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  Andreas
   
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04-07-2005, 07:22   | Was ist Faschismus?


Quelle der Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus


Mussolini selbst definierte Faschismus als „Verschmelzung von Großkapital und Staat”, der folglich auch Corporativismus genannt werden könne.

Später wurde der Begriff so verallgemeinert, dass der italienische Faschismus als Prototyp eines gesamteuropäischen Phänomens gilt. Dieser vom linken Spektrum verwendete Faschismustheorie steht die bürgerliche Totalitarismustheorie entgegen, die davon ausgeht, dass rechts- und linksextreme Kräfte sich parallel entwickeln und zu einem links- oder rechtstotalitaristischen Regime hochschaukeln, wie dies in der Weimarer Republik geschehen ist.

Als erster nutzte Stalin einen verallgemeinerten Begriff des Faschismus. Darunter fielen alle Antikommunisten, gleich welcher politischer Richtung. Die Bezeichnung der SPD als sozialfaschistisch verstärkte die Kluft zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten am Ende der Weimarer Republik. Der Antifaschismus, der als Kampagne in kommunistischen Ländern aus der Stalin-Ära stammte, benutzte diese Interpretation auch nach dem Tod Stalins weiter.

Eine neue Interpretation erreichte der Faschismus-Begriff, als der Historiker Ernst Nolte mit seinem Werk Der Faschismus in seiner Epoche den Faschismus als antiliberal, antidemokratisch und antikommunistisch definierte. Ein weiterer nichtmarxistischer Faschismusforscher ist der (allerdings links stehende) Historiker Wolfgang Schieder.

Mit dem Nolte-Begriff, der sich durchsetzte, wurde alles unter Faschismus rubriziert, was eine nicht-kommunistische Diktatur im Europa des 20. Jahrhunderts anstrebte oder realisierte. Insbesondere wurde damit der Nationalsozialismus als faschistisch bezeichnet. Es kam schließlich auch dazu, dass "faschistisch" teilweise als ein allgemeines Schimpfwort für autoritär orientierte Antikommunisten verwendet wurde.

Im 20. Jahrhundert beschreibt der Faschismus eine Reihe politischer Strömungen und Systeme autoritär-korporativer Herrschaft. Die Definitionen dafür sind wechselnd:

Elemente des Faschismus im weiteren Sinn

  • Das Führerprinzip: Nach diesem Prinzip wird eine einzige Ideologie als verbindlich erklärt, die das gesellschaftliche Leben in allen Bereichen durchdringen soll. Sowohl Staat wie Verwaltung wurden weltanschaulich und dem Führerprinzip gemäß organisiert und dominiert. Ebenso gestaltete man in den Betrieben die Beziehung Arbeitgeber – Arbeiter um, in das Verhältnis Betriebsführer – Gefolgschaft.

  • Nationalismus: Bereits das 19. Jahrhundert war von einer globalen Renaissance des Nationalen durchdrungen, die im 20. Jahrhundert in vielfältigen und extremen Nationalismen gipfelte.

  • Antikommunismus: Besonders die Revolution in Russland und die Furcht vor ihrer weiteren Ausbreitung nach Europa machten sich faschistische Führer zu Nutze, um mit Liberalen und Konservativen Bündnisse zu schließen.

  • Demokratiefeindlichkeit: Im Gedanken der Demokratie, Freiheit und Pluralismus und der Trennung zwischen Staat, Ökonomie und Privatem sah der Faschismus seine Hauptbedrohung.

  • Gewaltsames Machtstreben: Häufige, oftmals misslungene, Putsche faschistischer Militärs kennzeichnen den jeweiligen Weg zur Macht.

  • Zentrale Bedeutung des Geheimdienstes, der bewaffnet ist und einen "Maßnahmenstaat" im regulären Staat aufzubauen tendiert

  • Militarismus: Das Erscheinungsbild des Faschismus wurde durch militärische Massenaufmärsche und Großkundgebungen bestimmt.

  • Eine ideologisch geprägte Weltanschauung: Faschismus tritt mit seinen Blut- und Weiheritualen, seiner mystisch-irrationalen Weltanschauung als antiaufklärerisches Programm auf.

  • Das Verständnis des Volkes als Masse: Seit Mussolinis Konzept des "stato totalitario" durchdringt der faschistische Anspruch alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens bis ins Privatleben. So wurde die Familie als Kameradschaftsverband aufgefasst, die mit Kindern zum Wachstum der Volksgemeinschaft beizutragen hatte.

  • Antisemitismus und Rassismus: Dabei trat der Terror des deutschen Nationalsozialismus gegen ganze Teile der Bevölkerung deutlicher als in anderen Ländern hervor.

