollkommen
egal, was geschieht, Freude oder Schmerz, Himmel oder Hölle,
Leben oder Tod - sondern die Trennung zwischen Erleber und Objekt
des Erlebens - und die Identifikation mit einem vom Ganzen
getrennten Objekt.

Das SEIN in Leerheit, wenn sich das leere Bewusstsein rein auf sich
selbst richtet, ist eine Schlüsselerfahrung, um in Kontakt mit sich
selbst zu kommen. Deswegen verweisen so viele spirituelle Schulen
darauf, diese Leerheit zu erfahren und zu erkennen.

Man kann darin verweilen, aber es ist ebenso Ausdruck von
Erleuchtung, sich im Bewusstsein der Einheit wieder in die Welt der
Phänomene zu begeben und darin urteilslos alles, was geschehen
kann, als Ausdruck letztendlicher und reiner Erleuchtung zu
erfahren.

Der einzige Unterschied zwischen 'Nicht-Erleuchteten' und
'Erleuchteten' ist dann, dass die einen dies nicht erkannt haben und
deswegen unter ihren veränderlichen Erfahrungen leiden und nach
Glück im Aussen suchen - während die anderen Glück und Frieden
SIND - und damit unabhängig von äußeren Objekten, stets urteilslos
und im Hier und Jetzt.

--> http://satsangkreis.de (Forum: OpenSatsang Online)


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