  • Sozialdarwinismus

  • Autoritäre Machtstrukturen (im Sinne eines politischen Systems, das durch Einschüchterung usw. keine politische Opposition zuläßt), nicht unbedingt aber ein totalitäres System (im Sinne eines Systems, das alle Lebensbereiche zu erfassen versucht und dem einzelnen möglichst wenig Freiräume lassen möchte). Totalitarismus wird für Deutschland und etwas eingeschränkt für Italien angenommen, nicht jedoch z.B. für Österreich oder für das späte franquistische Spanien, wenngleich es sich bei diesen fraglos um autoritäre Systeme handelte.

  • Schließlich in einigen Ländern auf der einen Seite eine reaktionäre Tendenz zur Monarchie und zum Klerikalismus, auf der anderen Seite durch eine mit religiösen Elementen durchsetzte Fortschritts- und Technikgläubigkeit. (Tausendjähriges Reich etc.)

Diese Charakteristika werden verkürzt im Drei-Säulen-Modell zusammengefasst, in dem Faschismus als Nationalismus – Militarismus – Chauvinismus definiert wird.


  Malte
 
 
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10-02-2005, 12:49   | faschismus, ein teil unserer gesellschaft


das wort faschismus kommt aus dem roemischen reich. die faschisten waren eine elitegruppe von soldaten die dafuer sorgen sollte das die "feinde" vollkommen vernichtet wuerden. durch das gerede von "modernen" faschismus wird der wahre gedanke verdeckt entstellt. sobald man von sich mehr haelt als von anderen und/oder sie hasst weil sie nicht den eigenen wertvorstellungen entsprechen sie sei es im fussball im parteien system oder einfach zwischen menschen ist man faschistisch.


  Andreas
   
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10-02-2005, 16:02  


Danke Malte :) Das entspricht meinem persönlichen Gefühl dazu... Ich würde noch hinzufügen: Wenn man die eigenen Belange wichtiger nimmt, als die anderer Menschen.... Beim Individum würde man vielleicht eher vom 'Ego' oder 'Egozentrismus' reden, bei einer Gruppe von Menschen bzw. bei Völkern dagegen vom Faschismus. Man könnte also sagen, das Faschismus der Egozentrismus einer Gruppe (oder eines Systems) ist. Das gipfelt in der Einstellung, dass andere Menschen geopfert werden müssen, vielleicht sogar sterben müssen, um das Wohl der eigenen Gruppe zu sichern, fängt aber bereits bei der Ablehnung fremd erscheinender Sichtweisen an - hier befindet sich der 'Keim' des Faschismus.

Wenn man also den Gedanken des Faschismus, wie Du ihn beschrieben hast, weiterdenkt, dann ist z.B. das gesamte Wirtschaftssystem, wie wir es kennen, faschistisch; dann ist die Einstellung der meisten Länder faschistisch, als 'Paradebeispiel' sei das Verhalten der (jetzigen Regierung und Wirtschaft der)  USA genannt...

Weil Faschismus, so definiert, ein Grundübel unserer gesamten Welt vom Einzelnen bis hin zu Staaten und Staatenbündnissen ist, bin ich der Auffassung, dass es ein grundlegender Bestandteil eines Bewusstseinssprungs, der die Welt evolutionär weiterbringen kann, ist, dass Faschismus jeder Ausformung in sich zusammefällt.

Da wir als Menschen ein Kollektiv bilden, ist jeder einzelne Mensch, der sein Ego transformiert oder beiseite stellt, ein wichtiger Bestandteil einer solchen Evolution in Richtung echter Menschlichkeit. Einerseits kann jeder Einzelne so seinen Teil beitragen, auf der anderen Seite ist es natürlich sehr hilfreich, wenn ganze soziale Systeme - Gruppen von Menschen - mit ihren einzelnen Elementen komplett kippen, indem das Feld sich wandelt.

Ist global gesehen eine kritische Masse erreicht, vollzieht sich der Quantensprung des Erdfeldes - der in der Esoterikszene sog. 'Aufstieg der Erde' bzw. systemisch nach Ervin Laszlo der 'Macroshift'.

Die Wurzel aller Probleme, ob im Einzelnen oder in Gruppen oder Völkern - ist die 'faschistische' Selbstbezogenheit. Das bedeutet aber auch, dass wenn diese eine Wurzel beseitigt wird, sich alle Probleme von der Wurzel her aufzulösen beginnen!

Das wahre 'Tausendjährige Reich' wird von niemandem beherrscht, es ist ein Zeitalter der harmonischen Egolosigkeit und der Harmonie zwischen den Völkern, ein Zeitalter der Vielfältigkeit, die auf dem Gefühl der Einheit gedeiht - auf der Akzeptanz von Verschiedenheit und dem gegenseitigen "Sein lassen".

Lieben Gruss!

Andreas


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